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Wie erkenne ich einen guten Tierarzt? Teil 1

Ich möchte hier gerne erläutern, wie Tierhalter erkennen können, ob sie bei ihrem Tierarzt in rundum guten Händen sind. Denn einst zahlte ich den höchstmöglichen Preis dafür, selbst zu spät erkannt zu haben, dass wir es nicht waren. 

Teil 1 ist der schwere Teil, den ich gerne jedem liebenden Tierhalter würde ersparen wollen. Ich wünsche wirklich niemandem, am verfrühten Tod seines geliebten Tiers mitschuldig zu sein – so wie ich es bin.

Dieser Beitrag ist in unvergänglicher Liebe gewidmet: Mogwai † 26. November 2009

mogwai_sternchen

Als ich fassungslos auf ihren sterbenden kleinen Körper starrte, hörte ich wie durch Watte den Tierarzt sagen: «Wir raten ja immer davon ab, solche ausländischen Strassenkatzen aufzunehmen: Die sind fast immer problematisch.»

Meine geliebte Katze Mogwai starb am Abend des 26. November 2009. Hätte ich morgens – als ich sie in die Praxis brachte – auch nur im Ansatz geahnt, wie krank sie ist, wäre ich direkt in die Notaufnahme unseres Tierspitals gefahren. Aber ich ahnte es nicht. Ich hatte im Wortsinne keine Ahnung. Und man hat es mir einen ganzen Tag lang auch nicht gesagt. Erst als es zu spät war.

Ich war seither nicht mehr in dieser Praxis und habe nicht vor, je wieder dahin zu gehen: Meine Vertrauenskurve schiesst nicht nach oben, wenn ein Tierarzt kranke Tiere für «problematisch» hält.

Tierärzten, die ihre Kunden behalten wollen, möchte ich daher ans Herz legen, den folgenden kleinen Kurz-Knigge auswendig zu lernen.

3 Dinge, die ich nicht sagen sollte, wenn ein Katzenhalter vor mir steht, der gerade sein geliebtes Tier verloren hat:

  1. War doch nur eine Katze.
  2. Ich mag sowieso lieber Hunde.
  3. Dieses Tier war problematisch.

Mein Ex-Tierarzt hatte aufgrund von Mogwais Krankheitsverlauf schon früh vermutet, dass sie damals in Spanien vergiftet wurde. Tatsächlich ist es an vielen Orten Spaniens ein durchaus übliches Vorgehen, Giftköder auszulegen, auf die sich die ausgehungerten Strassenkatzen natürlich blindlings stürzen – im Glauben, man wolle ihnen Gutes tun.

Jene enttäuschten Seelen, die nicht sofort ein qualvoller Tod ereilt, sterben nach nur rudimentärer Erstversorgung oft Monate später an den Schäden, die das Gift an ihren Organen anrichtete. Was in einem Menschen vorgeht, der so etwas anrichtet, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Mogwai war die unbekümmerte Lebensfreude selbst – ich dachte, wir hätten alles überstanden. Doch dann holte die Vergangenheit sie ein. Sie wurde nicht mal drei Jahre alt.

Doch ich bin ja keine rachsüchtige altägyptische Gottheit mit Hang zu bizarren Bestrafungsritualen. Und ich werde auch mein Karma nicht besudeln, indem ich Giftköder auslegenden Menschen Böses wünsche.

Lassen Sie es mich vielmehr so formulieren: Es würde mich nicht die Bohne erschüttern, sollte sich der Zorn der Schöpfung über dieses hinterhältige Vergehen an ihrem Werk darin äussern, dass solchen Leuten alles abfault, was ihnen wichtig ist. So weit die erzieherische Massnahme.

Ich fände es darüber hinaus keineswegs übertrieben, bestünde die eigentliche Strafe für einen heimtückischen Giftmischer darin, dass er wiedergeboren wird. Zum Beispiel in einer ausgehungerten spanischen Strassenkatzenkolonie. Und zwar als Maus. Immer und immer wieder – bis ans Ende aller Tage.

Doch eigentlich wünsche ich solchen Leuten gar nicht, dass sie Schaden erleiden – der angerichtete Schaden und das Leid sind schon gross genug.

Vielmehr würde ich mir wünschen, dass Menschen, die mutwillig oder auch aus Unwissenheit anderen Lebewesen Qualen bereiten, in aller Deutlichkeit gewahr werden, welches Leid sie anrichten, ihr Tun aufrichtig bedauern und künftig respektvoll mit Leben in jeder Form umgehen. Das allein könnte mir eventuell etwas Trost sein.

Und mit Letzterem meine ich nicht nur hinterhältige Giftmischer.

Sondern auch Tierärzte, die über Leben, Lebensqualität und Tod entscheiden. Und Tierhalter, die sich informieren könnten – und den Tierarzt wechseln, wenn nicht alles auf Grün steht.

Ich geissle mich noch heute dafür, dass ich in Mogwais Fall blind auf einen Tierarzt vertraute, statt mich mit ihren Gebrechen auseinanderzusetzen.

Ich blicke noch heute nachts oft hoch zu den Sternen und bitte sie um Verzeihung.

 

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2009 war ich noch sehr unbedarft, was Katzenkrankheiten anging. Mogwais Tod war zwar unnötig, aber nicht umsonst: Seither musste ich weitere Katzen (Palliativfälle) gehen lassen. Das tat auch jedesmal weh. Doch dank Mogwai fand ich eine Tierklinik, die keine rassistischen Vorurteile hat, die uns in allen Belangen stets zur Seite steht – medizinisch, tiersozial und menschlich – und mir keinerlei Informationen vorenthält. Und wenn ichs beim vierten Mal noch immer nicht kapiert habe, dann erklären sie es mir nochmal – sie geben auch Tipps, wo ich mich unabhängig informieren kann, sollte ich noch immer Zweifel zum weiteren Vorgehen haben. Nie wollen sie mir irgendetwas ein- oder ausreden. Sie informieren mich – damit ich Entscheidungen mit bisweilen weitreichenden Folgen treffen kann. Und sie schicken mich umgehend mit meinem Patienten zu einem Spezialisten, wenn sie der Meinung sind, dass sie das in ihrer Praxis nicht im Sinne des vollumfänglichen Tierwohls händeln können.

Und dank Mogwai und unserer aktuellen Klinik schaffte ich es, LouLou, Omar und Mathilde in ihren Krankheiten und letztlich auf ihrem Sterbeweg medizinisch fundiert, menschlich gestützt und vor allem verantwortungsvoll bis zur Regenbogenbrücke zu begleiten, wo ich sie vorerst loslassen musste – bis wir uns wiedersehen.

Mogwai fehlt.

Aufgrund dieser Erfahrungen stellte ich ein kleines Lexikon „Wie erkenne ich einen guten Tierarzt“ zusammen. Damit Sie alle es besser machen, als ich damals. Und dann war Mogwais Tod nicht umsonst ❤

Kamikatze-Zwerglis goes Facebook ;-)

Seit dem 23. Januar hat der Kamikatze-Zwerglis-Blog auch bei Facebook eine Seite. Warum das denn? 

Wie einige von euch schon mitbekommen haben (okee: Ich habs all meinen katzenaffinen Facebook-Freunden ein kleines bisschen aufgedrängt, könnte man sagen), habe ich am Samstag nicht ganz aber so ein bisschen spontan beschlossen, dass der Blog auch auf Facebook stattfinden sollte. Und zwar als „Gemeinschaft“ – erstmal.

Jetzt mag sich der eine oder andere fragen, warum ich das mache, wo ich doch von Social Media – sagen wir mal: – nicht nur immer begeistert bin.

Meine Beweggründe waren:

    • Ich möchte hier ja weniger ein Blog nur zum Privatvergnügen mit Fotos meiner Zwerglis pflegen, wo dann all meine armen Freunde jeweils brav „juhuu“ oder „jö“ oder „ist ja toll“ drunterschreiben sollen. Aber natürlich dürfen 😀 Also: Sofern ich mal gscheite Fotos meiner Katzen hinbekomme. Was selten genug ist.
  • Ich vermisse an meinen adacta-gelegten Forenanfängen vor allem – neben der Freude neue grossartige Leute kennenzulernen – vor allem auch den Erfahrungs-, Meinungs- und Wissensaustausch untereinander. Und ich freue mich ja immer sehr, wenn sich jemand von euch sich die Zeit nimmt, hier nicht zur mitzulesen, sondern auch zu kommentieren (danke! ❤ ). Was ich aber sehr schade finde: Nur ganz selten kommen die Leser des Blogs auch untereinander mal ins Gespräch. Zudem sind die Leser hier in der Kommentarfunktion sehr eingeschränkt, indem sie keine Links, keine Bilder und keine Korrekturen anbringen können. Da ich so geizig bin, fürs CMS des Blogs nur die Gratisversion zu wählen 😛
    • All die mir zur Verfügung stehenden Infos zB: zu Katzenhaltung und -krankheiten kennt ihr ja alle schon bzw. interessieren nicht, wenn man nicht selbst betrofen ist. Ist doch albern, das alles immer wieder im selben Topf zu schmoren – und ihr langweilt euch nur. Die meisten Informationssuchenden finden den Weg hierher bislang denn auch über Suchmaschinen – was auch ok ist und zu regelmässiger Unterstützungs- und Beratungstätigkeit meinerseits führte. Aber das ist halt nicht nachhaltig, weil es immer nur diese eine fragende Person mitbekommt.
    • Ich lerne selber nichts oder nur sehr wenig dazu, weil ich logischerweise nur über Themen schreibe, von denen ich etwas zu verstehen glaube. Das ist auf Dauer eine Einweg-Kommunikation.
    • Ich denke, die Zukunft der Kommunikation und des Lernens liegt – für den Moment zumindest – massgeblich in Social-Media-Angeboten. Foren habe ich für mich persönlich davon inzwischen ausgeschlossen: Es bilden sich immer Grüppchen, Konkurrenzen, man meint einander zu kennen, was aber nur vermeintlich so ist – und es wird extrem schnell wahnsinnig persönlich. Oft leider auch im negativen Sinne. Darum könnte eine anonymere Plattform evtl. interessanter sein. Ist ein Versuch. Foren sind zudem allen Social-Media-Studien zufolge am Aussterben, da eben Mega-Player wie Facebook & Co. übernommen haben.
  • Kommunikationswege interessieren mich sowohl persönlich wie auch beruflich und darum möchte ich mal ausprobieren, ob es auch in dem allzu oft superaggressiven Umfeld von Facebook möglich sein könnte, eine friedliche und konstruktive Gesprächskultur über kontroverse Themen (naja: Katzenhaltung halt 😉 ) zu pflegen. Oder wie wir Onliner sagen: trial & error.

Und wer bis hierher noch nicht eingeschlafen ist: Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr (also jene, die FB nicht rigoros boykottieren – was ich in verschiedener Hinsicht durchaus auch verstehe) bei https://www.facebook.com/kamikatzezwerglis mal reinschauen möchtet. Jeder kann in der Zwerglis-Gemeinschaft auch selber Beiträge posten (sie sollten idealerweise allerdings irgendwas mit Katzen zu tun haben 😉 ) – seien sie witziger, trauriger oder informativer Natur. Nur bitte letztlich doch aufbauend und konstruktiv – nicht immer diese Weltuntergangs- und Icherschiessdich-Dinger, bitte. Ansonsten ist jeder Katzeninteressierte herzlich eingeladen, mitzudiskutieren, mitzulachen, mitzureden, mitzufragen, mitzuüberlegen, mitzumachen. Ich bin auf dieser Gemeinschaftsseite zwar auch Chef (höhö) – aber ich stelle in erster Linie Themen zur Diskussion oder versuche ein wenig Erheiterung in eure Tage zu zaubern. Social Medai können so böse sein – aber sie müssen nicht. Lasst es uns beweisen 😉

Schauts euch an, dann gucken wir und dann sehen weiter 😀

Haustiere: «Psychische Probleme sind bei jedem Tier möglich»

Die Schmusekatze geht plötzlich die Wände hoch, der sanfte Hund mutiert zum Kläffer: Die tierpsychologische Beraterin Gloria Isler erklärt, inwiefern solcher Ärger meist auf Missverständnissen zwischen Tier und Halter beruht.

Tierpsychologie

Nein. Diese Katze hat kein psychisches Problem (von dem ich wüsste) – das ist nur eine alberne Ostern-Bildmontage – aber ich brauchte halt ein Bild zu dem Beitrag. Exgüsi, liebe Shakti. Wir Tierhalter sind gemein. Und doof. Sorry.

Kamikatze-Zwerglis: Wie reagieren die Leute, wenn Sie sagen, was Sie beruflich machen?
Gloria Isler: Beim Stichwort Tierpsychologie stellen sich viele vor, dass die Katze quasi auf der Couch liegt und mir von ihren Problemen erzählt – das ist natürlich Unsinn. Darum stelle ich mich auch selten als diplomierte tierpsychologische Beraterin vor, sondern als Verhaltenstherapeutin, die Haltern bei Problemen mit ihren Tieren hilft.

Was muss man sich unter einem «psychischen Problem» bei einem Haustier vorstellen?
Meist bemerkt der Halter bald, dass sich das Tier nicht mehr «normal» verhält: Die Katze zerkratzt plötzlich die Möbel, oder der Hund bellt scheinbar ohne Grund. Wenn man genauer hinschaut, zeigt sich oft, dass die Probleme haltungsbedingt sind. Das Tier hat nicht im eigentlichen Sinn ein psychisches Problem, sondern es macht in seiner Sprache deutlich, dass es mit einer Situation nicht klarkommt. Es kommuniziert mit einem aus unserer Sicht unerwünschten Verhalten. Wenn wir jedoch auf diese Signale nicht reagieren, führt das früher oder später zu psychischen Problemen.

Gibt es psychische Probleme bei Tieren, die unbemerkt bleiben, etwa weil sie den Halter eben nicht stören?
Ein plakatives Beispiel ist der Papagei, der sich die Federn selber ausrupft, oder die Katze, die sich kahlleckt – aber das sind ­leider häufig jene Fälle, die nicht zu uns kommen. Denn das wird meist weggeschoben, das Problem wird verdrängt: Das Tier juckt es halt, heisst es dann. Oder wenn zum Beispiel ein Hund nie spielt, sondern nur zum Fressen kommt und sein Geschäft erledigt, beim Spaziergang freudlos hinter einem herdackelt und sich zu Hause gleich wieder in seine angestammte Ecke verkriecht – auch da sollte ein Halter alarmiert sein. Aber solche stillen Signale werden leider häufig ignoriert.

Sind psychische Probleme bei jedem Tier denkbar? Kann denn ein Meerschweinchen depressiv werden?
Psychische Probleme sind grundsätzlich bei jedem Tier möglich – sie haben nur ­jeweils unterschiedliche Ursachen. Es gibt zum Beispiel Tierarten, die von Natur aus auf die Gesellschaft von Artgenossen an­gewiesen sind, zum Beispiel Meerschweinchen oder Wellensittiche, die tatsächlich depressiv werden, wenn sie allein gehalten werden. Oder generell Nager, die in ihren kleinen Käfigen häufig zu wenig Platz haben, um sich artgerecht zu verhalten. Ob nun aber ein Fisch depressiv werden kann? Es gibt wohl Grenzen, so etwas erkennen zu können. Anderseits existiert gute Fach­literatur, in der ideale Haltungsbedingungen für Fische erläutert sind.

Wenn jemand Sie anruft und ein Problem schildert, etwa dass die Katze plötzlich überall hinpinkelt: Wie gehen Sie vor?
Als Erstes müssen gesundheitliche Ur­sachen ausgeschlossen werden. Zunächst kläre ich ab, wann das Tier das letzte Mal beim Tierarzt war. Es ist auch wichtig zu wissen, ob es noch gut sieht und hört, denn auch dadurch könnten Verhaltensänderungen eintreten. Optimal ist, wenn ich Tierhalter und Tier in der gewohnten ­Umgebung kennenlernen kann, da oft die Schilderung des Besitzers unbeabsichtigt mit der Realität nicht ganz übereinstimmt. Als Aussenstehende kann ich die Gesamtsituation objektiv beurteilen und dem Tierhalter erklären, weshalb das Tier das un­erwünschte Verhalten zeigt. Dann erarbeiten wir gemeinsam ein Programm zur Problembehebung, denn oft ist eine Veränderung im alltäglichen Umgang nötig.

Man hört immer wieder von «Protestpinkeln» oder dass der Hund genau wisse, dass er etwas nicht darf, und es trotzdem tut. Kennen Tiere Protest, Trotz oder gar Rache?
Nein, es ist nicht so, dass ein Hund oder eine Katze etwas tut, um dem Halter Schaden zuzufügen. Vielmehr ist es ihre Art zu kommunizieren: «Hey, hier stimmt etwas nicht, mir geht es nicht gut dabei.» Ein Beispiel: Eine Klientin hatte das Problem, dass ihre Katze immer auf ihren nagelneuen Teppich pinkelte. Da muss man genau hinschauen, wie die Gesamtsituation aussieht. Es war so, dass die Katze kurz vorher akzeptieren musste, dass eine neue Katze einzog und das Schlafzimmer plötzlich Sperrgebiet für sie wurde – das hat sie alles problemlos mitgemacht. Aber dann noch dieser neue Wolle-Seiden-Leinen-Teppich, der zudem einen sehr ausgeprägten Geruch hatte, das war einfach zu viel Ver­änderung für sie, da brachte sie auf ihre Weise zum Ausdruck: «Sorry, es reicht.» Das ist aber keine böse Absicht. Es ist gewisser­mas­­sen ein Hilferuf.

Was halten Sie davon, Tiere zu bestrafen oder mit ihnen zu schimpfen, wenn sie etwas «falsch» gemacht haben?
Bis vor wenigen Jahren hat man in der Tiererziehung viel mit Strafen gearbeitet. Man hat dabei aber viel zu wenig berücksichtigt, dass Strafen, emotionaler oder psychischer Druck einen Frust im Tier aufbauen, der sich dann irgendwann entladen kann – eine Weile macht der Hund das vielleicht klaglos mit, aber irgendwann beisst er zu. Es ist mir schleierhaft, weshalb Menschen dann überrascht sind! Wer wirkungsvoll strafen will, muss zudem sehr viel wissen. Der Laie zum Beispiel straft meist viel zu spät, nämlich nach der «Tat», so dass das Tier die Strafe gar nicht mit dem bemängelten Verhalten in Verbindung bringt. Wenn überhaupt, macht Strafen oder Schimpfen nur Sinn, wenn man das Tier «in flagranti erwischt». Aber da man dann auch emotional aufgeladen ist, überfordert man das Tier mit dieser Wut komplett.

Was soll ich stattdessen tun, wenn meine Katze auf den Teppich pieselt?
Wenn man die Katze tatsächlich dabei erwischt, nimmt man sie, ohne ein Wort zu verlieren, hoch und setzt sie ins Katzenklo. Dann wischt man die Pfütze kommentarlos mit geruchsfreiem Putzmittel auf.

Kommentarlos?
In diesem konkreten Beispiel sagt mir die Katze mit ihrem Verhalten, dass ihr der Teppich nicht passt. Wenn ich das mit gros­sem Lamento kommentiere und sage: «Böse Katze, pfui», versteht sie ja den Wortlaut nicht, im Gegenteil: Für sie ist das Applaus. Sie hat meine Aufmerksamkeit, und das war es, was sie erreichen wollte – und das wird sie bestärken, es wieder zu tun. Will man aber langfristig eine Verhaltensänderung bewirken, sollte man Verhalten belohnen, das man gut findet, sowie Negatives positiv besetzen: So erklären wir in diesem Fall ab sofort den Teppich zur «Komfortzone». Wir setzen uns mit der Katze auf den Teppich, spielen mit ihr, geben ihr da ihre Lieblingsleckerli, streicheln sie und erreichen dadurch allmählich, dass die Katze den Teppich als das beste Möbelstück in der Wohnung betrachtet. Eine Gegenkonditionierung hat stattgefunden.

Aber wie kann ich eine Katze mit Belohnungen davon abhalten, auf die Küchenanrichte zu springen, während ich ihr Futter vorbereite?
Indem ich ihr von Anfang an beibringe, dass sie zu warten hat. Wenn sie schön wartet, bekommt sie ihr Futter. So begreift sie: «Wenn ich lange genug hier sitze, ­bekomme ich mein Futter.» Und nicht: «Wenn ich lange genug Rabatz mache, bekomme ich mein Futter.» Am besten geht das, wenn sie mittels Klickertraining lernt, auf bestimmte Kommandos zu hören.

Was heisst denn das, Klickertraining?
Der Klicker ist ein kleines Gerät, mit dem ein Geräusch erzeugt wird, das im Alltag nicht vorkommt und auch nicht zufällig auftreten kann. Beim Training wird dem Tier mit diesem akustischen Signal bestätigt: «Gut gemacht!» Unmittelbar nach dem Ertönen des Klickersignals bekommt es eine Belohnung. Das wird «positive Verstärkung» genannt. Nun wird das Tier versuchen, das Verhalten zu wiederholen, um den Klicker erneut ertönen zu lassen. Nehmen wir als Beispiel einen Hund, der immer bellt, sobald er einen anderen Hund erblickt. Mit Klickertraining wird nun das «Nicht-Bellen» belohnt. Und schon bald wird der Hund den Anblick eines anderen Hundes mit der Chance auf einen Klick verbinden. Er wird, statt zu bellen, den ­Besitzer anschauen, um zu zeigen, dass er nicht bellt und es endlich klicken soll. Klickertraining braucht Konsequenz und etwas Übung, der Erfolg ist bei richtiger Anwendung jedoch garantiert. Denn das Prinzip entspricht dem natürlichen Lernverhalten des Tiers: Wenn es eine besonders erfolgreiche Strategie entwickelt hat, um Beute zu machen, wird es diese Strategie weiterverfolgen. Bleibt hingegen der Erfolg aus, wird die Strategie verworfen.

Am einfachsten wäre es ja, es käme gar nicht zu Problemen. Wie kann man vorbeugen?
Viele stellen sich Tierhaltung zu einfach vor und bereiten sich zu wenig darauf vor. Egal, ob es sich um Hund, Katze, Hamster oder Ziervogel handelt. Oft wird ein Tier aus einer Laune heraus angeschafft, oder man sieht in ihm ein Prestigeobjekt. Da fängt das Grundproblem an. Wer sich für eine Tierart interessiert, sollte sich vorher gründlich informieren – auch über die verschiedenen Rassen und ihre Ansprüche und Besonderheiten. Sonst ist man hinterher ständig am Feuerlöschen.

Worauf sollte ich bei der Anschaffung eines Tiers noch achten?
Welpen und Kätzchen sollten auf keinen Fall jünger als zehn Wochen sein, wenn man sie zu sich holt, ideal wären zwölf Wochen, das ist für die Sozialisierung der Tiere eine ganz entscheidende Zeit, die sie mit ihren Geschwistern und der Mutter verbringen sollten – um von ihnen alles zu lernen, was man als Hund oder Katze so «wissen» muss. Sonst gibt es Probleme.

Was für Probleme?
Sie können einen Hund noch so gut erziehen – wenn er draussen beim Spaziergang seine Artgenossen nicht versteht, nicht ­gelernt hat, Körpersignale zu deuten, wird es zu Konflikten kommen. Für Katzen gilt dasselbe. Diese nonverbale Kommunika­tion mit Artgenossen kann der Tierhalter ihnen nicht beibringen.

Warum werden trotzdem so viele Jungtiere mit acht oder gar sechs Wochen abgegeben?
Weil die Arbeit für den Züchter genau dann erst richtig losgeht: In diesem Alter fressen die Tiere jede Menge, sie sind viele Stunden pro Tag wach, und es geht fast rund um die Uhr die Post ab. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie anspruchsvoll das ist, vor allem wenn ein ganzer Wurf durch Haus und Garten tobt. Und der Züchter ­bekommt ja genauso viel fürs Tier, ob es nun acht oder zwölf Wochen alt ist, aber er spart Geld und Mühe, wenn er es früher abgibt – auf Kosten der Tiere und ihrer künftigen Halter.
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Goria-Isler

Gloria Isler hat jahrelange Erfahrung in Haltung, Training und Zucht verschiedener Haustierarten. 
Die Ausbildung zur diplomierten tierpsychologischen Beraterin absolvierte sie am Institut für angewandte Ethologie und Tierpsychologie (I.E.T.), das 1991 vom international bekannten Verhaltensforscher Dennis C. Turner gegründet wurde.

Gloria Isler ist Mitglied von V.I.E.T.A., dem grössten Berufsverband tierpsychologischer Beraterinnen und Berater Europas. Da die Berufsbezeichnungen «Tierpsychologe» und «Verhaltenstherapeut» nicht geschützt sind, ist man gut beraten, eine Fachperson auszuwählen, die einem solchen Berufsverband angeschlossen ist.

Klickertraining
Wer mehr über Klickertrainig erfahren möchte, findet im Katzentraining-Blog Schritt für Schritt alles leicht verständlich erklärt: Klicker-Tutorial

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Dieses Interview führte ich bereits vor einigen Jahren mit Frau Isler; es erschien ursprünglich bei www.beobachter.ch. Mit freundlicher Genehmigung von Frau Isler publiziere ich das zeitlos interessante Gespräch nochmals in diesem Blog, zumal ich derzeit dabei bin, meine überall verstreuten Beiträge nachhaltiger Natur (nicht all mein Quak-Quak) hier zu sammeln.

Weihnachten ist vorbei? Na und?

Frohes 2016! Ich hoffe, ihr seid ähnlich grandios ins neue Jahr gestartet wie die Zwerglis und ich ❤

Letztes Jahr (also: gestern) holte ich noch husch ein Paket von der Post – ich ging davon aus, eine erwartete unspektukläre Bestellung sei angekommen und dachte mir nicht viel dabei. Die Überraschung war umso grösser als ich sah, dass der Absender keineswegs der vermutete Onlineshop war, sondern vielmer zwei liebe Freundinnen. Ich schonmal so:
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Da ich aufgrund einer ersten Kurzsichtung annehmen durfte, dass wir es hier mit einer Bescherung (also: einer guten!) zu tun haben, beschloss ich, diese wunderbare Überraschung fürs nächste Jahr (also: heute) aufzuheben – so würde 2016 sicher schonmal gut beginnen, dachte ich. Doch ich lag falsch.

Es begann nicht „gut“, sondern grossartigst! ❤

Doch: Lassen wir Bilder sprechen.

Bescherung-2016

Stimme aus dem Off: „Oh, guckt mal, Zwerge: So viele schöne Päckchen. Und Putzschwämme! Bunte Putzschwämme! Guckt doch mal!“ (ps fürs Publikum: Die Putzschwämme waren hoffentlich weniger ein Hinweis auf meine Sauberkeit, als abfederndes Füllmaterial im Paket. Hoffe ich?)

„Zwähäääärgä! Wir haben ein tolles Paket bekommen. Ich habe für euch schonmal ausgepackt. Kommt mal schauen!“

Lucie-im-Karton

Lucie: „Isch hab neuen Kartongg – alles super, dankeschön.“

Felize-Karton

Felize: „Wer sagt denn, das sei DEIN Karton, liebe Lucie?“
Lucie: „Denk. Nicht. Mal. Daran.“
Kurz: Felize dachte doch daran.

Moriah-Karton

Moriah: „Ach guck mal an: ein neuer Karton.“

Karton-Faramee

Faramee: „Na toll: Neuer Karton. Super.“

Stimme aus dem Off: „Zwerge. Ich hab euch wirklich sehr lieb. Aber ihr seid alle doof. Guckt doch mal unter den Baum! Ja, DEN Baum.“

Bescherung-Inspektoren

Lucie und Faramee: „Den hier?“
Stimme aus dem Off: „Na, wie viele Bäume stehen denn hier sonst noch im Wohnzimmer rum?“

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Faramee: „Ja, grossartig. Und jetzt?“
Stimme aus dem Off: „Ok. Ich mach die Pakete für euch auf. Moment!“

Felize-guckguck

Felize: „Guckguck.“

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Felize: „GUCKGUCK!“
Stimme aus dem Off: „Guckguck, Felize!“ Heiderdaus.

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Faramee: „Geht das auch etwas schneller? Ich habe heute noch Termine.“
Stimme aus dem Off:
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Fummeligel-Faramee

Faramee: „Das sieht sehr hübsch aus. Und jetzt?“
Stimme aus dem Off: „Das ist ein Fummeligel. Da sind Leckerli drin. Hab ich da reingemacht.“
Faramee: „Und warum kommen die da nicht raus?“
Stimme aus dem Off: „FUMMEL-Igel. Du musst FUMMELN.“
Faramee: „Ach so!“

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Stimme aus dem Off: „Na, geht doch. Intelligenzbestie.“

Stimme aus dem Off: „Immerhin habe ich relativ schnell kapiert, was dieses kleine, knapp faustgrosse Sackerl da ist: Eine zauberhafte Einkaufstasche für in die Handtasche! Die werd ich jetzt immer mittragen!“

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All die Pracht im Überblick:
Bescherung-wow

Stimme aus dem Off: „WOW! DAS ist eine Überraschung zum Jahresbeginn! Die Leckerli kannten wir übrigens noch nicht: Die gingen weg wie sonstwas. Mich persönlich aber beglückt insbesondere auch dieser zauberhafte Stein: Ein Sardonyx. Ich wusste nicht mal, dass es Sardonyxe gibt – aber dieser hier sieht bei genauer Betrachtung sogar aus wie ein dickes kleines glückliches Tierchen – wenn man genau guckt? ❤ “
Sardonyx

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und auch das versteinerte Holz, das sich so wundervoll in der Hand anfühlt, ist wahrlich zauberhaft und erinnert uns an Werden, Sein und Vergehen:
Versteinertes-Holz

 

 

 

 

 

Und die zauberschönen Kristalle wachen nun – wie von den Beschenkenden gewünscht – über meine Sternchen:
Kristalle-Sternchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hightlight für die Zwerglis sind – neben dem Karton… 😛 – die tollen Raschelkissen meiner lieben Freundin, die Raschelkissen.com betreibt:

Und das totale, intergalaktische Super-Highlight ist für uns das da:
Zwerglies-Kissen-meins

Gucktdochma:
Zwerglies-Kissen-Schriftzug1

Zwerglies-Kissen-Schriftzug2

Stimme aus dem Off: „Sorry, liebe Zwerge – DAS ist für mich allein – ihr habt alle schon eigene Raschelkissen, das wird meins-meins-meins!“ ❤

Zwerglies-Kissen-Moriah

Moriah: „Was meinst du genau mit ‚meins-meins-meins‘ – ich verstehs nicht?“

Faramee: „Ich weiss auch nicht, was sie meint, Moriah.“
Zwerglies-Kissen-Faramee

Stimme aus dem Off: „Ok. Alles klar. Manchmal habe ich halt meine naiven 5 Minuten.“

Herzliebste Petra und Anja und die gesamte Herolde-Redaktion: Ihr habt uns mit dieser Überraschung einen so beglückenden Beginn ins neue Jahr beschert – ich sitze hier und weine ein bisschen vor Rührung in mein Champagnerglas von gestern ❤ Noch nie ist ein Jahr für uns besser an den Start gegangen. Ich habe heute auch keine Nachrichten gelesen und keine Ahnung, was in der Welt draussen grad los ist (ich hoffe, sie steht noch?) – ich will wenigstens einen Tag im Jahr in meiner eigenen kleinen, heilen Welt einfach nur happy sein. Dieses Jahr kann nur wundervoll für uns werden. Danke euch von Herzen – ich kann nicht in Worten sagen, wie sehr wir uns freuen. Aber ich weiss: Ihr versteht – ja? ❤

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Euch allen einen zauberhaften Start ins neue Jahr! ❤

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PS: Dies ist kein „Werbepost“ – trotz vieler Anfragen an mich, Produkte gratis oder günstiger zu erhalten, wenn ich positiv über sie schreibe, verweigere ich mich solchen Anfragen standhaft. Dieser Blog ist auch nicht werbefinanziert und wird es nie werden. Wenn ich über ein Produkt oder einen Shop begeistert schreibe, dann allein darum, weil ich begeistert bin. Und Raschelkissen.com kann ich wirklich jedem nur von Herzen empfehlen: Stöbert ggf. mal selber und bildet euch eure eigene Meinung ❤

Alles Gute fürs neue Jahr!

Die Zwerglis und ich wünschen euch allen einen guten Rutsch in ein hoffentlich freudvolles, glückliches und gesundes neues Jahr!

Wir hier haben wiedermal ein intensives und ereignisreiches Jahr zu verabschieden. Es war nicht immer leicht, aber es war in anderen Jahren schon schwerer. 2015 hat mir mit meinem Burn-out zwar selber einiges abverlangt – aber immerhin diesmal keins meiner Zwerglis weggenommen, nachdem ich die letzten Jahre fast jedes Jahr eins gehen lassen musste.

2015 jedoch hat im Gegenteil unsere Runde völlig unverhofft um Max erweitert ❤

Auch in anderer Hinsicht brachte es einiges Neues, Kontemplation, Entscheidungen und Weichenstellungen. Verluste auch – aber immerhin keins meiner Zwerglis 😉 Und manchmal entsteht aus einem scheinbaren Verlust (zB. einer Freundschaft) auch wieder etwas Neues und Besseres – wenn die Beteiligten es so möchten. Alles in allem war es für uns ein gutes Jahr – danke, liebes 2015. Möge sich dein Nachfolger ein Beispiel an dir nehmen!

Für all jene, für die 2015 eine schwere Zeit war: Fühlt euch umarmt ❤ Ich wünsche euch ganz viel Kraft, trotz allem in ein hoffentlich frohgemutes und glückliches neues Jahr zu starten.

Und ganz egal, welches Jahr wir gerade zählen: Carpe diem – lebe jetzt als gäbe es kein Morgen. Genau, wie unsere klugen Tierchen es tun. Denn manchmal gibt es kein Morgen – das meinen immer nur wir Menschen. Wenn ich in den letzten Jahren etwas lernte, dann das:

„Lebe, als würdest Du morgen sterben. Lerne, als würdest Du ewig leben.“

Alles Liebe – und wir lesen uns nächstes Jahr wieder! ❤

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Lieber Max: Willkommen zu Hause! ❤

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Silvestergrüsse von Shakti ❤

Moriah am 21.12.2014 auf der Terrasse

Silvestergrüsse von Moriah ❤

Lucie

Silvestergrüsse von Lucie-tha-killa ❤

«Wass dennnnnn??»

Silvestergrüsse von Felize ❤

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Silvestergrüsse von Tünn ❤

Eine Schönheit war sie ja schon immer.

Silvestergrüsse von Faramee ❤

Und natürlich von all unseren unvergessenen Sternchen ❤

Feiert schön, lasst krachen (lautlos) und kommt gut „rüber“!

Und für die wenigen, die es noch nicht wussten: Feuerwerk gehört für viele zu einem „gelungenen“ Silvester – aber für Tiere ist es die schiere Tortur. Bitte verzichtet auf Feuerwerk ❤ Das Feuerwerk eures Lebens sollte in euren Herzen stattfinden 😉

Studie zur Haltung und Fütterung von Katzen im Altersvergleich

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Ernährung bzw. Haltung und der Lebenserwartung von Katzen?

Dieser Frage geht eine Studentin der Tierärztlichen Fakultät München in ihrer Dissertation nach. Im Rahmen dieser Arbeit lädt sie Katzenhalter in Deutschland ein, an einer gross angelegten Feldstudie teilzunehmen.

Jeder, der öfter mal in Katzenforen oder in Social-Media-Katzengruppen unterwegs ist/war , hat inzwischen sicherlich mitbekommen, dass Katzenernährung ein Thema mit quasireligiösen Tendenzen ist: Oute dich als Supermarktfutter-Käufer und deine zeitnahe Kreuzigung sei dir gewiss.

Ich persönlich verstehe von Ernähung (bei Tier und Mensch) feinstofflich gesehen etwa so viel wie von Quantenphysik: nichts. Ich habe die Thematik aber durchaus interessiert verfolgt damals in meinen Katzenforenzeiten und kurzfristig bekehrt keine Kosten und Mühen gescheut, um das hochwertigste Zeug für meine Katzen anzuschleppen, dessen ich habhaft werden konnte.

Sehr zum Leidwesen der Tierwelt: a) hassten meine Katzen dieses offenbar gesunde Futter so sehr, dass sie es vorzogen zu verhungern (was ich mit Supermarktfutter dann doch verhindern konnte) und b) musste ich kiloweise totes Futtertier entsorgen – all die Rinder, Hühner und Thunfische sind umsonst gestorben und im Müll gelandet. Nicht schön.

Ich besann mich nach rund einem Jahr vergeblicher Futterumstellungstragödien darauf, dass meine beiden ersten Kater Sahib und Omar vor Erfindung des Internets und somit von Katzenforen jahrelang ebenso arglos wie sorgenfrei mit Supermarktfutter ernährt worden waren und letztlich relativ krankheitsfrei 21 und 24 Jahre alt wurden – und zog die Konsequenzen: Ich gab meine ernährungswissenschaftlichen Ambitionen auf und füttere meinen Katzen heute wieder, was sie halt gerne fressen. Schimpft mich Versager – es geht uns gut damit.

Versteht mich nicht falsch: Ich will niemandem sogenannt „hochwertiges“ Futter oder Barfen ausreden – wer das so machen möchte, so sei es.

Aber ich mache mir schon streckenweise etwas Sorgen um die Langzeitfolgen, wenn immer mehr ambitionierte Katzenhalter das Futter für ihre Tiere selber zusammenmischen – ohne ernährungswissenschaftliche Ausbildung, ohne Kenntnis möglicher Wechselwirkungen zB. auch von Krankheiten, Medikamenten und Ernährung. Ich persönlich halte dies für eine recht filigrane Angelegenheit, die zu verantworten ich mir nicht zutrauen würde. Ich bin darum auch etwas verblüfft, wie viele Leute sich das zutrauen – nicht aber ihren Tierärzten oder Futtermittelherstellern, die ja auch einen Ruf zu verlieren haben.

Hm. Keine Ahnung = keine Meinung. Ich habe zu Katzenernährung echt keine Meinung, nur dazu, wie Diskussionen zum Thema geführt werden. Und Letzteres ist eher zum Abgewöhnen, sich überhaupt noch mit teils allzu verbiesterten Katzenhaltern weiter unterhalten zu wollen.

Umso mehr begrüsse ich es, dass die eingangs erwähnte Doktorandin dem Thema wissenschaftlich fundiert nachgeht und unter anderem an unser aller Erfahrungswerten interessiert ist.

Ich habe mir die Umfrage angesehen und finde sie gehaltvoll. Schaut bitte unbedingt selber mal rein – und füllt sie idealerweise auch aus. Und seid bitte ehrlich. Sonst ists eben nur sprichwörtlich „für die Katz“.

Anmerkung für Mehrkatzenhaushalte: Die Umfrage dreht sich immer um ein Tier. Überlegt euch selber, welches ihr aus eurer Gruppe zum Thema einsetzen wollt (oder füllt sie mehrfach aus für verschiedene Tiere): Es geht vor allem um Erfahrungswerte zu älteren Katzen, da es ja um Langzeitfolgen geht. Darum kann man auch über die Erfahrungen mit seinen Sternchen schreiben – schaut es euch an 🙂

Ich überlasse nun das Wort der Studienleiterin:

Sehr geehrte/r Katzenbesitzer/in,

Im Rahmen einer Doktorarbeit an der Tierärztlichen Fakultät München führen wir eine groß angelegte Feldstudie zur Ernährung und Haltung von Katzen in Deutschland durch.

Mit Ihrer Hilfe möchten wir die Haltung und Fütterung von Katzen in Deutschland im Altersvergleich untersuchen.

Alle Katzenbesitzer können an der Studie teilnehmen. Auch wenn Ihre Katze nicht mehr leben sollte, helfen Sie uns sehr, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen. Auch die Umstände und Todesursachen jung verstorbener Katzen können wertvolle Erkenntnisse bringen und sind somit sehr wichtig für diese Studie.

Die Geheimhaltung Ihrer persönlichen Daten ist selbstverständlich gewährleistet. Ihre Angaben werden von uns statistisch ausgewertet. Sollten beim Ausfüllen des Fragebogens Probleme auftreten, melden sie sich bitte bei Anna Däuble: Anna.Daeuble@campus.lmu.de

Zur Umfrage bitte hier klicken

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
Vielen Dank!

Mathilde – heute vor 6 Jahren hast du unser Leben verändert

… und nicht nur unseres.

Eigentlich begehe ich die Einzugs- und Todestage der Zwerglis und Sternchen nicht mehr. Daten sind nicht mehr wichtig, wichtig sind die Zwerglis und Sternchen selbst. Ausserdem bin ich ganz schlecht darin, mir Daten zu merken. Ohne die Erinnerungsmeldung bei Facebook würde ich wahrscheinlich meinen eigenen Geburtstag vergessen.

Doch einer lieben Freundin liegen Daten offensichtlich mehr als mir und so schreibt sie mir zu Sternchen-Tagen immer liebe Mails voller Anteilnahme und schönen Erinnerungen (Danke dir, Gudy! ❤ )

Heute vor sechs Jahren kam ich ebenso aufgeregt wie erschöpft aus Italien zurück. Im „Gepäck“ eine dreibeinige italienische Strassenkatze, die mein Verständnis von Tierhaltung und vieles mehr für immer ändern sollte.

Heimfahrt - ich kenne Thillie erst seit rund einer Stunde.

Heimfahrt – ich kenne Thillie erst seit rund einer Stunde.

Es war damals vor sechs Jahren auch ein Sonntag. So wie heute.

Und auch wenn ich all meine Sternchen vermisse, so Mathilde doch ganz besonders.

Noch immer hilft das intergalaktische Kampfschiffchen, Katzenhalter klüger zu machen und Artgenossen vor Fehlentscheidungen oder gar der verfrühten Einschläferung zu bewahren. Dies vor allem dank der Anfragen, die mich inzwischen mehrmals pro Woche über „FIV – ein kurzer Überblick über wichtige Fragen“ erreichen und es mir ermöglichen, in Ruhe mit besorgten Katzenhaltern über die Diagnose FIV zu sprechen und ihnen die erste Panik zu nehmen, um umsichtige Entscheidungen zu treffen – und sei es wie meist schlicht und einfach so weiterzuleben wie bisher.

Liebste Thillie – dich zu uns zu holen, war vielleicht die klügste Entscheidung, die ich je traf. Doch wenn du mich am 17. April 2014 gefragt hättest, ob du tun darfst, was du wohl getan hast, dann hätte ich es dir verboten. Es war meine Lungenentzündung – niemand hat dir erlaubt daran zu sterben.

Doch auch wenn du dein Leben bei uns offensichtlich liebtest – das Leben anderer zu retten, war dir offensichtlich mehr wert.

Du warst – bist – etwas ganz Besonderes. Jeder, der dich kennenlernte, verliebte sich sofort in dich, da gab es kein Entrinnen.

Danke, dass du dich vor genau sechs Jahren entschieden hast, auf deinen drei dünnen Beinchen in mein Leben zu treten: Du hast es unendlich bereichert, auch wenn mich deine (FIV-unabhängigen!) Krankheiten im Verlauf der wenigen gemeinsamen Jahre ein Vermögen kosteten. Doch nicht zuletzt war auch dies eine so wertvolle Lektion, die es zu lernen galt: Kein Geld der Welt hätte mir das kaufen können, was du mir geschenkt hast.

Danke dir für alles – ich liebe dich. Für immer und darüber hinaus ❤

Sonne tanken

 

Fotowettbewerb „Hummeln im Hintern“: die Gewinner

Liebe ihr, der Tierschutz-Fotowettbewerb entwickelte sich dank euch zur wahren Bilderpracht! Die Gewinner stehen nun auch fest – doch das Beste: Es gibt keine Verlierer.

Platz 1

Der „Wasser-Boxer“ von Stefanie Miller

Boxer im Sprung

Bitte auf das Bild klicken, um es vergrössert darzustellen – es lohnt sich!

Jury-Bewertung
Jasmin Schmitt: Das Bild ist ein echtes Vorzeigefoto, was Bewegungsfotografie bei Tieren angeht. Die Bewegung im Vordergrund mit dem Wasser super schön eingefroren und der Hintergrund leicht unscharf. Besser kann ein Foto nicht gelingen.

Iwon Blum: Wie Jasmin schon erläuterte, kann man ein Bewegungsbild technisch besser nicht machen. Besonders gut gefällt mir an dem Bild aber auch, dass der Sprung in der Momentaufnahme nicht statisch wirkt, sondern der Schwung der Bewegung durch die Wasserspritzer förmlich spürbar ist: Man meint das Platschen der Landung schon zu hören. Das pure Leben.

1. Preis
Die Gewinnerin erhält einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den Online-Shop von Rahmenversand. Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail. Herzlichen Glückwunsch! ❤

Platz 2

Die „Ninja-Katze“ von Anna Strack

Ninja-Katze

Bitte auf das Bild klicken, um es vergrössert darzustellen – es lohnt sich!

Jury-Bewertung
Jasmin Schmitt: Einfach einen perfekten Moment eingefangen, das muss man erst einmal schaffen. Ich nenne das Bild „die fliegende Katze“, sehr genial. Technisch nicht ganz perfekt, da die Miez noch ein klein wenig unscharf ist, aber man muss schon fast ein Profi sein, um so etwas hinzubekommen. Ein wirklich schönes Bild.

Iwon Blum: Die „Ninja-Katze“ ist einfach ein unglaublich toller Schnappschuss: Die Körperhaltung der Katze, die gespreizten Pfötchen, ihr konzentrierter Blick – Martial Arts at its best. Für mich auch ein Sinnbild der katzentypischen Vereinigung erhabener Eleganz mit niedlicher Albernheit in ein und demselben Wesen 😉 Ein ganz wunderbares Bild.

2. Preis
30-Euro-Gutschein für einen Online-Tierbedarfshändler deiner Wahl ODER eine 50-Euro-Spende an den Tierschutzverein deiner Wahl. Die Gewinnerin wird per E-Mail benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch! ❤

Platz 3

Die „Panorama-Möwen“ von Mia Manikati

apokalyptische Möwen

Bitte auf das Bild klicken, um es vergrössert darzustellen – es lohnt sich!

Jury-Bewertung
Jasmin Schmitt: Wirklich ein sehr schönes Motiv ausgewählt. Die Möwen wirken sehr schön vor den ganzen Gebäuden und der bergigen Landschaft. Besonders interessant finde ich hier auch den Einsatz des Fokus, da dieser eher auf der Möwe im Hintergrund liegt und die Möwe davor ein wenig unschärfer ist. Auch der Blaustich macht das Bild sehr interessant. Sieht super aus!

Iwon Blum: Bei diesem Bild begeistern mich vor allem Komposition und Perspektive. Die spürbare Flüchtigkeit des Moments vor diesem eindrücklichen Panorama aus Stadt und Bergmassiv hat etwas faszinierend Widersprüchliches. Der Sturmwarnung suggerierende Blaustich unterstützt diese unheimliche Stimmung auf eindrückliche Weise. Super gelungen.

3. Preis
Ein individuell auf den Gewinner zusammengestelltes Überraschungspaket von den Zwerglis und mir ODER eine 30-Euro-Spende an den Tierschutzverein deiner Wahl. Die Gewinnerin wird per E-Mail benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch! ❤

Die Jury

Jasmin-SchmittJasmin Schmitt ist für die Radeberger Bilderrahmen GmbH tätig und betreut die Online Redaktion des Online-Shops.

„Die Tierfotografie zählt für mich zur Königsdisziplin, da sie zwei meiner Leidenschaften – die Fotografie und Tiere aller Art – verbindet. Zur passionierten Fotografie-Liebhaberin bin ich erst durch meine Arbeit geworden. Wer sich täglich mit Bilderrahmen beschäftigt, lernt viel über Bildkompositionen und gelungene Aufnahmen. Der Schritt ins Profigeschäft steht für mich also noch aus, dennoch habe ich mich intensiv mit der Ablichtung von Tieren beschäftigt und fotografiere täglich.“

Jasmin hat auf Shutterstock.com ein Tutorial für Einsteiger pubiziert.

iwon_portraitIwon Blum betreibt den Kamikatze-Zwerglis-Blog und ist selber anerkanntermassen eine grottenschlechte Fotografin. Ihre Ausbildung zur wissenschaftlichen Illustratorin sowie ihre tägliche Arbeit als Produzentin eines Online-Mediums haben jedoch ihren Blick für gelungene Bildkompositionen und Fotomotive geschärft (nicht zuletzt darum weiss sie auch um ihr eigenes Anti-Talent, was Fotografieren betrifft…).

„Ich würde nicht behaupten, dass ich selber gute Fotos schiesse, aber ich kann auch nicht kochen und dennoch beurteilen, ob ein Essen schmeckt“ 😉

Die Abstimmung

Auch wenn die Wahl unter so vielen grossartigen Bildern nicht ganz einfach war, war sich die Jury letztlich dennoch 100% einig, weshalb das Abstimmungsergebnis keinen Einfluss auf die Entscheidung hatte. Da die User aber drei andere Bilder für die Plätze 1 bis 3 kürten, sollen auch diese nicht ganz leer ausgehen: Für die drei Sieger der Abstimmung gehen je 10 Euro an den vom jeweiligen Einsender genannten Tierschutzverein. Auch hier erfolgt die Benachrichtigung per E-Mail.

Als Begünstigte wurden folgende Tierschutzvereine von den Teilnehmern genannt:

Katzenhilfe Magdeburg e.V.
Katzen-Hilfe Uelzen e.V. (Platz 2 und 3)
Katzenschutzbund Köln
Mäuseasyl e.V. (Siegerfoto)
Millevite
Pfotenfreunde Varna
Tierengel Bulgarien
Tierschutz Nordhausen e.V.

Jeder Verein erhält aufgrund eurer Einsendungen mindestens 30 Euro (einige mehr aufgrund häufigerer Nennung der Einsender) – damit sprenge ich mein Budget von max. 200 Euro zwar deutlich, aber das sind mir eure tollen Fotos wert.
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Herzlichen Dank euch allen nochmal und insbesondere auch den unverwüstlichen Tierschützern, die selber grosse Opfer bringen, um im Stich gelassenen Seelen zu helfen. Umso schöner, wenn man ihre Arbeit mit so wunderschönen Bildern unterstützen kann ❤

70 tolle Bilder im Tierschutz-Fotowettbewerb: Wähle deine Favoriten!

Liebe ihr! Nachdem ich über die anfangs arg unrege Teilnahme an unserem Tierschutz-Fotowettbewerb schon etwas geknickt war 😦 haben sich viele von euch nochmal richtig ins Zeug gelegt – ganz herzlichen Dank dafür!

Ich finde, es sind ganz tolle Einsendungen gekommen, die ich durchaus ziemlich ganz doll stolz zeigen möchte. Stolz auf euch und eure grossartigen Fotomotive ❤

Beim Sichten der Einsendungen musste ich oft quieken vor Freude, Überraschung und Ergriffenheit!  smiley_emoticons_gucker2 smiley_emoticons_liebhab

Nicht jedes der Bilder mag das Motto „in Aktion“ gleichermassen erfüllen 😉 – aber viele der Fotomotive haben auch eine ergreifende Geschichte, die nur der Einsender und ich kennen, und es ist einfach wunderschön, sie alle hier zeigen zu dürfen.

Euch hingegen darf die Geschichte hinter den Fotos nicht interessieren, da es bei der Kürung der Gewinner rein um die Umsetzung des Motivs geht. Aber: Jedes Foto kommt sowieso der Tierliebe zugute und erhellt die Herzen ❤

Ich hoffe, ihr erfreut euch bei der Sichtung ähnlich wie ich.

Beim Sortieren der Bilder versuchte ich den Grad des Mottos „in Aktion“ sowie Sujet- und Formatähnlichkeiten passend zueinanderzustellen, damit die Vielfalt und Buntheit der Einsendungen für Betrachter leichter zu erfassen wird. Die Bildnummerierung hat rein gar nichts mit einer Wertung zu tun!

Ihr habt nun alle bis 27. September Zeit, eure 3 Favoriten zu küren – gerne ladet auch Freunde und Bekannte ein, abzustimmen. Es zählen aber nur Sitmmen hier im Blog – nicht bei Facebook & Co. Ausschlaggebend wird zudem in erster Linie das Juryurteil sein – falls wir uns jedoch nicht einig werden, sind eure Likes das Zünglein an der Waage. Ausserdem macht es einfach riesig Freude, die Bilder anzuschauen – nochmals grosses Lob an die Fotografen, ich bin aus verschiedenen Gründen teils fast vom Sofa gefallen vor Begeisterung! ❤

Zum Spendenstand (bis auf den 1. Preis von mir ausgerichtet): Aktuell gehen allein für die Einsendungen etwas über 120 Euro an Tierschutzvereine (10 Euro für die ersten 6 Bilder, je 1 Euro für alle danach). Für jene oft wohl auch sehr sehr kleinen Vereine, die nur von einem Einsender genannt wurden, erhöhe ich ebenfalls von 1 auf 10 Euro pro Einsendung – bis zur Maximalgrenze insgesamt von 200 Euro (die betreffenden Teilnehmer werden separat benachrichtigt) – aber das kommt etwa so hin, dass es sich für alle Teilnehmer auch finanziell ein wenig gelohnt hat. Hinzu kommen natürlich die allfälligen Spenden für die Gewinnerfotos, die zwischen Real- und Spendenpreis wählen können 🙂
Teilnahmebedingungen & Co.

Ich danke nochmal allen für ihren Einsatz – ich habe mich über eure Fotos so sehr gefreut! Ich hoffe, euch geht es auch so, wenn ihr die Bilder anschaut und votet ❤

 

 

Pro Foto 1 Euro für den Tierschutz!

Heiderdaus. Leute. Heute ist ja Einsendeschluss für den Fotowettbewerb. Bislang wurden gerade mal 6 Fotos eingeschickt. Nicht euer Ernst – oder? Wann konntet ihr einfacher den Tierschutz unterstützen, ohne selber etwas zu bezahlen? Na hopp: Fotos schicken! Ihr macht doch sowieso ständig Fotos von euren Lieblingen. Tierschutz unterstützen. Bis Sonntag habt ihr noch Zeit. Gopf.

Alle bislang eingeschickten Fotos (!) sind mir aufgrund der erschütternd geringen Teilnahme statt 1 Euro nun 10 Euro wert – für den Tierschutzverein eures Vertrauens. Also haben wir schonmal 60 Euro zusammen. Ähm. Da geht doch noch was?

Meine fotografischen Meisterwerke sind ja legendär. Diese treffsichere Verfehlung des Motivs, diese elfenhaft-mystisch anmutende Bildunschärfe und natürlich mein Markenzeichen: die stets ausdrucksstarke Unter- oder Überbelichtung. Manchmal auch alles gleichzeitig auf nur einem Foto.

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Aber natürlich kann man das auch anders machen. Zum Beispiel so:

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© Oskar running in the snow II (Tambako The Jaguar / Flickr, CC BY-ND 2.0)

Oder so:

(kamikatze-zwerglis.com) Bild 1
© Val running II (Tambako The Jaguar / Flickr, CC BY-ND 2.0)

Oder auch so:(kamikatze-zwerglis.com) Bild 6
© Jumping squirrel (Tambako The Jaguar / Flickr, CC BY-ND 2.0)
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© Cranes (John Fowler / Flickr, CC BY 2.0)

Also. Wenn man weiss, wie.

Rahmenversand.com hatte denn auch Mitleid mit mir und bot mir an, einen kostenlosen Fotokurs zu publizieren und zur Motivation auch gleich ein kleines Gewinnspiel zu veranstalten.

Gewusst wie: Tipps für tolle Tierfotos trotz „Hummeln im Hintern“

Autor: Rahmenversand.com

Haustiere sind oft schwierige Models, da sie oft die sprichwörtlichen „Hummeln im Hintern“ haben. Sie bleiben nur selten still sitzen und wenn doch, dann schlafen sie in der Regel. Wenn ihr also schöne Fotos von eurem Tier haben wollt, dann macht aus der Not einfach eine Tugend. Stellt euch und eure Kamera darauf ein, Hund, Katze oder Maus in Action zu fotografieren.

Die optimalen Kameraeinstellungen für Tiere in Bewegung
Sei es beim Mensch oder beim Tier – die Schwierigkeit bei schnellen Bewegungen besteht darin, das Motiv in einem Bruchteil einer Sekunde zu fokussieren, so dass es völlig scharfgestellt ist. Im besten Fall sollte die Bewegung wie eingefroren wirken. Um das zu erreichen, kommt es auf das richtige Zusammenspiel von Verschlusszeit, Blende und ISO-Wert bei der Kamera an. Doch dort immer die passenden Einstellungen zu treffen, ist nicht ganz einfach. Sportfotografen können ein Lied davon singen.

Wenn ihr euch nicht im Detail mit den Grundeinstellungen eurer Kamera auseinandersetzen wollt, dann nutzt einfach den Sport-Modus. Sollte eure Kamera keinen solchen Modus haben, dann könnt ihr alternativ auch die Serienbild-Funktion einstellen. So schießt ihr automatisch mehrere Bilder in kürzester Zeit und könnt euch hinterher das Beste herauszusuchen.

Verschlusszeit
Immer dann, wenn ihr euer Haustier beim Rennen, Spielen oder Toben ablichten wollt, spielt die sogenannte Verschlusszeit eurer Kamera eine wichtige Rolle. Sie sollte möglichst kurz gewählt werden, denn je länger Licht in die Kamera fällt, desto höher ist die Gefahr, dass das Tier unscharf abgebildet wird. Gute Verschlusszeiten für Actionfotografie bei Tieren liegen zwischen 1/500 bis 1/1000. Der bereits erwähnte Sport- und Serienmodus sorgen automatisch für möglichst kurze Verschlusszeiten.

Blende

Die Blende besagt, wie weit ein Objektiv geöffnet wird, um Licht in die Kamera zu lassen. Einfach gesagt: Je offener die Blende, desto heller werden die Bilder. Gerade wenn ihr in einer lichtschwachen Umgebung (dunkles Wohnzimmer) fotografiert, solltet ihr die Blendenzahl möglichst gering halten (z.B. zwischen f/3,2 und f/4,5).

ISO

Zuletzt habt ihr noch die Möglichkeit den ISO-Wert zu ändern. Dies wird nötig, wenn das Bild trotz der weit geöffneten Blende immer noch zu dunkel ist. Der ISO-Wert bestimmt wie lichtempfindlich der Sensor in der Kamera ist. Je höher die Zahl, umso mehr Licht kann er aufnehmen, d.h. umso heller wird das Bild. Aber Achtung: Oft entsteht bei hohen ISO-Werten ein unschönes Bildrauschen. Da müsst ihr ausprobieren, ab welchem ISO-Wert eure Aufnahmen zu „pixelig“ werden.

Die richtige Umgebung erleichtert die Arbeit
Wenn ihr in der richtigen Umgebung fotografiert, erleichtert das die Arbeit ungemein. Gute Actionfotos von seinem Haustier in der dunklen Wohnung oder draußen bei schlechtem Wetter hinzubekommen, ist harte Arbeit und erfordert viel Geschick bei den Einstellungen der Kamera. Einfacher ist es, wenn ihr die Bilder direkt an einem sonnigen Tag schießt und euer Haustier mit nach draußen (Garten, Park, Wald) nehmt. So hat er zum einen genügend Platz zum Herumtollen und zum anderen habt ihr ausreichend natürliches Licht zur Verfügung. Bei solch optimalen Bedingungen könnt ihr dem Sport- oder gar dem Automatik-Modus eurer Kamera beinahe blind vertrauen.

Weitere Tipps zur Tierfotografie

  1. Habt Geduld mit eurem Tier! Wenn es heute keine Lust hat zu rennen oder für euch zu posieren, dann versucht es ein anderes Mal wieder. Mit Ungeduld oder womöglich Zwang erreicht ihr überhaupt gar nichts!
  2. Fotografiert eurer Haustier nicht von oben herab, sondern geht auf die Knie oder legt euch hin, damit ihr ihm direkt in die Augen blickt. Aus dieser Perspektive bekommt ihr die besten Bilder.
  3. Für Bilder ohne Verwackeln lohnt sich die Investition in ein Stativ. Auf diese Weise muss eure Kamera lediglich die Bewegung des Tieres ausgleichen und nicht auch noch eure eigene.
  4. Möchtet ihr Hunde fotografiere, dann solltet ihr die Porträtfotos schießen bevor ihr mit den Fotos in Bewegung anfangt. Denn hinterher stört euch eventuell die heraushängende Zunge bei Porträts.
  5. Es ist hilfreich eine zweite Person dabeizuhaben, die euch hilft euer Tier zu animieren und in die richtigen Posen zu lenken. So könnt ihr euch komplett auf das Fotografieren konzentrieren.

Weitere tolle Tipps rund ums Fotografieren findet ihr unter www.rahmenversand.com/fotokurs

Das Gewinnspiel

Anhand dieser Infos wisst ihr nun, wie man in der Theorie gute Tierfotos schießen kann. Das Gelernte solltet ihr am besten gleich in die Tat umsetzen. Denn erst in der Praxis wird manches wirklich deutlich. Deshalb bitten wir euch: Schickt uns bis zum 18. September 2015 euer schönstes Tierfoto von eurem Liebling  oder Wildtieren in Bewegung an: iwon@kamikatze-zwerglis.com. Pro eingesandtes Bild spende ich 1 Euro an einen Tierschutzverein – allerdings bis zur Maximalgrenze von 200 Euro, sonst kann ich mir meine Katzen nicht mehr leisten.  smiley_emoticons_fips_frown_noani Bitte schreibt beim Einsenden eures Fotos gerne dazu, welchen TS-Verein ihr damit untersützen wollt!

1. Preis
Für das beste Action-Tier-Foto, das eingesandt wird, gibt es einen tollen Gewinn: Ihr könnt einen Gutschein im Wert von 50 Euro für den Online-Shop von Rahmenversand abstauben. Dort könnt ihr euch aus dem kompletten Produktsortiment gleich die passenden Rahmen für eure Tierfotos aussuchen.

2. Preis
30-Euro-Gutschein für einen Online-Tierbedarfshändler deiner Wahl ODER eine 50-Euro-Spende an den Tierschutzverein deiner Wahl.

3. Preis
Ein individuell auf den Gewinner zusammengestelltes Überraschungspaket von den Zwerglis und mir ODER eine 30-Euro-Spende an den Tierschutzverein deiner Wahl.

Teilnahmebedingungen

  • Jeder kann bis zu 3 Fotos einsenden an iwon@kamikatze-zwerglis.com
  • Das Motiv soll ein Tier in Action eurer Wahl sein – also nicht nur Katzen, erlaubt ist jede (!) Tierart.
  • Einsendeschluss ist NEU der 20. September 2015.
  • Pro eingesandtes Bild spende ich 1 Euro an einen Tierschutzverein – allerdings bis zur Maximalgrenze von 200 Euro, sonst kann ich mir meine Katzen nicht mehr leisten.  smiley_emoticons_fips_frown_noani Bitte schreibt beim Einsenden eures Fotos gerne dazu, welchen TS-Verein ihr damit untersützen wollt!
  • Ab 22. September kann abgestimmt werden: Jeder, der ein Foto einschickt, erhält am 22. September den Link zur Abstimmungsseite hier in diesem Blog, den er/sie dann im Bekanntenkreis verbreiten kann, um möglichst viele Leute auf die hoffentlich tollen Tierfotos (und natürlich euer eigenes… 😉 aufmerksam zu machen) – per E-Mail, Facebook oder sonstwie. Gezählt werden nur die Stimmen auf der Abstimmungsseite auf www.kamikatzezwerglis.com, nicht zB. bei Facebook & Co.
  • Die Abstimmung läuft bis 27. September.
  • Die Gewinner werden von einer Jury gekürt, die sich aus Profis von Rahmenversand und meinem nachweislichen Fotografie-Grundverstand smiley_emoticons_cool-down zusammensetzt; die Bewertung wird begründet. Gewinnen werden also nicht einfach die Fotos mit den meisten Klicks: Jedes Foto hat dieselben Chancen! Die Klicks pro Foto geben jedoch den Ausschlag bei Gleichstand/Uneinigkeit des Juryurteils. Abstimmen lohnt sich also dennoch. Anmerkung: Da dieser Blog nicht werbefinanziert ist, profitiere ich nicht von der Abstimmung bzw. von den Klicks, das Vorgehen soll ausschliesslich der Fairness dienen, indem zB. auch Nicht-Facebookler mal die gleichen Chancen haben und uns hoffentlich an ihren Fotokünsten teilhaben lassen.
  • Die Gewinner werden am 30. September bekanntgegeben.
  • Die Gewinne werden nicht bar ausgezahlt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Herzlichen Dank an Rahmenversand für den Fotokurs und den 1. Preis!

Und nun: Viel Spass – wir freuen uns auf hoffentlich viele grossartige Fotos eurer Lieblinge!  smiley_emoticons_foto