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Weihnachten ist vorbei? Na und?

Frohes 2016! Ich hoffe, ihr seid ähnlich grandios ins neue Jahr gestartet wie die Zwerglis und ich ❤

Letztes Jahr (also: gestern) holte ich noch husch ein Paket von der Post – ich ging davon aus, eine erwartete unspektukläre Bestellung sei angekommen und dachte mir nicht viel dabei. Die Überraschung war umso grösser als ich sah, dass der Absender keineswegs der vermutete Onlineshop war, sondern vielmer zwei liebe Freundinnen. Ich schonmal so:
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Da ich aufgrund einer ersten Kurzsichtung annehmen durfte, dass wir es hier mit einer Bescherung (also: einer guten!) zu tun haben, beschloss ich, diese wunderbare Überraschung fürs nächste Jahr (also: heute) aufzuheben – so würde 2016 sicher schonmal gut beginnen, dachte ich. Doch ich lag falsch.

Es begann nicht „gut“, sondern grossartigst! ❤

Doch: Lassen wir Bilder sprechen.

Bescherung-2016

Stimme aus dem Off: „Oh, guckt mal, Zwerge: So viele schöne Päckchen. Und Putzschwämme! Bunte Putzschwämme! Guckt doch mal!“ (ps fürs Publikum: Die Putzschwämme waren hoffentlich weniger ein Hinweis auf meine Sauberkeit, als abfederndes Füllmaterial im Paket. Hoffe ich?)

„Zwähäääärgä! Wir haben ein tolles Paket bekommen. Ich habe für euch schonmal ausgepackt. Kommt mal schauen!“

Lucie-im-Karton

Lucie: „Isch hab neuen Kartongg – alles super, dankeschön.“

Felize-Karton

Felize: „Wer sagt denn, das sei DEIN Karton, liebe Lucie?“
Lucie: „Denk. Nicht. Mal. Daran.“
Kurz: Felize dachte doch daran.

Moriah-Karton

Moriah: „Ach guck mal an: ein neuer Karton.“

Karton-Faramee

Faramee: „Na toll: Neuer Karton. Super.“

Stimme aus dem Off: „Zwerge. Ich hab euch wirklich sehr lieb. Aber ihr seid alle doof. Guckt doch mal unter den Baum! Ja, DEN Baum.“

Bescherung-Inspektoren

Lucie und Faramee: „Den hier?“
Stimme aus dem Off: „Na, wie viele Bäume stehen denn hier sonst noch im Wohnzimmer rum?“

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Faramee: „Ja, grossartig. Und jetzt?“
Stimme aus dem Off: „Ok. Ich mach die Pakete für euch auf. Moment!“

Felize-guckguck

Felize: „Guckguck.“

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Felize: „GUCKGUCK!“
Stimme aus dem Off: „Guckguck, Felize!“ Heiderdaus.

Bescherung-Faramee-Regieanweisungen

Faramee: „Geht das auch etwas schneller? Ich habe heute noch Termine.“
Stimme aus dem Off:
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Fummeligel-Faramee

Faramee: „Das sieht sehr hübsch aus. Und jetzt?“
Stimme aus dem Off: „Das ist ein Fummeligel. Da sind Leckerli drin. Hab ich da reingemacht.“
Faramee: „Und warum kommen die da nicht raus?“
Stimme aus dem Off: „FUMMEL-Igel. Du musst FUMMELN.“
Faramee: „Ach so!“

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Stimme aus dem Off: „Na, geht doch. Intelligenzbestie.“

Stimme aus dem Off: „Immerhin habe ich relativ schnell kapiert, was dieses kleine, knapp faustgrosse Sackerl da ist: Eine zauberhafte Einkaufstasche für in die Handtasche! Die werd ich jetzt immer mittragen!“

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All die Pracht im Überblick:
Bescherung-wow

Stimme aus dem Off: „WOW! DAS ist eine Überraschung zum Jahresbeginn! Die Leckerli kannten wir übrigens noch nicht: Die gingen weg wie sonstwas. Mich persönlich aber beglückt insbesondere auch dieser zauberhafte Stein: Ein Sardonyx. Ich wusste nicht mal, dass es Sardonyxe gibt – aber dieser hier sieht bei genauer Betrachtung sogar aus wie ein dickes kleines glückliches Tierchen – wenn man genau guckt? ❤ “
Sardonyx

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und auch das versteinerte Holz, das sich so wundervoll in der Hand anfühlt, ist wahrlich zauberhaft und erinnert uns an Werden, Sein und Vergehen:
Versteinertes-Holz

 

 

 

 

 

Und die zauberschönen Kristalle wachen nun – wie von den Beschenkenden gewünscht – über meine Sternchen:
Kristalle-Sternchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hightlight für die Zwerglis sind – neben dem Karton… 😛 – die tollen Raschelkissen meiner lieben Freundin, die Raschelkissen.com betreibt:

Und das totale, intergalaktische Super-Highlight ist für uns das da:
Zwerglies-Kissen-meins

Gucktdochma:
Zwerglies-Kissen-Schriftzug1

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Stimme aus dem Off: „Sorry, liebe Zwerge – DAS ist für mich allein – ihr habt alle schon eigene Raschelkissen, das wird meins-meins-meins!“ ❤

Zwerglies-Kissen-Moriah

Moriah: „Was meinst du genau mit ‚meins-meins-meins‘ – ich verstehs nicht?“

Faramee: „Ich weiss auch nicht, was sie meint, Moriah.“
Zwerglies-Kissen-Faramee

Stimme aus dem Off: „Ok. Alles klar. Manchmal habe ich halt meine naiven 5 Minuten.“

Herzliebste Petra und Anja und die gesamte Herolde-Redaktion: Ihr habt uns mit dieser Überraschung einen so beglückenden Beginn ins neue Jahr beschert – ich sitze hier und weine ein bisschen vor Rührung in mein Champagnerglas von gestern ❤ Noch nie ist ein Jahr für uns besser an den Start gegangen. Ich habe heute auch keine Nachrichten gelesen und keine Ahnung, was in der Welt draussen grad los ist (ich hoffe, sie steht noch?) – ich will wenigstens einen Tag im Jahr in meiner eigenen kleinen, heilen Welt einfach nur happy sein. Dieses Jahr kann nur wundervoll für uns werden. Danke euch von Herzen – ich kann nicht in Worten sagen, wie sehr wir uns freuen. Aber ich weiss: Ihr versteht – ja? ❤

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Euch allen einen zauberhaften Start ins neue Jahr! ❤

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PS: Dies ist kein „Werbepost“ – trotz vieler Anfragen an mich, Produkte gratis oder günstiger zu erhalten, wenn ich positiv über sie schreibe, verweigere ich mich solchen Anfragen standhaft. Dieser Blog ist auch nicht werbefinanziert und wird es nie werden. Wenn ich über ein Produkt oder einen Shop begeistert schreibe, dann allein darum, weil ich begeistert bin. Und Raschelkissen.com kann ich wirklich jedem nur von Herzen empfehlen: Stöbert ggf. mal selber und bildet euch eure eigene Meinung ❤

Alles Gute fürs neue Jahr!

Die Zwerglis und ich wünschen euch allen einen guten Rutsch in ein hoffentlich freudvolles, glückliches und gesundes neues Jahr!

Wir hier haben wiedermal ein intensives und ereignisreiches Jahr zu verabschieden. Es war nicht immer leicht, aber es war in anderen Jahren schon schwerer. 2015 hat mir mit meinem Burn-out zwar selber einiges abverlangt – aber immerhin diesmal keins meiner Zwerglis weggenommen, nachdem ich die letzten Jahre fast jedes Jahr eins gehen lassen musste.

2015 jedoch hat im Gegenteil unsere Runde völlig unverhofft um Max erweitert ❤

Auch in anderer Hinsicht brachte es einiges Neues, Kontemplation, Entscheidungen und Weichenstellungen. Verluste auch – aber immerhin keins meiner Zwerglis 😉 Und manchmal entsteht aus einem scheinbaren Verlust (zB. einer Freundschaft) auch wieder etwas Neues und Besseres – wenn die Beteiligten es so möchten. Alles in allem war es für uns ein gutes Jahr – danke, liebes 2015. Möge sich dein Nachfolger ein Beispiel an dir nehmen!

Für all jene, für die 2015 eine schwere Zeit war: Fühlt euch umarmt ❤ Ich wünsche euch ganz viel Kraft, trotz allem in ein hoffentlich frohgemutes und glückliches neues Jahr zu starten.

Und ganz egal, welches Jahr wir gerade zählen: Carpe diem – lebe jetzt als gäbe es kein Morgen. Genau, wie unsere klugen Tierchen es tun. Denn manchmal gibt es kein Morgen – das meinen immer nur wir Menschen. Wenn ich in den letzten Jahren etwas lernte, dann das:

„Lebe, als würdest Du morgen sterben. Lerne, als würdest Du ewig leben.“

Alles Liebe – und wir lesen uns nächstes Jahr wieder! ❤

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Lieber Max: Willkommen zu Hause! ❤

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Silvestergrüsse von Shakti ❤

Moriah am 21.12.2014 auf der Terrasse

Silvestergrüsse von Moriah ❤

Lucie

Silvestergrüsse von Lucie-tha-killa ❤

«Wass dennnnnn??»

Silvestergrüsse von Felize ❤

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Silvestergrüsse von Tünn ❤

Eine Schönheit war sie ja schon immer.

Silvestergrüsse von Faramee ❤

Und natürlich von all unseren unvergessenen Sternchen ❤

Feiert schön, lasst krachen (lautlos) und kommt gut „rüber“!

Und für die wenigen, die es noch nicht wussten: Feuerwerk gehört für viele zu einem „gelungenen“ Silvester – aber für Tiere ist es die schiere Tortur. Bitte verzichtet auf Feuerwerk ❤ Das Feuerwerk eures Lebens sollte in euren Herzen stattfinden 😉

Lucies Bein bleibt dran.

Nachdem sich meine gehbehinderte Katze Lucie vor rund zwei Wochen das kaputte Bein ausgekugelt hatte, stand eine Amputation des Beins zur Diskussion. Jetzt nicht mehr.

Gerade war ich mit Lucie nochmal in der Klinik zur Kontrolle: Nach dem mutmasslichen → Unfall vor rund zwei Wochen sollte sie ja eine Woche lang Schmerzmittel bekommen, um zu verhindern, dass durch ihre verrenkte Schonhaltung des schmerzenden Beinchens weiterer Schaden angerichtet wird, der letztlich eine Amputation notwendig gemacht hätte.

Nachdem sie nun seit drei Tagen ohne Schmerzmittel auskommt und das Beinchen inzwischen wieder „normal“ einsetzt (also wie vor dem Unfall halt), ist eine Amputation nun erstmal vom Tisch.

Ich bin sehr erleichtert, dass wir Lucie diese schwere OP vorerst ersparen können.

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puh.

Der Arzt hat Lucie aber schon ermahnt, nicht immer rumzuspringen wie ein gedoptes Eichhörnchen, sondern sich altersgeziemlich ladylike zu bewegen. Lucie und ich haben herzlich gelacht 😛

Sonnenscheinchen ♥

Sonnenscheinchen ♥

Lucies OP-Termin ist erstmal in der Warteschleife

Heute Vormittag fuhr ich mit Lucie zur vereinbarten OP-Voruntersuchung – in der vermeintlichen Gewissheit, dass ihr rechtes Hinterbein amputiert werden muss. Heute. Doch es kam anders.

Gestern berichtete ich hier ja von → Lucies ausgerenktem Beinchen, dem die Amputation droht. (Das Beitragsbild ist übrigens ein Gemälde der begnadeten Künstlerin Stefania Re von Lucie ❤ )

Beim Termin heute wurde natürlich zunächst das fragliche Beinchen gründlichst untersucht, abgetastet und geröntgt, um die Notwendigkeit einer Amputation zu prüfen. Und obwohl sich das Röntgenbild nach Lucies Misshandlung damals in Spanien als anatomisches Schreckensbild darstellt, fand der zuständige Arzt durchaus zuversichtliche Worte zur Gesamtkonstitution des Beins sowie ihrer Hüfte und der in Mitleidenschaft gezogenen Rückenwirbel.

Das Bein sei nun wieder stabil im Hüftgelenk verankert und zeige sich erstaunlich beweglich. Auch seien die durch jahrelange Fehlhaltungen bedingten Folgeschäden an Hüfte und Rücken erstaunlich überschaubar. Er sehe jedenfalls anatomisch derzeit keine Notwendigkeit, das Bein zum jetzigen Zeitpunkt zu entfernen.

Dass Lucie das Bein so verrenkt hält, rühre seiner Einschätzung nach eher daher, dass sie nach der Auskugelung noch immer Schmerzen habe, welche aber sehr wahrscheinlich von den verkrampften Muskeln rund um die betroffene Stelle rührten (ähnlich wie bei einem Hexenschuss, der ja auch noch tagelang schmerzen kann, nachdem die Wirbel wieder eingerenkt sind – kennt ihr? Ich kenns, leuchtet mir schon ein).

Da man es einer Katze schlecht verständlich mache könne, dass Schonhaltungen nur zu noch mehr Problemen und Schmerzen führen, soll ich ihr jetzt eine Woche lang recht betäubende Schmerzmittel geben – in der Hoffnung, dass sie dadurch die verrenkte Schonhaltung aufgibt, und sich wieder getraut, das Beinchen wie vorher in ihre Bewegungen miteinzubeziehen.

Das sei bis dahin zwar für mich kein leichter Anblick, aber sicher erträglicher für mich als eine OP für sie. Wollja – gibs mir! smiley_emoticons_razz

Eine Bein-Amputation sei zwar tatsächlich eine „Routine“-Angelegenheit – was aber nicht bedeute, dass sie nicht zahlreiche Risiken berge: Neben den Risiken einer jeden OP (Narkose, Infektionen, schlechte Heilung etc.), gehe eine Beinamputation auch mit einem grossen Blutverlust einher, was gerade bei einem zarten Wesen wie Lucie nicht zu unterschätzen sei. Zudem erschwere sich das Ganze bei ihr auch, da durch all die verdrehten Knochen, Sehnen, Nervenbahnen und Muskeln es auch für ausgewiesene Fachleute zu einem gewissen Grad ein Blindflug sei, ob sie danach wirklich keine gröberen Probleme bekommt.

Kurz: Der Tierarzt meinte, er nehme Amputationen grundsätzlich nur dann vor, wenn es wirklich keine andere Option mehr gibt. Und bei Lucie erst recht.

Darum wollen wir jetzt versuchen, ob die Schmerzmittel sie dazu bringen können, das Bein wieder als Mitglied ihres Körpers zu akzeptieren. Sozusagen. Derweil nutzen wir die Woche für die Auswertung eines grossen Bluttests für Lucie – denn falls es doch sein müsste, will man natürlich ganz genau wissen, wie es um ihre Gesamtkonstitution steht.

Dann hat er Lucie nochmal chiropraktisch so richtig durchgewalzt und ihre Anatomie mal eben neu sortiert (chrrrrrrrr, knacks, krrrr, plopp, knacks – ich musste mich kurz abwenden, örks) und seither scheint es ihr tatsächlich auch schon wieder viel relaxter zu gehen ❤ Zurück zu Hause zeigte sie endlich mal wieder richtig Appetit, fummelte sich wieder ihre Leckerli zusammen und köpfelte mit ihren Zwerglis-Kollegen.

Und mein Gemütszustand pendelt mal wieder irgendwo zwischen grosser Erleichterung und Panik vor dem Kontrolltermin in exakt einer Woche: Jetzt, da man mir erläuterte, dass eine Amputation alles andere als ein Spaziergang würde, bin ich nicht wirklich tiefenentspannter  smiley_emoticons_panik4 smiley_emoticons_rolleyesnew

Ja, so ist das hier bei uns gerade – puh. Hat jemand zufällig evtl. eine grosse Lastwagenladung „Stahlnerven für Weicheier“ günstig abzugeben? 😛 (Die sind für mich, nicht für Lucie – Lucie mit ihren 2,5 Kilo ist die Nervenstärke selbst ❤ )

ein wenig Schleichwerbung für cat-on ;-)

Lucie – manchmal holt die Vergangenheit einen ein :-(

Lucie, meine kleine Prinzessin Kicherbse ❤ hat morgen einen Termin beim Chirurgen. Vermutlich muss ihr steifes Beinchen ab.

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Nicht jeder, der hier mitliest, kennt Lucies Geschichte, darum sei sie hier nochmal ganz kurz zusammengefasst. Lucie kam 2007 als ca. 1-2-jährige Katze aus einem Messie-Haushalt in Madrid zu uns. Sie hat ein steifes Hinterbein sowie einen in der Hälfte abgerissenen Schwanz, seit man sie daran festhielt, um sie kopfvoran gegen eine Wand zu schlagen.

Als sie zu uns kam, wurde sie als Erstes von einem sehr renommierten Katzen-Orthopäden durchgecheckt, ob das Beinchen noch irgendwie zu retten bzw. ihr Leben normalisierbar sei. Er erläuterte mir dann auch aufgrund seiner Untersuchungen, was ihre Vorgeschichte gewesen sein musste. Er riet mir damals, ihr ihr Bein zu lassen, da sie es noch nutzte und auch kitzlig war an den Zehen 🙂 Und er sagte mir auch, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, an dem sie Probleme mit dem Beinchen bekommen wird, weil die ständige Fehlhaltung Gelenkverschleiss und Wirbelsäulenfehlhaltungen verursache. Dennoch hielt er damals an dem Beinchen „fest“, weil es so sehr noch ihr gehörte.

Trotz ihrer schlimmen Vergangenheit war Lucie denn auch durch und durch Sonnenschein zu Mensch und Tier. Sie heisst hier sofort jeden Neuankömmling aufs Herzlichste Willkommen und hüllt ihn in Liebe ein. Sie ist eine richtige kleine Hippiekatze, die zweifellos Blumen im Haar trüge, sofern Katzen so etwas täten.

Doch vergangenen Freitag passierte etwas – ich weiss nicht, was. Morgens um 7 Uhr hat sie noch gefuttert, verhielt sich wie immer. Als ich dann aber rund eine Stunde später ins Büro gehen wollte, sah ich sie in einer Ecke liegen – seltsam verkrümmt, als wäre ihr Rückgrat gebrochen, und sie wimmerte. Ich liess alles fallen und eilte zu ihr.

Als ich sie zugleich ebenso tröstend wie entsetzt streichelte, schrie sie auf vor Schmerz. Und sie hörte nicht mehr auf zu schreien.

Meine Nerven flatterten derweil von dannen – ich begriff nur noch, dass ich sofort im Büro alle Termine absagen und noch viel wichtiger unsere Klinik anrufen musste. Letztere meinte: Kommen Sie einfach so schnell Sie können, wir werden Zeit für Lucie finden!

20 Minuten später waren wir in der Klinik und kamen sofort dran. Der Tierarzt meines Vertrauens, der auch Chiropraktiker ist, versuchte ihr offenbar ausgekugeltes steifes Beinchen so gut zu richten wie das bei ihrem seit der Misshandlung damals verqueren Knochen-, Muskel- und Sehnenaufbau noch anatomisch nachvollziehbar scheint.

Immerhin hat Lucie seither offenbar keine Schmerzen mehr. Aber das malträtierte Beinchen, auf das sie sich die letzten 8 Jahre noch vertrauensvoll stützte, das sie nie zu behindern schien,

 

brach sozusagen weg.

Sie schien mir bisher nie „behindert“ – trotz ihrer schwerwiegenden Verletzungen. Sie war immer fidel, aufgeschlossen, raste die Treppen rauf und runter – Behinderung? Ach wo!

Aber nun ist mein Sonnenscheinchen gebrochen. Und ich weiss, dass es keine so grosse Sache ist, das Beinchen zu amputieren. Das ist eine Routine-OP und Lucie wird lernen, ohne ihre „Bein-Krücke“ auszukommen.

Dennoch hat mich noch nie eine OP wütender/verzweifelter gemacht. Hätte dieser Unmensch damals ihr nicht alle Sehnen, Knochen und Muskeln ausgerenkt, im offensichtlich auf grausame Weise unwissenden Versuch, diese kleine Katze zu erschlagen – dann hätte sie einfach eine glücklich kleine Katze sein können, die Käfern hinterherspringt und weiter keinen Schaden tut.

Doch der Schaden war angerichtet – und nun holt er uns ein. Ich hätte meinem kleinen Sonnenschein von Herzen gewünscht, dass es nun gut ist. Für immer. Und nun zwingt mich dieser Unmensch aus längst verdrängten Tagen, die Entscheidung zu treffen, meinem geliebten Sonnenschein ein Bein abzuhacken.

Das macht mich wütend. Und ich bete für diese unsägliche Person damals, dass Lucie alles gut übersteht. Denn andernfalls wird das Universum keine Zweifel daran haben, wem das Kamikatze-Zwerglis-Land von Herzen Schmerzen ohne Ende wünscht. Und das Universum kann bisweilen auch präzise zuschlagen. Amen.

Verzeiht meinen Zorn – aber wer die Wesen meines Herzens durch solche Qualen schickt, darf nicht mit Gleichmut rechnen 😦

Lucie – mein Sonnenschein! Du wirst das schaffen – versprichst du mir das? Du hast schon so viel mehr geschafft als mancher Mensch es könnte. Ich liebe dich und tu das nur zu deinem Besten 😦

Gratuliere! Oder: Spenden statt Schenken :-)

Ihr denkt jetzt vielleicht: Wieso gratuliert sich die Trulla selber zum Geburtstag? Tu ich ja gar nicht. Ich gratuliere uns allen. In der Hoffnung, dass ich Grund dazu habe.

Gestern hatte ich Geburtstag – den 44. um genau zu sein. Ihr fragt euch vielleicht: Ja, und nu?

Dass meine Mama und ich heute noch gesund und munter sind, war am 25. April 1971 nicht so selbstverständlich. Ich habs meinen Eltern von Anfang an nicht leicht gemacht… Wusstet ihr, dass noch heute an JEDEM TAG rund 800 Frauen weltweit bei der Geburt sterben? Und noch viel mehr Babys ihre eigene Geburt nicht überleben? Jeden Tag? Dass die Geburt für den Menschen mit der gefährlichste Moment in seinem Leben ist? Ausser man schafft es, in Syrien, Indien, Eritrea geboren zu werden – da ist jeder Tag danach vermutlich etwa ebenso gefährlich.

Ich hatte aber das Glück, hier in der Schweiz geboren zu werden.

Und gestern feierte ich Geburtstag – und erfuhr erst heute, dass gestern an meinem 44. Geburtstag bei furchtbaren Erdbeben in Nepal und Indien Tausende Menschen starben.

In Anbetracht all der Not weltweit mag manch einer mein Anliegen unpassend finden. Ich habe mir das heute unter grösstem Mitgefühl für die Erdbebenopfer, die Flüchtlingsopfer auf dem Mittelmeer und so viel mehr auf der Welt überlegt, ob ich das Folgende denn überhaupt schreiben darf.

Ich habe gestern vor meinem Geburtstagsessen die Gäste gebeten, mir keine Geschenke, Blumen oder Gutscheine mitzubringen – sondern mir lieber den entsprechenden Betrag in meine Katzenkollekte für TS-Orgas zu legen. Viele tun sich schwer damit. Ich weiss nicht, warum? Manche halten sich nicht daran – das macht mich traurig. Was ist so eine Herausforderung daran, mir statt für 30 Franken Blumen zu schenken (Haltbarkeit: 1 Woche), einen Beitrag an eine Kastration oder eine OP zu schenken (Haltbarkeit: 1 Katzenleben lang)?

Wie auch immer: Dennoch kamen gestern rund 150 Euro zusammen. Ich verdopple auf 300 Euro.

Je älter und weiser (…) ich werde, desto klarer wird mir, wie viel Glück ich habe. Und dass ich an Konsumgütern weit mehr habe, als ich „brauche“ (ok: Man definiere „brauchen“ – hüstel…). Ich bin natürlich dem Schönen und Angenehmen auch nicht abgeneigt. Und habe nicht vor, es zu werden. Aber ich weiss auch, dass ich uns Menschen nicht retten kann – was sind meine paar Euro in einem Katastrophengebiet? Da greift (hoffentlich!) die lokale und internationale Politik, die internationalen Spendenketten… vielleicht bin ich naiv? Das wäre sehr schlimm.

Aber es macht mich einfach glücklicher als so viel anderes, wenn ich meine ehemaligen Notfellchen und heutigen Zwerglis anschaue, und weiss, dass auch ihr Glück heute letztlich nur dank Spenden anderer möglich war, für die sich weder die Berichterstattung noch die Politik interessiert. Wenn ich sehe, dass man meinen Wunsch ernst nimmt, vielleicht so auch mal wieder an die denkt, die es nicht so gut haben wie wir, während wir feiern. Ob Mensch oder Tier.

In diesem Sinne: Ich erwarte ja nicht wirklich, dass mir irgendjemand hier im Blog etwas zum Geburtstag schenkt  smiley_emoticons_fips_frown_noani 😉

Aber vielleicht möchte der eine oder die andere diesen Tag nutzen, wiedermal seiner/ihrer Lieblings-Wohltätigkeitsorganisation finanziell zu gedenken ❤ Das darf gern alles sein, was ihr persönlich unterstützen mögt (ausser die SVP).

Stellt euch vor: Wenn jeder der Blog-Follower hier nur 5 Euro spenden würde, hätten wir nochmal fast 400 Euro, um zu helfen ❤ Falls jemand mag, schreibt mir gern an: iwon@kamikatze-zwerglis.com ❤

Und falls jemand gern etwas Gutes tun möchte, aber gar nicht so konkret jetzt wüsste, wo – da hätte ich ein paar Vorschläge, wenn ihr erlaubt smiley_emoticons_liebhab

Katzen-Hilfe Uelzen (vermittelte mir Felize) ist ein Mini-Verein, der ganz Grosses leistet und stets um etwas Unterstützung froh ist: http://www.katzenhilfe-uelzen.de/

Laracats Madrid (vermittelten mir Sternchen Mogwai und die Zwerglis Lucie und Shakti) sucht zB. dringend Paten für ihre Schützinge: http://www.laracats.com/#!wir-suchen-einen-paten/c1eno

Katzenschutzbund Köln (vermittelte mir Tünn) ist auch immer froh um Unterstützung, um die Zahl herrenloser Katzen in Köln nicht ins Uferlose wachsen zu lassen: http://www.katzenschutzbund-koeln.de/hilfe-gesucht/

Stefania Re ist nicht nur eine begnadete Künstlerin, sie vermittelte mir auch mein Mathildchen und versucht mit allen Mitteln, die Streunersituation zwischen Mailand und Turin in den Griff zu bekommen: https://kamikatzezwerglis.wordpress.com/2013/07/16/notruf-aus-italien-katze-von-ast-aufgespiesst-und-schnupfen-kitten/
Ufficio Postale Mortara
Via Vittorio Veneto 7/9 – 27036
Mortara

Intestatario Associazione Millevite
c/c n. 1022802126
IBAN:IT43U0760111300001022802126
BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX

Und da gibt es noch sooo sooo viele mehr – für Mensch oder Tier.

Und wenn ihr heute nichts spenden könnt oder mögt – vielleicht möchtet ihr zu gegebener Zeit der Idee folgen und euch selber statt Geschenken Spenden zu euren Ehrentagen wünschen? Das ist natürlich euch überlassen ❤

Ich wünsche euch allen alles alles Liebe – passt auf euch auf ❤  Und vergesst bitte nie: Wir haben natürlich Sorgen und Nöte, aber wir haben es im Vergleich schon ziemlich gut getroffen smiley_emoticons_hug  ❤ Und ich gratuliere jedem, der das für sich erkannt hat und anderen helfen mag ❤

Oh- du glaubst, du kannst eh nix bewegen? Dann schau dir dieses Video an: Du bist noch so klein – du bringst sie zu Fall

Ps: Das Eingangsbild ist übrigens ein Gemälde der brillanten Malerin und über alle Massen engagierten Tierschützerin Stefania Re: lasst uns nach den Sternen greifen, statt immer nur zu sagen: Bringt ja alles nichts. ❤ 

Lucie – mein kleiner grosser Zwerg ♥

Als ich dich heute vor sieben Jahren das erste Mal sah, entfuhr es mir: „Die wächst aber noch, oder?“ Deine Pflegemama sah mich daraufhin ein bisschen entgeistert an smiley_emoticons_muede

Bis zu jenem Zeitpunkt hatte ich mein ganzes Leben lang nur mit gut genährten und wohl behüteten erwachsenen Schweizer Katzen zu tun gehabt. Auf dem Vermittlungsbild damals war nicht erkennbar gewesen, dass du… Hm. Naja.

Ein Zwerg bist. Und zwar ein kleiner Zwerg.

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Und ein fröhlicher, unbeschwerter, seelisch scheinbar sonnendurchfluteter Zwerg. Sozusagen ein Sonnenscheinchen. Und das hat mich umgehauen.

Lucie

Lucie

Wer aus einer Vergangenheit wie deiner als Sonnenschein hervorgeht, gehört definitiv zu den ganz Grossen.

Dass du ein steifes Hinterbein und einen mittig abgerissenen Schwanz hast, wusste ich ja. Nur wie es dazu gekommen war, konnte niemand mit Sicherheit sagen, da du eine Fundkatze auf Madrids Strassen warst. Unfall?

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Der Spezalist, zu dem ich dich brachte, um abzuklären, ob man dein Beinchen wieder hinbekommt oder evtl. gar amputieren sollte, rekonstruierte aufgrund seiner Untersuchungen, deiner Verletzungen und der erhobenen Daten, was dir wohl widerfahren sein musste: Jemand habe dich wohl am Hinterbein festgehalten und dich mehrmals kopfvoran gegen eine Wand oder dergleichen geschlagen. Allein: Du mochtest nicht sterben. Dann muss es jemand wohl nochmals versucht haben, indem er dich diesmal am Schwanz festhielt, und gleich mit dir verfuhr wie jener zuvor. Doch dein Schwanz riss – und du musst die Chance wohl ergriffen haben, trotz der Verletzungen und des Schmerzes das Weite zu suchen.

In der Folge hieltest du das ausgerenkte und gnadenlos überdehnte Bein wohl lange Zeit in einer Schonhaltung, so dass die heilenden Sehnen es in einer grotesken Haltung fixierten und unwiederbringlich versteiften.

Wer schon einmal eine Bänderüberdehnung hatte, ahnt, welche Schmerzen du ertragen musstest, kleiner Zwerg. Dazu der mehrfache Schädelbruch und der abgerissene Schwanz.

Man versicherte mir  jedoch an verschiedener fachkundiger Stelle, dass du nun keine Schmerzen mehr in dem Bein hast, es ist halt einfach „nur“ steif. Aber wenn man dich an den Zehen kitzelt, lachst du und spreizt sie als würdest du sagen: „Ihhhh, geh weg, das kitzelt“

Ich las mal ein wunderschönes Gedicht einer halbseitig gelähmten, schwerst gehbehinderten klugen Frau. Sinngemäss schrieb sie, dass das, was für die meisten nicht mal einen Gedanken wert ist, nämlich von A nach B zu laufen, für sie ein Tanz sei, ein Tanz, den sie jedesmal spontan neu choreographiere – und auch wenn andre Menschen darob erschreckten, Mitleid empfänden oder sich sogar vielleicht „ekeln“, so sei es doch für sie ihr Tanz durch ihr Leben. Und sie tanze ihn leidenschaftlich gern.

Diese Sichtweise hat mich tief berührt. Ihre und deine Haltung im Umgang mit dem, was wir wohl „Behinderung“ nennen würden, hat meine Sicht auf Normabweichungen radikal verändert.

Ich sehe ja auch oft die erschreckten Blicke, wenn Menschen dich das erste Mal sehen.

Du weisst es aber auch perfekt zu nutzen, dein Beinchen: Wenn du langsam läufst, benutzt du es wie eine Krücke, wenn du aber wie ein adrenalingeschocktes Eichhörnchen durch die Bude rast, klappst du es einfach hoch und rast auf deinen drei gesunden Beinchen durch die Wohnung, Treppen hoch und runter. Und wenn deine Freundin Shakti mal wieder schräg-fies von der Seite kommt und dich mit einem gezielten Arsch-Bodycheck aus dem Gleichgewicht bringt, verdrehst du nur die Augen, um sie anschliessend spielerisch durch die Wohnung zu jagen.

Du bist so unerschütterlich freundlich – jeden Neuankömmling hier (und es waren ja viele nach dir), hast du immer liebevollst angeköpfelt und angegurrt Wenn ein Lieferant an der Tür klingelt, kommst du angesaust und willst wissen, welch nette Seele da Einlass verlangt. Auch Gäste beäugst du stets wohlwollend – nur anfassen muss dich ja dann doch nicht gleich jeder dürfen 😉 Der Tierarzt aber, der darf – auch wenn er wiedermal an deinem Bein rumzuppelt, um zu testen, ob dir Verschleisserscheinungen der „Fehlhaltung“ inzwischen Schmerzen bereiten. Und nach der Untersuchung fahren wir heim, damit alle anderen Zwerglis dich sofort auch wieder freudig begrüssen, und du ihnen deine Abenteuer in den schillerndsten Farben schildern kannst smiley_emoticons_hoplit_sword2_m

Ich habe dich noch nie fauchen oder knurren gehört – ich glaube, die Sprache sprichst du gar nicht.

Und nein: Du bist in den letzten sieben Jahren kein bisschen gewachsen. Du bist immer noch mein zauberhaftes Katzen-Bonsai Und mit deinen inzwischen acht Jahren so verspielt und verrückt wie eh und je.

Liebste Lucie – möge es noch viele viele Jahre so bleiben, mögest du dein sonniges Gemüt nie verlieren und nie wieder Schmerzen oder Sorgen erfahren. Und manchmal, wenn ich mich gräme, die Welt total doof finde oder einfach nur biorhythmusbedingt schlechte Laune habe – dann schaue ich einfach dich an und lache wieder

Bleib wie du bist, meine kleine dancing queen smiley_emoticons_kolobok-party-dancers – du bist perfekt in jedem erdenklichen Wortsinne.

Ich liebe dich mehr als Worte ausdrücken könnten.