Archiv der Kategorie: Katzenkrankheiten

Rosa, Pipi und die Schnupfenbabys

Hallo ihr Lieben! Hier wiedermal ein Zwischenbericht zu den Notfellchen in Italien, denen auch dank eurer grossartigen Unterstützung so schnell und effizient geholfen werden konnte. Nochmal allerherzlichsten Dank dafür!!!

Ich wollte mit einem weiteren Zwischenbericht warten, bis Stefania uns auf den neusten Stand bringt, aber da sie gerade sehr sehr viel zu tun hat, dauert das wahrscheinlich noch ein wenig. Aber damit ihr seht, was eure Hilfe bewirkt hat, gebe ich mal meinen aktuellen Wissensstand an euch weiter.

Unser aller Sorgenbaby Rosa – die letzte Überlebende der Container-Kitten – macht sich prächtig (Stand: 15. August) und «frisst wie ein kleiner Wolf» (oder eher wie ein kleines Schweinchen, würde ich sagen) 😀

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Und wenn man so brav futtert, kriegt man ein kleines Kullerbäuchlein 😀
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Von den Schnupfenkitten habe ich keine aktuellen Neuigkeiten – aber es gilt ja: no news are good news. Einige (schon etwas ältere) Bilder:

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Seit dem letzten Bericht hier im Blog sind nochmals 100 Euro angekommen, die ich in diesen Tagen überweisen werde. Auch dafür nochmals ALLERHERZLICHSTEN DANK!!!

Cornelia schrieb mir: «Es sind bisher an Spenden (einschl. der aus D exklusiv für Esther und Franz) 915 Euro eingegangen!!! Damit sind die Operation von Pipi und unsere Medikamente Zylexis und Immustim abgedeckt. Geld wird auch in der Zukunft gebraucht, aber DIESE BEIDEN Notfälle sind abgeschlossen

Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen smiley_emoticons_herzen02  smiley_emoticons_blume

Natürlich reisst es nicht ab, inzwischen kam der süsse Sorgenkater Osvaldo bei Stefania an.
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Alt, müde, mit gebrochenem Bein und FIV- und FeLV-postiv, der arme Kerl 😦 Jetzt ruht er sich erstmal nach einem Leben auf der Strasse aus. Hoffen wir, dass er doch noch sein Zuhause findet ❤ → Osvaldos Geschichte (PDF)

Und hier noch der kurze Bericht über die Ereignisse bei MilleVite allein im Juli 2013:
→ Monatsbericht (PDF)

Ich bin ja dabei, für MilleVite eine neue Website zu erstellen, wer möchte, kann schonmal einen Blick drauf werfen: https://associazionemillevite.wordpress.com. Das ist noch eine Rohversion bzw. Baustelle, wo vieles noch nicht funktioniert (zB. PayPal-Spendenbutton), aber wir sind dran, das aufzubauen, geplant ist auch eine Version auf Deutsch (damit ich verstehe, was ich da mache 😛 ). Interessierte können dann direkter mitverfolgen, wie es dem Verein und Katzenheim MilleVite und seinen Sorgenfellchen ergeht ❤ Was ich jetzt schon schön finde in der Rohversion, wenn man schaut, wie viele Katzen allein 2013 schon gerettet und in ein Zuhause vermittelt werden konnten: → gattini adottati

Nochmal vielen herzlichsten Dank an alle, die helfen, diese Welt zu einem etwas schöneren und sichereren Ort für notleidende Wesen zu machen! ❤

News von Zollo: OP gut überstanden!

Regula hat Zollo ins Zürcher Tierspital gebracht, wo er operiert wurde. Am Montag darf er hoffentlich nach Hause. Noch ist aber nicht alles gut. Regulas Bericht.

Zollo im Tierspital

Hallo!

Ich habe gestern Abend mit Marie-Louise zusammen dem Zollo einen ersten Krankenbesuch nach seiner Operation im Tierspital gemacht. Er war erstaunlich lebhaft und interessiert. Er hat sich auch riesig über unseren Besuch gefreut, wollte dann nach genügend Streicheleinheiten aber doch lieber die Gegend erkunden. Wir mussten ihn zurückhalten, weil seine Nähte ja noch frisch sind.

Zum Befund und der Operation: Die behandelnde Tierärztin hat analysiert, dass Zollo das → FIV-Virus trägt und sieht dies auch als möglichen Grund, dass durch diese Immunschwäche der grosse Tumor in seinem noch jungen Körper heranwachsen konnte. Der Tumor konnte wegen seiner Grösse nicht entfernt werden und muss nun mit Medikamenten (Chemotherapie) in Schach gehalten werden. Das stark verdickte Darmteil haben sie herausoperiert. Gestern Nachmittag sagte mir die Tierärztin, dass die Operation gut verlaufen sei und Zolle bereits Wasser lassen und etwas essen kann.

Heute gehe ich wieder auf Visite und hoffe, dass wir Zollo wie versprochen am Montag nach Hause nehmen können. Ich bin sehr froh, dass ich nun selber den Eindruck gewinnen konnte, das Richtige gemacht zu haben.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und wünsche allen ein tolles Wochenende! Regula

Zollo braucht Daumen – und Rat: Mastzellentumor

Liebe ihr alle ❤ Heute schrieb mir eine Freundin meiner langjährigen Catsitterin als Kommentar im Kontaktbereich folgende traurige Nachrichten.

Nach Rücksprache mit ihr veröffentliche ich das hier als Gastbeitrag, zumal sie hofft, dass sie hier vielleicht Erfahrungen, Rat, Tipps und vor allem auch Zuspruch findet ❤ Ich habe mit zahlreichen Katzenkrankheiten inzwischen meine Erfahungen gemacht – Krebs zählt zum Glück noch nicht dazu. Vielleicht kann jemand von euch Regula mehr sagen? ❤ Danke! ❤

Die bisherige Korrespondenz mit Regulas Einverständnis:

Liebe Iwon,
ich bin eine Freundin von → Marie-Louise. Sie hat mich auch mit deiner Webseite bekanntgemacht. Ich bin in grosser Sorge um meinen geliebten, verschmusten ca. 4 – 5-jährigen kastrierten Kater Zollo. Wir haben ihn vor ca. 3 Jahren als zugelaufenen Kater bei Freunden, die ohne zu bauern auf einem Bauernhof leben, abgeholt.

Und nun zu Zollos Krankengeschichte: Vor ca. einem Monat fing es an mit täglichem Erbrechen. Wir gingen zur Tierärtzin. Sie nahm Blut, untersuchte, röntgte, nahm eine Gewebeprobe des durch Abtasten entdeckten Knotens im Bauchbereich und gab mir die Homöopathische Arznei “Nux vomica Homaccord” gegen Erbrechen und Krämpfe mit. Dieses oral einzugebende Mittel half und hilft perfekt.

Anschliessend hatten wir einen Termin zum Ultraschall in einer Tieraztpraxis in Niederglatt. Dort waren wir am Mittwoch letzter Woche und sind mit dem niederschmetternden Befund wieder entlassen worden: “Mastzellen-Tumor im Lymphknoten- und Darmbereich” und einer Lebenserwartung, gemäss behandelndem Arzt, von 3 Wochen bis 6 Monaten.

Ich war am Boden zerstört und auch heute noch, während ich diese Zeilen schreibe, den Tränen nah.

Seit letzten Donnerstag erhält Zollo zur körperlichen Stabilisierung 2 x wöchentlich “Gallium Aparine comp.”, “Coenzyme comp.” und “Ubichinon comp.” Er hat zwar Lust auf Fressen, frisst jedoch nur kleinere, “ausgewählte” Häppchen, trinkt relativ viel Wasser und hat wenig und harten Stuhlgang. Noch ist unser Kater genug fit um uns jeden morgen um ca. 06.00 Uhr mit Herumgetrampel, Schnurren und Lecken aus den Federn zu locken, einen Spaziergang im Freien zu unternehmen oder mit uns zu schmusen.

Ja und nun, wie soll ich mich verhalten? Soll es mit dem Krebsheilmittel “Iscador” versuchen und auf eine Überlebenschance hoffen? Soll ich mich nun darauf einstellen, dass Zollos Tage gezählt sind, und wir ihm diese möglichst angenehm gestalten? Oder gibts noch Möglichkeiten und Hoffnung auf eine Genesung?

Ich bin sehr dankbar für jeden Hinweis und jedes tröstende Wort.

Herzlich, Regula

Das ist übrigens der hübsche Patient:
Zollo 13.09.13

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Liebe Regula,

Es tut mir sehr sehr leid, dass ihr euch gerade solche Sorgen um euren Zollo machen müsst 😦

Ich habe – glücklicherweise – keine Erfahrung mit Tumoren bei Katzen, daher kann ich aus eigener Erfahrung nichts beisteuern. Ich habe aber gerade mal im Internet nach Informationen gesucht und stiess auf folgende Seite: → Mastzellentumor bei der Katze – da steht, dass Mastzellentumore bei Katzen eigtl. ganz gut behandelbar seien (was ich nicht beurteilen kann). Sie schlagen dort OP oder Prednisolon (Kortisonpräparat) vor, lies es doch bitte mal nach.

Die Medikamente, die du genannt hast, sind alle homöopathisch, oder? Das ist als Unterstützung sicher nicht verkehrt – aber bei Krebs würde ich persönlich zusätzlich alle verfügbaren Mittel der Schulmedizin ausschöpfen.

Die wichtigste Frage, die sich mir stellt: Was schlägt eure Klinik denn als Behandlung vor? Ist der Tumor inoperabel? Wenn die Tierärzte Chancen auf Heilung sehen, würde ich auf jeden Fall kämpfen! Zollo ist noch jung, und wenn er eine Chance hat, würde ich an deiner Stelle wirklich alles daran setzen, sie ihm zu geben. Das ist aber natürlich allein deine Entscheidung – ich will dir nichts einreden, nur dich darin bestärken, falls du kämpfen willst.

Vielleicht wäre es sinnvoll mit Zollo ins → Zürcher Tierspital zu fahren? Die sind dort auf dem neusten wissenschaftlichen Stand und darüber hinaus wirklich sehr sehr nett und verständnisvoll – wenn jemand Zollo helfen kann, dann die. Ich habe dort mit meinen Katzen sehr sehr gute Erfahrungen gemacht: Letztes Jahr hatte zB. meine Katze Mathilde erst einen Lungenlappenkollaps und einen Monat darauf eine → Herzbeutelentzündung – man machte mir nicht viel Hoffnung, dass sie das überleben kann. Aber dank der grossartigen medizinischen Leistung des Tierspitals ist Mathilde entgegen allen Prognosen vollständig genesen und erfreut sich ihres Lebens ❤

So eine Behandlung kann teuer und nervenaufreibend werden – die Entscheidung, ob du es wagen willst, kann dir keiner abnehmen. Aber ich würde dich auf jeden Fall darin bestärken, es zu versuchen, solange es den Hauch einer Chance für Zollo gibt. Gemäss dem oben verlinkten Text müssten die Chancen bei Mastzellentumor eigtl. ganz gut stehen?

Wie gesagt: Wenn du das gern öffentlich im Blog „diskutiert“ haben bzw. weitere Meinungen hören willst, schalte ich deine Nachricht gern frei, so dass andere User, die evtl. eigene Erfahrungen damit haben, antworten können. Ich wollte nur zuerst gefragt haben, ob es das ist, was du möchtest.

Ich drücke Zollo und dir auf alle Fälle ganz doll die Daumen, dass es noch einen Weg gibt!!!! Bitte halte mich so oder so unbedingt auf dem Laufenden. All meine besten Wünsche für Zollo und dich! Liebe Grüsse, Iwon
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Liebe Iwon

Ganz herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Und gerne kannst du meine „traurige“ Nachricht im Blog veröffentlichen. Man sollte keine Chance verpassen, um Zollo helfen zu können. Und den Tipp auch die Meinung und Tat des Tierspitals zu einzuholen, befolge ich. 

Ich war gerade auf der Webseite → www.petbiocell.de. Dort habe ich interessante Informationen über Mastzell-Tumore bei Katzen gefunden. Auch bieten die direkte Fragestellung mit Versprechen auf Antwort betr. der erwähnten Katzen-Krankheit an. Mal gespannt was ich dazu erhalte…

Gerne halte ich Dich über den Verlauf von Zollos Gesundheitszustand auf dem Laufenden.

Herzlich, Regula

Nachtrag: Ich habe nun einen Termin mit Zollo im Tierspital: Donnerstag, 15.8., 10.30 Uhr. Vielen Dank fürs Daumen drücken und den Hinweis.

Hoffnungsvolle Grüsse

Regula
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Vielleicht weiss jemand von euch aus eigener Erfahrung etwas beizusteuern? Bitte nutzt dann die Kommentarfunktion oder wendet euch per Mail an mich: iwon@kamikatze-zwerglis.com, wenn ihr euren Rat Regula privat zustellen möchtet. Zuspruch können Regula und Zollo sicher auch gebrauchen – ich danke euch vorweg! ❤

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Nachtrag: Hier geht es weiter → News von Zollo: OP gut überstanden!

Notruf aus Italien: Spendenstand und Berichte

Liebe Freunde, liebe Besucher, wir möchten uns im Namen der italienischen Notfellchen ganz ganz herzlich bedanken!

Seit meiner Bitte um eure → Hilfe für unsere Freunde in Italien sind exakt 615 Euro an Spenden zusammengekommen, die ich nun nach Italien überweisen konnte, wo sie dringend benötigt werden. DANKE!

Damit ihr alles nachvollziehen könnt, möchte ich den Spendeneingang und meine Überweisung hier transparent machen:

Über PayPal (Danke für den Tipp, Nadja!!!) kamen insgesamt 220 Euro rein, von denen PayPal 15 Euro als Gebühren abzog, die ich aber einfach wieder draufpappte.

Paypal-Konto

Direkt in die Hand gedrückt wurden mir (inkl. meinem Beitrag) 225 Euro

Das ergibt ein Zwischentotal von 445 Euro, die ich vorgestern an Stefania überwiesen habe.

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Zusätzlich haben einige direkt auf Stefanias Konto überwiesen, so kamen nochmal 170 Euro hinzu, das ergibt ein sagenhaftes

Total von 615 Euro 

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Damit ihr edlen Spender auch seht, wie viel Freude ihr damit bereitet habt, hier auch der herzergreifende Bericht von Esther und Franz Huber mit ihrer Pipi

Pipi  Notfall - Unfall 004

„Pipi, eine sehr ruhige, zutraulich-anhängliche und ‚verschmuste‘ Katze kam zusammen mit ihrer Mutter und Schwester Anfang Juli 2012 als Notfall zu uns. Sie hatte sich schnell bei uns eingelebt und Freundschaft mit den meisten unserer rund 80 ‚Katzenkindern‘ geschlossen, geniesst jeden Tag die Freiheit im Umland unserer ‚Cascina‘.  Jeden Abend kehrt sie – wie alle anderen auch – ins Haus zurück zum Abendschmaus und Schlafen.

Am 13. Juli sahen wir Pipi draussen in einer Holzkiste liegend und wir dachten, sie geniesst den Schattenplatz, doch gegen Abend war sie nicht mehr aufzufinden. Erst am naechsten Morgen sahen wir Pipi ganz nahe beim Haus im Gras liegend. Sie liess sich aufheben und ins Haus tragen; dabei spürte ich, wie meine Hand feucht wurde und fühlte etwas Hartes an ihrem unteren Bauchrand.

Sie genauer inspizierend sahen wir ein Holzstück aus ihrem linken oberen Leistenbereich herausragen!  . . eine sanfte Überpruefung liess erkennen: Dieser Ast sitzt tief ! (nicht nur unter der Haut).

Sonntagmorgen . . . verzweifelte Versuche, einen unser Tierärzte zu erreichen. Doch keiner der 5 angerufenen war bereit oder willens, sich um sie zu kümmern. Also blieb nur die Fahrt in die Tierklinik in Alessandria (1 Std entfernt). Mein Mann fuhr sofort mit Pipi los während ich die tägliche Versorgungsrunde für all unsere anderen Tiere machte (Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Pony, Esel, Katzen und Hunde 😉

In der Klinik wurde Pipi sehr liebevoll empfangen, inspiziert und sofort für die Operation vorbereitet. . .

Um 16 Uhr informierte man uns über den OP-Verlauf:  Der Ast war gut 12 Zentimeter tief in Pipis Körper eingedrungen und hatte von der Leiste her den ganzen Bauchraum durchstossen endend oben neben der Wirbelsäule. Gott sei Dank hat der Ast dabei keine inneren Organe verletzt; ja, auch die Ärzte meinten, es sei ein ‚Wunder‘. Pipi hat die schwierige und lange OP gut überstanden.

Pipi  Notfall - Unfall 005

Pipi  Notfall - Unfall 003

Am 17. Juli fand die erste Nachkontrolle statt: alles soweit ok, kein Fieber, sie isst, Organe funktionieren,  doch hatte sie sich acht der über 40 Nahtklammern rausgezogen. Neue Klammern wurden gesetzt und ab jetzt gehts nur noch mit Kragen. (Ab und zu schafft sie es natürlich, diesen auszuziehen).

Pipi Notfall - Unfall 002

Am 22. Juli weitere Kontrolle: die Ärzte sind zufrieden, nichts geschwollen, nichts eiternd, die langen Wunden relativ gut heilend.

Nun heute war es so weit:  Pipis Kragen endgültig ausgezogen. Abschlusskontrolle in der Klinik und . . . alle Klammern konnten entfernt werden. Die Wunden sind alle perfekt verheilt. Sie liess die Prozedur ganz ruhig über sich ergehen und räkelte sich und schnurrte ganz glücklich bei der Endreinigung der Nähte ❤

Wir – mein Mann und ich – möchten uns ganz herzlich bei all den Spendern bedanken, die uns so spontan halfen, die Kosten zu tragen!! Leider hatten wir in den letzten Wochen und Monaten einige sehr kostspielige Operationen und Spezialbehandlungen an diversen unserer ‚vierbeinigen Kinder‘: Unter anderem endoskopische Untersuchung Nasen-/Rachen-/Ohrenkanaele einer Katze und schliesslich endoskopische Entfernung von Polypen  /  spontan und äusserst kurioses Auftreten schwerer Lungenentzündung (auch sonntags) mit entspr. Notfall- und Intensivbehandlungen  /  Vergiftungsfall mit stationärer Behandlung (gut verlaufen)  /  sieben Sterilisazionen März/April 2013 nach bereits zwölf Sterilisazionen im letzten Herbst),  etc. etc. So wurde alles doch recht extrem belastend,  und daher nochmals : HERZLICHEN DANK !

Pipi Notfall - Unfall 003

Pipi Notfall - Unfall 004

Wir setzen gerne all unsere  Kräfte und unsere Infrastrukturen zum Wohle ausgesetzter oder notleidender Tiere ein, sind selbst Vegetarier, strikte darum besorgt, dass es ’nirgends‘ (bei keiner Tierart bei uns) Nachwuchs gibt, und bemüht darum, dass all unsere zahlreichen Schützlinge möglichst naturgerecht, frei und doch behütet und geschützt leben können in Harmonie mit uns und untereinander.

Sollte jemand von den Spendern, die uns in diesem Fall so spontan unterstützt haben, Lust und Zeit haben, uns hier im schönen Piemont mal zu besuchen: Herzlich willkommen! Es stehen Gästezimmer zur Verfügung. Wir würden uns freuen, die wieder völlig geheilte Pipi, aber auch all unsere anderen ‚Kinder‘ in ihrem Zuhause vorstellen zu dürfen. Einstweilen nochmals:  vielen herzlichen Dank!

Esther u. Franz Huber

Ich möchte mich ganz herzlich bei Esther und Franz für den ausführlichen und liebevollen Bericht – und natürlich die tolle Einladung ins Piemont 😀 – bedanken! Den Bericht kann man auch herunterladen als PDF: → Download

Und auch von Stefania gibts ein kurzes Update: Rosa – das letzte der Alessandria-Kitten – hält sich sehr tapfer  Rosas Geschwisterchen sind ja leider alle verstorben 😦 Rosa selbst hielt sich bis gestern sehr tapfer – doch dann schrieb Stefania gestern: „Die kleine Rosa hat eine schwere hämolytische Anämie. Sie kämpft – drückt alles für sie. Sie wiegt 200 Gramm und kämpft wie ein kleiner Löwe.“ Heute leichte Entwarnung: Rosa, der Baby-Löwe  ist noch nicht über den Berg, aber immerhin so weit stabil (letzter Kenntnisstand von heute Nachmittag). Dieses Foto stammt von heute Nachmittag:

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Guckt sie nicht wie ein kleiner Lion-King – äh: Queen? Bitte weiter Daumen drücken

Bald mehr zu Stefanias Sorgenfellchen – wie ihr sicherlich versteht, hat sie alle Hände voll zu tun. Ein neueres Bild von einem der Schnupfen-Kitten aus Tivoli muss ich euch aber noch zeigen:

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Ein Bild für die Götter, oder?

Wir danken euch von ganzem Herzen, dass ihr helft, all das möglich zu machen! Im Namen der wunderschönen Pipi, der tapferen Rosa, der Schnupfis aus Tivoli sowie aller anderen Italien-Sorgenfellchen und natürlich deren aufopferungsvollen Helfern: DANKE

Hier geht es weiter → Zwischenbericht vom 20. August 2013
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Spendenkonto
Spenden für «Pipi» oder Stefanias Katzenkinder können auf das Konto von Stefanias Verein «Mille Vite» überwiesen werden:

ASSOCIAZIONE MILLEVITE
IW Bank S.p.A.
IBAN: IT69K0316501600000011487844
SWIFT/BIC: IWBKITMM
Grund: Katzenhilfe

PayPal: Wer gern über PayPal eine Kleinigkeit überweisen möchte, kann das gern über mich tun – Stefania hat leider kein PayPal, sie ist froh, wenn ihr Computer bzw. ihre Internetverbindung überhaupt funktioniert. Bei PayPal bitte die gewünschte Summe mit gewünschtem Betreff (Pipi, Katzenschupfen, Stefania allgemein) an iwon(at)ameise.com überweisen – Gebühren übernehme alle ich! Ich verspreche, dass jeder von euch hart verdiente Cent den Katzen zugute kommt ❤

Omar – ein Jahr schon.

Der Kalender sagt, es sei genau ein Jahr her, dass ich dich gehen lassen musste.

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† 28. Juli 2012 im Alter von 23 Jahren

Es scheint mir so viel länger her und doch wie gestern, dass du hier bei uns nach dem Rechten geschaut und auf deine Mädels aufgepasst hast.

Zeit ist nicht mehr wichtig.

Wir fuhren ein letztes Mal zur Praxis, wo wir die letzten Wochen deines Lebens so oft waren. Ich kämpfte schon lange nicht mehr um dein Leben, ich wusste, dass es palliativ war. Aber wir konnten deine Lebensqualität bis zuletzt hoch halten. Doch dann ging es nicht mehr.

Die letzten Stunden hatte es leicht genieselt – du hast dieses Wetter so sehr geliebt und es auf der Terrasse in deiner Palme sitzend noch einmal ausgekostet. Als es Zeit war, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam vor, als wollte sie dir einen letzten Abschiedsgruss schicken.

Du warst ganz ruhig. So müde. Also liess ich dich schlafen.

Du bist nicht fort. Nur woanders.

Ich liebe dich und werde dich immer lieben. So wie du warst, bist du immer bei mir.

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Felizes Mittelohrentzündung, Kontrolle Nr. 3

Heute war ich wieder mit Felize im Tierspital zur Kontrolle des Genesungsverlaufs ihrer Mittelohrentzündung. Es sieht in verschiedener Hinsicht gut aus.

Zunächst zum medizinischen Befund: Alles ist wunderbar verheilt so weit. Felizes Trommelfell, das durch die otitis media bzw. Mittelohrentzündung schon ziemlich schwer vorgeschädigt war, und dann beim Absaugen des Eiters von den Chirurgen weiter aufgeschnitten werden musste, ist nun fast komplett zugewachsen 🙂 Gemäss der Spital-Tierärztin muss nicht mit bleibenden Schäden gerechnet werden.

In zwei Monaten müssen wir zur Schlusskontrolle (hoffentlich SCHLUSSkontrolle…).

Zum psychischen Befund: Die uns betreuende Tierärztin ist auch der Meinung, dass Felizes extreme Angst sogar für kätzische Verhältnisse weit über der üblichen Norm liegt und behandelt werden sollte. Ob Felizes momente Verstörtheit mit dem Wiedererlangen des Gehörs zusammenhängt, konnte sie auch nur spekulieren: Denkbar sei es. Sie empfahl uns jedenfalls Calmex Tropfen für Katzen sowie – tataaaaa: Klickertraining 😀 Somit werden wir in den nächsten Tagen unser → Tierarzttraining wieder aufnehmen. Und ich werde auch unsere Verhaltenstherapeutin Frau Hauschild auf Felizes Probleme ansprechen 🙂

Das Eintüten heute verlief sozusagen fast schon routiniert: Ich wusste, was ich zu tun habe – und Felize auch: Sie gab auf 😦 Das machte es alles in allem relativ problemlos, das Bettlaken über sie zu verbringen und sie dann ohne Gegenwehr in die Transportbox zu schieben.

Der Haken: Felize hat immer noch extreme Angst. Aber: keine Panik. Immerhin. Sie geht nicht mehr die Wände hoch oder kratzt und beisst wie ne Irre um sich. Auch auf der Fahrt verhielt sie sich relativ ruhig und bei der Behandlung waren keine Zwangsmassnahmen wie Handtuchwickel mehr nötig.

Ich möchte das gern als Fortschritt betrachten – irgendwie. Sie ist nun behandelbar. Aber was meine Freude darüber beträchtlich trübt, ist der Umstand, dass sie wie gesagt gewissermassen aufgibt und zugleich extrem um ihr Leben fürchtet. Das darf natürlich nicht so bleiben, daran werden wir jetzt wirklich konsequent arbeiten. Aber im Vergleich dazu, wie unser erster Tierarztbesuch verlief, bei dem sie mich sozusagen krankenhausreif biss und kratzte, die Praxis zerlegte und schlicht nicht untersucht werden konnte, ist das jetzt schon irgendwie für alle angenehmer… 😉

In diesem Sinne versuche ich, Felizes → Mittelohrentzündung und dem daraus folgenden Vestibulärsyndrom irgendwas Positives abzugewinnen.

Und eines Tages – ganz bestimmt – wird mein Mäuschen auch wieder so traumselig vertrauensvoll neben mir dösen:

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Oder keck aufm Sofa fläzen, OBWOHL ich existiere:
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Fortsetzung: → Tierarzttraining mit Felize, Fortsetzung

Lieber Besuch aus Köln – und die Reaktionen der Zwerglis

Am Wochenende hatten wir sehr lieben Besuch aus Köln. Wie die Zwerglis darauf reagierten, verblüffte mich teils gar sehr.

Letztes Wochenende hatte das Kamikatze-Zwerglis-Land die unaussprechlich grosse Ehre, meine liebe Freundin Nadja und ihren Mann Kai bewirten zu dürfen. Es war ein rundum tolles Wochenende, das mir eher wie ein Kurzurlaub vorkam. Als ich meinen Freunden unsere kleine, aber feine Stadt Zürich zeigte, fiel mir mal wieder auf, dass die wirklich ziemlich hübsch ist und man sich nicht schämen muss sie herzuzeigen 😉

Nach dem kleinen Stadtrundgang machten wir einen Mini-Ausflug mit dem Schiff, um uns dann im See abzukühlen. Anschliessend ging es zurück ins Zwergenland und abends dann spiesen wir gemütlich auf der Terrasse. Ich fands sehr sehr schön und von den Gästen kamen auch keine Klagen 😀

Einige Impressionen:

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Es war wirklich ein zauberhaftes Wochenende ❤

Die Katzen reagierten ganz unterschiedlich auf den Übernachtungsbesuch. Normalerweise zeigen alle ausser Tünn nach einiger Zeit nur noch wenig Scheu gegenüber Besuchern, was ich toll finde, da ich ja auch nicht möchte, dass die Zwerglis verängstigt unterm Bett hocken, während ich Spass mit Freunden habe.

Tünn zeigte sich jedoch erwartungsgemäss das ganze Wochenende nicht. Nadjas Mann Kai sah ihn ein-, zweimal pfeilschnell weghuschen, wenn wir heimkamen – ansonsten ward er nicht gesehen. Was ich schon schade fand, da es ja Nadja war, → die ihn mir vermittelt hat. Sie selbst war weder überrascht noch sonderlich enttäuscht, aber ich fands halt bisserl schade.

Die anderen Zwerglis waren eigentlich ziemlich aufgeschlossen. Ausser Moriah, die definitiv auch alles sehr unheimlich fand. Aber ansonsten waren die Zwerglis sogar eher erfreut ❤ Kai scheint sowieso ein heimlicher Katzenflüsterer zu sein: Der streichelte hier ganz unbekümmert auch jene Katzen, die sich sonst von Besuch nicht ohne Weiteres anfassen lassen – alles ganz entspannt ❤

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Felize hingegen verblüffte mich auf unschöne Weise: Sie zeigt sonst bei Besuch keine grosse Scheu, aber an diesem Wochenende verkroch sie sich nicht nur komplett, sie zitterte zeitweise sogar vor Angst :-O

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Die Süssmaus war komplett durch den Wind und hatte einfach nur riesige Angst 😦 Dabei war sie meist oben bei Tünn unterm Bett – sie sah uns also gar nicht wirklich. Hat sie uns also gehört? Sollte es wirklich so sein, dass ihr → mutmasslich wiederkehrendes Gehör sie dermassen verstört?

Hm.

Morgen um 17 Uhr müssen wir wieder → ins Tierspital zur Kontrolle. Die Eintüterei wird zweifellos unter diesen Umständen wieder ein Gewaltakt 😦 Ich hoffe wirklich sehr, dass es das dann war und für meine kleine Maus wieder Alltag einkehrt.

Felize war früher – zumindest mir gegenüber – so zutraulich, so arglos, so aufgeschlossen. Und nun hat sie hier daheim, wo sie sich sicher fühlen sollte, einfach nur noch Angst 😦

Ich hoffe, dass Felize ihr Vertrauen in mich, ihr Zuhause und die Welt mit der Zeit wieder herstellen kann – und auch wieder entspannt sein wird, wenn wir nächstes Mal hohen Besuch haben, auf den ich mich jetzt schon sehr freue! ❤

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Fortsetzung: → Felizes Mittelohrentzündung, Kontrolle Nr. 3

Felize, kleine Heldin <3

Heute waren wir mit Felize zur Kontrolle im Tierspital – und ich bin sehr stolz auf das Maus, äh: Katz 😀

Ihr Lieben ❤

Danke ganz herzlich an alle, die heute an uns dachten und Daumen drückten – der Zauber wirkt auch hier 😀 😉 ❤

Ok – das Eintüten meiner kleinen Panikmaus war wie vermutet ein Desaster 😦 Ich habe gar nicht irgendwelche sanftmütigen Tricks probiert, sondern habe direkt das Fixleintuch bzw. zu Deutsch Spannbettlaken (danke Frau Vegasfan für die Übersetzung! :D) und die Transportbox geschnappt und bin so bewaffnet wie ein Gladiator auf Felize zu, derweil das Mantra im Kopf: «Wir ziehen das jetzt durch, basta.» Naja – ok: Eher nicht ganz so cool. Spätestens als Felize versuchte, flundermässig mit dem Boden zu verschmelzen, und verweifelt fragend in Todesangst mauzte, brach mir mehrfach das Herz – aber hilft ja auch nix.

Kaum war ich jeweils halbwegs in ihrer Nähe, entflunderte sie sich jeweils pfeilschnell und schoss nach oben in die erste Etage, von dort nach unten, dann wieder hoch, wieder runter – ins Fitnesscenter muss ich heute nicht mehr, püh. In einer zweigeschossigen Wohnung ohne Türen echt kein leichtes Unterfangen, eine Katze in die Enge zu treiben… Schliesslich beging sie endlich wieder den strategischen Fehler, sich ins Bad zu flüchten, worauf ich ja gehofft hatte. Diesmal aber war die Waschmaschine zugestellt, damit sie sich nicht wieder dahinter festklemmt, und alles weggeräumt, was in Scherben darnieder fallen könnte. Nachdem sie ein paar Mal die Wände hoch ist, konnte ich endlich das Bettlaken über sie werfen – Schachmatt.

Ich hatte das von einer lieben Tierschützerin gelernt: Wenn man eine Katze unter einer Decke oder eben einem Laken versenkt, rührt sie sich nicht mehr – man kann dann einfach hin und sie einpacken. Nicht, dass ich diese Methode dem Miteinander langfristig für zuträglich halte und empfehlen würde – aber in der Not… 😦 Bei Felize funktionierts jedenfalls – man muss nur gut genug werfen. Nicht nett – aber für den Moment unsere Rettung.

Als ich Felize also endlich in der Box hatte, war ich erstmal fertisch mit den Nerven. Aber ab dann wurde es gut – richtig gut 😀

Während der Autofahrt war sie recht ruhig (Handtuch über der Box hilft auch). Sie mauzte nicht und hechelte auch nicht wie sonst. Schonmal gut.

In der Klinik aber räumte sie jeden nicht vorhandenen Restzweifel am TA-Training bei mir aus: Sie liess sich diesmal komplett ohne Handtuchwickel behandeln – sie hatte sichtlich Angst, aber keine Panik, immerhin. Das überzeugte mich restlos davon, dass Situationsvermeidung falsch und nur Training unser Weg sein kann.

Das Beste aber: Obwohl ich Felize die Ohrentropfen nicht geben konnte, verheilt alles wunderbar – was natürlich meine grosse Sorge war 😦 Aber wir haben Glück – und noch mehr davon:

+++ breaking news +++

Felizes rechtes Trommelfell wächst zu!!! :-O Das heisst: Sie müsste dann in absehbarer Zeit wieder vollumfänglich hören können. Aus medizinischer Sicht. Boah – wow!!! Krass.

Als wir heimkamen, schoss sie aus der Box – blieb dann aber sofort stehen und sah sich um. Ich liess alles so stehen und ging nochmal weg, weil ich einkaufen musste und auch dachte, dass wegzugehen genau JETZT für mein Mäuschen genau das Richtige sei 😛

Als ich wieder heimkam, sass Felize diesmal nicht verängstigt unterm Bett, sondern hockte draussen auf der Terrasse in ihrem Lieblings-Gras-Topf ❤ Als sie mich sah, erstarrte sie zwar sofort wieder, aber rannte nicht wie die letzten Wochen weg. Sie futterte auch sofort ihr Abendessen und kam vorhin sogar gaaaaaaaaaaaaaaaanz kurz zu mir aufs Sofa – aber das war ihr dann doch zu gruselig 😉

Zwei für uns ganz wichtige Dinge habe ich heute gelernt:
1. Felize wird voraussichtlich vollkommen gesund – die Prognosen stehen jedenfalls sehr gut ❤
2. Vermeidung ist Sch*** – mit jedem Tierarztbesuch wird Panikkatz Felize «cooler» (und ich auch :P), was mir klar zeigt: Man kann auch einer absolut panischen Katze die Panik nehmen. Im Moment leider mit Gewalt 😦 Aber demnächst mit der bedachten Anleitung der Verhaltenstherapeutin unseres vertieften Vertrauens: → Tierarzttraining für Katzen

Wenn ihr auch verängstigte oder gar panische Katzen daheim habt: Bitte arbeitet mit ihnen daran ❤ Sie müssen diese Ängste nicht auf Dauer erleiden – weder beim Tierarzt, noch bei Besuch, noch bei Gewitter oder beim Staubsaugen. Muss alles nicht sein.

Wir sind gerad ein bisschen fix und foxy – aber SEHR zuversichtlich ❤

Herzlichst, Iwon & Kamikatze-Zwerglis

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Fortsetzung: → Lieber Besuch aus Köln

Umzug vollzogen.

Liebe Besucher, liebe Freunde,

Bisher habe ich in einem Katzenforum fleissig von unseren Geschicken berichtet, dann auch hier – und diese Doppelspurigkeit macht einfach keinen Sinn. Obwohl es mir wirklich schwer fällt, unseren Foren-Thread nun brachliegen zu lassen, zumal wir viele tolle Menschen dort kennenlernten, habe ich beschlossen, nur noch hier regelmässig zu berichten, somit auch öfter als bisher 😀

Wie ihr ja wisst, kann man den Blog auch «abonnieren»: Einfach in der Randspalte rechts oben E-Mail-Adresse eingeben, auf «folgen» klicken und nichts verpassen 😀 Wenn ihr selber auch bloggt, verweist doch bitte im Kommentarfeld darauf – gerne abonniere und verlinke ich eure Blogs dann auch 🙂

Eine kleine Vorschau auf die nächsten Beiträge:

1. Am Mittwoch muss Felize wieder ins Tierspital zur Kontrolle wegen ihrer → Mittelohrentzündung. Das Eintüten wird sicherlich wieder ein Desaster: Seit der letzten Kontrolle vor rund drei Wochen sehe ich Felize eh kaum noch, solche Angst hat sie immer noch vor mir :_( Kaum sieht sie mich, wars das Letzte, was ich von ihr sah 😦 Ich hoffe, dass es mit diesem Termin vorerst getan ist und wir dann bald endlich unser → Tierarzttraining konsequent angehen können. So kann das einfach nicht weitergehen. So entspannt sehe ich Felize seit langem nicht mehr:

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2. Möchte ich euch die Kunst und Tierschutzarbeit der grossartigen → italienischen Künstlerin Stefania Re nächer vorstellen, zumal ich vorhabe, selber bald wieder zwei Portraits bei ihr in Auftrag zu geben und damit auch gleich ihren grossartigen Einsatz für italienische Notfellchen zu unterstützen. ❤

3. Weiter ist geplant, die Infoseiten hier auszubauen – etwa zu Krankheitsthemen und Futterfragen. Hier wäre ich auch sehr dankbar für allfällige Gastbeiträge: Wenn ihr euch in einem Katzenthema besonders gut auskennt (zB. eine Krankheit oder Barfen oder was auch immer) und Lust habt, euer Wissen hier zu teilen (→ Anschauungsbeispiel: FIV), wäre das grossartig ❤ Selbstverständlich werdet ihr als Autoren genannt und gern auch auf eure Websites/Blogs verlinkt! 🙂

4. Habt ihr vielleicht Themenwünsche? Mehr Sachinfos oder eher mehr Berichte von den Zwerglis mit Fotostrecken? Euer Wunsch ist mir Befehl 😉

Ich freue mich darauf, unser neues virtuelles «Zuhause» gemeinsam mit euch stetig weiter auszubauen, und hoffe auf freudvolle, spannende, lehrreiche, lustige Zeiten – im Wissen, dass auch traurige oder bange Momente kommen werden. Schön, dass ihr bei uns seid ❤

Herzlich, Iwon & Zwerglis

Tierarzt-Trainings-Tagebuch – Teil 1

Mir machen ernst: Gestern habe ich das Tierarzttraining mit meiner Panikkatze Felize begonnen.

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WICHTIGER HINWEIS:

Dieses «Tagebuch» ist keinesfalls als Anleitung für andere zu verstehen. In dem Buch, an dem wir uns orientieren → «Tierarzttraining für Katzen» von Christine Hauschild, steht sehr detailliert, worauf beim Training zu achten ist – und was man alles falsch machen kann. Im schlimmsten Fall ist das Training dann nicht nur wirkungslos, sondern man verschlimmert die Angst der Katze womöglich noch. Darum: Don’t try this at home! 😉

Dieser Bericht ist einerseits als Tagebuch für uns selbst gedacht – und allenfalls als Ermutigung (hoffentlich dann nicht das Gegenteil :P) für andere, selber mit ihren Katzen mehr zu arbeiten. Wer ein solches Training angehen möchte, orientiert sich dabei bitte an entsprechender Lektüre oder zieht direkt eine Fachperson hinzu.
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Ausgangslage:
Dieses süsse kleine Dingelchen hier:

Felize

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…heisst Felize, ist ca. 3 Jahre alt, seit bald 2 Jahren bei uns und super verschmust. Allerdings wird sie mit ihren niedlichen 3,5 Kilo «Kampfgewicht» zur Furie, wenn man versucht, sie festzuhalten geschweige denn in eine Transporttasche zu setzen. Und ich meine NICHT, dass sie ein bisschen austickt und rumspuckt – sie macht das da, mit allem was sie dann zu greifen und zu beissen kriegt:

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Bei unserem ersten Tierarztbesuch hat sie zudem in der Transportbox dermassen getobt, dass sie sich die Nase blau schlug und die Box ramponierte, in der Praxis ist sie die Wände nicht nur sprichwörtlich hoch, hat alles runtergeschmissen und war absolut unhändelbar. Als man sie mit Ach und Krach wieder eingefangen hatte, steckte der Tierarzt sie sofort zurück in die Box, weil sie solches Herzrasen hatte, dass er fürchtete, ihr Herz werde gleich explodieren.

Das war letzten Herbst.

Wir waren seither (bis vor kurzem) nicht mehr beim Tierarzt und haben – leider – auch nicht daran gearbeitet. Der Tierarzt und ich waren uns sicher, dass Felize nicht im Wachzustand behandelbar sei und nur im Notfall unter Betäubung behandelt werden soll. Sie war mir auch als absolut panisches taubes Ataxi-Mäuschen vermittelt worden – verblüfft war daher keiner.

Doch dann passierte etwas.

Vor ziemlich genau drei Wochen sah ich abends, wie Felize torkelte, stark speichelte, dann umfiel und krampfte. Nur kurz dachte ich an ihre Unbehandelbarkeit – dann setzte ich sie in die Box und raste mir ihr zur Notaufnahme. Sie musste schlussendlich drei Tage in der Klinik bleiben und das klappte eigentlich auch ganz gut – sie liess sich dort einigermassen behandeln. Gut, sie war ja auch geschwächt und verängstigt – und vor allem verweigerte sie kategorisch das Futter.

Also kam sie nach drei Tagen wieder nach Hause, wo ich ihr zahlreiche Medikamente geben sollte… Es kam, was kommen musste: Nach kurzer Zeit scheiterte ich kläglich – die Medikamente gingen nicht ins Katz, sie hasste mich, verweigerte wieder das Fressen und liess mich nicht näher als zwei Meter an sich ran und hockte nur noch unterm Bett. Meine Verzweiflung war gross – wie soll ich ihr dreimal täglich die notwendige Versorgung zukommen lassen, wenn ich nicht an sie rankomme?

Eine Woche nach der Notaufnahme mussten wir zur Kontrolle. Mit List und Tücke klappte es ganz gut, Felize in die Transportbox zu kriegen – aber Felizes Panik minderte das nicht wirklich.

Und dann: die Offenbarung. (Stellen Sie sich hier bitte eine → theatralisch-hoffnungsfrohe Musikeinspielung vor, um die Wirkung in voller Epik zu entfalten.)

In der Klinik wurde sie untersucht – eingewickelt in ein Handtuch ging das ganz ok. Und dann kam der Neurologe. Ich warnte ihn noch, dass sie vermutlich ausflippt, wenn er sie aus dem Handtuch wickelt. Doch der Mann lächelte erst mich an, dann Felize – hob sie hoch, machte mit ihr die neurologischen Tests, setzte sie auf den Boden, hob sie wieder hoch, drehte sie um die eigene Achse, tanzte sanft mit ihr durch den Raum und setzte sie dann zurück in die Box.

o.O

Und ich traf eine Entscheidung: Wir werden daran arbeiten, dass Felize auch im Alltag behandelbar wird – ich kann den Neurologen ja nicht heiraten, nur weil er der einzige ist, der mit Felize umgehen kann.

Obs klappt, weiss ich nicht – aber wir werden es versuchen.

Alle meine anderen Katzen – auch die ehemals unberührbaren Wildchen wie Shakti und Faramee – sind inzwischen problemlos eintüt- und behandelbar. Sicher kann ich da und dort auch bei denen noch einiges optimieren und eventuell gehe ich einzelne Übungen dann erstmal mit einer weniger dramatisch veranlagten Katze an, bevor ich mich an Felize versuche 😉 Aber noch nie war die Ausgangslage so schwierig – eine solche Panik wie bei Felize kannte ich zuvor nicht bei einer eigentlich «zahmen» Katze. Und ich möchte einfach nicht mehr, dass meine Katze weiterhin solche Todesangst hat, wenn man versucht ihr zu helfen, geschweige denn, dass man ihr nicht helfen kann, weil sie solche Todesangst hat.

Ich gehe wie oben erwähnt nach den Anleitungen vor, die man dem Buch → «Tierarzttraining für Katzen» von Christine Hauschild entnehmen kann. Das Grundprinzip ist positive Konditionierung bzw. Clickern. Im Moment bin ich auf Seite 49/50, wo mir geraten wird, schonmal mit den ersten Übungen zu beginnen, während ich weiterlese:

Aufgabe eins: Etablierung der Verknüpfung von Markersignal und Belohnung
Aufgabe zwei: Marker und Belohnung im Alltag

Noch sind wir optimistisch 😀

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Nachtrag: Zur Zeit pausiert das Training leider auch schon wieder, da Felize sich seit dem letzten Tierarzt-Besuch wenn überhaupt nur unter grösstem Misstrauen im selben Raum wie ich aufhält, was das Training irgendwie recht massiv erschwert… 😦

Nachtrag 2: → Es geht nun doch wieder weiter