Ich gestehe: Ich habe versagt. Teil 2

Wohin es führt, wenn man Vorurteilen glaubt, statt sich zu informieren und selber Verantwortung zu übernehmen. Bitte nicht nachmachen.

Kürzlich habe ich hier ja schon die relativ unrühmliche Geschichte erzählt, wie bei meinem damals 20-jährigen Kater Sahib voreilig und allein → aufgrund seines Alters Demenz diagnostiziert wurde, da er nachts lauthals rumschrie. Dabei hatte der arme Kerl „einfach“ aufgrund massiver Zahnsteinverwucherungen schlichtweg – aus meiner Sicht zur Unzeit – Hunger.

Heute würde ich nach so einem Diagnoseverlauf sehr sehr misstrauisch gegenüber dem betreffenden Tierarzt und mindestens eine Zweitmeinung einholen (kann übrigens fast nie schaden, wenn man Zweifel hat). Doch damals war ich ahnungslos. Ich hatte noch nie zuvor die Verantwortung für eine so doch recht alte Katze und auch irgendwie zu keiner Zeit damit gerechnet, dass Katzen so alt werden. Es gab damals zwar schon Internet, ich hätte mich also kundig machen können. Theoretisch. Aber ich sag mal so: Ich bin kein Digital Native 😛 (und nach allem, was ich inzwischen im Internet schon so gelesen habe, bin ich darüber auch nicht nur traurig… Doch das ist eine andere Geschichte).

Unser damaliger Tierarzt hatte mir schon eingeredet, dass meine beiden Kater nun demnächst tot umfallen, als sie so ca. das Alter von 16 erreicht hatten. Die Katzen meiner Eltern, mit denen ich aufgewachsen war, wurden auch nicht älter. Es wäre jetzt ein wenig bösartig, wenn ich sage: Logisch nicht, die waren ja auch in der Obhut dieses besagten Tierarztes…

Kurz: Ich dachte damals, so mit 16/17 ist ne Katze sozusagen eine Art fitter Zombie  smiley_emoticons_rolleyesnew smiley_emoticons_motz

Nur so kann ich mir heute rückblickend erklären, warum ich zuliess, was ich dann zuliess – entschuldigen kann und will ich es nicht. Aber wenn man sich selbst wie ein hirntoter Idiot benahm, was ein geliebtes Wesen in grosses Leid führte, dann möchte man das ja gern irgendwie verstehen können, wie in Gottes Namen das möglich war.

Es begab sich jener Tage….: Sahib war inzwischen 21 Jahre alt. Ein Alter, mit dem ich damals wie gesagt nie gerechnet hätte. Irgendwann gab er brutal ab. Von praktisch einem Tag auf den anderen interessierte ihn nichts mehr, er frass kaum noch (siehe dazu bitte unbedingt: → hepatische Lipidose!) und der einst so anhängliche Kater zog sich merklichst zurück.

Heute würde ich eine Katze, die sich so verhält, umgehend in eine fachkundige Tierklinik verfrachten und abklären lassen, was los ist – es geht dabei nicht um Lebensverlängerung um „jeden Preis“, wie manche abgeklärte Leute das kritisieren – es geht allein darum, abzuklären, wie man einem Wesen, das sich selbst nicht helfen kann und für das man die vollumfängliche Verantwortung übernommen hat, helfen kann. Sei es durch palliative Pflege oder auch Einschläferung. Was immer nötig ist, damit der Schutzbefohlene so wenig wie möglich leiden möge.

Doch damals war ich doof. Ich hatte „gehört“, dass sich sterbende Tiere zurückziehen, dass dies „natürlich“ sei und man es geschehen lassen soll. Grobfahrlässig, wer sowas so verallgemeinernd-verniedlichend darstellt. Denn weil ich Dummerchen es damals nicht besser wusste, tat ich genau das meinem armen Kater an 😦

Unpraktisch war nur: Der hielt sich leider nicht an meinen schönen Plan für ihn. Er starb einfach nicht. Herrgottgopfertellinomal. Er starb einfach nicht.

Stattdessen litt er.

Aber ich hatte ja gelernt: Natur und so. Machen lassen. Katzen hassen Tierarztbesuche, zwecks Einschläferung nochmal mehr. Das kann ich meinem geliebten Tier doch nicht antun :-O Ich IDIOT.

Kurz: Es kam der Punkt, an dem mein Glaube brach. Es gibt in Zürich nicht so viele Tierärzte, die Hausbesuche machen. Ich machte ab einem gewissen Punkt des Leidens meines Tiers panikartig einen ausfindig. Der kam dann auch, stiess mich von meinem sterbenden Kater weg und rammte ihm die Todesspritze direkt ins Herz. Und noch während mein Kater starb, schimpfte er mich in Grund und Boden. Und erklärte mir haarklein, durch welche Hölle ich meinen Kater mit meiner dummdasseligen Haltung geschickt hatte.

Gut. Der Tierarzt gewann jetzt nicht auf voller Linie an Sympathiepunkten. Aber er lehrte mich, wie naiv ich war und was ich meinem Kater angetan hatte – weil ich es „ja nur gut gemeint“ hatte. Natur und so. Ich war am Boden zerstört. Und werde mir das nie verzeihen.

Solche Fragen sind auch in haustierthematischen Social-Media-Bereichen immer wieder Thema. Und wenn ich teils – mit diesem Bild meines im Todeskampf zitternden Katers vor Augen – solche Themen lese, könnte ich schreien. Wenn ich zum Beispiel lese, dass jemand in einem Forum zum Thema schreibt, der „’natürliche‘ Tod“ sei „ganz sanft, ganz friedlich – als wenn eine Kerze ausgeblasen wird“ – dann kann ich wirklich nur den Kopf schütteln.

Mag mal jemand „natürlichen Tod“ als Begriff definieren? Man kann auf mannigfaltigste Weise „natürlich“ sterben. Es ist auch nicht so sehr der Tod, der mich hier beschäftigt. Sondern das Sterben.

Und das sollte man jedem Lebewesen so „leicht“, kurz und schmerzlos wie nur möglich wünschen. „Natur“ hin oder her.

Sahib – mein Herz. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Nein – ich weiss: Du hast ♥ Ich war damals in diesen Belangen unbedarft ohne Ende. Es tut mir so leid, dass dich das mit voller Wucht traf.

Und darum schreibe ich all das zu meiner Schande und deiner Ehre nieder. Mögen andere meine Fehler nicht wiederholen – ich weiss gewiss, dass du für jede Katze lächelst, die auf ein klügeres Dosi als mich trifft. Sahib, ich liebe dich ♥

Sahib †

Sahib †

Was ich aus all dem lernte und worauf bei mutmasslich todbringenden Diagnosen und palliativer Pflege aus meiner Erfahrung zu achten ist, erfährt man hier: →Lernfähigkeit ist eine Gnade – für Mensch und Tier.

Passt bitte auf eure Schützlinge auf – achtet gut auf sie und gedeiht alle wohl ♥

17 Gedanken zu „Ich gestehe: Ich habe versagt. Teil 2

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  2. Marie-Louise

    Liebe Iwon
    Ich wusste gar nicht dass Sahib das Zahnproblem hatte und du „zusammengeschissen“ wurdest. Es tut mir so leid, weil ich das ja ziemlich nah erlebt hab.
    Jetzt ist er bei den Zwerglisternlis und es geht ihm gut.
    ML

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Liebe Marie-Louise ♥ Ich bin damit auch nicht gerade hausieren gegangen 😦 Ich habe es eigtl. immer eher tunlichst verschwiegen, weil ich mich so geschämt habe. Aber nun finde ich meinen Stolz weniger wichtig als die Fakten und möchte nach einiger Kritik an meinem „Besserwissertum“ halt auch nachvollziehbarer machen, woher das mutmasslich kommt. Ich bin mit diesem „Besserwissertum“ nicht geboren – leider. Es hätte manch einem meiner Schutzbefohlenen wohl einiges an Leid erspart 😦 Macht einfach nicht denselben Mist wie ich ♥

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  3. Babs

    Ach mein trauriges Herz ♥, Danke für dieses anrührende und so wichtige Statement.

    Oh ja, auch ich möchte speien, wenn ich die gequirlte Kacke lesen muss, die so manch eine(r) immer noch Hirntote(r) auf speziellen „Fach“-Seiten so von sich gibt zum diesem Thema. Da wünsch ich mir oft inniglich und wenig christlich, dass es ihnen dereinst ganz genau so ergehen werde; unter Panik und Schmerzen krepieren!

    Sorry! Das war nicht nett, aber durchaus ernst gemeint.

    Ich tadele deine Selbstgeisselung nicht, schließlich verfahre ich da nicht anders, aber, dieses Satzfragment möchte ich gerne korrigieren: statt “ ich weiss gewiss, dass du für jede Katze lächelst, die auf ein klügeres Dosi als mich trifft.“ muss es heissen:

    „ich weiss gewiss, dass du für jede Katze lächelst, die auf ein klügeres Dosi als ich es damals war trifft.

    Fühle dich umarmt Iwon, von Herzen.

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Herzholdeste ♥ Es ist völlig ok, wenn man nicht immer „nett“ ist – Nettigkeit bringt Menschen leider selten weiter, im Gegenteil: Man tätschelt einander gegenseitig Köpfchen, war doch alles nicht so schlimm, kannste ja nix für, haste fein gemacht – ok, dein Schützling hat gelitten wie ein Schwein, aber du wusstest es halt nicht besser, ist doch ok – immerhin durfte er daheim „in Frieden“ sterben. So ein Quark. Nein. Ist nicht „ok“. Und ich bin zu anderen noch wesentlich „netter“ als zu mir selbst. Das wollte ich hiermit auch nochmal deutlich machen: Ich verurteile nicht „andere“, sondern Schönrederei, Verdrängung und Verantwortungslosigkeit – und zwar an vorderster Front bei mir selbst. Fehler – klar, passieren. Aber wer dann nicht in sich geht und es im Gegenteil noch verniedlicht, gehört ausgepeitscht. Zumindest verbal. So.

      Ich finde es wichtig, dass man auch eingestehen kann: War Scheisse, was ich gemacht habe. Machts doch bitte genau darum nicht nach.

      Aber du verstehst mich ja eh, mein Herz ♥

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  4. gisili

    Liebe Iwon, ich weiß, ich werde deinen selbstkritischen Feldzug in vielen Folgen (irgendwann erscheint aber auch eine letzte Folge, ja?) nicht verhindern können, und ich weiß weiter, er dient einem höheren Zweck, nämlich Leid zu verhindern und ist dadurch voll legitimiert – aber: noch VOR Erscheinen der letzten Folge deiner confessiones will ich dir einen lieben Spruch rüberreichen:
    „Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
    Die im Irrtum verharren, das sind die Narren!“

    => passt optimal, wir sind ja grad in den närrischen Tagen 🙂
    => und du siehst, auf welcher Seite du dich befindest 🙂

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Hihi, ja versprochen: Die letzte Folge meines selbstkritischen Feldzugs ist nun erschienen. Hoffe ich zumindest ganz fest ♥ Naja – sagen wir: vorerst 😉 Mehr habe ich im Moment nicht zu beichten. Ah – doch: Darüber, wie ich meine Kaninchen und Meerschweinchen als Kind hielt, darüber dass… ach nee, belassen wirs vorerst dabei: Ich war ein ahnungsloser Volltrottel. Und das wissen nun alle. Und das ist gut so.

      Zitat: will ich dir einen lieben Spruch rüberreichen:
      “Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
      Die im Irrtum verharren, das sind die Narren!”

      Das ist ein wahrhaft schöner Spruch – danke dir dafür ♥ Von Weisheit bin ich wahrlich weit entfernt – aber solche Lebensweisheiten bestärken mich nur darin, niemals zu ruhen, niemals zu glauben alles zu wissen. Ein schöner Spruch, über den ich einst stolperte war der:
      „Je mehr ich weiss, desto mehr weiss ich, dass ich eigentlich nichts weiss.“ (oder so ähnlich). Der Zeitpunkt in meinem Leben, an dem ich sage: Ich weiss alles, ich brauche nix mehr dazulernen, ist der Zeitpunkt, an dem ich gestorben bin.

      Danke dir ♥

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  5. Gudy

    Meine allerliebste Iwon ♥♥♥,
    ich bin grad durcheinander 😕 . Was dem Sahib geschehen ist, tut dir unendlich leid, das verstehe ich. Auch mein Herz zieht sich dabei zusammen. Aber du stellst einmal mehr derart höchste Anforderungen an dich, dass ich befürchte, du wirst ihnen nie oder kaum gerecht werden. Ich hoffe, ich schreibe es so, dass du es so verstehst wie ich’s möchte, dass du’s verstehst – welch gruseliges Geschreibsel, aber egal…
    Ich kenne kaum jemanden, die sich so wie du um ihre Anvertrauten verantwortlich fühlt. Du recherchierst, tauschst dich aus, hinterfragst, steckst selbst zurück u.v.m. Ich bin der Meinung, dass auch du ein Mensch sein darfst, der unperfekt ist und das solltest du dir bitte auch zugestehen. Du kannst nicht ALLES wissen, aber du kannst bereit sein, immer wieder dazu zu lernen – und das tust du doch unbestritten ♥♥♥
    Wer nicht aus seinen Fehlern lernt, handelt fahrlässig, aber du hast jedes Mal gelernt. Sahib lächelt auch die Kamikatzen im Zwergiland an, weil sie das Glück haben, eine Dosine zu haben, die echt alles für sie tut.
    Darf ich kurz erzählen? Merlin hat Diabetes, die Behandlung durch die TÄ der TK erschien mir eine falsche Richtung zu nehmen. Von dir habe ich gelernt, nicht darauf zu hoffen, dass die wissen was zu tun ist. Ich suchte nach weiteren Möglichkeiten, fand sie und seit ca. 5 Wochen braucht mein Schätzelein kein Insulin mehr und ist im Honeymoon! Danke, Iwon!!!✌ ❀, dass du nie aufhörst an unsere Verantwortung zu appellieren – das ist auch Sahibs und Mogwais Vermächtnis.

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Herzliebste Gudy ♥ Ja – meine Strenge irritiert offensichtlich (wie ich schon feststellen durfte) wohl den einen oder anderen bisweilen. Ich wollte hiermit vor allem auch deutlich machen, dass ich mir selber gegenüber noch einiges strenger bin, als ich es anderen gegenüber je wäre. Ich verstehe deine so herzlichen Worte einmal mehr sehr wohl und danke dir dafür ♥ Versteh du mich aber bitte auch nicht falsch: Ich werde meine Ansprüche an mich nie senken – eher steigern. Und doch werde ich nie „perfekt“ sein – dann wäre ich kein Mensch mehr 😉

      Der einzige Grund, weshalb ich hier öffentlich so hart mit mir ins Gericht gehe (was mir ja nun auch nicht gerade leicht fiel): Ich knie vor allen Tierhaltern nieder und flehe sie an, nicht dieselben Fehler zu machen wie ich einst ♥ Es ist doch heutzutage weniger denn je nötig, dass wir alle immer und immer wieder in dieselben Notlagen geraten. Aber statt dem vorzubeugen, das Internet als Informations- und Erahrungsaustausch zum Beste jener zu nutzen, die sich allein nicht helfen können, werden immer und immer wieder dieselben Klischees, veraltete Vorstellungen und kurz: Dummbatzkram verbreitet. Dem wollte ich zu meinem eigenen Schaden etwas entgegensetzen 🙂

      Und was du über deinen zauberhaften Merlin schreibst und wie du da vorgegangen bist wegen seiner Diabetes: Danke – ich könnte nichts Schöneres lesen wollen ♥ Ich freue mich SEHR, wenn meine Fehler dazu führen, dass andere ihre potenziellen vermeiden – weisst, wie ich meine? ♥ Das ist alles, was ich mir wünsche.

      Knuddel den süssen Spatz bitte nicht nur in meinem Namen – sondern besonders auch in Sahibs und Mogwais. Ich bin sicher, die beiden lächeln gerade auf ihrem Wölkchen und geben sich high five 😉

      Sei umarmt ♥

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  6. Tanja

    Liebe Iwon, Liebe Mitleser,
    ich hab lange in der Pflege gearbeitet, sehr oft Sterbebegleitung durchgeführt bei Menschen von 21 bis 102 Jahren. In diesen 16 Jahren hab ich noch nie ein solches sterben wie von dieser mir Unbekannten Krankenschwester erlebt. Sicher gibt es Menschen die einfach morgens nicht mehr aufwachen oder tot umfallen, da hat dann allerdings kein Sterbeprozess als solches stattgefunden. Ich kann mir NICHT vorstellen dass dies eine gelernte Krankenschwester gesagt haben kann, denn das spricht gegen jegliche Fachkompetenz und Fachwissen!
    Liebe liebe Iwon, du hast gelernt und wirst diesen Fehler nicht mehr begehen, das ist das was im Endergebnis zählt. Nach meiner Erfahrung ist es zwingend Notwendig Menschen/Tieräzte nie einfach zu Vertrauen, weil das geht schief.
    Sahib, Omar, Mogwai und Loulou sind ganz gewiss sehr Stolz auf dich.
    Fühl dich virtuell von mir Umärmelt, liebe <3liche Grüße Tanja

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Liebe Tanja ♥ Danke dir – besonders für deine klaren Worte hier, was Sterbebegleitung angeht 😦 Fachkundige Menschen wie du sollten in solchen öffentlich zugänglichen Forenbereichen viel aktiver sein, aufklären und fatalem Scheiss (sorry) fachkundig widersprechen 😦

      Ja, ich habe gelernt – hätte ich Menschen wie dich nur damals schon gekannt 😦 Aber nun kennen wir uns (wenn auch nur virtuell) und ich weiss das sehr zu schätzen! ♥ Sei auch umarmt – und danke dir von ganzem Herzen, dass du mir verzeihen kannst, was ich an Dämlichkeiten verbrochen habe ♥

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      1. Tanja

        Liebe Iwon da gibt es nix zu verzeihen denn du hattest keine Erfahrung mit dem Sterben und dem Tod. Der damalige Tierarzt war auch nicht so ganz bei Trost und ohne Nerven. Man gibt aus berechtigten Gründen immer zuerst eine Überdosis Narkosemittel bevor man die eigentliche Todesspritze gibt. Aber das ist ein anderes Thema.

        Goethe hat etwas sehr treffendes über das Thema kranke und Pflegepersonal geschrieben: Das schwerste von allem dir als das leichteste dünket, mit den Augen zu sehen was vor den Augen dir liegt.
        Das trifft es sehr genau und ich werd mich hüten da groß Tipps zu geben, weil dies jeweils individuell ist. Es gibt keine Allgemein gültige Formel die auf jedes Lebewesen passt, sowie die gleiche Krankheit jeder anders erlebt. Auch sterben ist individuell und ich hoffe das ich richtig entschieden hab bei meinen Tieren, aber wissen kann ich es nicht. Ich wär glücklich eine Tierklinik wie die deine in der Nähe zu haben, ich such immer noch DEN Katzentierarzt

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  10. Jasmin

    Meinen Kater musste ich leider bereits mit 10 Lebensjahren auf seinem Katzenbuckel verabschieden. Er begann starke Schmerzen zuhaben und konnte nicht mehr Essen, seine Werte sprengten die Skala, auch wenn wir nicht wollten haben wir uns von ihm verabschiedet bevor das unabwendbare Abmagern, die hepatische Lipidose, der akute körperliche Zusammenbruch eintrat. Für ihn gab es nur noch Schmerzen unterbrochen von der Quälerei mit den Medikamenten. Es war noch möglich ihm ein paar schöne Tage zu machen und als die ersten Anzeichen darauf deuteten das sein Körper aufgab ließen wir ihn gehen, statt ihn noch und nöcher in die Klinik zugeben um sein Leben um einige Monate qualvollen Lebens verlängern zu wollen, nur weil man ihn aus Liebe nicht gehen lassen möchte, um dann vielleicht noch in einem ungesehen Moment alleine und unter starken Qualen vielleicht verrecken zu müssen.
    Auch wenn ich weiß das dies die einzige Lösung war ihn von seinen Schmerzen zubefreien, weiß ich das es mir persönlich besser gegangen wäre wenn ein Tierarzt die Einschläferung angeordnet hätte oder er wirklich sanft zuhause eingeschlafen wäre, ja auch ich hatte diese Vorstellung, aber die Realität ist leider oft anders und entspricht nicht immer unseren Vorstellungen von Humanität und Natürlichkeit.
    Dadurch geht es mir auch nicht besser als Dir mit deiner Erfahrung, auch mich plagen Schuld und Kummer ebenso. Worauf ich hinaus will? Ich will die beipflichten in dem was Du sagst. Denn es ist egal welche Einstellung oder Gefühle der Mensch dabei hat, wichtig ist das Wohl des Tieres dem man sich verpflichtet hat! Ungeachtet dessen, was der Mensch vielleicht für das beste hält, muss er akzeptieren das manchmal ein anderer Weg nun einmal der bessere für seine Liebsten ist. Auch wenn es für einen selbst sehr schmerzvoll sein kann.

    In diesem Sinne möchte ich auch noch einmal mein Beileid aussprechen.

    Ich persönlich Rede nicht gern mit anderen Katzenhalter, leider aus Erfahrung. Angefangen von man solle Miauen ignorieren, die Katze müsse sich halt dem Menschen anpassen, das Kartons keine Katzenmöbel seien weil sie die Wohnungseinrichtung veranstalten würden, für 20 Minütige Autofahrten sei es das beste die Katze sie unter Drogen zusetzen, kratzt sie an den Möbeln soll man Sachen nach ihr Werfen oder die Wasser Pistole zücken, bis zum „der Zitronenraumduftzerstäuber im Auto ist ganz niedrig eingestellt, das riecht die Katze gar nicht“.

    Da beschäftige ich mich doch lieber mit meiner Katze und Frage mich was sie braucht und möchte um ihr eine Situation angenehmer zumachen als das was sie mir damit sagen will zu ignorieren oder gar noch zubestrafen oder zu betäuben 🙂

    Um die Gesundheit kümmert sich unsere tolle Tierärztin. Denn aucj das vergessen viele, wir halter haben meist keine medizinische Aus ildung 😉 Sie bildet sich stetig fort, besitzt selbst Tiere aller Art, hat oder findet auf jede Frage eine Antwort, berücksichtigt in erster Linie den Patienten und nicht den Menschen der das Geld in der Tasche hat, sucht bei Notwendigkeit nach Alternativen. Sie nimmt sich auch die Zeit das Tierchen erst einmal zubeschnuppern. Beim Blutabnehmen wird mit zwei Mann gekuschelt und Mauz schnurrt sogar dabei und nicht wie bei manch anderen wo wildfremde sie mit Lederhandschuehen versuchen auf einem Tisch festzuhalten, das würde uns auch nicht gefallen und wir würden uns zur Wehr setzen.

    Bleib weiterhin skeptisch und, vielleicht aus der Sicht mancher die deine Meinung nicht teilen, unbequem!

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