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Selinas Bericht über das Schicksal der ungarischen Tötungskatzen

Liebe ihr, mit Selinas Erlaubnis möchte ich euch hier gern berichten, was aus den Katzen in der Tötungsstation im ungarischen Nyirbator wurde.

Ich hatte ja gestern schon einen Zwischenstand zu den → ungarischen Tötungskatzen gepostet und mich damit grad mit Selina überschnitten, die just heute ihren neusten Bericht in ihrer Facebook-Gruppe veröffentlichte.

Ich habe die grosse Freude, euch die Ungarn-Katzis nun einzeln vorstellen zu dürfen ❤

Ihr erinnert euch vielleicht an die Ausgangslage:
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Die Tötung ist voll und zudem verstarb ein alter Mann, der 11 Katzen zurückließ.
Sie wurden in die Tötung gebracht.
Sie sind in winzige Käfige eingepfercht, die Tötung ist nicht auf Katzen eingestellt.
Wir haben kaum Platz für Katzen vor Ort, da wir mit Hunden voll sind 😦
Wer kann helfen?
(so der Aufruf damals von No Art – die ich euch auch noch näher vorstellen werde ❤ )
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Ja, jemand konnte helfen: Selina V Mhyre Monk. Darüber, was dann geschah, zitiere ich Selinas Bericht:
„eine Notlösung wurde gefunden und die Katzen wurden in eine Hundebox verlegt, damit sie wenigstens aufrecht stehen können und zu essen und ein „Bettchen“ haben. — hier: Gyor, Hungary.
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Die Katzen beim Tierarzt, nachdem Gaby sie aus der Tötung geholt hat.
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Erste Eindrücke der Katzen auf ihrer Pflegestelle in Ungarn:
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Und das sind sie, ich darf vorstellen:


Das ist Blackweit, ca. 3 Jahre alt. Leider positiv auf Leukose getestet. Er ist sehr ängstlich, aber er frisst brav.

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Das ist die Mami, ca 4 Jahre alt. Sie redet gern, schnurrt auch gerne – und fressen tut sie auch sehr gerne ❤ Auf alles negativ getestet. Die süsse Maus muss noch zunehmen und gesund werden.
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Das ist Baby, ca 2 Jahre alter Kater. Noch schüchtern, aber gar nix wild oder grob, kann man ruhig streicheln ❤ Er frisst sehr brav. Alle Tests negativ.
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Das ist Happy, 5-6 Jahre alt. Auf alles negativ getestet. Lieb und zutraulich. Muss noch zunehmen, noch immer sehr ausgetrocknet und schmal 😦
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Das ist Frenky, ca. 3 Jahre alt. Er ist auch noch schüchtern. Wurde auf Leukose positiv getestet. Ist noch ängstlich, lässt sich aber immer lieber streicheln ❤
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Das ist Heidi, 2-3 Jahre alt. Positiv auf → FIV (Katzenaids) getestet. Am Anfang schüchti, aber absolut nicht grob. Frisst auch sehr brav.
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Das ist Sandy, ca. 2 Jahre alt. Auf Leukose positiv getestet. Frisst sehr brav, ist noch bissi schüchtern, aber lässt sich schon streicheln.
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Das ganze Album mit allen Bildern findet ihr auf Facebook.

Und hier der aktuelle Stand in Ungarn:
hallo Freunde, um euch auf dem Laufenden zu halten: hier ein Bericht über die Tötungskatzen von Nyirbator. Wie ihr ja wisst, habe ich die Katzen aus der Hundetötung in Nyirbator holen lassen. Nach langer Suche habe ich bei Viktória Tímea Graf eine super Pflegestelle gefunden, wo die Katzen aufgepäppelt werden, ausreisefertig gemacht werden und was mir besonders wichtig war: Alle beisammen bleiben können.

Ich habe Vicky versprochen, dass ich für die gesamten Kosten aufkomme und auch für genug Futter sorge ich laufend. 450 Euro habe ich bis jetzt überwiesen und ein Auto voll Futter, Streu, Kittenfutter und Milch, Decken usw. gleich zu Beginn zu Vicky gebracht. Diese Woche habe ich sicherheitshalber Futter und Milch bei Amazon bestellt, damit es den Tieren an nichts fehlt.

Vicky umsorgt die Katzen sehr lieb und macht wirklich alles Menschenmögliche, anfangs waren sie zusammen bei Vicky in der Sauna untergebracht, doch dann mussten sie separiert werden, damit man feststellen kann, wer von den Mietzen frisst und wer nicht. Leider sind auch Leukose- und FIV-Katzen unter den sieben Seelen.

Ich denke, es wird noch ein bisschen dauern, bis Vicky die Katzen soweit fit hat und auch ausreisefertig.

Wenn jemand einen sehr guten Platz hat für die Katzen (Vergabe gerne paarweise), freue ich mich über eine Nachricht von euch. Für die Katzen ist bei Vermittlung innerhalb Österreich nichts zu bezahlen, den (seriösen) Interessenten entstehen keinerlei Kosten – ich wünsche mir nur, dass es sehr sehr gute Plätze sind. Und natürlich bringe ich die Katzen in ihr neues Zuhause, sofern es für mich von der Strecke her machbar ist. Bitte teilt das →  Album.

Und schaut auf meinem → Amazon-Wunschzettel vorbei – das würde mich sehr freuen.
lg, eure seli und mietzen

Wer Selina über ihren → Amazon-Wunschzettel etwas helfen möchte, bitte gebt als Versand- bzw. Lieferadresse Folgendes ein:
Selina Myhre
Libellenweg 3
4030 Linz, Österreich

♥ ♥ ♥ ♥

Ein herzliches Danke an unsere hilfsbereiten Freunde!

Liebe ihr, kürzlich schrieb ich hier über zwei Katzenschutzprojekte, für die ich gerne spenden möchte – mit eurer Hilfe. Nun möchte ich euch natürlich auch gern berichten, was daraus wurde.

Kurz nach → Mathildes Tod am 17. April hätte ich ja mit ihr gemeinsam Geburtstag feiern wollen. Ihr zu Ehren wünschte ich mir zum Geburtstag statt Geschenken oder Blumen, dass meine Familie und Freunde bitte lieber → Tierschutzprojekte unterstützen, die verlorenen Seelen – wie Mathilde einst eine war – eine Zukunft zu ermöglichen versuchen.

Man liest und hört von so viel Not und Elend tagaus tagein – gerade auch im Tierschutzbereich -, dass man sich manchmal ohnmächtig fühlt und vielleicht sogar die Hoffnung aufgibt. Diejenigen, die trotz allem weiterkämpfen, zu unterstützen und immer wieder zu ermutigen, ist alles, was ich mit meinen Möglichkeiten im Moment beisteuern kann, damit diese Welt zumindest ein bisschen ein besserer Ort für uns alle wird.

Darum finde ich es wichtig, dass man ab und zu auch mal wieder daran erinnert, wie viel „wenig“ vom Einzelnen in der Summe eben doch oft schon bewirken kann. Und ich möchte mich natürlich von Herzen bei allen bedanken, die ihr Möglichstes tun, Liebe, Hoffnung und vielleicht sogar ein wenig Zuversicht in diese Welt hinauszutragen. Und das ist jeder, der nicht wegschaut, der nicht gleichgültig ist, der mitfühlt und im Rahmen seiner Möglichkeiten danach handelt ♥ Egal, in welchem Bereich.

Zwischenbericht der Katzen-Hilfe Uelzen über ihre → Aktion „Ein Herz für Streuner“:

Ich habe der Katzen-Hilfe Uelzen ihren Anteil an meiner Sammelaktion Anfang Mai überwiesen:

♥-lichen Dank an die lieben Spender

Aktueller Spendenstand:
Katze: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (17) (60 Euro pro Kastration)
Kater: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (19) (30 Euro pro Kastration)

Mit dem Beitrag direkt aus Mathildes Aufruf bzw. über meine Koordination konnten immerhin 4 Katzen kastriert werden und somit schonmal → vor viel Leid bewahrt werden, für die ich die Namen aussuchen durfte – darf ich sie euch vorstellen:

Pauline
pauline

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Emma
emma

und… Mathilde of Rhodos
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Leider ist sie wohl heute überfahren worden. Ich bin entsetzt und untröstlich. Was soll ich dazu sagen? Ich bin entsetzt – Mathilde, du wirst sie abholen, und auf sie aufpassen – ja? ❤ :_(

Für meinen 4. Wunschnamen Juli oder Julie wird noch die passende Katze von Malene zugeordnet. Auswahl an Katzen hat sie ja leider mehr als genug. Leider 😦

Die ausführlichen Updates und Berichte (und es gab viel zu berichten!) zur Kastrationsaktion auf Rhodos findet ihr auf der → Website der Katzen-Hilfe Uelzen oder auf ihrer →Seite bei Facebook.

Zwischenbericht zu → Selinas Engagement:
hallo liebe freunde, ich möchte mich tausend mal bei euch allen für eure hilfe und unterstützung bedanken. ich bin überwältig von so viel hilfsbereitschaft. ich habe eure spende erhalten und überweise regelmässig geld ( insgesamt schon €450) nach ungarn ( wo die katzen ausreisefertig gemacht werden ) und habe auch schon persönlich ein auto voll sachspenden und futter zu der dame gebracht. es ist mir sehr wichtig dass es den katzen jetzt an nichts mehr fehlt, denn sie haben genug leid erfahren. sicher habt ihr alle die schlimmen fotos von den katzen in dem käfig gesehen….da darf und kann man nicht weg sehen…….es war ein schwerer weg die katzen aus der toetung zu bekommen aber wir haben es geschafft und dafür danke ich dem lieben herr gott. liebe freunde ich bedanke mich bei euch allen und ich bin wirklich sehr dankbar für eure hilfe. lg eure seli

Selina und ich werden euch auf dem Laufenden halten, was aus den ungarischen Tötungskatzen wird. Wer ihre regelmässigen Berichte direkt verfolgen möchte, kann ihrer Gruppe bei Facebook beitreten, und erfährt dort beinahe täglich, wo auf der Welt sie gerade wieder zum Wohle der Tiere unterwegs ist: → Selina’s Tierhilfe bei Facebook

Im Moment engagiert sie sich sehr in den Hochwassergebieten in Bosnien/Serbien – ihr habt aus den Medien vielleicht mitbekommen, welche → Flutkatastrophe sich dort abspielte. Und was solche Katastrophen auch für Haus-, Nutz- und Wildtiere bedeuten, weiss man auch.

In diesem Sinne möchte ich nochmal auf Selinas → Amazon-Wunschliste aufmerksam machen ♥ Bitte gebt als Lieferadresse folgende ein:
Selina Myhre
Libellenweg 3
4030 Linz, Österreich

Stimmt. Es ist eh nie genug – es gibt immer was. Und dann sehe ich mich in meiner Wohnung um. Was ich alles habe. Und es teils nicht mal mehr weiss, dass ich es habe. Oder so: Was für mich eine Taxifahrt zu einer schönen Party ist, ist für andere das Ticket in Leben oder Tod.

Wie die wundervolle Mel der Katzen-Hilfe Uelzen immer schreibt – bedenkt es bitte, wenn ihr glaubt, doch nichts tun zu können:

Ein Funken ist kein Feuer,
ein Sandkorn kein Strand,
ein Blatt kein Baum,
ein Tropfen kein Meer.

Hilft einer den Tieren allein – ist es schwer,
doch zusammen sind wir das Feuer, der Strand, der Baum und das Meer.

In diesem Sinne: Danke euch allen ♥

ps: Weil ich inzwischen leider auch weiss, mit welch fiesen Bandagen teils im TS gekämpft wird: Über den Blog hier kam bislang eine Geldspende direkt bei mir an (danke dir Britta!!! ) – alles andere lief direkt oder per Sachspenden oder über meine Katzenkollekte an meiner Geburtstagsfeier. Ich kann meine Buchhaltung gern offenlegen 🙂

Wir denken an dich.

Geliebte Mathilde. Heute habe ich mir all die alten Fotos und Videos angeschaut. Ich durfte so oft lachen, mein Herz

Hier ist irgendwie gerade alles auf „Pause“ gestellt. Es gäbe so vieles zu tun – was wir Menschen halt so tun: Haushalt, Wäsche, Spaziergänge und so vieles mehr. Ich habe es noch nicht einmal geschafft, all den lieben Menschen zu antworten, die mit uns hofften, bangten und nun trauern. Aber ich denke, sie verstehen das

Ich habe heute alle Fotoarchive durchwühlt – Bilder von dir angeschaut. Ich habe ja trillarden gemacht. Fotos von Omar und LouLou auch. Von Mogwai und Sahib gibt es ja leider kaum welche 😦 Die Zeit vergeht so schnell – wo ist sie nur geblieben?

Heute Nacht habe ich das erste Mal seit 2 Jahren wieder in meinem Bett geschlafen, liebstes Thildchen. Ich muss ja nun deine Atmung nicht mehr überwachen. Und du nicht meine. Es war seltsam. Aber weisst du, was dann passiert ist? Faramee, Moriah, Tünn und Shakti stürmten das Bett – ich musste so lachen. Ich dachte, ich hätte mal wieder Platz zum Schlafen und müsste meine Knochen nicht um Katzen herum im Slalom arrangieren. Ganz schön naiv, gell?

Faramee hörte nicht auf, mich anzustarren
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Moriah war der Meinung, dass das Kopfkissen ihrs ist. Aber das kennst du ja von ihr 😀
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Sogar Tünn kam ganz selbstverständlich ins Bett als hätte er nie etwas anderes getan. Hat er vielleicht auch nicht – wir waren ja nie dort.
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Shakti wurde es dann doch zu eng und so beobachtete sie alles von ihrem Hochsitz aus.
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Schon in der Nacht musste ich also lachen, als ich weiterhin mit Moriah ums Kopfkissen kämpfte 😀

Und heute Morgen war mir danach, alte Fotos anzuschauen – und so wurde es Abend. Ich bin sehr froh, dass ich dank meiner Forenaktivitäten so viele Fotos von euch habe. Ohne diese „fotogeilen“ 😉 verhaltensoriginellen Katzen-Mädels gäbe es die meisten dieser Aufnahmen wohl nicht. Fotografieren ist ja nicht meine Stärke, wie du weisst.

Besonders schön fand ich aber das eine oder andere Video, das ich von dir fand. Sie anzuschauen, macht alles wieder so greifbar, was für immer verloren schien. Weisst du, nun da ich auf den Bildern auch die ganze Entwicklung nachvollziehen kann, kann ich besser begreifen, dass unsere gemeinsame Zeit hier auf Erden um war. Es war schon lange nicht mehr so wie einst – ich wollte oder konnte das nur nicht erkennen. Es schien mir nur so als wäre vor drei Tagen noch alles wie immer gewesen. Bei Omar und LouLou hatte ich Zeit, weisst du – ich wusste, dass der Abschied naht. Bei dir schien es so aus „heiterem Himmel“, deswegen kam es irgendwie nicht bei mir an.

Nun erkenne ich, dass du wirklich wie eine Blume warst, die hier zunächst nochmal zur vollen Blüte fand – und dann ihren Herbst verlebte. Doch du hast dabei immer so gestrahlt, dass ich dein Verblühen nicht erkennen wollte. Aber das ist der Kreislauf des Lebens

Ich verstehe das jetzt und werde es irgendwann auch begreifen. Aber noch ist alles in Watte gehüllt – sanft und weich, aber doch auch unwirklich, taub und reduziert. Es sind die tausend kleinen Dinge, die plötzlich anders sind. Sogar Dinge, die vor kaum drei Tagen noch nervten, sie fehlen nun schmerzlich. So konnte ich gestern zB. staubsaugen, ohne dass du dauernd dazwischen gesprungen bist, du albernes kleines Ding, du  Und dann konnte ich nicht mehr staubsaugen, weil mir einfiel, dass ich gerade alles wegsauge, was von dir physisch noch da ist. Dumm, gell?

 

Aber genug gelabert – du weisst eh, was ich denke und fühle ♥ Schwelgen wir einfach nochmal in Erinnerungen.

Wie alles begann, wissen wir beide ja noch zu gut.

Deine Küsse waren die nassesten und kratzendsten – und schönsten ever

Und du warst der grösste Leckerli-Junkie, den man sich denken kann. Weisst du – als du nicht mal die mehr haben wolltest, war mir klar, was los ist 😦

Mathilde, my love

Bei Omar sprachen wir immer vom omaresken Blick (oh – dazu habe ich heute auch wieder Fotos gefunden – so ein bezaubernder Griesgram 😀 ). Aber du hattest ganz eindeutig deinen thilliesken Blick – so wunderbar doof, verpennt und weise zugleich zu gucken. Das soll dir mal einer nachmachen

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Tiersterne.de

 

 

Ein grosses Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen.

Geliebte Mathilde, mein Herz Du hast heute entschieden nicht mehr kämpfen zu wollen. Ich hatte dir versprochen, deinen Wunsch zu respektieren. Und das tat ich – auch wenn das mein Herz in Stücke reisst.

Du hattest ein verdammt schweres Leben auf Italiens Strassen einst. Es kostete dich ein Bein, deine Zähne, dein Immunsystem und fast deinen Lebensmut.

Doch über Umwege, die nur das Schicksal einer grossen Liebe finden kann, fandest zu uns nach Zürich. Allen, die daran beteiligt waren, danke ich nochmal aus tiefstem Herzen Dir, Mathilde, ganz besonders.

Du hast mich so viel gelehrt, mir trotz deiner schrecklichen Vergangenheit sofort dein Vertrauen und deine Liebe geschenkt. Ich werde den Moment nie vergessen, als ich dich damals das erste Mal sah. In einer Tierarztpraxis irgendwo zwischen Turin und Mailand. Du kanntest mich nicht und doch hast du mich sofort erkannt Auf deinen drei dürren Beinchen kamst du auch mich zu gehoppst – seither waren wir ein Herz und eine Seele.

Hier konntest du endlich leben. Und du hast dein Leben genossen – so tief und innig und dankbar man sein Leben nur geniessen kann. Und du hast um dein Leben gekämpft: Trotz aller gesundheitlicher Probleme hast du mich und auch die tiermedizinische Fachwelt immer wieder staunen lassen, was eine kleine dreibeinige Strassenkatze alles schaffen kann.

Bis heute.

Heute wolltest du nicht mehr kämpfen. Die Ärztin rief mich vor der geplanten Narkose an: Du würdest sie nicht überstehen, es wäre besser, wenn ich mich verabschieden komme.

Ich durfte im Tierspital von dir Abschied nehmen – sie haben das alles sehr liebevoll „arrangiert“. Ich hatte natürlich wiedermal keine Taschentücher dabei – das hab ich nie, Mathilde. Du hast noch mit dem Beatmungsschlauch genasbusselt – verzeih, wenn ich lache, während ich weine. Und du hast so laut geschnurrt wieder. Das war immer das Problem, dass man deine Herztöne nicht abhören konnte, weil du immer so laut geschnurrt hast.

Als sie heute ein letztes Mal deine Herztöne abhörte, hast du nicht mehr geschnurrt. Man hörte laut und deutlich – diese Stille. Kein Schnurren, kein Herzschlag, einfach nur Stille. Friedlich. Sanft. Heute um 11.10 Uhr.

Es ist vorbei.

Ich hoffe, dass du trotz vieler Jahre voller Leid die wenigen Jahre voller Liebe in Erinnerung an diese Welt behältst. Es ist eine gute Welt – und wir alle können sie täglich ein wenig besser machen, wenn wir nur wollen.

Jetzt ist diese Welt um ein intergalaktisches Kampfschiffchen ärmer. Aber dein Erbe wird weiterleben. Nach Jahren des stillen Leids, nach denen du allen Grund gehabt hättest, uns Menschen zu hassen, hast du stattdessen so viele liebe Menschen erreicht, bezaubert und verzückt Ich bin sicher, sie werden dich auch weiterhin in ihren Herzen tragen und lächeln, wenn sie an dich denken.

So wie ich es tun werde, mein Herz

Und eines Tages werden wir uns wiedersehen und du wirst mich mit deinem Geschnurre wieder um den Schlaf bringen und mir die Haare aus dem Gesicht lecken. Mich dazu bringen, in den unbequemsten Haltungen zu schlafen, nur damit du deinen hübschen klugen Kopf auf meine Hände betten kannst – so wie du es so liebtest.

Grüsse uns unsere Sternchen alle, leuchtet heute Nacht besonders hell für alle, die euch schmerzlich vermissen.

Ich liebe dich – für mich wirst du immer meine kleine grosse Rose sein, die niemals verblüht: The Rose

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Du bist nicht fort. Nur woanders.

Geliebte Mathilde – atme! Atme und lebe! ♥

Ich komme gerade aus der Notaufnahme des Tierspitals. Mit einer leeren Transporttasche 😦

Am 12. April jährte sich ein schrecklicher Vorfall zum zweiten Mal. Ganz bewusst hatte ich das Datum nirgends erwähnt: Solch → schlimmer Ereignisse sollte nicht extra gedacht werden. Meinte ich. Nun werde ich exakt 2 Jahre und 3 Tage später doch dazu gezwungen: Mathildes und mein Albtraum wiederholt sich gerade.

Ich vegetiere ja hier seit bald 2 Wochen krankheitshalber zu Hause rum. Meistens schlafe ich und bekomme eh nichts mit. Heute gegen 15 Uhr ging ich verpennt auf der Terrasse ein wenig Luft schnappen. Ich sah Mathilde da liegen – aber irgendwie anders als sonst. Nicht entspannt sonnend, sondern irgendwie … seltsam. Ich sah näher hin und bemerkte, dass sie statt relaxed zu atmen die Luft regelrecht pumpte, dazu das Mäulchen immer wieder öffnete und verkrampft wirkte.

Irgendwie in meinem eigenen Delirium entscheidungsunfähig, zählte ich ihre Atmung: 40 Atemzüge pro Minute – so weit ich von ihrer Perikarditis damals wusste, durchaus noch im „OK-Bereich“. Dennoch kam mir das alles nicht gut vor und so rief ich unseren Tierarzt an und schilderte ihm meine Beobachtung. Er meinte nur: „Wie schnell können Sie hier sein?“

15 Minuten später stand ich unfrisiert, aber notdürftig öffentlichkeitsfähig mit Mathilde in der Praxis. Dort wurde sie geröntgt: Die eine Lungenhälfte zeigte deutliche weisse Masse auf den Röntgenbildern, auch schien die Lunge dort deformiert – womöglich kollabiert. Unser Tierarzt überwies uns umgehend an die Notaufnahme des Tierspitals. Während man uns ein Taxi rief, wurden die Ärzte im Spital auf unser Kommen vorbereitet – mit allem, was sie wissen mussten. Inzwischen zeigte Mathilde Maulatmung.

Wir waren Ende März zur Kardio-Kontrolle. Alles war prima. Wir waren letzte Woche zum erneuten grossen Blutbild. Alles war prima – naja, so weit. Ich hab die Schallbilder und das Blutbild gesehen. Alles unverdächtig. So schnell kann es gehen. All das schiesst mir durch den Kopf, während wir zum Tierspital rasen.

Weitere 10 Minuten später wurden wir in der Notaufnahme schon erwartet, Mathilde wurde umgehend in eine Sauerstoffbox gesetzt und zusätzlich per Schlauch beatmet. Derweil erzählte ich alles zu ihrer → Vorgeschichte und auch, dass ich selber seit rund zwei Wochen mit einer Bronchitis/Lungenentzündung kämpfe – ob ich sie vielleicht angesteckt habe, was bei bakteriellen Infekten (anders als bei viralen offenbar) durchaus denkbar sei.

Die Ärzte meinten, Letzteres sei Mathildes beste Chance. Aber leider unwahrscheinlich, da sie kein Fieber hat. Wahrscheinlicher als Ursache seien ein Ödem oder auch ein Tumor.

Dass Mathilde stationär bleibt, war eh schnell klar. Sie liegt jetzt auf der Intensivstation – dort wird sie von Maschinen und Menschen rund um die Uhr überwacht. Sterben kann sie trotzdem. Das hat man mir auch noch mal ganz klar gesagt. Mathildes Gesamtsystem kann derzeit jederzeit kollabieren. Aber immerhin kann sie nicht elendiglich unbemerkt lautlos ersticken. Das immerhin nicht. Und wer schonmal ein Wesen (fast) ersticken gesehen hat (oder es selbst erlebte), weiss, dass das schon viel wert ist.

Und dann wie immer diese grauenvolle Frage: „Wie weit sollen wir gehen? Rot, gelb oder grün?“ Rot = keine lebensrettenden Massnahmen, im Zweifel ausknippsen. Gelb = teure Massnahmen nur nach Rücksprache. Grün: Go for it!!!!!!!!!!!!!!!!!! Alles, was Medizin hergibt und Ethik erlaubt.

Natürlich tiefgrün. Was sonst?

Sie melden sich – je länger nicht, desto besser. Spätestens morgen mittag. Sagten sie.

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Geliebte Mathilde. Ich weiss dich in den besten Händen der Tierarztwelt. Ich weiss, dass du eine Kämpferin bist, die schon das Undenkbare geschafft hat. Wenn du magst – wenn du magst, dann bitte kämpfe weiter. Komm zu uns zurück, ja? Und aber wenn nicht, dann lass los. Ok? Quäle dich nicht. Aber wenn du nur den geringsten Grund siehst, hier bei uns zu bleiben, dann kämpfe. Wir sind bereit, diesen Weg mit dir zu gehen – so weit er uns trägt. Gemeinsam – für immer ♥ Ich liebe dich weit weit mehr, als Worte es je sagen könnten. Ich bin bei dir, auch wenn ich gerade nicht da bin.

Mathilde, ich liebe dich – whatever it takes.

ps: Ich hatte mir ja zum Geburtstag eine dieser supertollen Filzhöhlen von Dornröschen gewünscht – das haben vielleicht einige über FB gesehen. Falls jemand ernsthaft daran dachte, uns sowas Tolles zu schenken (was ich ja nicht glauben könnte) – wir brauchen bitte im Moment eher jeden Cent für Mathildes Behandlung ♥ Das ist kein Spendenaufruf! Ich nehme keine Spenden an, da bin ich stur. Aber man schenke mir wenn denn überhaupt zum Geburtstag bitte keine Bücher, Weine, Gutscheine oder sonstwas – wer mir etwas schenken möchte, drückt meiner Mathilde die Daumen. Und vielleicht – ob man dran glaubt oder nicht – betet er für sie?

Danke! smiley_emoticons_liebhab

Gerade hat Faramee im Schlaf gefiepst – ich stand sofort bei ihr wie die Weltallpolizei. Ich weiss gerade nicht, ob Tierhaltung mich nicht überfordert.

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Nachtrag: Zwischenbericht aus dem Tierspital

Moriahs Training, Fortsetzung

Nur weil ich nicht mehr regelmässig berichte, heisst das nicht, dass wir hier faul rumliegen. Also. Die Katzen schon. Mehrheitlich. Aber nicht nur.

Die Zusammenführung zwischen Moriah und den anderen Zwerglis ist ja noch immer am Laufen. Wobei, nein: Die Zusammenführung zwischen Moriah und 5 von 6 anderen Zwerglis ist abgeschlossen. Nur zwischen Moriah und Shakti noch nicht. Wobei, nein: Genau genommen ist alles ziemlich prima 🙂 Ausser dass Moriah ihren Radius noch immer aus Ängstlichkeit unnötig einschränkt 😦

Konkret verfolgt sie mich im Alltag wie ein Schatten bzw. wagt sich nicht weiter von mir weg als so ca. 2 Meter. Ich möchte aber gerne aus diversen Gründen, dass Moriah ihr Wohlbefinden nicht so extrem an mich kettet.

Darum hatten wir vor rund 3 Wochen wieder mal ein Telefonat mit der Verhaltenstherapeutin unseres Vertrauens. Für Interessierte möchte ich hier gern nachtragen, wie das weitere Vorgehen definiert wurde, um Moriah zu mehr Unabhängigkeit zu verhelfen:

1. Gittertür: In meiner Anwesenheit ist die Gittertür zum Arbeitszimmer (aus psychologischen Gründen weigere ich mich, es weiterhin „Moriahs Zimmer“ zu nennen – das ist für uns alle hier wichtig. Vor allem für Shakti) nun stets offen. Auch nachts. Es kommt zu vereinzelten Fauchereien, aber nie mehr zu Eklats wie früher (man erinnere sich, dass Moriah die anderen Zwerge teils mit Verletzungsabsicht angriff, weils sie solche Angst vor ihnen hatte). Dennoch wird die Gittertür in Absprache mit unserer TP weiterhin geschlossen, wenn ich aushäusig bin. Denn es darf nun auch nichts mehr passieren. Das wäre sehr, sehr kontraproduktiv.

2. Radiuserweiterung: Moriah kommt zwar inzwischen fast selbstverständlich runter zu uns, wenn ich da bin und Shakti nicht direkt vor der Zimmertür hockt. Aber: Sie klebt dann förmlich an mir. In wohl dosierten Einheiten wird nun darum gezielt Moriahs Bewegungsradius spielerisch erweitert, aber nie so, dass sie Gefahr läuft, überfordert zu sein. Das heisst zB. auch, dass ich meine Gewohnheiten verändern muss, indem ich mich unter anderem auch mal an ungewohnten Orten hinsetze (sprich: Nicht abends auf dem Sofa festklebe – das tut mir auch mal ganz gut 😉 ), beim Spielen mehr Raum schaffe, und Moriah zu Spaziergängen einlade, damit sie die Wohnung besser kennenlernt und auch die Terrasse.

3. Shaktis Training: Da ja nur noch zwischen Shakti und Moriah Spannungen bestehen bzw. Shakti inzwischen rasend wird, wenn sie nicht ins Arbeitszimmer kann, wenn sie möchte, gehe ich noch bewusster auf sie ein, indem ich sie anspreche, auf sie eingehe und sie durch Aufmerksamkeit belohne, wenn sie sich entspannt benimmt.

4. Entspannungstraining: Sowohl für Shakti wie für Moriah gibts eine „Entspannungskonditionierung“. Das geht so: Wann immer eine von beiden sich tiefenentspannt in Wohlergehen suhlt, sage ich ein bestimmtes Wort (bei Moriah ist das „easy“, bei Shakti „wohlig“). Das muss so trilliardenfach wiederholt werden, bis sich das jeweilige Wort für die jeweilige Katze im Hirnchen als Entspannungssignal eingebrannt hat, so dass man es später auch in kritischen Situationen eben als solches einsetzen kann. Bis es so weit ist, darf das Wort aber wirklich nur in entspannten Situationen eingesetzt werden. Unsere TP meinte, dafür müsse das Wort jeweils so ca. eine Million Mal korrekt eingesetzt worden sein 😀 Aber hey: Wir habens ja ned eilig 😛

5. Unterstützende Mittel: Moriah bekommt zudem wieder Calmex zur Stärkung ihres Selbstvertrauens in nun wieder doch recht ungewohnten Situationen, Shakti bekommt die BB Gentian gegen Misstrauen.

Unsere Handlungsanleitungen sind natürlich sehr viel konkreter und minutiös individuell auf Moriahs und Shaktis Charaktere abgestimmt. Da ist unsere TP sehr genau und spezifisch – nicht dass jemand meint, das sei hier so unspezifisches Wischiwaschi, wie ich es hier beschreibe. Meines Erachtens bringt es aber nichts, wenn ich das hier in aller Ausführlichkeit schildere, da dies a) recht anstrengend für mich und zugleich ohne jeden Nutzen für andere wäre; und b) andere dazu verleiten könnte, unsere Massnahmen auf ihre Probleme 1:1 zu übertragen, wovor ich genau „warnen“ möchte: Im Grundsatz schildere ich sozusagen als Mutmacher/Inspiration sehr gern, was die Überlegungen hier bei uns so grob runtergerissen sind, welche Mittel und Wege wir als Lösungsansätze sehen, und wie begeistert ich bin, was wir dank all dem hier schon entgegen allen Vorzeichen erreicht haben. Aber meine Schilderungen/Erfahrungen sind niemals für irgendjemanden Ersatz, sich selber für die individuelle Situation bei Fachkräften kundig zu machen. Ich möchte aber jeden ermuntern, genau das zu tun.

Für alle, die uns gerade erst kennenlernen, nochmal ein Vergleich meiner Katze Moriah früher (3 Monate lang hinter meiner alten Staffelei lebend):
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Und kürzlich:
moriah_terrasse

moriah_terrasse2

Die Umsetzung der neuen Tipps funktioniert so weit gut. Keine Eklats mehr, Moriah wird zunehmend neugieriger, Shakti zunehmend entspannter – kurz: Es läuft echt ziemlich grossartig. Ich bin echt einfach nur froh und dankbar, dass ich meine früheren Vorurteile gegen Tierpsychologie bzw. Verhaltenstherapie (wie ichs heute lieber nenne) überwunden habe und seither den Zwerglis und mir in so vieler Hinsicht geholfen ist.

Gleichzeitig möchte ich – aus meiner persönlichen Erfahrung – daran erinnern, dass nicht jeder „Tierpsychologe“ einem helfen kann. Manche irritieren einen eher. Es ist genau wie bei einem Tierarzt immens wichtig, an den/die richtigen für die individuelle Situtation und Bedürfnisse zu „geraten“. Recherche, Bauchgefühl und Hinterfragen hilft. Wie so oft 😉 Die Zwerglis und ich sind überaus gesegnet, genau die Frau der Stunde für unsere Bedürfnisse gefunden zu haben (wer hatte mir damals eigtl. Frau Hauschild empfohlen? Herrgott, wie undankbar, dass ich das grad nimmer präsent habe – sorry!) – unglaublich, was ihre Tipps hier schon bewirkt haben, selbst wenn die Ausgangslage teils hoffnungslos schien (LouLou, Moriah). Und nebenbei profitierten auch die unkomplizierteren Zwerge, weil ich einfach insgesamt auf diesem Wege so unglaublich viel lernte

Das alles ist einfach nur faszinierend und toll – alle profitieren. Solche Win-win-Situationen gibts ja selten genug. Einfach grosse Klasse, macht mich sehr happy – und die Zwerglis auch 😀 ❤
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Nachtrag, 9. April: Moriahs erste Radiuserweiterungen auf eigene Faust

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Ich möchte etwas gestehen: Ich habe versagt. Teil 1

„Alte Katzen“… ich möchte dazu noch einiges sagen. Und gestehe: Ich habe versagt. Teil 1 ist noch der glimpfliche Teil. Das Furchtbare folgt noch.

Bis vor einigen wenigen Jahren hatte ich zwar wohl sehr viel „Erfahrung“ (bah) in Katzenhaltung, weil ich ja schon mit Katzen aufgewachsen war und lange vor Internet wieder eigene Katzen hielt. Das machte mich sozusagen zum Experten. Ha-ha. Ich schreibe das nur, weil manche noch immer so denken und weil ich klar machen möchte (jaja: nennt mich „belehrend“ – I could not care less), wie sehr man sich bezüglich „Erfahrung“ irren kann.

Ich hatte meine ersten eigenen Katzen Sahib und Omar:
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… als „ältere“ Katzen mit 8 bzw. 9 Jahren von privat übernommen. Ich hatte selber nie damit gerechnet, dass sie beide mal über 20 Jahre alt würden.

Sahib (der schwarze) war etwas älter als Omar. Beide waren in all der Zeit bei mir nie krank. Keine Erkältung, kein gar nix. Gut, bei Omar wurde mit 16 CNI im „mittleren“ Stadium diagnostiziert (dazu ein nächster Beitrag dann) – aber sonst: Nie nix irgendwas.

Entsprechend hatte ich auch keine Ahnung von „echten“ Katzenkrankheiten. Katzenhaltung war easy, problemlos – nie war was. All die Jahre nie.

Und dann wurden sie alt. Aber – hui: Es passierte nix. Ausser eins: Eines Tages fing Sahib – mit 20 Jahren – an, nachts manchmal zu schreien – nicht wie man sich das bei akuten Schmerzen vorstellt, sondern eher „klagend“, anklagend fast schon.

Ich nahm das zuerst gar nicht so ernst. Ich weiss nicht mal mehr, was ich mir dabei dachte. Bis es jede Nacht so war, und ich keinen Schlaf mehr fand und ich mir – das dann doch auch – Sorgen um ihn machte.

Ich gehörte damals auch noch zu den Anhängern des Glaubens, man sollte Katzen so wenig wie möglich mit Tierarztbesuchen stressen. Sahib flippte zwar auf dem Weg zum Tierartz nicht komplett aus, aber er nässte sich halt ein, war gestresst – kurz: er mochte das jetzt nicht so. Ich Idiot stellte das über seine Gesundheit 😦

Er schrie also jede Nacht rum, also gings halt irgendwann trotz allem ab zum Tierarzt. Der meinte damals so: „Ja. Der ist ja jetzt schon 20 Jahre alt, nicht? Pf. Hm. Dann ist das halt Demenz. Der findet sich nachts nimmer zurecht, sieht und hört schlecht – ja, Frau Blum. Das ist halt so.“ Gross untersucht wurde Sahib nicht – das Urteil stand fest: Katze ist 20 = dement.

Frau Blum: „Ah. Ok. Scheisse. Aber dann ist das so.“ (ich Hornochse!!!)

Es wurde aber immer schlimmer. Sahib mauzte irgendwann die ganze Nacht durch, an Schlaf war weder für mich noch die Nachbarn zu denken. Ich war verweifelt. Also nochmal zum Tierartzt. Und diesmal hatten wir Glück.

Da „unser“ Tierarzt im Urlaub war, kamen wir zu einer Vertretung. Die meinte: „Frau Blum, der Kater hat sone massive Zahnsteinansammlung – der kiegt ja kaum noch die Kiefer auseinander um zu fressen: Der hat einfach Hunger.“

Ich:  smiley_emoticons_gucker2  smiley_emoticons_panik4

Also wurde mein 20-jähriger Kater unter Narkose gesetzt und der Zahnstein grundsatzentfernt. Was denn auch sonst? Ja: Er hätte bei der Narkose sterben können. Aber ich muss hier nicht weiter ausführen, dass es keine Alternative gab: Sollte ich ihn weiter leiden und hungern lassen? Oder lieber – wenn denn – friedlich einschlafen?

Eben.

Sahib überlebte die Narkose und mauzte danach nie mehr nachts. Er schlief stattdessen wieder selig in meinen Armen und war die Zufriedenheit selbst.

Er konnte einfach wieder genug fressen, so dass er nachts keinen Hunger mehr hatte. So einfach.

Ich will damit nicht sagen, dass es Demenz bei Katzen nicht gäbe – die gibt es. Doch so häufig wie sie diagnostiziert wird, kann sie meines Erachtens nicht sein: Ich habe sie bei meinen Senioren noch NIE erlebt. Noch nie.

Darum appelliere ich nochmal (und werde es noch oft tun 😛 ) an alle: Egal, wie alt eure Katze realiter ist – nehmt sie ernst.

Ich tat es leider früher nicht – wohin das führte, gestehe ich euch hier: Ich gestehe. Ich habe versagt. Teil 2 😦

Konkurrenzveranstaltung zu Sotschi :D

Wen interessieren die olympischen Winterspiele, wenn sich zeitgleich die Kamikatze-Zwerglis in sportlichen Disziplinen messen? Eben.

Wenn man – wie ich gerade – krank daheim rumliegt, mag man ja nicht so gern ständig wieder aufstehen, nur weil man mit Schrecken feststellt *dramatische-Musik-einblend*, dass man ganz dringend was Wichtiges braucht, sich folglich genötigt sieht, sich aus seiner bequemen Kuschelhöhle zu schälen, um sich mit letzter Kraft zum Bestimmungsort zu schleppen, um dann wiederum völlig ermattet wieder aufs Bett/Sofa zurückzusinken. Nein, man spart endlich mal wirklich Energie: Darum holt man beizeiten alles Benötigte möglichst nah ans Bett/Sofa und drappiert alles schön bequem in Reichweite um das leidende Ich herum. So auch die Katzen 😀 Während ich also meinen Bewegungsradius aufs maximale Minimum reduzierte, übten sich die Zwerglis dennoch diszipliniert in der Mannschaftssportart „Da-ohne-Bird fangen“:

Man beachte den Teamgeist – insbesondere jenen von → Moriah. Ok, gut: Dass sie die erbeutete Spielangel auch mal wieder loslassen müsste, um das Spiel in Schwung zu halten, ist noch nicht ganz bei ihr angekommen… Das sind halt noch so die Überbleibsel ihrer Einzelkämpfernatur smiley_emoticons_charly_bissig 😉 Aber ansonsten ist das alles in allem doch nicht schlecht, oder? (Nein, ich meine damit nicht die Bildqualität – die ist gewohnt schlecht. Das muss so 😛 )

Und auch unsere alterstabellarische Statistik-„Seniorin“ smiley_emoticons_rolleyesnew Mathilde macht mit ihren 14 (bzw. tabellarisch angeblich 72) Jahren noch ziemlich engagiert mit. Ok – aufstehen würde sie dafür jetzt nicht, ne 😛

Moriahs sportliche Königsdisziplin → „Katzenzusammenführung“ wurde in ihrer Reinform natürlich auch nicht vernachlässigt – eigtl. hätte ich gern endlich mal auf Video festgehalten, wie Moriah und Felize oder Moriah und Faramee nasbusseln, doch natürlich spielten die Protagonisten da wiedermal nicht mit smiley_emoticons_ins-auge-stechen So konnte ich nur ein „Po-Schnuppern“ einfangen. Na, immerhin Silber 😀

Und was machte eigentlich Shakti derweil? Unsere Sportministerin und Cheftrainerin verfolgte alles mit gestrengem Blick von ihrer Trainerbank aus:
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Nun ruhen auch unsere Athleten nach diesem gelungenen Eröffnungstag 😀 Und ich tue es ihnen gleich und kuriere weiter meine Bazillen-Attacke aus 😀 smiley_emoticons_fips_eazy_wink

Happy Move-in-Day, Tünn! ♥

Heute vor einem Jahr flog ich mit Tünn von Köln heim nach Zürich. Happy Move-in-Day, mein kleiner Schatz

Wie es dazu kam, dass der kleine wildgeborene Kölner Streunerbabykater Tünn ein Zürcher Kamikatze-Zwergli wurde, habe ich ja schon hier berichtet: → Haben Katzen Humor? Ja, tiefschwarzen und hier → Happy Birthday, Tünn.

Ein Jahr ist es heute her, dass ich mit Tünn nach Hause gereist bin. Zur Feier des Tages nochmal der damalige Reisebericht vom 20. Januar 2013. Knackpunkt war ja vor allem, Scheumaus Tünn an der Gepäckkontrolle des Kölner Flughafens auszupacken…

Doch die Leute an der Kölner Gepäckkontrolle waren anders als ihre Berliner Kollegen, → an die ich seinerzeit mit Faramee geriet, supernett und kooperativ. Rausnehmen musste ich Tünn aber trotzdem. Da gabs nix: Die Tasche musste durch den Scanner. Ich fragte natürlich auch, ob man das Austüten in einem geschlossenen Raum machte könne, damit Katz sicher nicht ausbüxen kann – aber sowas gibts in dem Flughafenbreich nicht, nur so Kabinen mit Vorhang. Na dann.

Tünns Pflegemama Nadja vom Katzenschutzbund Köln hatte mir am Abend vor der Reise anhand einer Wasserflasche anschaulich demonstriert, wie man mit einem Handtuch aus Tünnchen eine Frühlingsrolle wickelt, um ihn zu fixieren. Mir stellte sich nur die grosse Frage, ob ich das im Ernstfall dann auch hinkriege?

Ich durfte Tünn also zunächst mit Tasche durch den Detektor bringen (der natürlich fiepte und blinkte und ausflippte wegen der Metallteile an Tasche und Geschirr – herbeieilende Sicherheitsleute wurden von den eingeweihten Kontrolleuren beruhigt und zurückgeschickt) und in einer Art „Umkleidekabine“ hatte ich ohne Stress genug Zeit alles wie mir von Nadja tags zuvor gezeigt wurde zu machen: Leine ums Handgelenk, Tünn von hinten fest ins Handtuch wickeln, dieses unten zuklappen und – Tünn fängt an zu zappeln wie ein kleiner Aal mit 100 Beinen, droht mir wegzuflutschen, ich mich also beherzt „auf ihn geworfen“, die Tasche (ohne Tünn…) mit den Füssen durch den Vorhang rausgekickt und dann Tünn umklammernd (und da die Gelegenheit grad so günstig war sein Köpfchen küssend) auf dem Boden gekauert und darauf gewartet, dass man mir die Tasche wiederbringt. Tünn war sehr brav und wehrte sich überhaupt nicht mehr. Ich lockerte den Griff aber trotzdem nicht. Und ich fands sehr freundlich, dass der Taschenkontrolleur den Vorhang wieder zugezogen hatte, ich glaube, das sah alles recht albern aus.

Dann brachte man mir die Tasche wieder, Tünn liess sich ohne jede Gegenwehr wieder eintopfen, das Handtuch nudelte ich wieder raus und machte dann die Tasche zu. Geschafft.

Der Rest der Reise war Pipifatz: mit kleiner Verspätung gestartet, im Flieger eine freundliche Sitznachbarin, die ganz enttäuscht war, dass Tünn sich nicht ein einziges Mal zu Wort meldete, Landung in Zürich, direkt zum Zoll, wo ein freundlicher tierlieber älterer Herr Tünns Chip einlas und dann den Stempel in den Heimtierausweis drückte.

Zuhause angekommen, tat ich ebenfalls wie von Fachfrau Nadja geheissen: Haubenklo neben Sofa gestellt, Tünns Tasche davor abgesetzt, ihm das Geschirr abgenommen, und dann Tasche weit auf und – weggehen.

Und was dann geschah, seht ihr hier: (ich weiss, das interessiert keinen, aber im Hintergrund spiegle ich mich im Fenster, wie ich gerade Felize beschnuckle).

Wer das Video bis zum Schluss schaut, wird mit einer besonders schönen Szene belohnt: Shakti meets Tünn for the very first time. Leider war just dann der Speicher voll 😛

Seither ist Tünnchen hier unser Hahn – oder eher: Küken – im Korb ♥

Mit den Zwergenmädels hier versteht er sich hervorragend, vor allem mit Felize und Lucie hat er seine Gaudi ♥ Am liebsten aber sitzt er bei Wind und Wetter auf der Terrasse oder jagt Kleingetier (zB. Lucie 😉 ).

Mich findet er noch immer ein wenig gruselig 😛 Aber inzwischen schläft er jede Nacht bei Mathilde und mir – er darf nur nicht merken, dass ichs merke, sonst isser weg wie nix 😀

Tünn zu fotografieren, ist aufgrund seiner ausgeprägten Fluchtreflexe (oder auch meiner langsamen Reaktionszeit) immer noch schwierig.

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Darum einfach ein kleiner Rückblick:

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Tünn, mein zuckersüsseskleins Superschnuckelchen ♥ Happy Move-in-Day! Ich bin so glücklich, dich hier zu haben – ich liebe dich mehr, als ich sagen kann ♥

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Reisen mit Tieren: Das müssen Sie wissen

Wer mit einem Tier verreisen oder ein Heimtier in die Schweiz einführen will, sollte folgende Einfuhr- und Zollbestimmungen kennen:

Bitte beachten Sie, wenn Sie ein neu adoptiertes Auslandtier in die Schweiz bringen, dass Sie nach Schweizer Recht erst Besitzer des Tieres und somit berechtigt sind, es über die Grenze zu bringen, wenn Sie es selbst in Empfang genommen haben – Sie können als Privatperson (anders als zB. ein registrierter Tierschutzverein) also nicht jemand anderen mit der «Einfuhr» beauftragen.

Frohe Weihnachten – und Danke! ♥

Zur Feier des heutigen Tages möchte ich euch berichten, was aus den Notfellchen wurde, von denen ich in diesem ersten Blog-Jahr hier berichtet hatte und denen ihr so grosszügig geholfen habt ♥

Ihr erinnert euch bestimmt noch an meinen → Notruf aus Italien: Katze von Ast aufgespiesst und Schnupfen-Kitten Mitte Juli.

Einerseits ging es damals um Katze Pipi, die bei einem Unfall von einem Ast aufgespiesst worden war und dringend eine teure OP brauchte:
Pipi Notfall - Unfall 002

Und ihr erinnert euch bestimmt auch noch an Löwenbaby Rose, die mit ihren Geschwistern in Alessandria in einem Müllcontainer „entsorgt“ worden war:
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Ihre Geschwister haben es trotz aufopferungsvoller Rund-um-die-Uhr-Hilfe von Stefania Re leider nicht geschafft 😦 Doch Rose fand die Kraft und kämpfte sich in eine wundervolle Zukunft ♥

Und das habt ihr mit eurer Hilfe erst ermöglicht: Insgesamt konnten wir hier fast 800 Euro für Pipi, Rose und weitere Notfellchen sammeln, überlebensnotwendige Kosten konnten so gedeckt werden, und dafür möchte ich mich heute im Namen der Notfellchen und ihrer Retter nochmal ganz herzlich bedanken! ♥

Pipi hat sich von ihrem Unfall und der OP vollständig erholt wie Esther und Franz Huber berichten:
„Pipi hat sich seit ihrem mirakulösen Unfall und der nachfolgenden Operation und Nachbehandlung völlig erholt,  erfreulich weiterentwickelt und ist eine richtige Schönheit geworden ! . . oder nicht ? Pipi scheint noch zutraulicher seither,  sucht sehr oft direkten Kontakt, Schmeicheleien und Streicheleinheiten, ist sehr anschmiegsam, als wollte sie sich für die wundervolle Lebensrettung bedanken.

Lass  uns an dieser Stelle auch bei Dir und den Spendern nochmals für Eure Unterstützung dabei ganz herzlich bedanken!“

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Auch für Rose habt ihr alle mitgehofft und Daumen gedrückt – lange stand es nicht gut um die Kleine 😦
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Mit Stefanias Hilfe und auch dank eurer Unterstützung hielt Rose jedoch durch und entwickelte sich schliesslich prächtig. Als sie stabil war, durfte sie auch schon in ihr wundervolles Fürimmer-Zuhause einziehen – Rose in ihrer neuen Familie:

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Mille Grazie an ihre wundervollen Dosis! ♥

Wie bewegt der TS-Alltag für Stefania und ihren Verein MilleVite dieses Jahr war, entnimmt man allein schon den Monatsberichten:
→ MilleVite – September 2013
→ MilleVite – Oktober 2013

Neben viel Hoffnung, Freude und vielen Notfellchen, die auch 2013 wieder ein Zuhause fanden, gab es natürlich auch viel Trauriges 😦

Besonders betroffen machte mich persönlich, dass diese Süssen es leider nicht geschafft haben:

Gneo Pompeo † 2. September 2013
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Osvaldo † 24. Oktober 2013
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† Memole
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Doch natürlich werden Stefania und ihr Verein MilleVite weiter um jedes Sorgenfellchen kämpfen, das ihren Weg kreuzt ♥

Auch von Kater Zollo möchte ich euch heute wiedermal berichten. Für ihn habt ihr ja auch fest die Daumen gedrückt ♥ Seine Dosi Regula wandte sich ja an mich, als Anfang August → bei Zollo ein Mastzellentumor diagnostiziert wurde.

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→ Zollo wurde dann operiert. Wobei auch festgestellt wurde, dass er → FIV-positiv ist. Da bei der OP der Tumor aufgrund seiner Grösse nicht entfernt werden konnte, begannen sie eine Chemotherapie mit Zollo.

Regulas Zwischenbericht Ende August:
Zollo hat am Montag seine 1. Chemotherapie inkl. Antibiotikum und Kortison hinter sich gebracht und gut überstanden, ohne Erbrechen und Durchfall. Marie-Louise (unsere Catsitterin – Anm. d. „Red“) begleitet mich liebenswürdigerweise jeweils an diese Arztbesuche. Die Chemo ist alle 6 Wochen zu erneuern und Antibiotikum und Kortison alle 14 Tage. Seine Blutwerte sind gut und die Operation optimal verheilt. Seine Tumorerkrankung ist und bleibt jedoch unheilbar, leider. Das Fressen ist  noch so ein Knackpunkt. Mal frisst er mit Lust und Freude, mal grad ein, zwei Bisse. Dann findet er was super lecker und anderntags wieder nicht mehr??????????

Zwischenbericht Ende Oktober:
Zollo hat nun bereits seine 2. Chemobehandlung hinter sich und wir versuchen ihn seit heute selber mit Kortison zu verarzten. Und es geht ihm (den Umständen entsprechend) gut, das sagen auch die Blutwerte aus.  Er frisst genüsslich, hat ein normales Gewicht, wird sehr gerne verschmust und manchmal hat er auch Lust zu spielen. Eigentlich ist er schon fast wieder der „Alte“, ausser dass sein Bauchpelz noch nicht richtig nachgewachsen ist und auch sonst noch ein/zwei fast nackte Stellen unter seinem schönen Fell hervor gucken. Hoffentlich wächst da noch was nach bevor es eisig kalt wird!

Wir, und da ist auch die Tierärztin vom Tierspital gemeint, glauben und hoffen fest, dass Zollo, wenn er so weitermacht, noch einige schöne Stunden, Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre mit uns verbringen kann.

Und hier noch ein Bildgruss von heute Morgen auf dem Bürotisch. Dass ich mich mit dem Compi und nicht mit ihm befasse, scheint er nicht zu mögen….
Zollo2

Mein letzter Wissensstand von Anfang Dezember:
Zollos Tumor ist nach der dritten Chemo so klein, dass man ihn operieren könnte. Er marschiert munter herum. ♥

Das waren unsere Notfellchen-Geschichten in unserem ersten Blog-Jahr und ich freue mich sehr, euch heute von so vielen Happy Ends oder zumindest hoffnungsfroh stimmenden Entwicklungen berichten zu dürfen.

Den sieben Zwergen und mir geht es auch gut – wir werden nun meinen Schnurrlaub und die Feiertage inniglichst geniessen ♥

In diesem Sinne: FROHE WEIHNACHTEN euch allen und herzlichsten Dank, dass ihr da seid! ♥

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