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Mathilde – ein Jahr ohne dich und doch mit dir ♥

Genau vor einem Jahr musste ich meine geliebte Mathilde gehen lassen – das intergalaktische Kampfschiffchen auf drei Beinen ❤

Mathilde

Meine geliebte Mathilde, Thillie-Thildchen – du hast nicht nur mein Leben unendlich bereichert, sondern inzwischen auch dank unserem gemeinsamen Kampf um Aufklärung über FIV der einen oder anderen FIV-Katze das Leben gerettet. Nicht zuletzt Max, der hier kürzlich im Gedenken an dich hier einzog ♥

Du bist und bleibst eine ganz besondere Seele – und wenn du mir auch schmerzlich fehlst, so weiss ich dich doch in meinem Herzen für alle Zeit.

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Mein herzlichster Dank gilt auch Stefania und Cornelia, die mir dieses wunderbare Wesen anvertrauten ♥

Mathilde, ich liebe dich – für mich wirst du immer meine kleine grosse Rose sein, die niemals verblüht: The Rose

MadMax <3

Kürzlich hatte ich ja berichtet, dass hier völlig unverhofft, komplett ungeplant und eigentlich total gewissenhaft vorausschauend gegen meine Vernunft (höhö) dennoch ein weiterer kätzischer Mitbewohner einzog. Als hätten die Zwerglis je Rücksicht auf meine „Vernunft“ genommen….

Katze ist, was passiert, während du andere Pläne machst.

Am 23. März war es also so weit, den Roten heimzuholen. Niemand von uns hatte auch nur den Schimmer einer Ahnung, was seine Vorgeschichte ist, ob er sich mit anderen Katzen verträgt und ob er womöglich Freigang lauthals einfordern würde. Bei letzterem Punkt machte ich mir allerdings die wenigsten Sorgen.

Es mythologisiert zwar munter in der Katzenhalterwelt, dass Katzen, die Freigang kennen, irgendwas zwischen „kaum“ und „NIEMALS!!!!!“ Wohnungshaltung akzeptieren könnten. Ich persönlich kann diese Sichtweise nicht in einem einzigen Fall untermauern: All meine Zwerglis sind als ehemalige Strassenkatzen ja auch „Ex-Freigänger“. Allerdings lernten sie die Strassen und Felder nicht als Freiheit, sondern als bittere Not kennen: Hunger, Kälte, Überlebenskampf. Das Los der Strassenkatzen halt. Die pfeifen alle auf die „Freiheit“…..

Aber über den Roten wussten wir nichts. Absolut gar nichts – ausser, dass er FIV-positiv und ein Riese ist. Also nahm ich mir vor, alles brav nach Lehrbuch zu tun, zumal mich die Autorin schon bei → richtig schwierigen Zusammenführungen beraten hatte, und ich ihrem Fachwissen absolut vertraue:

Und wir durften wieder einmal ein grandioses Katzenbuch illustrieren (Coverseiten): Das ist uns eine Riesenehre!

 

Ich war allerdings verhalten verängstigt: Nochmals Gittertür, monatelanges intensives Training – das war gelinde gesagt trotz unserer grossartigen Erfahrungen mit →Verhaltenstherapie nicht, worauf ich grad so „Bock“ gehabt hätte smiley_emoticons_sad  Doch wat mut, dat mut.

Ich holte ihn also von der Klinik ab:
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Roter in dä Box

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Daheim habe ich ihn erstmal in unserem Katzenauffangsstationszimmer (oder ursprünglich meinem Büro) untergebracht.

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Er war der erste Ankömmling in dem wirklich schönen, grossen Quaräntezimmer, der sozusagen… – seinen eigenen Weg ging. Der Neuankömmling war ca. 20 Minuten in seiner Privatresidenz, ich war unten im hehren Wunsch, ihn erstmal zur Ruhe kommen zu lassen – als ich plötzlich ein lautes „Klack-Krawumm“ hörte: Der Kater kann Türen öffnen  smiley_emoticons_muede

Ich ging ganz leise hoch, um zu schauen: Faramee und Shakti standen eh schon vor der Türe und die Konfrontation war somit in vollem Gange. Nun einzugreifen, schien mir unklug. Also beobachtete ich nur. Max ist zwar drei- bis viermal so gross wie die anderen Katzen hier und FIV-positiv – allerdings auch zahnlos. Die einzige Gefahr, die von ihm also hätte ausgehen können, wären übliche Katzenkampfverletzungen gewesen (was ich natürlich sofort zart unterbunden hätte – den von unserer Therapeutin dafür empfohlenen Sichtschutzkarton hatte ich schon griffbereit) – aber die Gefahr, dass er hier jemanden mit FIV ansteckt, ist durch seine Zahnlosigkeit eh nicht gegeben.

Doch meine Sorgen waren glücklicherweise sowieso umsonst: Max unterwarf sich sofort den vorhandenen Katzen hier – auch als Shakti ihn anbrummte, ging er einfach nur weg. Vor allen Zwerglis hier, die so so so viel kleiner sind als er – zeigte er von Beginn weg immer nur grössten Respekt und Anstand.

Wenn er irgendwo zu ruhen geruhte, und ein anderes Zwergli dann den Platz für sich beanspruchte: Stand er auf und ging weg. Ohne Brummen, ohne Murren. Ich glaube, fauchen kann der gar nicht.

Inzwischen (er ist nun eine Woche hier) darf er von den anderen Zwerglis völlig integriert liegen, wo er will, er frisst Kopf an Kopf mit den anderen, spielt mit den anderen (wobei er niemals seine ganze Kraft nutzt, sondern sich auch mal vor ein viel kleineres Zwergli rücklings auf den Boden wirft, damit er von diesem fachkundig erlegt werden kann smiley_emoticons_rofl3)

Langer Rede kurzer Sinn: Ich hätte hier nach →Mathildes Tod keine siebte Katze mehr aufnehmen wollen – auch wenn es so viele arme Katzenwesen gibt, die so dringend ein Zuhause suchen. Aber Budget, Zeit und Vernunft waren sich einig: No way. Und dann kam, sah und siegte: Max.

 

Hier hat nichts „gefehlt“ – und doch sind wir jetzt komplett ❤ Max passt hierher wie Faust auf Auge, Deckel auf Topf oder siebter Zwerg zu Schneewittchen 😛

Wenn jemand ahnen konnte, dass ich mir heimlich schon immer wünschte, dass hier mal ein roter Tiger anklopft – dann meine verstorbene Herzenskatz Mathilde. Ich sprach nie zu jemandem darüber. Nicht mal zu ihr. Aber ich sehe Max als ihr Erbe – das wir alle hier mit grösster Freude annehmen ❤

Seid herzlich gegrüsst von Schneewönnchen und den 7 Zwergen ❤

Time to say goodbye

Veränderungen sind – für mich zumindest – immer erstmal bedrohlich. Ich sehe zunächst immer nur den Verlust des vermeintlich „Sicheren“ – und dann erst die Chance des Neuen. Der Sprung ins kalte Wasser liegt mir nicht. Nicht mal, wenn mir das Wasser schon bis zur Stirn steht.

Und doch bin ich – bislang zumindest – noch nie ertrunken. Nicht mal als knapp Dreijährige, als ich wirklich fast ertrunken wäre. Meine Angst ist so gesehen also doch ein bisschen albern.

Seltsamer Einstieg in ein Katzenthema.

Heute vor fünf Jahren dachte ich, es sei ein Wahnsinnswagnis nach Mortara in Italien zu fahren und eine FIV-positive Katze nach Hause zu holen. Niedlich. Offensichtlich bin ich keine sehr mutige Seele. Ganz im Gegensatz zu der Seele, die ich damals mit nach Hause brachte: Mathilde

Regelmässige Leser dieses Blogs werden→Mathildes Geschichte nach all meinen Berichten schon auswendig auf Finnisch oder wahlweise Swaheli aufsagen können während sie rückwärts Seilspringen und gleichzeitig Teller auf der Nase balancieren – darum also nur für Neuleser die Kurzzusammenfassung: Dreibein, FIV-positiv, sehr schlimme Vorgeschichte, dann hier Lungen- und Herz-OP, kurz: intergalaktisches Kampfschiffchen.

Und ich heule rum, weil ich meine Irrenhaus-Hamsterrad-Lebensbedingungen grad mal wieder an die Wand hauen könnte.

Ich bin ein Weichei. Ein feiges noch dazu. Man muss auch mal ehrlich sein.

Mir fällt dabei übrigens doch auch auf: Es wird viel über „artgerechte“ Haltung von Tieren diskutiert derzeit. Das ist sehr gut so! Aber vermisse zugleich ein wenig das Thema „artgerechte“ Menschenhaltung.

Naja. Wie auch immer.

Heute vor einem Jahr holte ich mir ein Wesen nach Hause, das mir so ein gutes Beispiel hätte sein können. Aber irgendwie merke ich dieser Tage, dass ich im Grunde nichts dazugelernt habe: Immer noch Angst vor dem kalten Wasser.

Regelmässige Leser dieses Blogs wissen ja auch, dass ich bisweilen zum Pathos neige. In diesem Sinne: It’s time to say goodbye – nicht zu euch oder zum Blog. Quatsch – wer meinen Quark weiterhin lesen möchte, soll nicht zu kurz kommen. Aber dies ist für mich eine Zeit des Abschieds – schon die letzten Jahre, in denen ich mehrere Zwerglis in kurzer Zeit gehen lassen musste, auch die letzten Monate von verschiedenen Menschen, die ich oder die mich für Freunde hielten, es aber für Freundschaft nicht wirklich reichte, aus welchen Gründen auch immer. Von Illusionen des Mottos „wird schon werden“, von trügerischen „Sicherheiten“ aller Art – und nicht zuletzt von Mathilde, die ich heute vor fünf Jahren so überglücklich begrüsste wie ich sie heute so todtraurig endlich loslassen muss: Ich muss akzeptieren, dass sie nicht mehr bei uns ist.

Eine Hommage an ein Wesen, das so viel klüger und weiser war, als so mancher Mensch, dem in meinem Leben begegnete – die Trulla, die mir jeden Morgen im Badezimmerspiegel entgegen schaut inklusive:

Mathilde – ich werde das Wochenende heute vor fünf Jahren niemals vergessen. Es war ein Abenteuer, mit meinem uralten Auto unterwegs in einer apokalyptisch vernebelten italienischen Pampalandschaft, in Mortara gibt/gab es übrigens ein absolut hammergeiles Hotel (woahh: Die können lecker kochen! Und die Zimmer sind einfach geil), wir haben Stefania und Cornelia kennengelernt, und nachdem du mich schon in der Tierarzt-Praxis bei Mortara sofort erkannt hattest (was so viele Menschen nach Jahren nie tun), hast du dich auf der Heimreise nach Zürich an mich gekuschelt und versucht, mir mein Sandwich zu klauen!  smiley_emoticons_gucker2

Mathilde – wie gerne hätte ich unser 5-jähriges Jubliäum  smiley_emoticons_torte heute mit dir zusammen gefeiert – leider ist uns das nicht vergönnt. Auch eine Veränderung, die ich natürlich nicht gern akzeptiere – aber habe ich eine Wahl? Ich möchte dir gerne sagen: Du bist für immer in meinem Herzen und noch immer lerne ich von dir. Und ich verspreche dir: Ich lerne endlich schwimmen. Egal, wie kalt das Wasser ist. Dein Motto war: „Ich mag zwar keine Chance haben – aber ich werde sie nutzen“ – wie viel mutiger du warst, mein Herz.

It’s time to say goodbye – zu allem und jedem, was einen vom Leben ablenkt.

Ich liebe dich – für alle Zeiten und immerdar. Und darum sage ich goodbye: auf Wiedersehen, mein Herz ♥♥♥

Con te partirò.

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ps: Und allen, die an Mathildes Rettung und daran, sie mir anzuvertrauen, beteiligt waren: nochmal von Herzen meinen verbindlichsten Dank! Ihr alle hättet mir keinen grösseren Gefallen tun können.

Geliebter Sahib – fünf Jahre schon.

Sahib, mein Herz ♥ Heute soll es schon fünf Jahre her sein, dass du uns verlassen hast. Kaum zu glauben, was seither im Kamikatze-Zwerglis-Land alles passiert ist.

Du warst meine erste eigene Katze, die ich beim Sterben begleitete, das erste Mal, dass ich ganz allein die Verantwortung trug und alles richtig und gut machen wollte – und ich machte so ziemlich alles falsch, was ich nur → falsch machen konnte.

Ich war völlig überfordert.

Nur wenige Wochen nach deinem Tod folgte dir völlig überraschend → die kleine Mogwai – fünf Tage zuvor erst war → Mathilde hier eingezogen. Mathilde war ja dein „Erbe“ – und sollte eigentlich Mogwais Freundin werden. So war der Plan. Und so lernte ich vor fünf Jahren in unerschütterlicher Gewissheit, wie viel Wahrheit in dem berühmten Zitat von John Lennon steckt:

„Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Also hörte ich auf, Pläne zu machen, und wandte mich stattdessen dem zu, was das Leben mich lehren wollte. Und das war eine ganze Menge.

Zwerglis kamen und gingen: Mathilde, LouLou, Faramee, Felize, Moriah und Tünn sind im Laufe der Zeit hier eingezogen. LouLou, Omar und Mathilde sind inzwischen schon wieder bei dir und Mogwai – grüss sie mir alle ♥

Von den Zwerglis, die du im Leben kennenlerntest, sind „nur“ noch Lucie und Shakti übrig – es geht ihnen gut ♥ Auch den anderen vier verbliebenen Zwerglis Faramee, Felize, Moriah und Tünn.

Geliebter Sahib, so viel ist passiert in den letzten fünf Jahren. So viel hat sich verändert – hier im Alltag, in meinem Denken – nicht mehr viel ist so, wie es damals war.

Dein geliebter Gartenzwerg jedoch steht immer noch auf der Terrasse. Nach deinem Tod dachte ich erst, jetzt könne ich ihn endlich entsorgen. Aber ich habs nicht übers Herz gebracht. Er sieht inzwischen etwas mitgenommen aus. Doch so sehr seine Optik litt, sein Lack blätterte, das Material Risse und sogar Löcher bekam, so sehr bin ich an all dem gewachsen, was ihr mich die letzten fünf Jahre gelehrt habt – nichts war umsonst. Und gratis war es auch nicht 😛 Die Tierarztkosten der letzten Jahre haben fast mein ganzes Erspartes aufgefressen. Das ist nur eine der Lektionen, die ich lernte: Mein Geld in Leben zu investieren, statt in tote Dinge, die hier dann doch nur einstauben. Banale Einsicht, nicht wahr? Nun ja – ich kann halt nicht schneller begreifen als ich denken kann.

A propos denken: Geliebter Sahib – ich denke oft an dich. Wie könnte ich anders – Omar und du habt euch ja einen raffinierten kleinen Scherz erlaubt, als ihr dafür sorgtet, dass Moriah und Tünn hier einzogen…

Du mit Omar vor vielen, vielen Jahren:

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Moriah und Tünn, die vor anderthalb Jahren hier sozusagen „fremdgesteuert“ 😉 einzogen:
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Ihr Schelme ♥

Geliebter Sahib – ich danke euch für eure Nachsicht all meinen Fehlern gegenüber, eure unerschütterliche Liebe, vor allem aber für eure gnadenlosen Lektionen. Ich habe keine Zweifel, dass ihr mich zu einem besseren Menschen gemacht habt. Das heisst nicht, dass ich ein guter Mensch bin – aber ein besserer als vor fünf Jahren. Klüger und reicher an Erfahrung zumindest. Zum Bestmöglichen meiner Schutzbefohlenen.

Der Weg dahin war steinig und schwer. Hätte ich am 8. Oktober 2009 gewusst, was noch vor mir liegt – ich weiss nicht, ob ich ihn eingeschlagen hätte. Zum Glück hat es mir damals keiner gesagt. Denn heute bin ich froh, dass du mich losgeschickt hast. Heute vor fünf Jahren.

Du bist für immer in meinem Herzen – grüsse mir bitte auch Mogwai, LouLou, Omar und Thillie ♥

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Eines Tages werden wir uns wiedersehen. Und bis dahin versuche ich es besser zu machen. Besser als bisher. Jeden Tag aufs Neue.

Das ist dein Erbe.

Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich hoffe, dass sie folgenreich ist.

Und zwar werde ich ein Buch schreiben. Ich meine, ein richtiges Buch mit Buchstaben und allem, was dazugehört: Drama, Liebe, Verrat und Totschlag. Und natürlich Katzen. Was sonst?

In meinem Urlaub hatte ich viel Zeit. Zeit, zu lesen. Zeit, nachzudenken. Ich erspare euch die Details. Euch zuliebe direkt das Fazit: Es gibt eigentlich nur zwei Fähigkeiten, für die ich je von anderen Menschen wohlwollende Rückmeldung bekam: ein gewisses Talent zu zeichnen und ein gewisses Talent zu schreiben.

Die Zeichnerei habe ich ja schon in Buchform festgehalten: „Anderswo zuhause“. Die englische Version und das Malbuch sollten übrigens pünktlich zu Weihnachten fertig werden 😀 Doch dies nur so am Rande (höhö).

Ich sollte überhaupt wieder mehr zeichnen. Solange ich noch kann. Statt mich zB. auf Facebook mit mitunter sehr sehr seltsamen Gestalten rumzuschlagen. Womit ich natürlich nicht meine FB-Freunde meine. Aber (fast) alle anderen.

Und ich sollte endlich mal ein Buch schreiben. Das wollte ich schon immer, allein: Ich wusste nicht, worüber. Nun weiss ich es.

So viel sei vorweg verraten: Mathilde hat auch aus dem Jenseits eine unglaublich inspirierende Wirkung auf mich. Nicht falsch verstehen, bitte: Alle meine Zwerglis bedeuten mir die Welt – jedes einzelne. Aber… wer Thillie und unsere Geschichte kannte, beziehungsweise, wer mich davor kannte, kann vielleicht immerhin im Ansatz nachvollziehen, wie sehr diese Seele mein Leben umgekrempelt hat. Und damit meine ich nicht, dass ich zum besessenen Tierschützer wurde, wie manche in meinem Umfeld es sehen. Ich meine damit auch nicht, dass ich vielleicht zu einer Katze ein spirituelleres Verhältnis hatte, denn je zu einem Menschen. Ich meine damit schlicht und ergreifend, dass diese Katze mir die Augen für Dinge öffnete, die ich zuvor nicht sah.

Nur wenige Menschen schafften dasselbe. Oder werden es in Zukunft tun.

Jaja, jetzt kommt so ein Laien-Katzenhaltungsratgeber oder son Scheiss, denkt ihr vielleicht. Weit gefehlt. Naja – ok: Der eine oder andere Aspekt zum Thema Respekt gegenüber Mitlebewesen könnte evtl. tatsächlich eine Rolle spielen. Aber da kennen sich andere viel besser aus als ich.

In meinem bahnbrechenden Buch soll es vielmehr um folgende Themen gehen: Liebe, Freundschaft, Verrat, Dummheit, Facebook, Internetforen, Lernfähigkeit, Krankheit, Trauer, Tod, Mord, Ausserirdische, das Universum. Und natürlich um Katzen. Worum sonst?

Als Cover hätte ich gern Stefania Res Gemälde von Mathilde, das sie mir einst schenkte – falls das Buch ein Bestseller wird, könnte ich sie sogar endlich dafür bezahlen 😉
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Ich bin total gespannt, was dabei rauskommt. Sonst noch jemand? 😛

3 Monate ohne dich. Und doch auch mit dir. Eine Liebesgeschichte.

Gestern war es gemäss Datum genau drei Monate her, dass ich mein Thildchen zugleich überraschend und doch auch nicht überraschend gehen lassen musste. Gefühlt hingegen ist seither kein Tag vergangen und zugleich ein ganzes Leben. Und: Ich möchte schon wieder Werbung machen.

Im April hatte ich eine Lungenentzündung, die ich selber eigtl. nicht weiter spektakulär fand. Gut. Ich verschlief sie mehr oder weniger. Als der Arzt in einem meiner wenigen wachen Momenten zu mir meinte, er hätte noch nie eine so tiefe Leukozytenzahl wie bei mir gesehen, musste ich erstmal googeln, was das heisst. Ich hatte sozusagen keinerlei körpereigene Abwehr mehr. Die nächsten Tage sollten über mein Schicksal entscheiden. Und das taten sie.

Überraschend schnell erholte sich mein Immunsystem und in der Folge ich mich selbst. Stattdessen starb meine geliebte Mathilde, die während meiner Krankheit so liebevoll über mich gewacht hatte. Ihre Lunge kollabierte.

Statt meiner.

Die Tierärzte meinten zwar, Ursache sei eher ein äusserst bösartiger Tumor als dass ich sie angesteckt hätte. Doch die Koinzidenz bleibt bemerkenswert.

Wer uns vielleicht noch nicht kennt: Ich liebe alle meine Katzen mehr als ich in Worte fassen kann. Aber Thillie und ich – ja, das war/ist schon etwas speziell.


Wenn ich ehrlich bin, begreife ich noch immer nicht, dass sie nicht mehr „hier“ ist. Sie ist fort, was mir täglich schmerzlichst bewusst ist – und doch ist sie nicht weg. Ganz seltsam. Für einen Menschen wie mich, der keinen festen Glauben an ein „Dasein danach“ hat.

Kurz nach Mathildes Tod bot mir eine sehr liebe Internetbekanntschaft an, mir ein Schmuckstück zur Erinnerung zu fertigen. Die Krux daran: Sie brauchte dafür Haare von Thillie, da sie die wunderhübsche Idee umsetzt, aus Tierhaaren Anhänger zu fertigen:

Zu viele Tierhaare im Haus?
Dann mach ich Euch was Schönes draus.
Ganz egal ob Katze oder Hund,ob schwarz-weiss, grau oder eher bunt:
Ein Schmuckstück filz‘ ich aus den losen Haaren,die zuvor dir lästig waren.
Ein Schmuckstück, zauberhaft und stets ein Unikat, was ganz Besonderes, das garantiert nicht jeder hat.
So ist dein so sehr geliebtes Tier
wann immer du es wünschst ganz nah bei dir.

Doch Mathilde war tot. Ich konnte keine Haare mehr sammeln. Eine Handvoll brauche sie. Ich fing also ernsthaft an, von Mathildes früheren Lieblinsplätzen die Haare fein säuberlich einzusammeln, sogar von meinen Kleidern. Nie im Leben hätte ich eine Handvoll zusammenbekommen. Doch dann fand ich meine Fusselsammelrolle wieder, mit der ich immer vornehmlich Thillies Lieblingsplätze enthaart hatte. Ein Griff in die Rolle und woala:

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Das schickte ich ihr also.

Nicht mal zwei Wochen später bekam ich dieses wunderschöne Erinnerungsstück retour:
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Ok – entschuldigt bitte: Fotos, auf denen ich abgebildet bin, sind per se immer misslungen 😛 Aber ihr solltets ja auch am lebenden Objekt sehen.

Diese Kette bedeutet mir unendlich viel Ich finde sie nicht nur wunderschön (erkennt man, dass mal der Metallring heller und das „Herz“ dunkler ist – mal umgekehrt? Ich finde das umwerfend)

Diese Kette ist das wertvollste Schmuckstück, das ich habe. Und glaubt mir: Ich habe viele 😛 Ich finde sie wirklich unendlich zauberhaft. Nochmal ganz ganz herzlichen Dank dafür an die liebe Künstlerin

Sie bietet übrigens ganz unterschiedliche Designs für sozusagen jede Vorlieben an, wenn ihr mögt, schaut doch mal auf ihre Facebookseite: Fellnasen-Schmuck aus Tierhaar
oder in ihrem Dawanda-Shop: Fellnasenschmuck

Mit dem Verkauf ihrer Artikel unterstützt sie übrigens mit 2 Euro (!!) pro verkauften Artikel Tierschutzprojekte

Ich werde jedenfalls nie nie wieder das ausgebürstete Fell meiner geliebten Katzis achtlos in den Müll schmeissen. Damit kann man echt so viel Besseres anstellen

Mathilde – mein Herz. Nichts kann dich „ersetzen“. Aber dein Fell weiterhin auf meiner Haut zu spüren, ist irgendwie ein Zauber. Ich vermisse dich, mein Herz

Du bist nicht fort. Nur woanders. Warum nur vermisse ich dich dann so?

Ein herzliches Danke an unsere hilfsbereiten Freunde!

Liebe ihr, kürzlich schrieb ich hier über zwei Katzenschutzprojekte, für die ich gerne spenden möchte – mit eurer Hilfe. Nun möchte ich euch natürlich auch gern berichten, was daraus wurde.

Kurz nach → Mathildes Tod am 17. April hätte ich ja mit ihr gemeinsam Geburtstag feiern wollen. Ihr zu Ehren wünschte ich mir zum Geburtstag statt Geschenken oder Blumen, dass meine Familie und Freunde bitte lieber → Tierschutzprojekte unterstützen, die verlorenen Seelen – wie Mathilde einst eine war – eine Zukunft zu ermöglichen versuchen.

Man liest und hört von so viel Not und Elend tagaus tagein – gerade auch im Tierschutzbereich -, dass man sich manchmal ohnmächtig fühlt und vielleicht sogar die Hoffnung aufgibt. Diejenigen, die trotz allem weiterkämpfen, zu unterstützen und immer wieder zu ermutigen, ist alles, was ich mit meinen Möglichkeiten im Moment beisteuern kann, damit diese Welt zumindest ein bisschen ein besserer Ort für uns alle wird.

Darum finde ich es wichtig, dass man ab und zu auch mal wieder daran erinnert, wie viel „wenig“ vom Einzelnen in der Summe eben doch oft schon bewirken kann. Und ich möchte mich natürlich von Herzen bei allen bedanken, die ihr Möglichstes tun, Liebe, Hoffnung und vielleicht sogar ein wenig Zuversicht in diese Welt hinauszutragen. Und das ist jeder, der nicht wegschaut, der nicht gleichgültig ist, der mitfühlt und im Rahmen seiner Möglichkeiten danach handelt ♥ Egal, in welchem Bereich.

Zwischenbericht der Katzen-Hilfe Uelzen über ihre → Aktion „Ein Herz für Streuner“:

Ich habe der Katzen-Hilfe Uelzen ihren Anteil an meiner Sammelaktion Anfang Mai überwiesen:

♥-lichen Dank an die lieben Spender

Aktueller Spendenstand:
Katze: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (17) (60 Euro pro Kastration)
Kater: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (19) (30 Euro pro Kastration)

Mit dem Beitrag direkt aus Mathildes Aufruf bzw. über meine Koordination konnten immerhin 4 Katzen kastriert werden und somit schonmal → vor viel Leid bewahrt werden, für die ich die Namen aussuchen durfte – darf ich sie euch vorstellen:

Pauline
pauline

pauline2

Emma
emma

und… Mathilde of Rhodos
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Leider ist sie wohl heute überfahren worden. Ich bin entsetzt und untröstlich. Was soll ich dazu sagen? Ich bin entsetzt – Mathilde, du wirst sie abholen, und auf sie aufpassen – ja? ❤ :_(

Für meinen 4. Wunschnamen Juli oder Julie wird noch die passende Katze von Malene zugeordnet. Auswahl an Katzen hat sie ja leider mehr als genug. Leider 😦

Die ausführlichen Updates und Berichte (und es gab viel zu berichten!) zur Kastrationsaktion auf Rhodos findet ihr auf der → Website der Katzen-Hilfe Uelzen oder auf ihrer →Seite bei Facebook.

Zwischenbericht zu → Selinas Engagement:
hallo liebe freunde, ich möchte mich tausend mal bei euch allen für eure hilfe und unterstützung bedanken. ich bin überwältig von so viel hilfsbereitschaft. ich habe eure spende erhalten und überweise regelmässig geld ( insgesamt schon €450) nach ungarn ( wo die katzen ausreisefertig gemacht werden ) und habe auch schon persönlich ein auto voll sachspenden und futter zu der dame gebracht. es ist mir sehr wichtig dass es den katzen jetzt an nichts mehr fehlt, denn sie haben genug leid erfahren. sicher habt ihr alle die schlimmen fotos von den katzen in dem käfig gesehen….da darf und kann man nicht weg sehen…….es war ein schwerer weg die katzen aus der toetung zu bekommen aber wir haben es geschafft und dafür danke ich dem lieben herr gott. liebe freunde ich bedanke mich bei euch allen und ich bin wirklich sehr dankbar für eure hilfe. lg eure seli

Selina und ich werden euch auf dem Laufenden halten, was aus den ungarischen Tötungskatzen wird. Wer ihre regelmässigen Berichte direkt verfolgen möchte, kann ihrer Gruppe bei Facebook beitreten, und erfährt dort beinahe täglich, wo auf der Welt sie gerade wieder zum Wohle der Tiere unterwegs ist: → Selina’s Tierhilfe bei Facebook

Im Moment engagiert sie sich sehr in den Hochwassergebieten in Bosnien/Serbien – ihr habt aus den Medien vielleicht mitbekommen, welche → Flutkatastrophe sich dort abspielte. Und was solche Katastrophen auch für Haus-, Nutz- und Wildtiere bedeuten, weiss man auch.

In diesem Sinne möchte ich nochmal auf Selinas → Amazon-Wunschliste aufmerksam machen ♥ Bitte gebt als Lieferadresse folgende ein:
Selina Myhre
Libellenweg 3
4030 Linz, Österreich

Stimmt. Es ist eh nie genug – es gibt immer was. Und dann sehe ich mich in meiner Wohnung um. Was ich alles habe. Und es teils nicht mal mehr weiss, dass ich es habe. Oder so: Was für mich eine Taxifahrt zu einer schönen Party ist, ist für andere das Ticket in Leben oder Tod.

Wie die wundervolle Mel der Katzen-Hilfe Uelzen immer schreibt – bedenkt es bitte, wenn ihr glaubt, doch nichts tun zu können:

Ein Funken ist kein Feuer,
ein Sandkorn kein Strand,
ein Blatt kein Baum,
ein Tropfen kein Meer.

Hilft einer den Tieren allein – ist es schwer,
doch zusammen sind wir das Feuer, der Strand, der Baum und das Meer.

In diesem Sinne: Danke euch allen ♥

ps: Weil ich inzwischen leider auch weiss, mit welch fiesen Bandagen teils im TS gekämpft wird: Über den Blog hier kam bislang eine Geldspende direkt bei mir an (danke dir Britta!!! ) – alles andere lief direkt oder per Sachspenden oder über meine Katzenkollekte an meiner Geburtstagsfeier. Ich kann meine Buchhaltung gern offenlegen 🙂