Archiv der Kategorie: die Zwerglis

Mathilde: Zwischenbericht aus dem Tierspital

Ich war gerade Mathilde besuchen. Was soll ich sagen?

Die nunmehr für Mathildchen zuständige Tierärztin im Spital hat lange mit mir gesprochen. Hoffnung machte sie mir wenig. Die Ärzte nennen Mathildes Gesamtkonstitution „multimorbide“ – ich bevorzuge den Ausdruck „ungünstig“.

Aufgrund von Mathildes Zustand mit all ihren Vorerkrankungen sowie ihres FIV ist das Leben an sich für Mathilde im Moment lebensgefährlich. Sozusagen. Das Herz als Ursache für die Atemnot wurde inzwischen von den Kardiologen ausgeschlossen. Sie sind sich sicher, dass die Lunge nicht nur Symptom, sondern auch Ursache für ihren momentanen Zustand ist. Die eine Lungenhälfte ist vollkommen deformiert und ingesamt hochgradig in Mitleidenschaft gezogen. Sie gehen davon aus, dass es entweder ein Infekt sei oder Krebs (sie nennen es anders – aber es sei faktisch dasselbe).

Medizinisch gesehen gibt es jetzt – wiedermal… – genau zwei Möglichkeiten:
1. direkt einschläfern
2. eine Biopsie und ein CT unter Narkose

Ihre Chancen, die dafür notwendige Narkose überhaupt zu überstehen, stehen etwa 50:50. Wenn man nichts unternimmt, stirbt sie sowieso.

Wenn es Krebs ist, lässt man sie gar nicht erst wieder aufwachen.

Wenn es ein Infekt ist, schicken sei ein Atomwaffenarsenal an Antibiotika in meine kleine Maus – aber ihre Chancen seien dann doch relativ intakt, das alles zu schaffen. Ich habe gefragt, ob ich sie angesteckt haben könnte – ich könnte nur schwer damit umgehen. Die Ärztin meinte, dass das sehr sehr sehr unwahrscheinlich sei – bei Katz und Mensch seien da wohl unterschiedliche Bakterien im Spiel. Ich habe nicht genauer nachgefragt. Ich will einfach glauben, dass ich nicht schuld bin.

Ich vermute, es gibt Stimmen, die meinen, ich solle es gut sein und Mathilde gehen lassen. Ich halte dagegen: Wenn sie die Narkose nicht übersteht, ist das ja faktisch wie einschläfern. Und wenn sie Krebs feststellen, wird die Narkose so weit vertieft, dass es ist wie einschläfern. Wenn es hingegen eine Chance gibt, dass das nur ein vermaledeiter Infekt ist, werden wir sie ergreifen. Mathilde hat jederzeit „die Wahl“ aufzugeben, man wird sie zu nichts zwingen.

Morgen zwischen 10 und 12 Uhr finden also Biopsie und CT statt. Wann immer davor oder während irgendwas anders läuft als geplant, werde ich benachrichtigt. Sonst danach.

Ich habe Mathilde selber heute nur kurz sehen können – auf der Intensiv sind Besuche immer ein wenig schwierig. Dennoch durfte ich sie kurz streicheln und ihr sagen, dass wir alle an sie denken – und ihre Entscheidung akzeptieren. Sie sah wirklich ziemlich schlecht aus, ehrlich gesagt. Aber sie habe heute „munter gefuttert, dabei schon fast abenteuerlustig geschaut“, sagte die betreuende Pflegerin.

Was ich am Zürcher Tierspital – neben der medizinischen Versorgung natürlich – wirklich grossartig finde, ist die „Stimmung“ dort. Das klingt jetzt seltsam, oder? Aber wirklich jeder dort vom Chefarzt bis zum Pfleger, von der Empfangsdame zu den teils verzweifelten Menschen in der Wartehalle – Fragen werden geduldig beantwortet, es werden wortlos Taschentücher gereicht, man versteht einander, hofft und bangt mit, wildfremde Menschen drücken einem die Schulter und wünschen alles Gute – nur schon deswegen muss ich dort immer heulen. Ich weiss Mathilde an einem der liebevollsten Orte der Welt

Morgen also. Mir ist schlecht.

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Nachtrag: Ein grosses Kämpferherz hat aufgehört zu schlagen

Geliebte Mathilde – atme! Atme und lebe! ♥

Ich komme gerade aus der Notaufnahme des Tierspitals. Mit einer leeren Transporttasche 😦

Am 12. April jährte sich ein schrecklicher Vorfall zum zweiten Mal. Ganz bewusst hatte ich das Datum nirgends erwähnt: Solch → schlimmer Ereignisse sollte nicht extra gedacht werden. Meinte ich. Nun werde ich exakt 2 Jahre und 3 Tage später doch dazu gezwungen: Mathildes und mein Albtraum wiederholt sich gerade.

Ich vegetiere ja hier seit bald 2 Wochen krankheitshalber zu Hause rum. Meistens schlafe ich und bekomme eh nichts mit. Heute gegen 15 Uhr ging ich verpennt auf der Terrasse ein wenig Luft schnappen. Ich sah Mathilde da liegen – aber irgendwie anders als sonst. Nicht entspannt sonnend, sondern irgendwie … seltsam. Ich sah näher hin und bemerkte, dass sie statt relaxed zu atmen die Luft regelrecht pumpte, dazu das Mäulchen immer wieder öffnete und verkrampft wirkte.

Irgendwie in meinem eigenen Delirium entscheidungsunfähig, zählte ich ihre Atmung: 40 Atemzüge pro Minute – so weit ich von ihrer Perikarditis damals wusste, durchaus noch im „OK-Bereich“. Dennoch kam mir das alles nicht gut vor und so rief ich unseren Tierarzt an und schilderte ihm meine Beobachtung. Er meinte nur: „Wie schnell können Sie hier sein?“

15 Minuten später stand ich unfrisiert, aber notdürftig öffentlichkeitsfähig mit Mathilde in der Praxis. Dort wurde sie geröntgt: Die eine Lungenhälfte zeigte deutliche weisse Masse auf den Röntgenbildern, auch schien die Lunge dort deformiert – womöglich kollabiert. Unser Tierarzt überwies uns umgehend an die Notaufnahme des Tierspitals. Während man uns ein Taxi rief, wurden die Ärzte im Spital auf unser Kommen vorbereitet – mit allem, was sie wissen mussten. Inzwischen zeigte Mathilde Maulatmung.

Wir waren Ende März zur Kardio-Kontrolle. Alles war prima. Wir waren letzte Woche zum erneuten grossen Blutbild. Alles war prima – naja, so weit. Ich hab die Schallbilder und das Blutbild gesehen. Alles unverdächtig. So schnell kann es gehen. All das schiesst mir durch den Kopf, während wir zum Tierspital rasen.

Weitere 10 Minuten später wurden wir in der Notaufnahme schon erwartet, Mathilde wurde umgehend in eine Sauerstoffbox gesetzt und zusätzlich per Schlauch beatmet. Derweil erzählte ich alles zu ihrer → Vorgeschichte und auch, dass ich selber seit rund zwei Wochen mit einer Bronchitis/Lungenentzündung kämpfe – ob ich sie vielleicht angesteckt habe, was bei bakteriellen Infekten (anders als bei viralen offenbar) durchaus denkbar sei.

Die Ärzte meinten, Letzteres sei Mathildes beste Chance. Aber leider unwahrscheinlich, da sie kein Fieber hat. Wahrscheinlicher als Ursache seien ein Ödem oder auch ein Tumor.

Dass Mathilde stationär bleibt, war eh schnell klar. Sie liegt jetzt auf der Intensivstation – dort wird sie von Maschinen und Menschen rund um die Uhr überwacht. Sterben kann sie trotzdem. Das hat man mir auch noch mal ganz klar gesagt. Mathildes Gesamtsystem kann derzeit jederzeit kollabieren. Aber immerhin kann sie nicht elendiglich unbemerkt lautlos ersticken. Das immerhin nicht. Und wer schonmal ein Wesen (fast) ersticken gesehen hat (oder es selbst erlebte), weiss, dass das schon viel wert ist.

Und dann wie immer diese grauenvolle Frage: „Wie weit sollen wir gehen? Rot, gelb oder grün?“ Rot = keine lebensrettenden Massnahmen, im Zweifel ausknippsen. Gelb = teure Massnahmen nur nach Rücksprache. Grün: Go for it!!!!!!!!!!!!!!!!!! Alles, was Medizin hergibt und Ethik erlaubt.

Natürlich tiefgrün. Was sonst?

Sie melden sich – je länger nicht, desto besser. Spätestens morgen mittag. Sagten sie.

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Geliebte Mathilde. Ich weiss dich in den besten Händen der Tierarztwelt. Ich weiss, dass du eine Kämpferin bist, die schon das Undenkbare geschafft hat. Wenn du magst – wenn du magst, dann bitte kämpfe weiter. Komm zu uns zurück, ja? Und aber wenn nicht, dann lass los. Ok? Quäle dich nicht. Aber wenn du nur den geringsten Grund siehst, hier bei uns zu bleiben, dann kämpfe. Wir sind bereit, diesen Weg mit dir zu gehen – so weit er uns trägt. Gemeinsam – für immer ♥ Ich liebe dich weit weit mehr, als Worte es je sagen könnten. Ich bin bei dir, auch wenn ich gerade nicht da bin.

Mathilde, ich liebe dich – whatever it takes.

ps: Ich hatte mir ja zum Geburtstag eine dieser supertollen Filzhöhlen von Dornröschen gewünscht – das haben vielleicht einige über FB gesehen. Falls jemand ernsthaft daran dachte, uns sowas Tolles zu schenken (was ich ja nicht glauben könnte) – wir brauchen bitte im Moment eher jeden Cent für Mathildes Behandlung ♥ Das ist kein Spendenaufruf! Ich nehme keine Spenden an, da bin ich stur. Aber man schenke mir wenn denn überhaupt zum Geburtstag bitte keine Bücher, Weine, Gutscheine oder sonstwas – wer mir etwas schenken möchte, drückt meiner Mathilde die Daumen. Und vielleicht – ob man dran glaubt oder nicht – betet er für sie?

Danke! smiley_emoticons_liebhab

Gerade hat Faramee im Schlaf gefiepst – ich stand sofort bei ihr wie die Weltallpolizei. Ich weiss gerade nicht, ob Tierhaltung mich nicht überfordert.

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Nachtrag: Zwischenbericht aus dem Tierspital

1 Jahr Kamikatze-Zwerglis-Blog

Eigentlich hätten wir hier ja Grund zu feiern: Den Kamikatze-Zwerglis-Blog gibt es nun seit genau einem Jahr smiley_emoticons_kolobok-party-dancers

Die Zwerglis und ich danken allen, die uns in der Zeit nicht davongelaufen sind smiley_emoticons_blume – und natürlich auch jenen, die in der Zeit zu uns gefunden haben smiley_emoticons_hug

Auch wenn ich hier nicht ganz so fleissig schrieb wie ursprünglich geplant, fühlt es sich weiterhin richtig an, hier unser eigenes kleines virtuelles Reich zu haben, wo wir uns nach Belieben austoben können. Doch auch wenn hier noch einiges geplant ist, ist jetzt nicht der Moment für grosse Worte. Vor wenigen Tagen erfuhr ich, dass Faramees Patenonkel, der ebenfalls hier ihre Geschicke nach unserem Foren-„Ausstieg“ (…) weiter mitverfolgt hatte, tragischerweise verstorben ist – es fühlt sich ausgesprochen eigenartig an zu wissen, dass er hier nie wieder kommentieren wird. Natürlich nicht nur das – ich hoffe, ihr versteht. Es macht mich einfach gerade irre traurig.

Zudem legt mich gerade eine mysteriöse Bronchitis mit Hang zur Lungenentzündung in jeder Hinsicht auf Sparflamme. Und so gammle ich die Tage hier zwischen Koma, Halbschlaf und Fieberträumen so rum und geniesse in den wenigen wachen Stunden die Aussicht von meinem Krankenlager aus:

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Die Aussicht heute Nachmittag jedoch freute mich ganz besonders: Ich ertappte Moriah (einmal mehr) dabei, wie sie ganz von sich aus ihre nähere Umgebung hier unten selbständig erkundete – es sind erst wenige Meter, aber immerhin – ein weiterer grosser Schritt für Moriah:
moriah-erkundungstour

… und schliesslich auf der Terrasse landete:
moriah-erkundungstour2

Demnächst dann mal wieder mehr (ja, auch Fotos und so smiley_emoticons_razz)

Für den Moment einfach mal wieder: Danke euch allen, die immer noch dabei sind smiley_emoticons_herzen02 1 Jahr – hipphipp, hurra! smiley_emoticons_kolobok-party-dancers Die grosse Party holen wir dann nach smiley_emoticons_torte

ps: Und weil wir ja keine Pausen kennen, geh ich morgen früh trotz Bronchitis mit Thillie zum Tierarzt: Sie hat doch wieder abgenommen und trinkt auffällig viel in letzter Zeit. Und wenn ich schonmal Zeit habe… smiley_emoticons_rolleyesnew

Danke euch!! Felize ist beim Fotowettbewerb Dritte geworden ♥

Und beim Preis dürft ihr nun mitreden – im Wortsinne 😀

Kürzlich hatte ich euch ja gebeten, ob ihr beim Fotowettbewerb der Katzen-Hilfe Uelzen für → Zuckermotte Felize voten mögt. Offensichtlich wurde ich erhört: Felize hat es bei ihrem allerersten Fotowettbewerb auf den dritten Platz geschafft!  smiley_emoticons_cooler  Wir sind ein wenig überrascht (die Konkurrenz war ja zauberhaft), aber vor allem ganz furchtbar stolz und happy: Ich auf meine „Fotografierkünste“ (höhö), Felize auf ihr Posing und vor allem auf so tolle Unterstützer wie euch!  smiley_emoticons_kolobok-party-dancers  Felize wurde gerade schon durchgenudelt und beglückwünscht ♥

Neben Ruhm und Ehre gab es ja auch ganz tolle Preise zu gewinnen (Danke an die Katzen-Hilfe Uelzen fürs Organisieren und an die Sponsoren!). Und ich bin eigentlich besonders happy mit unserem Preis:
3. Preis: Gutschein für ein Fellnasengespräch mit Tierkommunikatorin Alexandra Hilfrich-Becker www.fellnasengespraeche.de

Ich habe ja zu Tierkommunikation ein sozusagen unklares Verhältnis: Einerseits bin ich offen dafür und kenne auch aus eigener Erfahrung Beispiele, die mich echt beeindruckt haben. Anderseits habe ich auch Vorbehalte – gerade als vor einiger Zeit in meinem Katzenumfeld ein gewisser Hype darum entstand und plötzlich scheinbar jeder mit seinen Tieren kommunizieren konnte… (äh: ausser ich 😛 ) allerdings mehrheitlich ohne jedes Ergebnis hinsichtlich bestehender Probleme. Heikel finde ich es auch, wenn es um Notsituationen geht – eine Katze zB. verschwunden ist, das verzweifelte Dosi nach jedem Strohhalm greift, und dann womöglich nach weiterhin erfolgloser Suche noch Vorwürfe ertragen muss, sie habe sich halt nicht genug angestrengt, die Angaben aus der Tierkommunikation richtig zu interpretieren. Den traurigen Erfahrungsbericht einer lieben Freundin möchte ich hierzu gern verlinken: → www.meow.ch/tierkommunikation

Da ich dem Thema aber dennoch sehr neugierig gegenüberstehe, freue ich mich sehr, dass wir nun die Möglichkeit haben, uns mal ganz tiefenentspannt darauf einzulassen, ohne dass irgendwas davon „abhängt“. Normalerweise greift man ja in Notlagen/bei Problemen zu solchen Hilfestellungen – umso spannender finde ich es, dass die Situation hier nun nicht so ist. Ihr versteht, was ich meine? 🙂

Mein erster Reflex war zwar, dass ich der Tierkommunikatorin gern Fragen zur Situation mit → Shakti und Moriah stellen würde. Aber ich komme davon eher wieder ab: Für die Situation werden wir ja von unserer Verhaltenstherapeutin hervorragend beraten. Womöglich bringt mich das dann nur durcheinander oder es nimmt schlicht das Freudvolle aus der Chance.

Und nun steh ich da, freue mich riesig über unseren Preis und habe keine Ahnung, wie ich das am besten nutze 😛 Grundsätzlich läuft hier alles prima, ich habe den Eindruck, dass die Zwerglis und ich uns (mehrheitlich) auch ohne grosse Worte verstehen – und so weiss ich grad gar nicht, was ich wen nun fragen soll.

Ich nehme jetzt mal an, dass ich nur einem der Zwerge Fragen stellen „darf“ – sonst wirds vermutlich zu kompliziert? Ich habe auch überlegt, mit einem Sternchen zu sprechen – zB. mit → Mogwai oder → Sahib, bei denen ich meinen Frieden ja noch immer nicht damit geschlossen habe, was ich da geschehen liess. Aber ich glaube, das traue ich mich nicht smiley_emoticons_sad

Hier kommt ihr nun ganz konkret zu Wort: Was wolltet ihr schon immer von den Zwerglis wissen? 😀
Was würdet ihr wen hier fragen? Oder andersrum: Was würdet ihr eure eigenen Katzen fragen?

Ich hoffe auf regen Input von euch, um diese spannende und zugleich so entspannte Möglichkeit optimal zu „nutzen“: Wenn ihr je etwas von den Zwerglis direkt vernehmen wolltet, dann jetzt ♥ Tobt euch aus 😀

Und nochmal ganz ganz herzlichen Dank an alle, die für mein kleinmoppeliges-zuckerschock → Schiefköpfchen gevotet haben – wir freuen uns wirklich sehr!  smiley_emoticons_liebhab

Felize macht bei ihrem 1. Fotowettbewerb mit…

… und würde sich über eure Stimme freuen! Es darf bis zum 09.03.2014 abgestimmt werden.

Felize nimmt am ersten Fotowettbewerb ihres Lebens teil, und ist schon mal ganz stolz, es überhaupt in die letzte Runde geschafft zu haben smiley_emoticons_panik4 Wenn ihr für sie abstimmt, damit sie noch weiter nach vorne kommt, freut sich das kleine Dingelchen erst recht:

es ist Bild Nr. 009

Felize
Herzlichsten Dank schonmal fürs Voten und vielleicht sogar teilen? 😀

Bitzeli fies ist, dass wir beim Wettbewerb mit dem Motto „Frühjahrsputz“ in Konkurrenz zu anderen zauberhaften Katzis stehen (liegt wohl in der Natur eines Wettbewerbs) und auch zu befreundeten Katzen. Wir nehmens sportlich und freuen uns einfach für jeden, der bei dem Wettbewerb gewinnen möge – es sind alles tolle Bilder ♥

Auf Bild Nr. 006 und Bild Nr. 012 erkenne ich zB. jetzt auf Anhieb befreundete Katzen – also gern auch für die voten (man darf allerdings nur einmal).
Mein persönlicherTop-Favorit – jetzt ohne jede persönlich geprägte Präferenz, sondern allein aufgrund Motto und Umsetzung – ist ganz klar Bild Nr. 001, das finde ich klasse.

Für wen ich dann stimme, sagsch noch nüch 😛

Dabei sein ist alles! 😀

Ach so: Und Spenden nimmt der kleine feine Verein, der Felize damals gerettet hat, auch immer gern 🙂 Ich meine ja nur… Geht auch ganz einfach zB. über PayPal – schaut euch gern mal die Website der Katzen-Hilfe Uelzen e.V. an 🙂 Danke! ♥

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Nachtrag, 10. März: Felize ist dank euch auf dem → dritten Platz gelandet! Danke ♥ ♥ ♥

Lernfähigkeit ist eine Gnade – für Mensch und Tier

Nachdem ich endlich begriffen hatte, welch grosse Verantwortung ich als Tierhalter trage, und dass es definitiv nicht reicht, das Beste nur zu wollen, versuchte ich mich darin, das Bestmögliche zu tun.

Nach → Sahibs unnötig langem Todeskampf und → Mogwais ebenso unnötigem Leiden, stürzte meine Welt ein: Ich hatte bei beiden auf ganzer Linie versagt. Ich hatte bis zu diesem Punkt meine Verantwortung als Tierhalter komplett unterschätzt, war der Aufgabe ganz offenkundig nicht gewachsen und musste also dringend dazulernen.

Als Erstes wechselte ich die Tierarztpraxis. Ich liess mir in einem Schweizer Katzenforum einige Zürcher Kliniken empfehlen und schrieb jener, die mir den modernsten Eindruck machte, eine E-Mail, in der ich freundlich aber bestimmt darauf hinwies, dass ich alte, chronisch kranke und behinderte Katzen habe – ja: auch solche aus dem Ausland – und sie mir bitte direkt sagen möchten, falls sie da eine „kritische“ Haltung haben, so dass ich weitersuchen kann.

Die Antwort der noch heute dort tätigen Assistentin war herzerwärmend ♥

Als Nächstes las ich mich in alles ein, was bei meinen Katzen bisher diagnostiziert worden war. Namentlich hier genannt Omars CNI und Mathildes → FIV. Ich vermied dabei Communities, da ich keine Horrorgeschichten wie zB. über Mathildes FIV damals, sondern so weit vorhanden Fakten wollte. Das ist jetzt keine Kritik an Communities – sie sind nur oftmals einfach nicht der richtige Ort, um sich inhaltlich auf womöglich dereinst lebenswichtige Entscheidungen vorzubereiten.  Aber ich erfuhr damals in einer Community grossartige emotionale Unterstützung dabei, diese teils sehr schweren Entscheidungen dann auch durchzuziehen – das ist die Stärke von Communities ♥

Und dann kam unsere grosse Prüfung. Das Jahr 2012.

Es wäre zu viel, alles hier nochmals zu erzählen, und einigen von euch geht die ewige Leier wahrscheinlich auch schon langsam auf die Nerven 😛 Doch der Zeitraffer zeigt vielleicht jenen, die uns noch nicht kennen, welche Lawine der Angst, des Schmerzes und auch des Lernens uns damals plattwalzte.

Ich beginne den Rückblick sinnigerweise dort, wo alles anfing, und beschränke mich auf die Aspekte, um die es mir hier geht:

Februar 2012
Ruhe vor dem Sturm

Anfang Februar beginnt der damals 22-jährige CNI-Patient Omar stark abzubauen – sein Zahnfleisch ist extrem entzündet und er nimmt weiter drastisch ab. Iwon verkracht sich mit Omars Homöopathen – man trennt sich im Streit. Na – Hauptsache, man trennte sich.

März
5. März: Schock-Diagnose für Mathilde. Beim jährlichen Kardio-Schalltermin (wegen HCM) zeigt sich, dass einer von Mathildes rechten Lungenlappen kollabiert ist. Nur eine OP kann die Ursache klären und mutmasslich – wenn überhaupt – ihr Leben retten. Sollte sich bei der OP zeigen, dass ein Tumor oder ein Infekt schon weit fortgeschritten ist, würde man sie schlafen lassen. Die OP wird schliesslich für Donnerstag, den 8. März, angesetzt. Ein langer Leidensweg nimmt seinen Lauf…

8. März: Mathilde übersteht die OP mit Bravour! Kein Tumor, „nur“ ein Abszess.

Schicke Frisur:

12. März: Mathilde darf nach Hause.

Mathilde braucht unendlich viele Medikamente, die sie aber brav annimmt. Sie erholt sich langsam, aber stetig.

Auch Omar hält sich derweil tapfer. Er speichelt sich zwar regelmässig voll und muss von mir entsprechend regelmässig „gebadet“ werden, um den blutverschmierten Kleister aus seinem Fell zu bekommen – aber ansonsten ist er fidel und munter. Wohlwollende Menschen empfehlen mir dennoch, „dem ein Ende zu setzen“.

21. März: Omar muss nun doch in Narkose – die Zahnfleischentzündung ist so schlimm, dass man nicht mehr drumrum kommt. Erneut wird mir geraten, ihn direkt einschläfern zu lassen, weil er die OP ja eh kaum überleben könne. Oder sonst die OP zu unterlassen, weil er ja dabei sterben könnte. Ich sehe das nicht ein: Ihn direkt töten oder sonst leiden lassen, weil ihn die Hilfe töten könnte?

Bei der OP sollte sich herausstellen, dass seine Zähne wider Erwarten in gutem Zustand sind – er aber eine urämische Anämie hat, die es notwendig macht, 2x pro Woche zur Infusion zu fahren. Gut, dann machen wir das.

Mathilde erholt sich derweil weiter von der schweren OP:

23. März: Mathildes Fäden werden gezogen. Inzwischen weiss man, dass ein eingeatmeter Fremdkörper Ursache für den Lungenlappenkollaps war. Also keine weiteren Folgen zu erwarten, keine Krankheit.

April
12. April: Die schlimmste Nacht überhaupt: → Ich fand Mathilde gegen 0.30 Uhr erstickend halb unter dem Sofa. In der Notaufnahme konnte ihr Leben in allerletzter Sekunde gerettet werden.

Diagnose: Perikarditis, Herzbeutelentzündung. Eine Krankheit, die bei Katzen eigentlich gar nicht vorkommt.

Wieder eine endlose Zeit der Ungewissheit, des Hoffens und Bangens – des nicht Wissens, was richtig oder falsch ist… Die Ärzte im Tierspital kommen zum Schluss, eine erneute Brustkorböffnung sei Mathildes einzige Chance: Herzbeutelentfernung. Die OP wird auf den 25. April angesetzt.

Nette Menschen, die es wirklich gut mit uns meinen, raten mir davon ab, Mathilde erneut durch diese Strapazen zu schicken. Ich dachte natürlich darüber nach und kam zum Schluss: „Es gibt nur drei Möglichkeiten. 1. Ich lasse sie direkt einschläfern. 2. Ich lasse sie langsam ersticken – denn die Flüssigkeit wird bald wieder auf Lunge und Herz drücken. 3. Die OP. Ich wähle die OP.“ Wenn Mathilde die OP nicht überlebt, hatte sie dennoch wenigstens eine Chance.

Der eine oder andere meint, wie vielen notleidenden Katzen ich mit dem Geld für die OP helfen könnte, statt „nur einer“. Auch diese Überlegung nehme ich ernst: Mehrere Tausend Franken, was könnte man damit alles machen… Aber darf man so rechnen? Ich halte mich an Antoine de Saint-Exupery: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“

Mehrmals täglich muss ich Mathildes Atmung kontrollieren: Maximal 40 Atemzüge pro Minute sind noch ok, 50 wären kritisch, bei 60 alles stehen und liegen lassen und ab zur Notaufnahme. Mathildes Atmung ist stabil zwischen 38 und 42. Ich schlafe nachts bei ihr auf dem Sofa.

23. April: Lucie kommt heute mit zu Omars Infusion, weil sie wieder geröchelt und gekeucht hat. Das wird schnell behoben, aber es zeigt sich, dass ihre süssen Vampirzähne raus müssen.

24. April: Lucie bekommt die Zähne gezogen und übersteht die OP einwandfrei. Vampirzähnchen in loving memory:

Lufie ift auch ohne Fangfähne fön:

25. April: Mein Geburtstag. Mathilde wird am Herzen operiert. Sie überlebt. Von nun an wird es UNSER Geburtstag sein. Meine herzensgute Freundin Cheesy half mir auf diesem so angstvollen und schmerzlichen Weg so sehr – danke! ♥

Doch Mathilde erholt sich nicht wie erhofft – das Bangen geht weiter.

30. April: Mathilde darf heim.

Mai
7. Mai: Mathilde schien sich inzwischen doch sehr gut gefangen zu haben, Atemfrequenz an der oberen Grenze knapp über 40. Beim Entfernen der Tacker im Spital wurde nochmal ein Schall gemacht. Die Flüssigkeit ist wieder da: Die OP habe nichts gebracht, die Entzündung sei wohl schon aufs ganze Herz übergesprungen – nichts mehr zu machen. Ausser: Cortison. Die letzte Hoffnung… Trotz FIV.

8. Mai: Wir beginnen mit dem Cortison. Wenig Hoffnung ist besser als keine.

9. Mai: Omar feiert seinen 23. Geburtstag. Und wir begehen auch LouLous ersten Todestag.

14. Mai: Mathilde hat Kardio-Kontrolle. Der worst case ist eingetreten: Das Cortison schlägt nicht an – Mathildes Herz vernarbt weiter. Die Ärzte geben sie auf.

Es folgt eine nervenaufreibende Zeit, in der ich (scheinbar) zwei sterbende Katzen begleite und oft nicht ein noch aus weiss. Ich messe Atemfrequenzen, wasche nun täglich einen verspeichelten Katzenopi ♥, vertüfftle mich darin, wie ich all die Medis in Katzis bekomme, fahre zweimal pro Woche mit Omar morgens vor der Arbeit zur Infusion in die Praxis – er geniesst diese Ausflüge. Aber ich muss irgendwie auch Job, Haushalt und alles andere irgendwie hinkriegen. Freunde kommen zu kurz, werden teils wütend, wenden sich von uns ab.

22. Mai: Kontrolltermin mit Omar und Mathilde. Mathilde ist stabil, aber sehr schwach. Omar baut nun radikal ab: nur noch 3 Kilo von einst über 7. Der Tierarzt will am 25. Mai entscheiden, ob Omars Lebensqualität noch ausreichend gegeben ist.

Es ist, als hinge ein Damoklesschwert über uns: Wie verbringt man „letzte Tage“?

25. Mai: Omar wiegt nur noch 2,8 Kilo. Aber der Tierarzt meint, Omar sei noch voll da – und solle noch bleiben dürfen.

Juni
Eine emotional sehr wacklige Zeit. Aber es gibt viele schöne Momente, die wir bewusster als sonst geniessen. Es ist wahnsinnig schwierig – irgendwie soll diese letzte Zeit „besonders“ sein. Wie dumm. Unsere Lebenszeit sollte immer besonders sein ♥

Juli

Mathilde nimmt zu, Omar ab. Erst freute ich mich über Mathildes Gewichtszunahme, bis mir klar wurde, dass diese zusätzlichen 400 Gramm auch Flüssigkeit sein können. Es stellt sich jedoch heraus, dass das runde halbe Kilo mehr durch und durch Mathilde ist, keine Flüssigkeit ♥

Omar wird inkontinent. Erst tappe ich in alte Muster und bin geneigt, dies auf seinen Gesamtzustand zu schieben. Aber ich habe ja dazugelernt: Der Tierarzt stellt einen Harnwegsinfekt fest, der schnell kuriert ist. Omar bleibt dennoch inkontinent. Der Parkett wird grossflächig mit Windelunterlagen abgedeckt. Omar kann ja nichts dafür. Der Parkett auch nicht.

18. Juli: Der Tierarzt hatte darauf gedrängt, dass wir Mathilde nochmal zum Kardio-Schall bringen, um zu sehen, wie es um die Herzentzündung steht. Grosses Erstaunen in der Kardio-Abteilung des Tierspitals: Mathilde ist stabil – weiterhin keine Flüssigkeitsansammlung.

27. Juli: Wir sind erneut beim Tierarzt wie so oft. Er gibt Omar noch letzte 24 Stunden – nun steht es fest: Omar tritt seine grosse Reise am 28. Juli um 11 Uhr an. Der Tierarzt erklärt mir sanft aber eindringlich, was nun mit Omar passieren wird. Ich weine. Der Tierarzt gibt Omar ein letztes Mal Schmerzmittel und seine Infusion, damit er seine letzten 24 Stunden einfach noch leben kann, ohne zu leiden.

28. Juli: Ein grosser Kämpfer hat diese Welt verlassen – der Übertritt war ganz sanft.

Omars Tod schmerzt mich sehr – so viele gemeinsame Jahre ♥ Doch es zerfetzt mich diesmal nicht. Der Tod steht nunmal am Ende eines jeden Lebens, das ist unvermeidlich. Was es auf dem Weg dorthin zu vermeiden gilt, ist Leid. Diesmal habe ich alles richtig gemacht.

August
Das erste Mal seit einem Jahr besuche ich wieder meine Familie in Berlin – zuvor war ich fast ein Jahr lang nicht mehr verreist um Omars Willen.

22. August: Das Wunder. Mathildes Kardio-Kontrolltermin ergibt: Sie ist geheilt – ihr Herz zeigt keine Entzündungsanzeichen mehr. Das war medizinisch eigentlich gar nicht möglich. Der Chef-Kardiologe hat Tränen in den Augen – er kann es selber nicht fassen und sagt: „Wenn eine das schafft, dann eine gebeutelte Strassenkatze – die sind so stark.“ War ich je glücklicher?

Zurück im Jahr 2014
Mathilde liegt gerade glücklich schnarchend neben mir auf dem Sofa ♥ Ich weiss nicht, wie viel Zeit ihr noch bleibt (das weiss man eh nie). Sie ist ca. 14 Jahre alt (eher älter gemäss Schätzung der Klinik), ist FIV-positiv, hat SDÜ, Herzprobleme… Aber sie geniesst ihr Leben, sie spielt auf ihren drei dürren Beinchen, meckert, geniesst die ersten Anzeichen des Frühlings. Und sie hat – HEY – die tiermedizinische Fachwelt mal eben umgehauen 😀

An Omar kann ich dankbar zurückdenken, ohne jedesmal in Tränen und Selbstzerfleischung auszubrechen ♥ Sein letzter Weg war richtig und gut begleitet von einem einfühlsamen und fachkundigen Tierarzt, der stets auf ihn und mich achtete.

Omars letzte Monate hier bei uns waren eine stete Zerreissprobe für mich. Ich hatte jedes Urteilsvermögen über sein Wohlbefinden verloren – ich pendelte immer nur zwischen der Sorge, ihn zu früh aufzugeben oder aber ihn zu lange hier zu halten. Er war am Ende kein schöner Anblick mehr (fürs Auge – fürs Herz war ers immer) – ich habe auch keine Fotos mehr von ihm gezeigt. Einerseits, um seine Würde zu wahren, anderseits weil bei seinem Anblick wohl viele entsetzt einen Schritt zurückgewichen wären. Doch Omar war das Einerlei: Er sah zwar teils aus wie ein blutverklebtes strubbeliges Gerippe, sprang aber dennoch weiterhin auf die Küchenanrichte, ging auf die Terrasse, spielte sogar noch mit den anderen Zwerglis.

Aber an jenem 27. Juli, als es „so weit war“, sah sogar ich das in seinen Augen: Er war müde, unendlich müde.

Wer diesen Weg noch nie oder vielleicht erst einmal so traumatisch wie ich damals bei Sahib gehen musste, traut sich womöglich zu wenig oder auch zu viel zu. Man kann sich ohne eigene – wiederholte – Erfahrungswerte auf „so etwas“ nicht emotional vorbereiten – ich glaube nicht, dass das geht. Aber man kann sich thematisch und dahingehend darauf vorbereiten, dass man sich eingesteht, keine Ahnung zu haben, was nicht nur emotional auf einen zukommt. Und bereit zu sein, dazuzulernen, indem man Fehler nicht beschönigt, sondern daraus lernt. Auch aus den Fehlern anderer. Damit ist sowohl Tier wie Mensch geholfen ♥

Und darum wird mein Rat in allen Krankheitsfällen immer nur einer sein: Sucht euch einen fähigen Tierarzt, der sowohl seine Patienten wie auch seine Kunden stets ernst nimmt. Fürchtet nicht den Tod eures geliebten Wegbegleiters, sondern sein Sterben. Erspart eurem geliebten Wesen nichts, was klischeehaft als „stressig“ gilt. Wir haben Verantwortung übernommen – lasst sie uns wahrnehmen.

Sterbebegleitung für jemanden, für den man die vollumfängliche alleinige Verantwortung übernommen hat, ist schwer, ja. Aber: Sie kann auch in gewisser Weise „schön“ sein. Doch, ehrlich ♥ Man kann einem geliebten Wesen bis zuletzt an der Seite stehen und es dann sanft an der Hand nehmen, um es in Liebe, Geborgenheit und Respekt loszulassen.

Seid tapfer, wenn es so weit ist, und lasst euch auf eurem Weg nicht beirren ♥

Siehe dazu auch unser neues Kapitel: → Der Abschied

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
Antoine de Saint-Exupery

Ich gestehe: Ich habe versagt. Teil 2

Wohin es führt, wenn man Vorurteilen glaubt, statt sich zu informieren und selber Verantwortung zu übernehmen. Bitte nicht nachmachen.

Kürzlich habe ich hier ja schon die relativ unrühmliche Geschichte erzählt, wie bei meinem damals 20-jährigen Kater Sahib voreilig und allein → aufgrund seines Alters Demenz diagnostiziert wurde, da er nachts lauthals rumschrie. Dabei hatte der arme Kerl „einfach“ aufgrund massiver Zahnsteinverwucherungen schlichtweg – aus meiner Sicht zur Unzeit – Hunger.

Heute würde ich nach so einem Diagnoseverlauf sehr sehr misstrauisch gegenüber dem betreffenden Tierarzt und mindestens eine Zweitmeinung einholen (kann übrigens fast nie schaden, wenn man Zweifel hat). Doch damals war ich ahnungslos. Ich hatte noch nie zuvor die Verantwortung für eine so doch recht alte Katze und auch irgendwie zu keiner Zeit damit gerechnet, dass Katzen so alt werden. Es gab damals zwar schon Internet, ich hätte mich also kundig machen können. Theoretisch. Aber ich sag mal so: Ich bin kein Digital Native 😛 (und nach allem, was ich inzwischen im Internet schon so gelesen habe, bin ich darüber auch nicht nur traurig… Doch das ist eine andere Geschichte).

Unser damaliger Tierarzt hatte mir schon eingeredet, dass meine beiden Kater nun demnächst tot umfallen, als sie so ca. das Alter von 16 erreicht hatten. Die Katzen meiner Eltern, mit denen ich aufgewachsen war, wurden auch nicht älter. Es wäre jetzt ein wenig bösartig, wenn ich sage: Logisch nicht, die waren ja auch in der Obhut dieses besagten Tierarztes…

Kurz: Ich dachte damals, so mit 16/17 ist ne Katze sozusagen eine Art fitter Zombie  smiley_emoticons_rolleyesnew smiley_emoticons_motz

Nur so kann ich mir heute rückblickend erklären, warum ich zuliess, was ich dann zuliess – entschuldigen kann und will ich es nicht. Aber wenn man sich selbst wie ein hirntoter Idiot benahm, was ein geliebtes Wesen in grosses Leid führte, dann möchte man das ja gern irgendwie verstehen können, wie in Gottes Namen das möglich war.

Es begab sich jener Tage….: Sahib war inzwischen 21 Jahre alt. Ein Alter, mit dem ich damals wie gesagt nie gerechnet hätte. Irgendwann gab er brutal ab. Von praktisch einem Tag auf den anderen interessierte ihn nichts mehr, er frass kaum noch (siehe dazu bitte unbedingt: → hepatische Lipidose!) und der einst so anhängliche Kater zog sich merklichst zurück.

Heute würde ich eine Katze, die sich so verhält, umgehend in eine fachkundige Tierklinik verfrachten und abklären lassen, was los ist – es geht dabei nicht um Lebensverlängerung um „jeden Preis“, wie manche abgeklärte Leute das kritisieren – es geht allein darum, abzuklären, wie man einem Wesen, das sich selbst nicht helfen kann und für das man die vollumfängliche Verantwortung übernommen hat, helfen kann. Sei es durch palliative Pflege oder auch Einschläferung. Was immer nötig ist, damit der Schutzbefohlene so wenig wie möglich leiden möge.

Doch damals war ich doof. Ich hatte „gehört“, dass sich sterbende Tiere zurückziehen, dass dies „natürlich“ sei und man es geschehen lassen soll. Grobfahrlässig, wer sowas so verallgemeinernd-verniedlichend darstellt. Denn weil ich Dummerchen es damals nicht besser wusste, tat ich genau das meinem armen Kater an 😦

Unpraktisch war nur: Der hielt sich leider nicht an meinen schönen Plan für ihn. Er starb einfach nicht. Herrgottgopfertellinomal. Er starb einfach nicht.

Stattdessen litt er.

Aber ich hatte ja gelernt: Natur und so. Machen lassen. Katzen hassen Tierarztbesuche, zwecks Einschläferung nochmal mehr. Das kann ich meinem geliebten Tier doch nicht antun :-O Ich IDIOT.

Kurz: Es kam der Punkt, an dem mein Glaube brach. Es gibt in Zürich nicht so viele Tierärzte, die Hausbesuche machen. Ich machte ab einem gewissen Punkt des Leidens meines Tiers panikartig einen ausfindig. Der kam dann auch, stiess mich von meinem sterbenden Kater weg und rammte ihm die Todesspritze direkt ins Herz. Und noch während mein Kater starb, schimpfte er mich in Grund und Boden. Und erklärte mir haarklein, durch welche Hölle ich meinen Kater mit meiner dummdasseligen Haltung geschickt hatte.

Gut. Der Tierarzt gewann jetzt nicht auf voller Linie an Sympathiepunkten. Aber er lehrte mich, wie naiv ich war und was ich meinem Kater angetan hatte – weil ich es „ja nur gut gemeint“ hatte. Natur und so. Ich war am Boden zerstört. Und werde mir das nie verzeihen.

Solche Fragen sind auch in haustierthematischen Social-Media-Bereichen immer wieder Thema. Und wenn ich teils – mit diesem Bild meines im Todeskampf zitternden Katers vor Augen – solche Themen lese, könnte ich schreien. Wenn ich zum Beispiel lese, dass jemand in einem Forum zum Thema schreibt, der „’natürliche‘ Tod“ sei „ganz sanft, ganz friedlich – als wenn eine Kerze ausgeblasen wird“ – dann kann ich wirklich nur den Kopf schütteln.

Mag mal jemand „natürlichen Tod“ als Begriff definieren? Man kann auf mannigfaltigste Weise „natürlich“ sterben. Es ist auch nicht so sehr der Tod, der mich hier beschäftigt. Sondern das Sterben.

Und das sollte man jedem Lebewesen so „leicht“, kurz und schmerzlos wie nur möglich wünschen. „Natur“ hin oder her.

Sahib – mein Herz. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Nein – ich weiss: Du hast ♥ Ich war damals in diesen Belangen unbedarft ohne Ende. Es tut mir so leid, dass dich das mit voller Wucht traf.

Und darum schreibe ich all das zu meiner Schande und deiner Ehre nieder. Mögen andere meine Fehler nicht wiederholen – ich weiss gewiss, dass du für jede Katze lächelst, die auf ein klügeres Dosi als mich trifft. Sahib, ich liebe dich ♥

Sahib †

Sahib †

Was ich aus all dem lernte und worauf bei mutmasslich todbringenden Diagnosen und palliativer Pflege aus meiner Erfahrung zu achten ist, erfährt man hier: →Lernfähigkeit ist eine Gnade – für Mensch und Tier.

Passt bitte auf eure Schützlinge auf – achtet gut auf sie und gedeiht alle wohl ♥

Ich möchte etwas gestehen: Ich habe versagt. Teil 1

„Alte Katzen“… ich möchte dazu noch einiges sagen. Und gestehe: Ich habe versagt. Teil 1 ist noch der glimpfliche Teil. Das Furchtbare folgt noch.

Bis vor einigen wenigen Jahren hatte ich zwar wohl sehr viel „Erfahrung“ (bah) in Katzenhaltung, weil ich ja schon mit Katzen aufgewachsen war und lange vor Internet wieder eigene Katzen hielt. Das machte mich sozusagen zum Experten. Ha-ha. Ich schreibe das nur, weil manche noch immer so denken und weil ich klar machen möchte (jaja: nennt mich „belehrend“ – I could not care less), wie sehr man sich bezüglich „Erfahrung“ irren kann.

Ich hatte meine ersten eigenen Katzen Sahib und Omar:
sahib_mit_omar

… als „ältere“ Katzen mit 8 bzw. 9 Jahren von privat übernommen. Ich hatte selber nie damit gerechnet, dass sie beide mal über 20 Jahre alt würden.

Sahib (der schwarze) war etwas älter als Omar. Beide waren in all der Zeit bei mir nie krank. Keine Erkältung, kein gar nix. Gut, bei Omar wurde mit 16 CNI im „mittleren“ Stadium diagnostiziert (dazu ein nächster Beitrag dann) – aber sonst: Nie nix irgendwas.

Entsprechend hatte ich auch keine Ahnung von „echten“ Katzenkrankheiten. Katzenhaltung war easy, problemlos – nie war was. All die Jahre nie.

Und dann wurden sie alt. Aber – hui: Es passierte nix. Ausser eins: Eines Tages fing Sahib – mit 20 Jahren – an, nachts manchmal zu schreien – nicht wie man sich das bei akuten Schmerzen vorstellt, sondern eher „klagend“, anklagend fast schon.

Ich nahm das zuerst gar nicht so ernst. Ich weiss nicht mal mehr, was ich mir dabei dachte. Bis es jede Nacht so war, und ich keinen Schlaf mehr fand und ich mir – das dann doch auch – Sorgen um ihn machte.

Ich gehörte damals auch noch zu den Anhängern des Glaubens, man sollte Katzen so wenig wie möglich mit Tierarztbesuchen stressen. Sahib flippte zwar auf dem Weg zum Tierartz nicht komplett aus, aber er nässte sich halt ein, war gestresst – kurz: er mochte das jetzt nicht so. Ich Idiot stellte das über seine Gesundheit 😦

Er schrie also jede Nacht rum, also gings halt irgendwann trotz allem ab zum Tierarzt. Der meinte damals so: „Ja. Der ist ja jetzt schon 20 Jahre alt, nicht? Pf. Hm. Dann ist das halt Demenz. Der findet sich nachts nimmer zurecht, sieht und hört schlecht – ja, Frau Blum. Das ist halt so.“ Gross untersucht wurde Sahib nicht – das Urteil stand fest: Katze ist 20 = dement.

Frau Blum: „Ah. Ok. Scheisse. Aber dann ist das so.“ (ich Hornochse!!!)

Es wurde aber immer schlimmer. Sahib mauzte irgendwann die ganze Nacht durch, an Schlaf war weder für mich noch die Nachbarn zu denken. Ich war verweifelt. Also nochmal zum Tierartzt. Und diesmal hatten wir Glück.

Da „unser“ Tierarzt im Urlaub war, kamen wir zu einer Vertretung. Die meinte: „Frau Blum, der Kater hat sone massive Zahnsteinansammlung – der kiegt ja kaum noch die Kiefer auseinander um zu fressen: Der hat einfach Hunger.“

Ich:  smiley_emoticons_gucker2  smiley_emoticons_panik4

Also wurde mein 20-jähriger Kater unter Narkose gesetzt und der Zahnstein grundsatzentfernt. Was denn auch sonst? Ja: Er hätte bei der Narkose sterben können. Aber ich muss hier nicht weiter ausführen, dass es keine Alternative gab: Sollte ich ihn weiter leiden und hungern lassen? Oder lieber – wenn denn – friedlich einschlafen?

Eben.

Sahib überlebte die Narkose und mauzte danach nie mehr nachts. Er schlief stattdessen wieder selig in meinen Armen und war die Zufriedenheit selbst.

Er konnte einfach wieder genug fressen, so dass er nachts keinen Hunger mehr hatte. So einfach.

Ich will damit nicht sagen, dass es Demenz bei Katzen nicht gäbe – die gibt es. Doch so häufig wie sie diagnostiziert wird, kann sie meines Erachtens nicht sein: Ich habe sie bei meinen Senioren noch NIE erlebt. Noch nie.

Darum appelliere ich nochmal (und werde es noch oft tun 😛 ) an alle: Egal, wie alt eure Katze realiter ist – nehmt sie ernst.

Ich tat es leider früher nicht – wohin das führte, gestehe ich euch hier: Ich gestehe. Ich habe versagt. Teil 2 😦

Meine Katze wird „alt“ – und jetzt??

Gar nichts: „und jetzt?“. Weitermachen wie bisher. So einfach.

Ich meide ja inzwischen Katzenforen und Katzengruppen bei Facebook wie ein Heuschnupfenkranker die Birke. Zumindest was die kätzischen Fachthemen angeht. Wenn ich lese, wie in Socialmedia teilweise Unwissen und Halbwissen munter verbreitet und zementiert wird, zugleich Bedenkenträger unflätigst persönlich angegangen und beleidigenderweise mundtot gemacht werden, möchte ich mit einer Fliegenklappe um mich schlagen. Das macht es in seltensten Fällen besser. Daher lasse ichs einfach. Es nützt nix.

Dafür gibt es ja diesen Blog 😀

Wenn unsensible Menschen immer noch glauben, ihre arme Katze zu „Erziehungszwecken“ mit der Wasserpistole malträtieren zu müssen, läuft das für mich zwar ganz klar unter Tierquälerei und Idiotie – aber offensichtlich bekommt man diesen Schmarrn aus den Leuten nicht raus. Sehr sehr traurig 😦 Darum hoffe ich einfach, dass deren Katzen ihnen solches Desinteresse an kätzischen Interessen damit danken, indem sie ihnen ordentlich eins aufs mit der teuersten Bettwäsche frisch bezogene Kopfkissen kacken. Der Katze könnte nix Besseres passieren als in der Folge abgegeben zu werden.

Wo der „Spass“ für mich aber endgültig aufhört, sind medizinische Fragen rund um unsere Schutzbefohlenen. Und damit komme ich aufs Thema „Alter“ zurück: Ich fasse im Folgenden klassische Irrwege grob zusammen und nehme nicht Bezug auf einzelne konkrete Fälle. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht bewusst gewollt, aber leider von der Realität geprägt. Wie oft musste ich in Social Media schon lesen: „alte Katze unrein – einschläfern?“ – „alte Katze schreit nachts – Demenz?“ – „alte Katze übersteht OP eh nicht“ – „alte Katze – einschläfern oder ‚friedlich‘ sterben lassen?“

Meine mannigfaltigen Kommentare zu solcherlei Fragen in diversen Netzwerken kurz auf einen Nenner gebracht: „AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH.“

*tief-durchatme*

Viele (die meisten?) schaffen sich ihre Katzen im Kittenalter an (hoffentlich dann wenigstens aus dem Tierschutz, gopferdelli nomal → Warum Kastration?) und sind dann natürlich sensibilisierter, wenn das süsse Kiddie plötzlich nicht nur „gross“ wurde, sondern vielleicht auch sein Wesen im natürlichen Entwicklungsprozess verändert. Und so kommt es (vermutlich?), dass manche Menschen offenbar meinen, ihre Katze sei so ab 8 Jahren – öhm – „alt“. Fatalerweise wird solches Denken unterstützt von der Futterindustrie, die oft ab 6-8 Jahren Katzen-SENIOR-Futter anbietet :-O Was letztlich wiederum mit diesen vermaledeiten Mensch-Katze-Altersvergleichstabellen zusammenhängt, die ich nur aus Gründen des Verständnisses verlinke – ansonsten vergesst den Mist bitte sofort wieder.

Warum sind Alterstabellen „Mist“?
Die Statistik, das per se eher undifferenzierte Ding, nimmt den Querschnitt aus allen Daten: Freigänger- und Wohnungskatzen, gesunde und kranke Katzen, Tierschutz- und Zuchttiere – und so ist ne Katze plötzlich mit 11 Jahren ein Senior… Als Beispiel, wie absurd da gerechnet wird: Eine Katze kann rein „technisch“ gesehen, locker 20 Jahre und viel älter werden. Der Schweizer Tierschutz geht zB. statistisch davon aus, dass eine Wohnungskatze im Schnitt 16 bis 18 Jahre alt werden kann (Krankheiten und Unfälle eingerechnet). Statstisch gesehen, wird in deren Berechnung eine Freigängerkatze zwei bis vier Jahre alt. Wenn man allein das querrechnet, ist man bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung der Katze von 11 Jahren. Sieht man, was ich meine? Wie absurd diese Rechnung ist? Ja – nein?

Altersvorsorge – wichtig!
Es macht aber Sinn, ab 10, 11, 12 Jahren bei der Katz mit der „Altersvorsorge“ zu beginnen, um allfälligen Alterserkrankungen vorzubeugen. Ab spätestens 12 Jahren (lieber schon ab 10) sei dazu geraten, jährlich ein grosses Blutbild machen zu lassen – je nach Disposition der Katze differenzierter. Da besprecht ihr euch am besten mit dem Tierarzt eures vertieften Vertrauens: Ein guter Tierarzt weiss, wann er nur das „Grundbild“ machen lassen muss, oder evtl. Verdachtsmomente für besonders heimtückische Krankheiten vorliegen. Eure Beobachtung und Schilderungen spielen hier eine grosse Rolle! Nehmt eure Katzen bitte in jeder Lebensphase ernst.

Macht euch handkehrum aber bitte einfach nicht zu viele Gedanken um das Alter eurer Katzen – ganz im Gegenteil! Schiebt bitte nie Verhaltensänderungen aufs Alter! Wenn eine Katze merklich nachlässt, den Spieltrieb einstellt oder sich sonstwie verändert: Das wird dann gern aufs Alter geschoben – normal. Nein. → Wenn eine Katze sich im Verhalten verändert, dann hat dies in aller Regel gesundheitliche Gründe. Das können auch altersbedingte Krankheiten sein – aber auch da gibt es in aller Regel Hilfe. Wann immer eure Katze sich im Verhalten verändert: Zieht bitte einen fähigen Tierarzt zu Rate und schiebt es nie allein aufs Alter.

Und mit „fähigem Tierarzt“ meine ich, dass der euch schlüssig erklären kann, was mit eurer Katze gerade passiert. Nicht son Mist im Sinne von: Jo. Pf. Könnte Demenz sein. Oder auch die Knochen. Die Leberwerte sind erhöht. Geben wir mal dies und das. NEIN! Nicht Indizien – Zusammenhänge! Fragt nach, was wie womit zusammenhängt – nur wenn ihr versteht, was passiert, könnt ihr relevante Entscheidungen treffen. Und: Ein Tierarzt ist nicht „kompetent“, nur weil er ein Blutbild lesen kann – er muss es interpretieren können. Ja-haaa. Herrgottnochmal. Gmpf.

Wenn eine Katze ihr Verhalten merklich verändert, ist es meist schon (für sie!) kurz vor Zwölf, was den Leidensdruck angeht. Katzen sind Meister darin, ihre Sorgen (Schmerzen) zu verbergen (jajaja – wissen wir ja alle. Und vergessen es im entscheidenden Moment doch so oft. Ist so!) – bedenkt das bitte immer. Wenn eine Katze „auffällig“ wird, ist IMMER entweder medizinisch oder psychologisch Irgendwas in katastrophalem Zustand: sie leidet. Immer.

Und übrigens: Für genau dieses Statement wurde ich im ehemaligen Katzenforum meines damaligen Vertrauens (wo ich annodazumal von tollen USERN ganz viel lerne!!! Die Moderatoren dort kannste hingegen katzenkenntnistechnisch spülen – aber sie spielen sich nur gern auf 😀 ) wiedermal nicht nur nicht ernst genommen, sondern von einer bestimmten Person (Moderator) mit ohne jedes Benimm wiedermal niederst getreten (pfui-pfui-pfui – geh weg, und schäm dich! Pfuidaibel). Es geht mir nicht um den „erhobenen Zeigefinger“ – hä? Ich möchte nur die hellhörigen und aber im Thema unerfahrenen Menschen davor bewahren, dieselben Fehler zu machen, die ich einst teuer bezahlte. Und mit „teuer“ meine ich nicht die Tierarztkosten. Im Gegenteil: Ich habe die eine oder andere Katze an meine verfluchte Gutgläubigkeit verloren. Der Schock sitzt noch heute. Tief. Und das wünsche ich echt keinem.

All meine Senioren (gestorben jeweils mit 19, 21 und 23 Jahren) spielten und tobten bis ins hohe Alter gern, sprangen überall hoch und waren – bis auf ihre Krankheitssymptome – normale, fröhliche und verspielte Katzen. Kurz: das Alter ist eigentlich bissi schnuppe. Bitte: Beachtet das Alter eurer Katze nicht!

Nehmt eure Katzen ernst. Immer. Ich weiss: alle sagen – ey, mach ich doch eh! Hey, sage ich dann: Dann fang damit an, nicht in Foren nach medizinischem Rat zu fragen, frage doch alternativ lieber – deinen Tierarzt. Und lass dich nicht mit Medis „abspeisen“ – versuche zu verstehen. Versuche es wenigstens 🙂 Und hört auf zu sagen: „das mache ich sowieso.“ Hört auf! ICH mache es nicht „sowieso“. Dann tut ihrs auch nicht. So.

Demnächst folgen hier der eine oder andere Erfahrungsbericht zu „alten“ Katzen und auch zum Umgang mit Tierärzten generell. Und noch einiges mehr. Je mehr Mist ich in Social Media lese, desto inspirierter bin ich 😉

Die Zwerglis und ich grüssen euch herzlichst 🙂 Passt auf euch auf!!!

Konkurrenzveranstaltung zu Sotschi :D

Wen interessieren die olympischen Winterspiele, wenn sich zeitgleich die Kamikatze-Zwerglis in sportlichen Disziplinen messen? Eben.

Wenn man – wie ich gerade – krank daheim rumliegt, mag man ja nicht so gern ständig wieder aufstehen, nur weil man mit Schrecken feststellt *dramatische-Musik-einblend*, dass man ganz dringend was Wichtiges braucht, sich folglich genötigt sieht, sich aus seiner bequemen Kuschelhöhle zu schälen, um sich mit letzter Kraft zum Bestimmungsort zu schleppen, um dann wiederum völlig ermattet wieder aufs Bett/Sofa zurückzusinken. Nein, man spart endlich mal wirklich Energie: Darum holt man beizeiten alles Benötigte möglichst nah ans Bett/Sofa und drappiert alles schön bequem in Reichweite um das leidende Ich herum. So auch die Katzen 😀 Während ich also meinen Bewegungsradius aufs maximale Minimum reduzierte, übten sich die Zwerglis dennoch diszipliniert in der Mannschaftssportart „Da-ohne-Bird fangen“:

Man beachte den Teamgeist – insbesondere jenen von → Moriah. Ok, gut: Dass sie die erbeutete Spielangel auch mal wieder loslassen müsste, um das Spiel in Schwung zu halten, ist noch nicht ganz bei ihr angekommen… Das sind halt noch so die Überbleibsel ihrer Einzelkämpfernatur smiley_emoticons_charly_bissig 😉 Aber ansonsten ist das alles in allem doch nicht schlecht, oder? (Nein, ich meine damit nicht die Bildqualität – die ist gewohnt schlecht. Das muss so 😛 )

Und auch unsere alterstabellarische Statistik-„Seniorin“ smiley_emoticons_rolleyesnew Mathilde macht mit ihren 14 (bzw. tabellarisch angeblich 72) Jahren noch ziemlich engagiert mit. Ok – aufstehen würde sie dafür jetzt nicht, ne 😛

Moriahs sportliche Königsdisziplin → „Katzenzusammenführung“ wurde in ihrer Reinform natürlich auch nicht vernachlässigt – eigtl. hätte ich gern endlich mal auf Video festgehalten, wie Moriah und Felize oder Moriah und Faramee nasbusseln, doch natürlich spielten die Protagonisten da wiedermal nicht mit smiley_emoticons_ins-auge-stechen So konnte ich nur ein „Po-Schnuppern“ einfangen. Na, immerhin Silber 😀

Und was machte eigentlich Shakti derweil? Unsere Sportministerin und Cheftrainerin verfolgte alles mit gestrengem Blick von ihrer Trainerbank aus:
cheftrainer

Nun ruhen auch unsere Athleten nach diesem gelungenen Eröffnungstag 😀 Und ich tue es ihnen gleich und kuriere weiter meine Bazillen-Attacke aus 😀 smiley_emoticons_fips_eazy_wink