News von Zollo: OP gut überstanden!

Regula hat Zollo ins Zürcher Tierspital gebracht, wo er operiert wurde. Am Montag darf er hoffentlich nach Hause. Noch ist aber nicht alles gut. Regulas Bericht.

Zollo im Tierspital

Hallo!

Ich habe gestern Abend mit Marie-Louise zusammen dem Zollo einen ersten Krankenbesuch nach seiner Operation im Tierspital gemacht. Er war erstaunlich lebhaft und interessiert. Er hat sich auch riesig über unseren Besuch gefreut, wollte dann nach genügend Streicheleinheiten aber doch lieber die Gegend erkunden. Wir mussten ihn zurückhalten, weil seine Nähte ja noch frisch sind.

Zum Befund und der Operation: Die behandelnde Tierärztin hat analysiert, dass Zollo das → FIV-Virus trägt und sieht dies auch als möglichen Grund, dass durch diese Immunschwäche der grosse Tumor in seinem noch jungen Körper heranwachsen konnte. Der Tumor konnte wegen seiner Grösse nicht entfernt werden und muss nun mit Medikamenten (Chemotherapie) in Schach gehalten werden. Das stark verdickte Darmteil haben sie herausoperiert. Gestern Nachmittag sagte mir die Tierärztin, dass die Operation gut verlaufen sei und Zolle bereits Wasser lassen und etwas essen kann.

Heute gehe ich wieder auf Visite und hoffe, dass wir Zollo wie versprochen am Montag nach Hause nehmen können. Ich bin sehr froh, dass ich nun selber den Eindruck gewinnen konnte, das Richtige gemacht zu haben.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten und wünsche allen ein tolles Wochenende! Regula

Zollo braucht Daumen – und Rat: Mastzellentumor

Liebe ihr alle ❤ Heute schrieb mir eine Freundin meiner langjährigen Catsitterin als Kommentar im Kontaktbereich folgende traurige Nachrichten.

Nach Rücksprache mit ihr veröffentliche ich das hier als Gastbeitrag, zumal sie hofft, dass sie hier vielleicht Erfahrungen, Rat, Tipps und vor allem auch Zuspruch findet ❤ Ich habe mit zahlreichen Katzenkrankheiten inzwischen meine Erfahungen gemacht – Krebs zählt zum Glück noch nicht dazu. Vielleicht kann jemand von euch Regula mehr sagen? ❤ Danke! ❤

Die bisherige Korrespondenz mit Regulas Einverständnis:

Liebe Iwon,
ich bin eine Freundin von → Marie-Louise. Sie hat mich auch mit deiner Webseite bekanntgemacht. Ich bin in grosser Sorge um meinen geliebten, verschmusten ca. 4 – 5-jährigen kastrierten Kater Zollo. Wir haben ihn vor ca. 3 Jahren als zugelaufenen Kater bei Freunden, die ohne zu bauern auf einem Bauernhof leben, abgeholt.

Und nun zu Zollos Krankengeschichte: Vor ca. einem Monat fing es an mit täglichem Erbrechen. Wir gingen zur Tierärtzin. Sie nahm Blut, untersuchte, röntgte, nahm eine Gewebeprobe des durch Abtasten entdeckten Knotens im Bauchbereich und gab mir die Homöopathische Arznei “Nux vomica Homaccord” gegen Erbrechen und Krämpfe mit. Dieses oral einzugebende Mittel half und hilft perfekt.

Anschliessend hatten wir einen Termin zum Ultraschall in einer Tieraztpraxis in Niederglatt. Dort waren wir am Mittwoch letzter Woche und sind mit dem niederschmetternden Befund wieder entlassen worden: “Mastzellen-Tumor im Lymphknoten- und Darmbereich” und einer Lebenserwartung, gemäss behandelndem Arzt, von 3 Wochen bis 6 Monaten.

Ich war am Boden zerstört und auch heute noch, während ich diese Zeilen schreibe, den Tränen nah.

Seit letzten Donnerstag erhält Zollo zur körperlichen Stabilisierung 2 x wöchentlich “Gallium Aparine comp.”, “Coenzyme comp.” und “Ubichinon comp.” Er hat zwar Lust auf Fressen, frisst jedoch nur kleinere, “ausgewählte” Häppchen, trinkt relativ viel Wasser und hat wenig und harten Stuhlgang. Noch ist unser Kater genug fit um uns jeden morgen um ca. 06.00 Uhr mit Herumgetrampel, Schnurren und Lecken aus den Federn zu locken, einen Spaziergang im Freien zu unternehmen oder mit uns zu schmusen.

Ja und nun, wie soll ich mich verhalten? Soll es mit dem Krebsheilmittel “Iscador” versuchen und auf eine Überlebenschance hoffen? Soll ich mich nun darauf einstellen, dass Zollos Tage gezählt sind, und wir ihm diese möglichst angenehm gestalten? Oder gibts noch Möglichkeiten und Hoffnung auf eine Genesung?

Ich bin sehr dankbar für jeden Hinweis und jedes tröstende Wort.

Herzlich, Regula

Das ist übrigens der hübsche Patient:
Zollo 13.09.13

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Liebe Regula,

Es tut mir sehr sehr leid, dass ihr euch gerade solche Sorgen um euren Zollo machen müsst 😦

Ich habe – glücklicherweise – keine Erfahrung mit Tumoren bei Katzen, daher kann ich aus eigener Erfahrung nichts beisteuern. Ich habe aber gerade mal im Internet nach Informationen gesucht und stiess auf folgende Seite: → Mastzellentumor bei der Katze – da steht, dass Mastzellentumore bei Katzen eigtl. ganz gut behandelbar seien (was ich nicht beurteilen kann). Sie schlagen dort OP oder Prednisolon (Kortisonpräparat) vor, lies es doch bitte mal nach.

Die Medikamente, die du genannt hast, sind alle homöopathisch, oder? Das ist als Unterstützung sicher nicht verkehrt – aber bei Krebs würde ich persönlich zusätzlich alle verfügbaren Mittel der Schulmedizin ausschöpfen.

Die wichtigste Frage, die sich mir stellt: Was schlägt eure Klinik denn als Behandlung vor? Ist der Tumor inoperabel? Wenn die Tierärzte Chancen auf Heilung sehen, würde ich auf jeden Fall kämpfen! Zollo ist noch jung, und wenn er eine Chance hat, würde ich an deiner Stelle wirklich alles daran setzen, sie ihm zu geben. Das ist aber natürlich allein deine Entscheidung – ich will dir nichts einreden, nur dich darin bestärken, falls du kämpfen willst.

Vielleicht wäre es sinnvoll mit Zollo ins → Zürcher Tierspital zu fahren? Die sind dort auf dem neusten wissenschaftlichen Stand und darüber hinaus wirklich sehr sehr nett und verständnisvoll – wenn jemand Zollo helfen kann, dann die. Ich habe dort mit meinen Katzen sehr sehr gute Erfahrungen gemacht: Letztes Jahr hatte zB. meine Katze Mathilde erst einen Lungenlappenkollaps und einen Monat darauf eine → Herzbeutelentzündung – man machte mir nicht viel Hoffnung, dass sie das überleben kann. Aber dank der grossartigen medizinischen Leistung des Tierspitals ist Mathilde entgegen allen Prognosen vollständig genesen und erfreut sich ihres Lebens ❤

So eine Behandlung kann teuer und nervenaufreibend werden – die Entscheidung, ob du es wagen willst, kann dir keiner abnehmen. Aber ich würde dich auf jeden Fall darin bestärken, es zu versuchen, solange es den Hauch einer Chance für Zollo gibt. Gemäss dem oben verlinkten Text müssten die Chancen bei Mastzellentumor eigtl. ganz gut stehen?

Wie gesagt: Wenn du das gern öffentlich im Blog „diskutiert“ haben bzw. weitere Meinungen hören willst, schalte ich deine Nachricht gern frei, so dass andere User, die evtl. eigene Erfahrungen damit haben, antworten können. Ich wollte nur zuerst gefragt haben, ob es das ist, was du möchtest.

Ich drücke Zollo und dir auf alle Fälle ganz doll die Daumen, dass es noch einen Weg gibt!!!! Bitte halte mich so oder so unbedingt auf dem Laufenden. All meine besten Wünsche für Zollo und dich! Liebe Grüsse, Iwon
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Liebe Iwon

Ganz herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort. Und gerne kannst du meine „traurige“ Nachricht im Blog veröffentlichen. Man sollte keine Chance verpassen, um Zollo helfen zu können. Und den Tipp auch die Meinung und Tat des Tierspitals zu einzuholen, befolge ich. 

Ich war gerade auf der Webseite → www.petbiocell.de. Dort habe ich interessante Informationen über Mastzell-Tumore bei Katzen gefunden. Auch bieten die direkte Fragestellung mit Versprechen auf Antwort betr. der erwähnten Katzen-Krankheit an. Mal gespannt was ich dazu erhalte…

Gerne halte ich Dich über den Verlauf von Zollos Gesundheitszustand auf dem Laufenden.

Herzlich, Regula

Nachtrag: Ich habe nun einen Termin mit Zollo im Tierspital: Donnerstag, 15.8., 10.30 Uhr. Vielen Dank fürs Daumen drücken und den Hinweis.

Hoffnungsvolle Grüsse

Regula
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Vielleicht weiss jemand von euch aus eigener Erfahrung etwas beizusteuern? Bitte nutzt dann die Kommentarfunktion oder wendet euch per Mail an mich: iwon@kamikatze-zwerglis.com, wenn ihr euren Rat Regula privat zustellen möchtet. Zuspruch können Regula und Zollo sicher auch gebrauchen – ich danke euch vorweg! ❤

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Nachtrag: Hier geht es weiter → News von Zollo: OP gut überstanden!

Panik!!!! Nicht die Katzen – ICH!!

Moriahs Bewegungsradius wird mir eindeutig zu GROSS.

Gerade eben musste ich fast meine Katze Moriah vom Dach pflücken :-O Ich war hier unten bei den anderen Zwerglis, als ich oben etwas rummsen höre. Ich denke erst: Naja, es rummst schonmal. Dann rummste und rumpelte es nochmal und ich ging auf die Terrasse, um zu sehen, was auf meinem Dach rumrummst und -rumpelt. Und sehe: MORIAH :-O

Ich rase also wie ne Besengte nach oben, fummle die Gittertür auf und haste zum Fenster – da hockte Moriah inzwischen wieder auf dem schrägen Dachfenster, aber ausser Reichweite für mich. Ich überlegte mir, dass ich also von aussen aufs Dach steigen, ein Laken über sie werfen und dann mit ihr runterklettern werde. Ähm ja. Brillanter Plan mit einigen Logiklücken – aber das Beste, das grad zur Hand war. Ich also Felizes Eintüt-Laken geschnappt, runter auf die Terrasse – da rummst es wieder. Keine Katze mehr auf dem Dach zu sehen.

Da Moriah nicht auf die Terrasse runtergefallen war, gab es nur zwei Möglichkeiten: Sie ist bei den Nachbarn auf die (ungesicherte) Terrasse geplumpst oder wieder in ihrem Zimmer.

Ich also wieder hochgeschossen in ihr Zimmer. Da sitzt Moriah auf ihrem Lieblingsplatz und guckt mich an: „Wossn?“.
moriah-woss

Entschuldigt, dass es unscharf ist (kennt man von mir ja nicht anders), aber ich zittere immer noch so :-O

Gut, sie hätte zu keiner Zeit tiefer als zirka zwei Meter eben zu uns oder zu den Nachbarn auf die Terrasse fallen können. Oder aber über die Dächer Zürichs entschwinden :-O Aber meine Nerven….

Klar wünschte ich mir seit ihrem Einzug hier, dass sie unter der Staffelei hervorkommt und später dann auch mal aus dem Zimmer raus ins Nachbarzimmer, um die „Umgebung“ bisserl zu erkunden. Aber vom Dach war NIE die Rede! Heiderdaus.

Das ist übrigens unsere Fenstersicherungskonstruktion, die bisher von NIEMANDEM geknackt wurde. Mann.

Fenster damals vor der Sicherung (Moriah sass dann da auf der Fensterscheibe, die wenn geöffnet fast waagrecht steht):
Fenster_problem

Dann „gesichert“:
Fenster_gesichert

Von der Seite – die kleine Öffnung befindet sich rund zwei Meter über Boden und da passt nur mit Zwängen eine Hand durch:
Fenster_seite

Wie Moriah da rauskam, ist mir ein Rätsel. Eines, das ich schnell lösen muss. Aber zuerst brauche ich einen Schnaps.

Kinderbuch: Bald ist es so weit!

Entschuldigt, wenn ich euch spamme *schäm*. Das Folgende hat zwar nichts mit Katzen zu tun, liegt mir aber trotzdem sehr am Herzen ❤

Heute habe ich fleissig bei Moriah oben an meinem Kinderbuch weitergearbeitet, zumindest wenn sie nicht gerade auf der Tastatur lag oder mich beschmusen wollte ❤ Sie ist auch nach dem Intermezzo mit Shakti gestern vollkommen entspannt und zutraulich (sehr! zutraulich <3). Wer Kinderbuch-Fortschritte gucken mag: → Anderswo: Wir basteln weiter

Und morgen bastel ich an der Website für MilleVite weiter. Ein Gebastel ist das, heieiei 😉

Angst. Angst muss nicht sein <3

Ich habe ja zwei Panikkatzen hier. Nein. Ich meine nicht „schüchterne“ oder „ängstliche“ Katzen. Ich meine PANIK.

→ Felize
besuch-felize
→ Moriah
moriah

Gerade eben kam es zu einem Eklat: Shakti hatte sich durch die Gittertür-Absicherung oben zu Moriah gezauselt (ich sollte das aus Zombiefilmen besser wissen: Das hält auf Dauer NIE!). Normalerweise würde ich das jetzt beschämt verschweigen, mich grämen und das ganz heimlich mit unserer Verhaltenstherapeutin besprechen.

ABER: Ich bin so stolz auf meine Zwerge! Shakti war offensichtlich bei Moriah drin 😦 – es gab Gekreische :-O Früher hätte sich Moriah eingepinkelt und -gekackt und für drei Tage das Futter verweigert – oder: Shakti totgebissen aus schierer Panik. Doch grad raste ich selber in schierer Panik hoch: Shakti kam geduckt aus Moriahs Zimmer raus, Moriah sass stolz wie ne Königin auf ihrem Lieblingsplatz – keiner verletzt, alles wieder gut. Moriah hat entspannt ihre Leckerli aus dem Fummelbrett geholt und Shakti ging dann mit runter und jagte Schmetterlinge.

Langsam läufts hier auf ne völlig normale Katzenzusammenführung raus – wie banal *g* Wir wollten doch was EXKLUSIVES (<– Scherz!!!!)

Und Panikmaus Felize liegt gerade an meinen Rücken gelehnt und schnarcht ❤ Seit zwei Tagen schnurrt sie sogar wieder ❤

Ach mensch – ich kann nur nochmal appellieren: Wenn ihr Sorgen wegen eurer Katzen habt – holt professionellen Rat! Und zwar so früh wie möglich. Es muss nicht so krass werden wie bei uns (die Katzis kamen ja schon "vorgeschädigt" an) – rechtzeitig gegengesteuert wird oft schon ein Telefonat/Besuch reichen.

Kürzlich fragte ich jemanden, dessen Katze offensichtlich psychische Probleme hatte, warum eine tierpsychlogische Beratung nicht in Frage käme – ob sie bei einem körperlichen Problem auch nicht zum Tierarzt ginge? Sie meinte dann, dass man Medizin und "Psychokacke" ja wohl nicht vergleichen könne. Ich hatte vor 6 Jahren ein Burn-Out. Hätte mir die "Psychokacke" damals nicht das Leben gerettet, wäre ich nicht mehr da. Der Körper ist das Gefäss – in dem aber auch nur eine gesunde Seele sich wohlfühlt.

Ich gehe mal davon aus, dass keiner, der hier regelmässig mitliest, annimmt, Tiere hätten keine Seele/Psyche… Andernfalls können wir gern drüber reden 😉

Felize

Moriah

Moriah

Warum Kastration?

Je nach Quelle leben in der Schweiz zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Katzen. Nicht jede von ihnen hat jedoch ein Zuhause: Tausende Katzen warten in Tierheimen, täglich kommen neue hinzu – und längst nicht alle haben das Glück, wenigstens im Tierheim zu landen.

Katzenbabys sind so niedlich…

Benziad: «Unsere Hauskatzen haben ein Recht darauf, dass wir uns um sie kümmern. Die Frage ist, ob wir in der Schweiz die Chance ergreifen und das Problem angehen, bevor es uns über den Kopf wächst. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.»

Benziad: «Unsere Hauskatzen haben ein Recht darauf, dass wir uns um sie kümmern. Die Frage ist, ob wir in der Schweiz die Chance ergreifen und das Problem angehen, bevor es uns über den Kopf wächst. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.»

Die Vorstellung, Katzen hätten ein Sexualverständnis wie der Mensch, ist wohl häufig ein Grund, warum es vielen Katzenhaltern «widernatürlich» erscheint, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Andere finden ihre eigene Katze einfach so grossartig, dass sie unbedingt per Fortpflanzung «multipliziert» werden soll. Und noch ganz andere machen mit der unfachkundigen Vermehrung von Katzen ein dickes Geschäft, indem sie Rassemixtiere wild querbeet miteinander verpaaren und die niedlichen Maine-Coon-, BKH-, Perser- oder Bengalen-Mixe für Hunderte von Franken als «Schnäppchen»-Rassekatzen in Internet-Kleininseraten feilbieten. (Siehe dazu: → Unseriöser Tierhandel im Internet)

Je nach Quelle leben in der Schweiz schätzungsweise zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Katzen. Nicht jede von ihnen hat jedoch ein Zuhause: Tausende Katzen warten in Tierheimen, täglich kommen neue hinzu – und längst nicht alle haben das Glück, wenigstens im Tierheim zu landen: Zahlreiche Katzen werden nach Angaben des Schweizer Tierschutzes STS einfach ausgesetzt oder so vernachlässigt, dass sie von selbst das Weite suchen, oder sie vermehren sich unkontrolliert auf Bauernhöfen: So entstehen Populationen verwilderter, menschenscheuer Katzen, in Schrebergärten, auf Fabrikgeländen und in Stadtparks, wo das Elend von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt seinen Lauf nimmt. (Siehe Bildgalerie)

Der Schweizer Tierschutz STS und seine 70 Sektionen kastrieren jedes Jahr rund 10’000 Katzen, vor allem Bauernhofkatzen (rund 6500), aber auch verwilderte, herrenlose Katzen (rund 3500). Dennoch werden es immer mehr.

Wer seine Katzen sich fortpflanzen lässt, überschwemmt also nur weiter einen «Markt», der längst komplett übersättigt ist. Leidtragende sind die Katzen, die auf der Strecke bleiben: «Mitunter lassen Tierschützer aufgegriffene Streunerkatzen auch einschläfern, obwohl es medizinisch keine Notwendigkeit gibt – einfach weil man nicht weiss, wohin mit ihnen, oder die finanziellen Mittel fehlen», wie Anouk Benziad vom Tieschutzbund Basel sagt.

Ein Rechenbeispiel (Quelle: STS 1999):
Gehen wir von folgender Ausgangslage aus: 1 Katzenpaar, 2 x pro Jahr Nachwuchs und
2,8 überlebende Katzenjunge pro Wurf.
Nach 1 Jahr: 12 Katzen
Nach 2 Jahren: 66 Katzen
Nach 3 Jahren: 382 Katzen
Nach 4 Jahren: 2’201 Katzen
Nach 5 Jahren: 12’680 Katzen
Nach 6 Jahren: 73’041 Katzen
Nach 7 Jahren: 420’715 Katzen
Nach 8 Jahren: 2’423’316 Katzen
Nach 9 Jahren: 13’958’290 Katzen
Nach 10 Jahren: über 80 Millionen Katzen

Retten Sie Leben: Lassen Sie Ihre Katzen und Kater kastrieren.

«Wegwerfprodukt» Haustier?
Insgesamt 23’400 Tiere wurden im Jahr 2011 in Tierheimen von Sektionen des Schweizer Tierschutzes STS aufgenommen: 4027 Hunde und 12’928 Katzen, der Rest Nager, Vögel und Reptilien. Dazu kommen noch 1708 Fische, die die Fischauffangstation FAS in Embrach aufgenommen hat.

Allein das Tierheim des → Tierschutzbund Basel nimmt nach eigenen Angaben im Schnitt jedes Jahr 270 weitere Katzen auf – viele werden Dauergäste bleiben.

Anouk Benziad, Leiterin des Tierheims des Tierschutzbund Basel, berichtet von ihrem täglichen schier aussichtslosen Kampf gegen Krankheit, Elend und Tod:

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Gastbeitrag:
Alles spricht für die Kastration
Kastration beeinträchtigt die Würde eines Tieres nicht. Im Gegenteil: Bei der extrem hohen Katzendichte in der Schweiz beeinträchtigt es das Wohlbefinden und die Gesundheit einer Katze, wenn sie nicht kastriert wird! Die hohe Katzendichte ist menschgemacht, und so müssen wir auch die Konsequenzen ziehen und dafür sorgen, dass die vielen Katzen einigermassen miteinander leben können.

(Text: Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, Fachstelle Heimtiere, Schweizer Tierschutz STS)

  • Es gibt in der Schweiz mehr als genug Katzen. In Tierheimen warten sehr viele auf einen Lebensplatz, auch Jungkatzen und Rassekatzen.
  • Kastrierte Katzen und Kater sind ebenso gute Mäusefänger wie vor der Kastration, und dick werden sie nur, wenn ihr Mensch sie übermässig füttert.
  • Kastrierte Kater streunen weniger, sind seltener verletzt durch Streitereien und werden weniger Opfer von Verkehrsunfällen, weil sie nicht für die Brautschau auf Wanderschaft gehen.
  • Kastration ist Gesundheitsvorsorge: Viele Katzenkrankheiten werden bei engem Körperkontakt zwischen Katzen übertragen, also bei Streitigkeiten und Sexualkontakt. Durch Kastration werden diese Übertragungsmöglichketen reduziert, kastrierte Katzen sind untereinander friedlicher.
  • Kastrierte Katzen vermissen nichts, da sie weder von den Hormonen noch von der Hirnentwicklung her je auf Fortpflanzung eingestellt wurden.
  • Kein Kind «muss» einmal die Geburt von Jungtieren beim eigenen Heimtier erlebt haben, es gibt genügend andere Möglichkeiten, Jungenaufzucht von Tieren zu beobachten (Zoo, TV-Dokus).
  • Kätzinnen müssen nicht Junge gehabt haben, bevor man sie kastriert. Am besten werden Kater und Kätzinnen im Alter von fünf bis sechs Monaten kastriert.
  • Unkastrierte Katzen und Kater in der Wohnung zu halten, hält wegen der fleissigen Urin-Markiertätigkeit kaum jemand lange aus.

Das Problem verwilderter Katzen
Bei verwilderten Katzen ist Einfangen, Kastrieren und am gleichen Ort wieder Aussetzen die weltweit als erfolgreich anerkannte Methode der Wahl. Erwachsene verwilderte Katzen können nicht in ein Tierheim gebracht und platziert werden, weil sie nicht sozialisiert sind und Angst vor dem Menschen haben, sie sind nicht zähmbar.

Manche Schweizer Behörden haben das Gefühl, das Problem verwilderter Katzen durch Abschuss lösen zu können. Dies ist eine fehlgeleitete Auffassung. Zwar ist es möglich, dass ein Jäger oder Wildhüter eine oder zwei Katzen einer Population verwilderter Katzen erwischt. Die anderen Katzen fliehen jedoch und suchen sich einen anderen Platz zum Leben. Es kann auch dazu kommen, dass eine Katze nur angeschossen wird und dann qualvoll stirbt.

Wenn die Katzen aber eingefangen, kastriert und am gleichen Ort wieder ausgesetzt werden, so besetzen sie diesen Lebensraum und verhindern, dass andere Katzen in ihr Territorium einwandern, sie agieren sozusagen als «Platzhalter», können sich aber dennoch nicht vermehren, und damit weitet sich die Population auch nicht aus. Wenn zusätzlich noch möglichst viele Katzenhalter und Landwirte ihre Katzen kastrieren lassen, so versiegt nach und nach der «Nachschub» an verwilderten Katzen. So kann das Problem nachhaltig und langfristig gelöst werden. (Text: Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, Fachstelle Heimtiere, Schweizer Tierschutz STS)

Kastrationsaktionen
Wer eine Kolonie verwilderter Katzen entdeckt, sei es in einem Schrebergartenquartier, auf einem Fabrikgelände oder in einem Stadtpark, sollte dies schnell dem → nächsten Tierschutzverein melden. Dieser verfügt über spezielle Katzenfallen und die Erfahrung, wie man scheue, verwilderte Katzen einfängt, kastrieren lässt und nach dem Freilassen auch weiterhin überwacht, um allfällige Neuzugänge gleich wieder kastrieren zu können. Die beste Jahreszeit für Kastrationsaktionen ist der Herbst, Oktober bis Dezember, da die Katzen dann keine Jungen haben.

Durch Meldung bei einer Sektion des Schweizer Tierschutz STS können solche Kastrationsaktionen nicht nur schnell und effizient durchgeführt werden, sondern es können auch die Mittel aus dem Kastrationsfonds des Schweizer Tierschutz STS dafür verwendet werden. Landwirte, die ihre Katzen kastrieren lassen möchten, wenden sich ebenfalls an die nächste Sektion des Schweizer Tierschutz STS.

Der Schweizer Tierschutz STS und seine Sektionen finanzieren sich vollständig aus Spenden und Legaten und erhalten keinerlei staatliche Mittel. Auch Kastrationsaktionen bei verwilderten Katzen und Bauernhofkatzen werden durch Spendengelder finanziert. Spenden oder gar Kostenbeteiligungen an Kastrationsaktionen für verwilderte Katzen durch Gemeindebehörden wären daher sehr willkommen. Wichtig wäre auch, dass die Gemeinden die Bauern informieren und zum Katzen-Kastrieren anhalten. (Text: Dr. Eva Waiblinger, Schweizer Tierschutz STS)

Weitere Infos:
→ www.tierschutz.com > Sektionen
→ Kastration: Angewandter Tierschutz (PDF)

«Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.»

Notruf aus Italien: Spendenstand und Berichte

Liebe Freunde, liebe Besucher, wir möchten uns im Namen der italienischen Notfellchen ganz ganz herzlich bedanken!

Seit meiner Bitte um eure → Hilfe für unsere Freunde in Italien sind exakt 615 Euro an Spenden zusammengekommen, die ich nun nach Italien überweisen konnte, wo sie dringend benötigt werden. DANKE!

Damit ihr alles nachvollziehen könnt, möchte ich den Spendeneingang und meine Überweisung hier transparent machen:

Über PayPal (Danke für den Tipp, Nadja!!!) kamen insgesamt 220 Euro rein, von denen PayPal 15 Euro als Gebühren abzog, die ich aber einfach wieder draufpappte.

Paypal-Konto

Direkt in die Hand gedrückt wurden mir (inkl. meinem Beitrag) 225 Euro

Das ergibt ein Zwischentotal von 445 Euro, die ich vorgestern an Stefania überwiesen habe.

auftragsbestaetigung

Zusätzlich haben einige direkt auf Stefanias Konto überwiesen, so kamen nochmal 170 Euro hinzu, das ergibt ein sagenhaftes

Total von 615 Euro 

danke-buchstaben

Damit ihr edlen Spender auch seht, wie viel Freude ihr damit bereitet habt, hier auch der herzergreifende Bericht von Esther und Franz Huber mit ihrer Pipi

Pipi  Notfall - Unfall 004

„Pipi, eine sehr ruhige, zutraulich-anhängliche und ‚verschmuste‘ Katze kam zusammen mit ihrer Mutter und Schwester Anfang Juli 2012 als Notfall zu uns. Sie hatte sich schnell bei uns eingelebt und Freundschaft mit den meisten unserer rund 80 ‚Katzenkindern‘ geschlossen, geniesst jeden Tag die Freiheit im Umland unserer ‚Cascina‘.  Jeden Abend kehrt sie – wie alle anderen auch – ins Haus zurück zum Abendschmaus und Schlafen.

Am 13. Juli sahen wir Pipi draussen in einer Holzkiste liegend und wir dachten, sie geniesst den Schattenplatz, doch gegen Abend war sie nicht mehr aufzufinden. Erst am naechsten Morgen sahen wir Pipi ganz nahe beim Haus im Gras liegend. Sie liess sich aufheben und ins Haus tragen; dabei spürte ich, wie meine Hand feucht wurde und fühlte etwas Hartes an ihrem unteren Bauchrand.

Sie genauer inspizierend sahen wir ein Holzstück aus ihrem linken oberen Leistenbereich herausragen!  . . eine sanfte Überpruefung liess erkennen: Dieser Ast sitzt tief ! (nicht nur unter der Haut).

Sonntagmorgen . . . verzweifelte Versuche, einen unser Tierärzte zu erreichen. Doch keiner der 5 angerufenen war bereit oder willens, sich um sie zu kümmern. Also blieb nur die Fahrt in die Tierklinik in Alessandria (1 Std entfernt). Mein Mann fuhr sofort mit Pipi los während ich die tägliche Versorgungsrunde für all unsere anderen Tiere machte (Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Pony, Esel, Katzen und Hunde 😉

In der Klinik wurde Pipi sehr liebevoll empfangen, inspiziert und sofort für die Operation vorbereitet. . .

Um 16 Uhr informierte man uns über den OP-Verlauf:  Der Ast war gut 12 Zentimeter tief in Pipis Körper eingedrungen und hatte von der Leiste her den ganzen Bauchraum durchstossen endend oben neben der Wirbelsäule. Gott sei Dank hat der Ast dabei keine inneren Organe verletzt; ja, auch die Ärzte meinten, es sei ein ‚Wunder‘. Pipi hat die schwierige und lange OP gut überstanden.

Pipi  Notfall - Unfall 005

Pipi  Notfall - Unfall 003

Am 17. Juli fand die erste Nachkontrolle statt: alles soweit ok, kein Fieber, sie isst, Organe funktionieren,  doch hatte sie sich acht der über 40 Nahtklammern rausgezogen. Neue Klammern wurden gesetzt und ab jetzt gehts nur noch mit Kragen. (Ab und zu schafft sie es natürlich, diesen auszuziehen).

Pipi Notfall - Unfall 002

Am 22. Juli weitere Kontrolle: die Ärzte sind zufrieden, nichts geschwollen, nichts eiternd, die langen Wunden relativ gut heilend.

Nun heute war es so weit:  Pipis Kragen endgültig ausgezogen. Abschlusskontrolle in der Klinik und . . . alle Klammern konnten entfernt werden. Die Wunden sind alle perfekt verheilt. Sie liess die Prozedur ganz ruhig über sich ergehen und räkelte sich und schnurrte ganz glücklich bei der Endreinigung der Nähte ❤

Wir – mein Mann und ich – möchten uns ganz herzlich bei all den Spendern bedanken, die uns so spontan halfen, die Kosten zu tragen!! Leider hatten wir in den letzten Wochen und Monaten einige sehr kostspielige Operationen und Spezialbehandlungen an diversen unserer ‚vierbeinigen Kinder‘: Unter anderem endoskopische Untersuchung Nasen-/Rachen-/Ohrenkanaele einer Katze und schliesslich endoskopische Entfernung von Polypen  /  spontan und äusserst kurioses Auftreten schwerer Lungenentzündung (auch sonntags) mit entspr. Notfall- und Intensivbehandlungen  /  Vergiftungsfall mit stationärer Behandlung (gut verlaufen)  /  sieben Sterilisazionen März/April 2013 nach bereits zwölf Sterilisazionen im letzten Herbst),  etc. etc. So wurde alles doch recht extrem belastend,  und daher nochmals : HERZLICHEN DANK !

Pipi Notfall - Unfall 003

Pipi Notfall - Unfall 004

Wir setzen gerne all unsere  Kräfte und unsere Infrastrukturen zum Wohle ausgesetzter oder notleidender Tiere ein, sind selbst Vegetarier, strikte darum besorgt, dass es ’nirgends‘ (bei keiner Tierart bei uns) Nachwuchs gibt, und bemüht darum, dass all unsere zahlreichen Schützlinge möglichst naturgerecht, frei und doch behütet und geschützt leben können in Harmonie mit uns und untereinander.

Sollte jemand von den Spendern, die uns in diesem Fall so spontan unterstützt haben, Lust und Zeit haben, uns hier im schönen Piemont mal zu besuchen: Herzlich willkommen! Es stehen Gästezimmer zur Verfügung. Wir würden uns freuen, die wieder völlig geheilte Pipi, aber auch all unsere anderen ‚Kinder‘ in ihrem Zuhause vorstellen zu dürfen. Einstweilen nochmals:  vielen herzlichen Dank!

Esther u. Franz Huber

Ich möchte mich ganz herzlich bei Esther und Franz für den ausführlichen und liebevollen Bericht – und natürlich die tolle Einladung ins Piemont 😀 – bedanken! Den Bericht kann man auch herunterladen als PDF: → Download

Und auch von Stefania gibts ein kurzes Update: Rosa – das letzte der Alessandria-Kitten – hält sich sehr tapfer  Rosas Geschwisterchen sind ja leider alle verstorben 😦 Rosa selbst hielt sich bis gestern sehr tapfer – doch dann schrieb Stefania gestern: „Die kleine Rosa hat eine schwere hämolytische Anämie. Sie kämpft – drückt alles für sie. Sie wiegt 200 Gramm und kämpft wie ein kleiner Löwe.“ Heute leichte Entwarnung: Rosa, der Baby-Löwe  ist noch nicht über den Berg, aber immerhin so weit stabil (letzter Kenntnisstand von heute Nachmittag). Dieses Foto stammt von heute Nachmittag:

rosa

Guckt sie nicht wie ein kleiner Lion-King – äh: Queen? Bitte weiter Daumen drücken

Bald mehr zu Stefanias Sorgenfellchen – wie ihr sicherlich versteht, hat sie alle Hände voll zu tun. Ein neueres Bild von einem der Schnupfen-Kitten aus Tivoli muss ich euch aber noch zeigen:

tivoli-kitten

Ein Bild für die Götter, oder?

Wir danken euch von ganzem Herzen, dass ihr helft, all das möglich zu machen! Im Namen der wunderschönen Pipi, der tapferen Rosa, der Schnupfis aus Tivoli sowie aller anderen Italien-Sorgenfellchen und natürlich deren aufopferungsvollen Helfern: DANKE

Hier geht es weiter → Zwischenbericht vom 20. August 2013
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Spendenkonto
Spenden für «Pipi» oder Stefanias Katzenkinder können auf das Konto von Stefanias Verein «Mille Vite» überwiesen werden:

ASSOCIAZIONE MILLEVITE
IW Bank S.p.A.
IBAN: IT69K0316501600000011487844
SWIFT/BIC: IWBKITMM
Grund: Katzenhilfe

PayPal: Wer gern über PayPal eine Kleinigkeit überweisen möchte, kann das gern über mich tun – Stefania hat leider kein PayPal, sie ist froh, wenn ihr Computer bzw. ihre Internetverbindung überhaupt funktioniert. Bei PayPal bitte die gewünschte Summe mit gewünschtem Betreff (Pipi, Katzenschupfen, Stefania allgemein) an iwon(at)ameise.com überweisen – Gebühren übernehme alle ich! Ich verspreche, dass jeder von euch hart verdiente Cent den Katzen zugute kommt ❤

Omar – ein Jahr schon.

Der Kalender sagt, es sei genau ein Jahr her, dass ich dich gehen lassen musste.

omar_warten
† 28. Juli 2012 im Alter von 23 Jahren

Es scheint mir so viel länger her und doch wie gestern, dass du hier bei uns nach dem Rechten geschaut und auf deine Mädels aufgepasst hast.

Zeit ist nicht mehr wichtig.

Wir fuhren ein letztes Mal zur Praxis, wo wir die letzten Wochen deines Lebens so oft waren. Ich kämpfte schon lange nicht mehr um dein Leben, ich wusste, dass es palliativ war. Aber wir konnten deine Lebensqualität bis zuletzt hoch halten. Doch dann ging es nicht mehr.

Die letzten Stunden hatte es leicht genieselt – du hast dieses Wetter so sehr geliebt und es auf der Terrasse in deiner Palme sitzend noch einmal ausgekostet. Als es Zeit war, hörte es auf zu regnen und die Sonne kam vor, als wollte sie dir einen letzten Abschiedsgruss schicken.

Du warst ganz ruhig. So müde. Also liess ich dich schlafen.

Du bist nicht fort. Nur woanders.

Ich liebe dich und werde dich immer lieben. So wie du warst, bist du immer bei mir.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Notruf aus Italien: Zwischenstand – :-) und :-(

Liebe Freunde, liebe Besucher – herzlichen Dank allen, die unsere italienischen Tierschutz-Freunde unterstützen!

Ich möchte hier gern mal einen Zwischenbericht erstellen, was seit meinem → Hilferuf für italienische Notfellchen passiert ist. Über diesen Blog, ein grossartiges Katzenforum, Facebook und privaten Mail-Aufruf im Familien- und Bekanntenkreis konnten wir inzwischen rund 600 Euro für Stefanias Sorgenkitten und Ast-Katze Pipi sammeln – dafür möchte ich allen Beteiligten gern von ganzem Herzen sagen:

DANKE!!!!!

Ich bin echt total gerührt und musste auch schon das eine oder andere Tränchen wegwischen Stefania und Pipis Dosis erstellen gerade Berichte, wie es allen inzwischen geht, dann werde ich das hier und andernorts natürlich publizieren, damit man sieht, woran man Teil hatte (Danke!!!).

Was ich leider schon sagen kann: Von den 6 Müllcontainer-Fundkitten aus Alessandria sind leider 5 der Kleinen wortwörtlich unter Stefanias Händen weggestorben, das fünfte gerade heute 😦 3 Tierärzte waren nicht in der Lage, ihnen zu helfen, und auch Stefanias unermüdlicher Einsatz und aufopferungsvolle Liebe konnten das Schicksal nicht umstimmen 😦 Da es Fundkitten sind, weiss man halt auch nicht, inwiefern womöglich schon die Mutter totkrank war und ihre Kinder infiziert hatte. Falls jemand Italienisch kann und/oder ein Zeichen der Anteilnahme schicken möchte, kann es hier nachlesen: MilleVite bei Facebook. Eins der Alessandria-Babys lebt noch und macht sich so weit gut – lasst uns die Daumen drücken für die kleine Kämpferin, ich nenne sie jetzt einfach mal spontan: Rosa

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Die Schnupfen-Kitten derweil entwickeln sich wohl alle hoffnungsvoll Eins hat leider ein Auge an den Schnupfen verloren, erholt sich sonst aber wie seine Geschwister auch vielversprechend.

Demnächst folgt ein ausführlicher Bericht und eine Kopie meiner Überweisung an Stefania, damit ihr seht, dass alles am richtigen Ort ankam

Stefania ist natürlich untröstlich über den Verlust der 5 Kleinen – aber ich bin sicher: zugleich auch unendlich dankbar für eure Unterstützung. Sie hat ja noch weitre Flaschenkinder und unzählige Sorgenfellchen, die alle ihrer Pflege bedürfen – und ich weiss: Eure Solidarität und Grosszügigkeit tragen dazu bei, dass sie die Kraft dafür findet – DANKE!  ——————————————————-
Update: Ich möchte Cornelias Kommentar hier direkt in den Bericht kopieren, damit er nicht untergeht – sie ist ja vor Ort und begleitet Stefanias Einsatz.

„All ihr Lieben
in Momenten wie diesen, wo so viele Kleine, um deren Leben man gekämpft hat, einfach wegsterben, möchte selbst Stefania einfach weglaufen und nie mehr weiter machen… aber natürlich tut sie das nicht, und kämpft weiter.

Die 6 Kleinen schienen völlig gesund zu sein, hatten am 2. Tag eine leichte Enteritis, die Stefania sofort wieder in den Griff bekommen hat, und waren dann das blühende Leben! Innerhalb von 24 Stunden, ungefähr an ihrem 15. Lebenstag, wurden alle mysteriös krank… Stefania ist sehr unglücklich.

Auch reißen die Sorgen nicht ab mit unseren Katzen (und Vögeln…. bei Stefania sind sehr viele Katzen, hier bei uns nur einige Katzen, Hunde und Wildvögel, und die bereiten uns schwere Sorgen und Kopfzerbrechen dieses Jahr… aber wir sind ja in einem Katzenblog, nicht Vogelblog… :-O) .

Auf alle Fälle sage ich im Namen von Pipi und unseren Kleinen und Großen auch schon mal ganz herzichen Dank, und ihr sollt von allen erfahren, wie es ihnen geht.
Danke, von Herzen“

Danke dir, Cornelia

Felizes Mittelohrentzündung, Kontrolle Nr. 3

Heute war ich wieder mit Felize im Tierspital zur Kontrolle des Genesungsverlaufs ihrer Mittelohrentzündung. Es sieht in verschiedener Hinsicht gut aus.

Zunächst zum medizinischen Befund: Alles ist wunderbar verheilt so weit. Felizes Trommelfell, das durch die otitis media bzw. Mittelohrentzündung schon ziemlich schwer vorgeschädigt war, und dann beim Absaugen des Eiters von den Chirurgen weiter aufgeschnitten werden musste, ist nun fast komplett zugewachsen 🙂 Gemäss der Spital-Tierärztin muss nicht mit bleibenden Schäden gerechnet werden.

In zwei Monaten müssen wir zur Schlusskontrolle (hoffentlich SCHLUSSkontrolle…).

Zum psychischen Befund: Die uns betreuende Tierärztin ist auch der Meinung, dass Felizes extreme Angst sogar für kätzische Verhältnisse weit über der üblichen Norm liegt und behandelt werden sollte. Ob Felizes momente Verstörtheit mit dem Wiedererlangen des Gehörs zusammenhängt, konnte sie auch nur spekulieren: Denkbar sei es. Sie empfahl uns jedenfalls Calmex Tropfen für Katzen sowie – tataaaaa: Klickertraining 😀 Somit werden wir in den nächsten Tagen unser → Tierarzttraining wieder aufnehmen. Und ich werde auch unsere Verhaltenstherapeutin Frau Hauschild auf Felizes Probleme ansprechen 🙂

Das Eintüten heute verlief sozusagen fast schon routiniert: Ich wusste, was ich zu tun habe – und Felize auch: Sie gab auf 😦 Das machte es alles in allem relativ problemlos, das Bettlaken über sie zu verbringen und sie dann ohne Gegenwehr in die Transportbox zu schieben.

Der Haken: Felize hat immer noch extreme Angst. Aber: keine Panik. Immerhin. Sie geht nicht mehr die Wände hoch oder kratzt und beisst wie ne Irre um sich. Auch auf der Fahrt verhielt sie sich relativ ruhig und bei der Behandlung waren keine Zwangsmassnahmen wie Handtuchwickel mehr nötig.

Ich möchte das gern als Fortschritt betrachten – irgendwie. Sie ist nun behandelbar. Aber was meine Freude darüber beträchtlich trübt, ist der Umstand, dass sie wie gesagt gewissermassen aufgibt und zugleich extrem um ihr Leben fürchtet. Das darf natürlich nicht so bleiben, daran werden wir jetzt wirklich konsequent arbeiten. Aber im Vergleich dazu, wie unser erster Tierarztbesuch verlief, bei dem sie mich sozusagen krankenhausreif biss und kratzte, die Praxis zerlegte und schlicht nicht untersucht werden konnte, ist das jetzt schon irgendwie für alle angenehmer… 😉

In diesem Sinne versuche ich, Felizes → Mittelohrentzündung und dem daraus folgenden Vestibulärsyndrom irgendwas Positives abzugewinnen.

Und eines Tages – ganz bestimmt – wird mein Mäuschen auch wieder so traumselig vertrauensvoll neben mir dösen:

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Oder keck aufm Sofa fläzen, OBWOHL ich existiere:
felize_dez

<3<3<3

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Fortsetzung: → Tierarzttraining mit Felize, Fortsetzung