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Katzen-Zusammenführungen: Wirklich so schwierig?

Katzen gelten ja im Volksglauben immer noch oft als Einzelgänger. Leider.

Aber ich will hier jetzt gar nicht ausufernd erläutern, was einem jeder katzenerfahrene Tierschützer sowieso erzählt, wenn man ihn nur liesse 😉 Zwei Links zum Thema sollen erstmal reichen:
→ Wohnungskatze in Einzelhaltung
→ Einzelhaltung von Wohnungskatzen

Aus diesen Gründen habe ich hier mehrere Katzen. Angefangen hat es auch mal mit zwei, warum ich dann (ursprünglich zumindest 😉 ) erweiterte, habe ich halbernsthaft hier beschrieben:
→ Wie mit den Kamikatze-Geschichten alles begann

So weit, so klar. Als ich heute die lieben Kommentare zu
→ Zusammenführung reloaded, Teil 3 beantwortete, fiel mir auf, dass wohl manch einer, der hier zB. zufällig über Google dazukommt, vieles im Zusammenhang mit Moriahs Eingewöhnung hier evtl. nicht ganz nachvollziehen kann, und ich vieles in den Kommentaren erläuterte, was eigtl. in einen eigenen Beitrag gehört, auf den ich künftig erläuternd verlinken kann. Noch schlimmer finde ich die Vorstellung, dass jemand glauben könnte, unser Prozess hier mit Moriah entspreche einer „normalen“ Katzenzusammenführung und so evtl. abgeschreckt wird, selber eine zu wagen 😦

Es gibt ja beim Thema Katzenzusammenführungen wie bei fast jedem Thema verschiedene Glaubensrichtungen:

  • Manche sagen, man solle die Katzen einfach machen lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass das meistens gut geht – vielleicht ein bisschen Fauchen und Brummen zu Beginn, und dann wars das. Die Kehrseite: Die Katzen mancher Leute müssen in der Folge manchmal damit leben, monatelang Angst im eigenen Zuhause zu haben, sich deshalb ständig zu verkriechen und nie zu wissen, wann der (noch) ungeliebte Katzenkumpel einem wieder eine überbrät. Manche sagen, das sei „normal“. Manchmal wird eine Katze dabei allerdings auch derart traumatisiert, dass sie – einst ein soziales Wesen – nie wieder mit anderen Katzen zusammenleben kann. Blut muss dafür nicht geflossen sein. Das ist ja immer so der Spruch, der in Katzenforen als Massstab rumgeht: „Solange kein Blut fliesst“. Sehr gefährlicher Unfug, wenn ich dazu mal meine Meinung sagen darf. Meine LouLou war so ein Fall: Sie wurde nie körperlich direkt ernsthaft attackiert, dennoch hatte sie solche Angst vor den Neuzugängen in ihrem alten Zuhause, dass sie sich nur noch verkroch und bei Begegnungen mit anderen Katzen einpieselte. „Normal“, dachte ihre Halterin 😦 Als LouLou dann nach dieser ein Jahr lang andauernden gescheiterten Zusammenführung zu mir kam, war schon fast nichts mehr zu machen, das arme Tier war dermassen verstört 😦 Wir konnten nur noch daran arbeiten, dass die 19-jährige Katze nicht im Glauben stirbt, sie hätte etwas falsch gemacht 😦 Ich hoffe, das ist uns gelungen :_(
  • Andere pochen ebenso störrisch darauf, man müsse ein solches Projekt zwingend per Separation und Gittertür angehen.

Meine Meinung: Ich nehme jeweils das, was für die Situation bzw. die betroffenen Katzen am besten passt 😀

Wir durchlaufen hier gerade die 9. Zusammenführung in der bestehenden Katzengruppe (sieben Zwerglis und vier Sternchen). Davon wurden:

  • fünf Neuankömmlinge nicht separiert, sondern direkt in die Gruppe gesetzt (Lucie, Shakti, Mogwai, Faramee und Tünn).
  • vier Neuankömmlinge wurden (teils auch wegen gesundheitlicher Abklärungen sowieso) separiert (Mathilde, LouLou, Felize und Moriah – Moriah dann erneut, nachdem die „Laissez-faire“-Zusammenführung in Einpinkeln und Angriffen eskalierte).

Und jedes Mal war es goldrichtig. Es gibt kein: SO ist es richtig – das hängt ganz allein von den beteiligten Wesen ab (damit meine ich vor allem die Katzen 😉 ). Es ist wichtig, dass man beim Entscheid, eine Katze in eine bestehende Gruppe aufzunehmen, ehrlich beseelt ist vom Wunsch, für die Katzen das Beste zu wollen (und nicht für sich, weil der Neuzugang so hübsch, so niedlich ist – oder einfach: Ich will ein Kitten, die sind so süss smiley_emoticons_ins-auge-stechen) Und dann klappt das auch 😉

Unsere Zusammenführungen sahen bislang in der Regel so aus:

Aber im Moment sieht es halt so aus:
→ Moriah

Dass Moriah solche Angst vor fremden Katzen hat, hat keiner geahnt. Unsere schwierige Situation soll aber bitte niemanden entmutigen, das Projekt Katzenzusammenführung anzugehen ♥

Katzen sind – genau wie wir Menschen – soziale Wesen – im Grundsatz. Wenn ich sehe, wie meine Zwerge hier die Bude gemeinsam toben, miteinander liegen und einander respektieren – dann muss ich manchmal fast heulen vor Glück ♥
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Omelize <3

Lucie mit ihrer grossen Liebe Omar

Sahib und Omar ein paar Jahre später

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Happy Move-in-Day, kleine Felize <3

Heute vor genau zwei Jahren ist Felize-Süssmaus bei uns eingezogen. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Ein Bild von gestern Abend – edel und anmutig, wie man Felize kennt:
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Felize, mein süsses Mäuschen smiley_emoticons_herzen02  Vor zwei Jahren haben deine Pflege-Dosis dich von Deutschland nach Zürich gebracht. Ich bin euch über die Grenze entgegengekommen und irgendwo im Outback an der deutsch-schweizerischen Grenze haben wir an einem gottverlassenen Pampa-Bahnhöfchen die Papiere für den Zoll ausgefüllt, damit du uns auch nicht beschlagnahmt wirst smiley_emoticons_panik4 (→ Einreisebestimmungen für Hund und Katze in die Schweiz)

Als kleines taubes Ataxi-Notfellchen mit «leichtem Hang zur Panik» cool  wurdest du mir vermittelt ❤ Hast dich hier aber schnell eingelebt und deine anfängliche Schüchternheit bald gegen neugierige Ausflüge zu den Nachbarn eingetauscht eek

Die letzten Monate hier waren schlimm für dich cry  Wegen deiner → Mittelohrentzündung mit Vestibulärsyndrom musstest du nicht nur notfallmässig einige Tage im Tierspital verbringen, sondern – fast noch schlimmer für dich – anschliessend regelmässig zur Nachkontrolle. Und Ohrentropfen hätte ich dir auch noch geben sollen, was du erfolgreich zu verhindern wusstest rolleyes

Doch seit einigen Tagen bist du wieder (fast) ganz die alte, süsse, zutrauliche, verschmuste Süssmaus wie eh und je. Wie es dazu kam, wird bald berichtet 😀

Nun feiern wir dich erstmal – von deiner Patentante hast du ja schon eine süsse Karte und Geschenke bekommen, die du bereits auf die Terrasse verschleppt hast 140

Ich bin sehr froh, dass wir heute ungetrübt von Angst und Stress deinen zweiten Move-in-Day feiern können – bleib wie du bist, mein Herz a_13_fa2278df  Naja, gut: Bis auf die eine oder andere Angststörung, die braucht echt kein Mensch, äh: Katz 😉

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HAPPY MOVE-IN-DAY, FELIZE!  smiley_emoticons_fips_herzen01

Rosa, Pipi und die Schnupfenbabys

Hallo ihr Lieben! Hier wiedermal ein Zwischenbericht zu den Notfellchen in Italien, denen auch dank eurer grossartigen Unterstützung so schnell und effizient geholfen werden konnte. Nochmal allerherzlichsten Dank dafür!!!

Ich wollte mit einem weiteren Zwischenbericht warten, bis Stefania uns auf den neusten Stand bringt, aber da sie gerade sehr sehr viel zu tun hat, dauert das wahrscheinlich noch ein wenig. Aber damit ihr seht, was eure Hilfe bewirkt hat, gebe ich mal meinen aktuellen Wissensstand an euch weiter.

Unser aller Sorgenbaby Rosa – die letzte Überlebende der Container-Kitten – macht sich prächtig (Stand: 15. August) und «frisst wie ein kleiner Wolf» (oder eher wie ein kleines Schweinchen, würde ich sagen) 😀

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Und wenn man so brav futtert, kriegt man ein kleines Kullerbäuchlein 😀
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Von den Schnupfenkitten habe ich keine aktuellen Neuigkeiten – aber es gilt ja: no news are good news. Einige (schon etwas ältere) Bilder:

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Seit dem letzten Bericht hier im Blog sind nochmals 100 Euro angekommen, die ich in diesen Tagen überweisen werde. Auch dafür nochmals ALLERHERZLICHSTEN DANK!!!

Cornelia schrieb mir: «Es sind bisher an Spenden (einschl. der aus D exklusiv für Esther und Franz) 915 Euro eingegangen!!! Damit sind die Operation von Pipi und unsere Medikamente Zylexis und Immustim abgedeckt. Geld wird auch in der Zukunft gebraucht, aber DIESE BEIDEN Notfälle sind abgeschlossen

Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen smiley_emoticons_herzen02  smiley_emoticons_blume

Natürlich reisst es nicht ab, inzwischen kam der süsse Sorgenkater Osvaldo bei Stefania an.
Osvaldo ist angekommen.ridimensionata

Alt, müde, mit gebrochenem Bein und FIV- und FeLV-postiv, der arme Kerl 😦 Jetzt ruht er sich erstmal nach einem Leben auf der Strasse aus. Hoffen wir, dass er doch noch sein Zuhause findet ❤ → Osvaldos Geschichte (PDF)

Und hier noch der kurze Bericht über die Ereignisse bei MilleVite allein im Juli 2013:
→ Monatsbericht (PDF)

Ich bin ja dabei, für MilleVite eine neue Website zu erstellen, wer möchte, kann schonmal einen Blick drauf werfen: https://associazionemillevite.wordpress.com. Das ist noch eine Rohversion bzw. Baustelle, wo vieles noch nicht funktioniert (zB. PayPal-Spendenbutton), aber wir sind dran, das aufzubauen, geplant ist auch eine Version auf Deutsch (damit ich verstehe, was ich da mache 😛 ). Interessierte können dann direkter mitverfolgen, wie es dem Verein und Katzenheim MilleVite und seinen Sorgenfellchen ergeht ❤ Was ich jetzt schon schön finde in der Rohversion, wenn man schaut, wie viele Katzen allein 2013 schon gerettet und in ein Zuhause vermittelt werden konnten: → gattini adottati

Nochmal vielen herzlichsten Dank an alle, die helfen, diese Welt zu einem etwas schöneren und sichereren Ort für notleidende Wesen zu machen! ❤

Moriah: Zusammenführung reloaded <3

Es ist so weit: Panikmaus Moriah lernt nun, dass andere Katzen eigentlich nicht nur nicht schlimm, sondern sogar eventuell ein bisschen klasse sind ❤

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Meine liebe Moriah hatte ja seit ihrem Einzug hier (Weihnachten 2012) furchtbare Angst. Angst vor ALLEM. Es gab eigentlich NICHTS, was ihr KEINE Angst machte. Sogar Futter war beängstigend, Leckerli waren Monster. Licht war schlimm und Dunkelheit der Teufel. Menschen waren Scheusale und aber Katzen – Katzen waren das Allerschlimmste für sie. Kurz: Sie fand eigentlich alles ganz schrecklich 😦

Fleissige Mitleser hier wissen das ja alles schon, darum verweise ich für neue Besucher auf die Vorgeschichte: → Moriahs Training

Nachdem wir also seit Wochen mit fachkundiger Hilfe unserer Verhaltenstherapeutin Moriahs Selbstbewusstsein aufbauten, erwuchs sie zu einem aufgeweckten, freudvollen, ja schon fast herrlich frechen Dingelchen ❤

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Nachdem Moriah anfangs keinerlei Katzengesellschaft vertrug, führten wir sie dann seit einigen Wochen langsam daran heran, die absolut harmlosen Zwerge hier doch mal kennenzulernen. Erst Tünn, dann Faramee und Felize. Mathilde und Lucie sind eh sehr zurückhaltend und haben sich da nie gross „einmischen“ wollen. Umso mehr wollte aber Shakti genau das: Sie war so dermassen besessen von der Katze hinter der Gittertür, was Moriah natürlich erst recht schockierend fand :-O

Nachdem nun aber Moriah inzwischen ein so gesundes Selbstbewusstsein entwickelt hat, meinten unsere Verhaltenstherapeutin Frau Hauschild und ich übereinstimmend, dass es Zeit sei, einen Schritt weiterzugehen. Darum wurde heute die Zusammenführung offiziell wieder aufgenommen.

Zur Veranschaulichung einige Videos. In dieser Epik vor allem auch halt im Hinblick, dass Frau Hauschild sich das anschaut. Für die „Allgemeinheit“ wird das jetzt nicht alles soooo interessant sein – sorry ❤

Zunächst ein Eindruck, wie verschmust und zutraulich Moriah inzwischen ist:

Die Gittertür, der sie monatelang nicht traute und der sie immer auswich: Seit einigen Wochen kommt sie mir dorthin entgegen, obwohl sie weiss, dass andere Katzen in meinem Schlepptau sein könnten:

Und nun die Dokumentation des heutigen grossen Moments: Shakti durfte mit rein zu Moriah.

+++ breaking news: Zusammenführung reloaded +++

Tür wird geöffnet – öh.:

Gucken:

Noch mehr gucken:

Dann wurden alle beide schmusig ❤ Shakti entdeckte ein liegengelassenes Stinkekissen und zerwühlte sich darin ❤ Das wurde auch „beklopft“ und belobigt (so wurde es mir aufgetragen – glaub ich)

Moriah entspannte sich derweil auch sofort wieder und futterte ihre Leckerli. Ich arbeitete weiter und schielte nur so vöööööööööööllig beiläufig rum… Ca. 1 Stunde lang passierte gar nix weiter. Dann startete Shakti einen neuen Annäherungsversuch:

Was man vielleicht im Video nicht so hört: Moriah faucht einmal sehr scharf und legt mit einem ernst gemeinten Brummen nach (naja: die grosse Liebe hat jetzt auch keiner erwartet). Shakti geht daraufhin einfach stillschweigend weg, schmiss sich auf den Boden, wo sie gestreichelt werden wollte, was sie wurde. ❤

Dann war meine Speicherkarte voll und wir brachen eh ab, heisst: Ich knutschte Moriah, liess sie ihre Leckerli knuspern und ging dann problemlos mit Shakti runter ❤

Kein Eklat, keine Panik ❤ So weit ich verstand aus unserer Beratung ist es auch völlig ok, wenn gefaucht und geknurrt wird (in dieser Situation) – solange die andre Katze das dann auch respektiert und sich entsprechend zurückzieht, was Shakti ja vorbildlich tat.

Ich bin sehr sehr zuversichtlich! ❤ Und gespannt, wie unser Profi das einschätzt. Hui. Aber ist doch gut. Oder? ❤

Angst. Angst muss nicht sein <3

Ich habe ja zwei Panikkatzen hier. Nein. Ich meine nicht „schüchterne“ oder „ängstliche“ Katzen. Ich meine PANIK.

→ Felize
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→ Moriah
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Gerade eben kam es zu einem Eklat: Shakti hatte sich durch die Gittertür-Absicherung oben zu Moriah gezauselt (ich sollte das aus Zombiefilmen besser wissen: Das hält auf Dauer NIE!). Normalerweise würde ich das jetzt beschämt verschweigen, mich grämen und das ganz heimlich mit unserer Verhaltenstherapeutin besprechen.

ABER: Ich bin so stolz auf meine Zwerge! Shakti war offensichtlich bei Moriah drin 😦 – es gab Gekreische :-O Früher hätte sich Moriah eingepinkelt und -gekackt und für drei Tage das Futter verweigert – oder: Shakti totgebissen aus schierer Panik. Doch grad raste ich selber in schierer Panik hoch: Shakti kam geduckt aus Moriahs Zimmer raus, Moriah sass stolz wie ne Königin auf ihrem Lieblingsplatz – keiner verletzt, alles wieder gut. Moriah hat entspannt ihre Leckerli aus dem Fummelbrett geholt und Shakti ging dann mit runter und jagte Schmetterlinge.

Langsam läufts hier auf ne völlig normale Katzenzusammenführung raus – wie banal *g* Wir wollten doch was EXKLUSIVES (<– Scherz!!!!)

Und Panikmaus Felize liegt gerade an meinen Rücken gelehnt und schnarcht ❤ Seit zwei Tagen schnurrt sie sogar wieder ❤

Ach mensch – ich kann nur nochmal appellieren: Wenn ihr Sorgen wegen eurer Katzen habt – holt professionellen Rat! Und zwar so früh wie möglich. Es muss nicht so krass werden wie bei uns (die Katzis kamen ja schon "vorgeschädigt" an) – rechtzeitig gegengesteuert wird oft schon ein Telefonat/Besuch reichen.

Kürzlich fragte ich jemanden, dessen Katze offensichtlich psychische Probleme hatte, warum eine tierpsychlogische Beratung nicht in Frage käme – ob sie bei einem körperlichen Problem auch nicht zum Tierarzt ginge? Sie meinte dann, dass man Medizin und "Psychokacke" ja wohl nicht vergleichen könne. Ich hatte vor 6 Jahren ein Burn-Out. Hätte mir die "Psychokacke" damals nicht das Leben gerettet, wäre ich nicht mehr da. Der Körper ist das Gefäss – in dem aber auch nur eine gesunde Seele sich wohlfühlt.

Ich gehe mal davon aus, dass keiner, der hier regelmässig mitliest, annimmt, Tiere hätten keine Seele/Psyche… Andernfalls können wir gern drüber reden 😉

Felize

Moriah

Moriah

Warum Kastration?

Je nach Quelle leben in der Schweiz zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Katzen. Nicht jede von ihnen hat jedoch ein Zuhause: Tausende Katzen warten in Tierheimen, täglich kommen neue hinzu – und längst nicht alle haben das Glück, wenigstens im Tierheim zu landen.

Katzenbabys sind so niedlich…

Benziad: «Unsere Hauskatzen haben ein Recht darauf, dass wir uns um sie kümmern. Die Frage ist, ob wir in der Schweiz die Chance ergreifen und das Problem angehen, bevor es uns über den Kopf wächst. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.»

Benziad: «Unsere Hauskatzen haben ein Recht darauf, dass wir uns um sie kümmern. Die Frage ist, ob wir in der Schweiz die Chance ergreifen und das Problem angehen, bevor es uns über den Kopf wächst. Es ist ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht.»

Die Vorstellung, Katzen hätten ein Sexualverständnis wie der Mensch, ist wohl häufig ein Grund, warum es vielen Katzenhaltern «widernatürlich» erscheint, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Andere finden ihre eigene Katze einfach so grossartig, dass sie unbedingt per Fortpflanzung «multipliziert» werden soll. Und noch ganz andere machen mit der unfachkundigen Vermehrung von Katzen ein dickes Geschäft, indem sie Rassemixtiere wild querbeet miteinander verpaaren und die niedlichen Maine-Coon-, BKH-, Perser- oder Bengalen-Mixe für Hunderte von Franken als «Schnäppchen»-Rassekatzen in Internet-Kleininseraten feilbieten. (Siehe dazu: → Unseriöser Tierhandel im Internet)

Je nach Quelle leben in der Schweiz schätzungsweise zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Katzen. Nicht jede von ihnen hat jedoch ein Zuhause: Tausende Katzen warten in Tierheimen, täglich kommen neue hinzu – und längst nicht alle haben das Glück, wenigstens im Tierheim zu landen: Zahlreiche Katzen werden nach Angaben des Schweizer Tierschutzes STS einfach ausgesetzt oder so vernachlässigt, dass sie von selbst das Weite suchen, oder sie vermehren sich unkontrolliert auf Bauernhöfen: So entstehen Populationen verwilderter, menschenscheuer Katzen, in Schrebergärten, auf Fabrikgeländen und in Stadtparks, wo das Elend von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt seinen Lauf nimmt. (Siehe Bildgalerie)

Der Schweizer Tierschutz STS und seine 70 Sektionen kastrieren jedes Jahr rund 10’000 Katzen, vor allem Bauernhofkatzen (rund 6500), aber auch verwilderte, herrenlose Katzen (rund 3500). Dennoch werden es immer mehr.

Wer seine Katzen sich fortpflanzen lässt, überschwemmt also nur weiter einen «Markt», der längst komplett übersättigt ist. Leidtragende sind die Katzen, die auf der Strecke bleiben: «Mitunter lassen Tierschützer aufgegriffene Streunerkatzen auch einschläfern, obwohl es medizinisch keine Notwendigkeit gibt – einfach weil man nicht weiss, wohin mit ihnen, oder die finanziellen Mittel fehlen», wie Anouk Benziad vom Tieschutzbund Basel sagt.

Ein Rechenbeispiel (Quelle: STS 1999):
Gehen wir von folgender Ausgangslage aus: 1 Katzenpaar, 2 x pro Jahr Nachwuchs und
2,8 überlebende Katzenjunge pro Wurf.
Nach 1 Jahr: 12 Katzen
Nach 2 Jahren: 66 Katzen
Nach 3 Jahren: 382 Katzen
Nach 4 Jahren: 2’201 Katzen
Nach 5 Jahren: 12’680 Katzen
Nach 6 Jahren: 73’041 Katzen
Nach 7 Jahren: 420’715 Katzen
Nach 8 Jahren: 2’423’316 Katzen
Nach 9 Jahren: 13’958’290 Katzen
Nach 10 Jahren: über 80 Millionen Katzen

Retten Sie Leben: Lassen Sie Ihre Katzen und Kater kastrieren.

«Wegwerfprodukt» Haustier?
Insgesamt 23’400 Tiere wurden im Jahr 2011 in Tierheimen von Sektionen des Schweizer Tierschutzes STS aufgenommen: 4027 Hunde und 12’928 Katzen, der Rest Nager, Vögel und Reptilien. Dazu kommen noch 1708 Fische, die die Fischauffangstation FAS in Embrach aufgenommen hat.

Allein das Tierheim des → Tierschutzbund Basel nimmt nach eigenen Angaben im Schnitt jedes Jahr 270 weitere Katzen auf – viele werden Dauergäste bleiben.

Anouk Benziad, Leiterin des Tierheims des Tierschutzbund Basel, berichtet von ihrem täglichen schier aussichtslosen Kampf gegen Krankheit, Elend und Tod:

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Gastbeitrag:
Alles spricht für die Kastration
Kastration beeinträchtigt die Würde eines Tieres nicht. Im Gegenteil: Bei der extrem hohen Katzendichte in der Schweiz beeinträchtigt es das Wohlbefinden und die Gesundheit einer Katze, wenn sie nicht kastriert wird! Die hohe Katzendichte ist menschgemacht, und so müssen wir auch die Konsequenzen ziehen und dafür sorgen, dass die vielen Katzen einigermassen miteinander leben können.

(Text: Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, Fachstelle Heimtiere, Schweizer Tierschutz STS)

  • Es gibt in der Schweiz mehr als genug Katzen. In Tierheimen warten sehr viele auf einen Lebensplatz, auch Jungkatzen und Rassekatzen.
  • Kastrierte Katzen und Kater sind ebenso gute Mäusefänger wie vor der Kastration, und dick werden sie nur, wenn ihr Mensch sie übermässig füttert.
  • Kastrierte Kater streunen weniger, sind seltener verletzt durch Streitereien und werden weniger Opfer von Verkehrsunfällen, weil sie nicht für die Brautschau auf Wanderschaft gehen.
  • Kastration ist Gesundheitsvorsorge: Viele Katzenkrankheiten werden bei engem Körperkontakt zwischen Katzen übertragen, also bei Streitigkeiten und Sexualkontakt. Durch Kastration werden diese Übertragungsmöglichketen reduziert, kastrierte Katzen sind untereinander friedlicher.
  • Kastrierte Katzen vermissen nichts, da sie weder von den Hormonen noch von der Hirnentwicklung her je auf Fortpflanzung eingestellt wurden.
  • Kein Kind «muss» einmal die Geburt von Jungtieren beim eigenen Heimtier erlebt haben, es gibt genügend andere Möglichkeiten, Jungenaufzucht von Tieren zu beobachten (Zoo, TV-Dokus).
  • Kätzinnen müssen nicht Junge gehabt haben, bevor man sie kastriert. Am besten werden Kater und Kätzinnen im Alter von fünf bis sechs Monaten kastriert.
  • Unkastrierte Katzen und Kater in der Wohnung zu halten, hält wegen der fleissigen Urin-Markiertätigkeit kaum jemand lange aus.

Das Problem verwilderter Katzen
Bei verwilderten Katzen ist Einfangen, Kastrieren und am gleichen Ort wieder Aussetzen die weltweit als erfolgreich anerkannte Methode der Wahl. Erwachsene verwilderte Katzen können nicht in ein Tierheim gebracht und platziert werden, weil sie nicht sozialisiert sind und Angst vor dem Menschen haben, sie sind nicht zähmbar.

Manche Schweizer Behörden haben das Gefühl, das Problem verwilderter Katzen durch Abschuss lösen zu können. Dies ist eine fehlgeleitete Auffassung. Zwar ist es möglich, dass ein Jäger oder Wildhüter eine oder zwei Katzen einer Population verwilderter Katzen erwischt. Die anderen Katzen fliehen jedoch und suchen sich einen anderen Platz zum Leben. Es kann auch dazu kommen, dass eine Katze nur angeschossen wird und dann qualvoll stirbt.

Wenn die Katzen aber eingefangen, kastriert und am gleichen Ort wieder ausgesetzt werden, so besetzen sie diesen Lebensraum und verhindern, dass andere Katzen in ihr Territorium einwandern, sie agieren sozusagen als «Platzhalter», können sich aber dennoch nicht vermehren, und damit weitet sich die Population auch nicht aus. Wenn zusätzlich noch möglichst viele Katzenhalter und Landwirte ihre Katzen kastrieren lassen, so versiegt nach und nach der «Nachschub» an verwilderten Katzen. So kann das Problem nachhaltig und langfristig gelöst werden. (Text: Dr. Eva Waiblinger, Zoologin, Fachstelle Heimtiere, Schweizer Tierschutz STS)

Kastrationsaktionen
Wer eine Kolonie verwilderter Katzen entdeckt, sei es in einem Schrebergartenquartier, auf einem Fabrikgelände oder in einem Stadtpark, sollte dies schnell dem → nächsten Tierschutzverein melden. Dieser verfügt über spezielle Katzenfallen und die Erfahrung, wie man scheue, verwilderte Katzen einfängt, kastrieren lässt und nach dem Freilassen auch weiterhin überwacht, um allfällige Neuzugänge gleich wieder kastrieren zu können. Die beste Jahreszeit für Kastrationsaktionen ist der Herbst, Oktober bis Dezember, da die Katzen dann keine Jungen haben.

Durch Meldung bei einer Sektion des Schweizer Tierschutz STS können solche Kastrationsaktionen nicht nur schnell und effizient durchgeführt werden, sondern es können auch die Mittel aus dem Kastrationsfonds des Schweizer Tierschutz STS dafür verwendet werden. Landwirte, die ihre Katzen kastrieren lassen möchten, wenden sich ebenfalls an die nächste Sektion des Schweizer Tierschutz STS.

Der Schweizer Tierschutz STS und seine Sektionen finanzieren sich vollständig aus Spenden und Legaten und erhalten keinerlei staatliche Mittel. Auch Kastrationsaktionen bei verwilderten Katzen und Bauernhofkatzen werden durch Spendengelder finanziert. Spenden oder gar Kostenbeteiligungen an Kastrationsaktionen für verwilderte Katzen durch Gemeindebehörden wären daher sehr willkommen. Wichtig wäre auch, dass die Gemeinden die Bauern informieren und zum Katzen-Kastrieren anhalten. (Text: Dr. Eva Waiblinger, Schweizer Tierschutz STS)

Weitere Infos:
→ www.tierschutz.com > Sektionen
→ Kastration: Angewandter Tierschutz (PDF)

«Ein Tier zu retten verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.»

Notruf aus Italien: Spendenstand und Berichte

Liebe Freunde, liebe Besucher, wir möchten uns im Namen der italienischen Notfellchen ganz ganz herzlich bedanken!

Seit meiner Bitte um eure → Hilfe für unsere Freunde in Italien sind exakt 615 Euro an Spenden zusammengekommen, die ich nun nach Italien überweisen konnte, wo sie dringend benötigt werden. DANKE!

Damit ihr alles nachvollziehen könnt, möchte ich den Spendeneingang und meine Überweisung hier transparent machen:

Über PayPal (Danke für den Tipp, Nadja!!!) kamen insgesamt 220 Euro rein, von denen PayPal 15 Euro als Gebühren abzog, die ich aber einfach wieder draufpappte.

Paypal-Konto

Direkt in die Hand gedrückt wurden mir (inkl. meinem Beitrag) 225 Euro

Das ergibt ein Zwischentotal von 445 Euro, die ich vorgestern an Stefania überwiesen habe.

auftragsbestaetigung

Zusätzlich haben einige direkt auf Stefanias Konto überwiesen, so kamen nochmal 170 Euro hinzu, das ergibt ein sagenhaftes

Total von 615 Euro 

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Damit ihr edlen Spender auch seht, wie viel Freude ihr damit bereitet habt, hier auch der herzergreifende Bericht von Esther und Franz Huber mit ihrer Pipi

Pipi  Notfall - Unfall 004

„Pipi, eine sehr ruhige, zutraulich-anhängliche und ‚verschmuste‘ Katze kam zusammen mit ihrer Mutter und Schwester Anfang Juli 2012 als Notfall zu uns. Sie hatte sich schnell bei uns eingelebt und Freundschaft mit den meisten unserer rund 80 ‚Katzenkindern‘ geschlossen, geniesst jeden Tag die Freiheit im Umland unserer ‚Cascina‘.  Jeden Abend kehrt sie – wie alle anderen auch – ins Haus zurück zum Abendschmaus und Schlafen.

Am 13. Juli sahen wir Pipi draussen in einer Holzkiste liegend und wir dachten, sie geniesst den Schattenplatz, doch gegen Abend war sie nicht mehr aufzufinden. Erst am naechsten Morgen sahen wir Pipi ganz nahe beim Haus im Gras liegend. Sie liess sich aufheben und ins Haus tragen; dabei spürte ich, wie meine Hand feucht wurde und fühlte etwas Hartes an ihrem unteren Bauchrand.

Sie genauer inspizierend sahen wir ein Holzstück aus ihrem linken oberen Leistenbereich herausragen!  . . eine sanfte Überpruefung liess erkennen: Dieser Ast sitzt tief ! (nicht nur unter der Haut).

Sonntagmorgen . . . verzweifelte Versuche, einen unser Tierärzte zu erreichen. Doch keiner der 5 angerufenen war bereit oder willens, sich um sie zu kümmern. Also blieb nur die Fahrt in die Tierklinik in Alessandria (1 Std entfernt). Mein Mann fuhr sofort mit Pipi los während ich die tägliche Versorgungsrunde für all unsere anderen Tiere machte (Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Pony, Esel, Katzen und Hunde 😉

In der Klinik wurde Pipi sehr liebevoll empfangen, inspiziert und sofort für die Operation vorbereitet. . .

Um 16 Uhr informierte man uns über den OP-Verlauf:  Der Ast war gut 12 Zentimeter tief in Pipis Körper eingedrungen und hatte von der Leiste her den ganzen Bauchraum durchstossen endend oben neben der Wirbelsäule. Gott sei Dank hat der Ast dabei keine inneren Organe verletzt; ja, auch die Ärzte meinten, es sei ein ‚Wunder‘. Pipi hat die schwierige und lange OP gut überstanden.

Pipi  Notfall - Unfall 005

Pipi  Notfall - Unfall 003

Am 17. Juli fand die erste Nachkontrolle statt: alles soweit ok, kein Fieber, sie isst, Organe funktionieren,  doch hatte sie sich acht der über 40 Nahtklammern rausgezogen. Neue Klammern wurden gesetzt und ab jetzt gehts nur noch mit Kragen. (Ab und zu schafft sie es natürlich, diesen auszuziehen).

Pipi Notfall - Unfall 002

Am 22. Juli weitere Kontrolle: die Ärzte sind zufrieden, nichts geschwollen, nichts eiternd, die langen Wunden relativ gut heilend.

Nun heute war es so weit:  Pipis Kragen endgültig ausgezogen. Abschlusskontrolle in der Klinik und . . . alle Klammern konnten entfernt werden. Die Wunden sind alle perfekt verheilt. Sie liess die Prozedur ganz ruhig über sich ergehen und räkelte sich und schnurrte ganz glücklich bei der Endreinigung der Nähte ❤

Wir – mein Mann und ich – möchten uns ganz herzlich bei all den Spendern bedanken, die uns so spontan halfen, die Kosten zu tragen!! Leider hatten wir in den letzten Wochen und Monaten einige sehr kostspielige Operationen und Spezialbehandlungen an diversen unserer ‚vierbeinigen Kinder‘: Unter anderem endoskopische Untersuchung Nasen-/Rachen-/Ohrenkanaele einer Katze und schliesslich endoskopische Entfernung von Polypen  /  spontan und äusserst kurioses Auftreten schwerer Lungenentzündung (auch sonntags) mit entspr. Notfall- und Intensivbehandlungen  /  Vergiftungsfall mit stationärer Behandlung (gut verlaufen)  /  sieben Sterilisazionen März/April 2013 nach bereits zwölf Sterilisazionen im letzten Herbst),  etc. etc. So wurde alles doch recht extrem belastend,  und daher nochmals : HERZLICHEN DANK !

Pipi Notfall - Unfall 003

Pipi Notfall - Unfall 004

Wir setzen gerne all unsere  Kräfte und unsere Infrastrukturen zum Wohle ausgesetzter oder notleidender Tiere ein, sind selbst Vegetarier, strikte darum besorgt, dass es ’nirgends‘ (bei keiner Tierart bei uns) Nachwuchs gibt, und bemüht darum, dass all unsere zahlreichen Schützlinge möglichst naturgerecht, frei und doch behütet und geschützt leben können in Harmonie mit uns und untereinander.

Sollte jemand von den Spendern, die uns in diesem Fall so spontan unterstützt haben, Lust und Zeit haben, uns hier im schönen Piemont mal zu besuchen: Herzlich willkommen! Es stehen Gästezimmer zur Verfügung. Wir würden uns freuen, die wieder völlig geheilte Pipi, aber auch all unsere anderen ‚Kinder‘ in ihrem Zuhause vorstellen zu dürfen. Einstweilen nochmals:  vielen herzlichen Dank!

Esther u. Franz Huber

Ich möchte mich ganz herzlich bei Esther und Franz für den ausführlichen und liebevollen Bericht – und natürlich die tolle Einladung ins Piemont 😀 – bedanken! Den Bericht kann man auch herunterladen als PDF: → Download

Und auch von Stefania gibts ein kurzes Update: Rosa – das letzte der Alessandria-Kitten – hält sich sehr tapfer  Rosas Geschwisterchen sind ja leider alle verstorben 😦 Rosa selbst hielt sich bis gestern sehr tapfer – doch dann schrieb Stefania gestern: „Die kleine Rosa hat eine schwere hämolytische Anämie. Sie kämpft – drückt alles für sie. Sie wiegt 200 Gramm und kämpft wie ein kleiner Löwe.“ Heute leichte Entwarnung: Rosa, der Baby-Löwe  ist noch nicht über den Berg, aber immerhin so weit stabil (letzter Kenntnisstand von heute Nachmittag). Dieses Foto stammt von heute Nachmittag:

rosa

Guckt sie nicht wie ein kleiner Lion-King – äh: Queen? Bitte weiter Daumen drücken

Bald mehr zu Stefanias Sorgenfellchen – wie ihr sicherlich versteht, hat sie alle Hände voll zu tun. Ein neueres Bild von einem der Schnupfen-Kitten aus Tivoli muss ich euch aber noch zeigen:

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Ein Bild für die Götter, oder?

Wir danken euch von ganzem Herzen, dass ihr helft, all das möglich zu machen! Im Namen der wunderschönen Pipi, der tapferen Rosa, der Schnupfis aus Tivoli sowie aller anderen Italien-Sorgenfellchen und natürlich deren aufopferungsvollen Helfern: DANKE

Hier geht es weiter → Zwischenbericht vom 20. August 2013
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Spendenkonto
Spenden für «Pipi» oder Stefanias Katzenkinder können auf das Konto von Stefanias Verein «Mille Vite» überwiesen werden:

ASSOCIAZIONE MILLEVITE
IW Bank S.p.A.
IBAN: IT69K0316501600000011487844
SWIFT/BIC: IWBKITMM
Grund: Katzenhilfe

PayPal: Wer gern über PayPal eine Kleinigkeit überweisen möchte, kann das gern über mich tun – Stefania hat leider kein PayPal, sie ist froh, wenn ihr Computer bzw. ihre Internetverbindung überhaupt funktioniert. Bei PayPal bitte die gewünschte Summe mit gewünschtem Betreff (Pipi, Katzenschupfen, Stefania allgemein) an iwon(at)ameise.com überweisen – Gebühren übernehme alle ich! Ich verspreche, dass jeder von euch hart verdiente Cent den Katzen zugute kommt ❤

Notruf aus Italien: Zwischenstand – :-) und :-(

Liebe Freunde, liebe Besucher – herzlichen Dank allen, die unsere italienischen Tierschutz-Freunde unterstützen!

Ich möchte hier gern mal einen Zwischenbericht erstellen, was seit meinem → Hilferuf für italienische Notfellchen passiert ist. Über diesen Blog, ein grossartiges Katzenforum, Facebook und privaten Mail-Aufruf im Familien- und Bekanntenkreis konnten wir inzwischen rund 600 Euro für Stefanias Sorgenkitten und Ast-Katze Pipi sammeln – dafür möchte ich allen Beteiligten gern von ganzem Herzen sagen:

DANKE!!!!!

Ich bin echt total gerührt und musste auch schon das eine oder andere Tränchen wegwischen Stefania und Pipis Dosis erstellen gerade Berichte, wie es allen inzwischen geht, dann werde ich das hier und andernorts natürlich publizieren, damit man sieht, woran man Teil hatte (Danke!!!).

Was ich leider schon sagen kann: Von den 6 Müllcontainer-Fundkitten aus Alessandria sind leider 5 der Kleinen wortwörtlich unter Stefanias Händen weggestorben, das fünfte gerade heute 😦 3 Tierärzte waren nicht in der Lage, ihnen zu helfen, und auch Stefanias unermüdlicher Einsatz und aufopferungsvolle Liebe konnten das Schicksal nicht umstimmen 😦 Da es Fundkitten sind, weiss man halt auch nicht, inwiefern womöglich schon die Mutter totkrank war und ihre Kinder infiziert hatte. Falls jemand Italienisch kann und/oder ein Zeichen der Anteilnahme schicken möchte, kann es hier nachlesen: MilleVite bei Facebook. Eins der Alessandria-Babys lebt noch und macht sich so weit gut – lasst uns die Daumen drücken für die kleine Kämpferin, ich nenne sie jetzt einfach mal spontan: Rosa

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Die Schnupfen-Kitten derweil entwickeln sich wohl alle hoffnungsvoll Eins hat leider ein Auge an den Schnupfen verloren, erholt sich sonst aber wie seine Geschwister auch vielversprechend.

Demnächst folgt ein ausführlicher Bericht und eine Kopie meiner Überweisung an Stefania, damit ihr seht, dass alles am richtigen Ort ankam

Stefania ist natürlich untröstlich über den Verlust der 5 Kleinen – aber ich bin sicher: zugleich auch unendlich dankbar für eure Unterstützung. Sie hat ja noch weitre Flaschenkinder und unzählige Sorgenfellchen, die alle ihrer Pflege bedürfen – und ich weiss: Eure Solidarität und Grosszügigkeit tragen dazu bei, dass sie die Kraft dafür findet – DANKE!  ——————————————————-
Update: Ich möchte Cornelias Kommentar hier direkt in den Bericht kopieren, damit er nicht untergeht – sie ist ja vor Ort und begleitet Stefanias Einsatz.

„All ihr Lieben
in Momenten wie diesen, wo so viele Kleine, um deren Leben man gekämpft hat, einfach wegsterben, möchte selbst Stefania einfach weglaufen und nie mehr weiter machen… aber natürlich tut sie das nicht, und kämpft weiter.

Die 6 Kleinen schienen völlig gesund zu sein, hatten am 2. Tag eine leichte Enteritis, die Stefania sofort wieder in den Griff bekommen hat, und waren dann das blühende Leben! Innerhalb von 24 Stunden, ungefähr an ihrem 15. Lebenstag, wurden alle mysteriös krank… Stefania ist sehr unglücklich.

Auch reißen die Sorgen nicht ab mit unseren Katzen (und Vögeln…. bei Stefania sind sehr viele Katzen, hier bei uns nur einige Katzen, Hunde und Wildvögel, und die bereiten uns schwere Sorgen und Kopfzerbrechen dieses Jahr… aber wir sind ja in einem Katzenblog, nicht Vogelblog… :-O) .

Auf alle Fälle sage ich im Namen von Pipi und unseren Kleinen und Großen auch schon mal ganz herzichen Dank, und ihr sollt von allen erfahren, wie es ihnen geht.
Danke, von Herzen“

Danke dir, Cornelia

Lieber Besuch aus Köln – und die Reaktionen der Zwerglis

Am Wochenende hatten wir sehr lieben Besuch aus Köln. Wie die Zwerglis darauf reagierten, verblüffte mich teils gar sehr.

Letztes Wochenende hatte das Kamikatze-Zwerglis-Land die unaussprechlich grosse Ehre, meine liebe Freundin Nadja und ihren Mann Kai bewirten zu dürfen. Es war ein rundum tolles Wochenende, das mir eher wie ein Kurzurlaub vorkam. Als ich meinen Freunden unsere kleine, aber feine Stadt Zürich zeigte, fiel mir mal wieder auf, dass die wirklich ziemlich hübsch ist und man sich nicht schämen muss sie herzuzeigen 😉

Nach dem kleinen Stadtrundgang machten wir einen Mini-Ausflug mit dem Schiff, um uns dann im See abzukühlen. Anschliessend ging es zurück ins Zwergenland und abends dann spiesen wir gemütlich auf der Terrasse. Ich fands sehr sehr schön und von den Gästen kamen auch keine Klagen 😀

Einige Impressionen:

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Es war wirklich ein zauberhaftes Wochenende ❤

Die Katzen reagierten ganz unterschiedlich auf den Übernachtungsbesuch. Normalerweise zeigen alle ausser Tünn nach einiger Zeit nur noch wenig Scheu gegenüber Besuchern, was ich toll finde, da ich ja auch nicht möchte, dass die Zwerglis verängstigt unterm Bett hocken, während ich Spass mit Freunden habe.

Tünn zeigte sich jedoch erwartungsgemäss das ganze Wochenende nicht. Nadjas Mann Kai sah ihn ein-, zweimal pfeilschnell weghuschen, wenn wir heimkamen – ansonsten ward er nicht gesehen. Was ich schon schade fand, da es ja Nadja war, → die ihn mir vermittelt hat. Sie selbst war weder überrascht noch sonderlich enttäuscht, aber ich fands halt bisserl schade.

Die anderen Zwerglis waren eigentlich ziemlich aufgeschlossen. Ausser Moriah, die definitiv auch alles sehr unheimlich fand. Aber ansonsten waren die Zwerglis sogar eher erfreut ❤ Kai scheint sowieso ein heimlicher Katzenflüsterer zu sein: Der streichelte hier ganz unbekümmert auch jene Katzen, die sich sonst von Besuch nicht ohne Weiteres anfassen lassen – alles ganz entspannt ❤

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Felize hingegen verblüffte mich auf unschöne Weise: Sie zeigt sonst bei Besuch keine grosse Scheu, aber an diesem Wochenende verkroch sie sich nicht nur komplett, sie zitterte zeitweise sogar vor Angst :-O

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Die Süssmaus war komplett durch den Wind und hatte einfach nur riesige Angst 😦 Dabei war sie meist oben bei Tünn unterm Bett – sie sah uns also gar nicht wirklich. Hat sie uns also gehört? Sollte es wirklich so sein, dass ihr → mutmasslich wiederkehrendes Gehör sie dermassen verstört?

Hm.

Morgen um 17 Uhr müssen wir wieder → ins Tierspital zur Kontrolle. Die Eintüterei wird zweifellos unter diesen Umständen wieder ein Gewaltakt 😦 Ich hoffe wirklich sehr, dass es das dann war und für meine kleine Maus wieder Alltag einkehrt.

Felize war früher – zumindest mir gegenüber – so zutraulich, so arglos, so aufgeschlossen. Und nun hat sie hier daheim, wo sie sich sicher fühlen sollte, einfach nur noch Angst 😦

Ich hoffe, dass Felize ihr Vertrauen in mich, ihr Zuhause und die Welt mit der Zeit wieder herstellen kann – und auch wieder entspannt sein wird, wenn wir nächstes Mal hohen Besuch haben, auf den ich mich jetzt schon sehr freue! ❤

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Fortsetzung: → Felizes Mittelohrentzündung, Kontrolle Nr. 3

Notruf aus Italien: Katze von Ast aufgespiesst und Schnupfen-Kitten

Liebe Freunde, liebe Besucher. Ich möchte euch um Hilfe bitten ❤

Ich hatte vor, hier in den nächsten Wochen mal in Ruhe die Arbeit einer befreundeten lieben Tierschützerin und Künstlerin aus Italien vorzustellen: Stefania Re. Doch nun ereilen mich gleich zwei dringliche Notrufe aus Italien, weshalb ich diese nun erstmal vorziehe.

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Portrait einer Katze von Stefania Re. Weitere ihrer Werke: → www.illustrations.it

Die Kunstmalerin Stefania Re hat nicht nur ein ausserordentlich grosses Talent als Malerin, sondern auch ein ausserordentlich grosses Herz für Tiere. Doch wo sie lebt, kann man als Tierschützer nicht auf die Hilfe von Behörden oder grösserer Vereine setzen: Wenn man notleidenden Tieren helfen will, muss man es selbst tun. Und Stefania und ihre Freunde haben täglich alle Hände voll zu tun.

Stefania lebt mit ihrem Mann in einem alten Landhaus im «Nirgendwo» 😉 zwischen Turin und Mailand – wirklich wunderschöne Gegend, aber leider auch sehr arm. Das einzige, was es dort im Überfluss gibt, ist Platz – und den stellt Stefania beinahe vollumfänglich ihren Notfellchen zur Verfügung: Es gibt in ihrem Haus verschiedene Katzenzimmer mit Quarantänestationen sowie ein Extrahaus mit Auslauf für ihre aus einem Labor «entlassenen» ehemaligen Versuchskatzen. Bei ihr finden unzählige Notfellchen Unterschlupf, wo sie aufgepeppelt und nach Möglichkeit dann vermittelt werden.

Ich werde euch demnächst Bilder von meinem Besuch bei ihr zeigen, hier nur mal ein erster Eindruck:

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Und das Laborkatzen-Haus:
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Notruf 1: Katze von Ast aufgespiesst
Ein mit Stefania befreundetes Ehepaar, das sich selber auch aktiv im Tierschutz engagiert, hat vor einiger Zeit zwei Katzen von einem Mann übernommen, der erst seine Arbeitsstelle und dann seine Wohnung verlor, weshalb er wieder zu seinen Eltern ziehen musste. Doch seine Mutter wollte die Katzen nicht, so dass sie bei Stefanias Freunden landeten.

Nun hatte eine dieser beiden Katzen bei Stefanias Freunden einen Unfall: «Pipi» fiel so unglücklich auf einen Stapel gelagertes Brennholz, dass sich ein gut 2 Zentimeter dicker Ast rund 12 Zentimeter tief in ihren Körper bohrte. Wie durch ein Wunder wurden keine Organe verletzt, so dass der Ast in der Notfallklinik entfernt werden konnte und «Pipi» beste Aussichten hat, wieder ganz gesund zu werden. Doch die OP-Kosten von rund 550 Euro frassen die Ersparnisse des tierlieben Ehepaars auf, das nun nicht weiss, wovon es eigene lebensnotwendige Bedürfnisse bezahlen soll (etwa einen dringend benötigten Heizofen für den nächsten Winter).

«Pipi» nach der OP:
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→ Beleg OP-Rechnung (PDF)

Mag jemand den Leuten helfen? ❤

Notruf 2: Kranke Kitten
Auch bei Stefania selbst herrscht wiedermal akuter Notstand: Allein in den letzten Wochen kamen 40 Kleinkatzen in ihr kleines privates Katzenheim, davon 10 Flaschenkinder, 6 aus einem Mülleimer in Alessandria, die das Veterinäramt an Stefania übergab. Auch 7 an Katzenschnupfen erkrankte Kätzchen, die in einem Hundeheim in Tivoli abgegeben und dann an Stefania übergeben wurden, brauchen derzeit besonders viel Pflege – und Medikamente. Im Moment fehlen dafür rund 500 Euro.

Tivoli-Schnupfen-Kitten:
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Hier findet ihr weitere Fotos der → Tivoli-Schnupfen-Katzen
Fotos der → Alessandria-Mülleimer-Babys

Spendenkonto
Spenden für «Pipi» oder Stefanias Katzenkinder können auf das Konto von Stefanias Verein «Mille Vite» überwiesen werden:

Ufficio Postale Mortara
Via Vittorio Veneto 7/9 – 27036
Mortara

Intestatario Associazione Millevite
c/c n. 1022802126
IBAN:IT43U0760111300001022802126
BIC/SWIFT: BPPIITRRXXX

Selbstverständlich erhält jeder wenn gewünscht eine Spendenquittung.

PayPal: Wer gern über PayPal eine Kleinigkeit überweisen möchte, kann das gern über mich tun – Stefania hat leider kein PayPal, sie ist froh, wenn ihr Computer bzw. ihre Internetverbindung überhaupt funktioniert. Bei PayPal bitte die gewünschte Summe mit gewünschtem Betreff (Pipi, Katzenschupfen, Stefania allgemein) an iwon(at)ameise.com überweisen – Gebühren übernehme alle ich! Ich verspreche, dass jeder von euch hart verdiente Cent den Katzen zugute kommt ❤

Ich selbst werde natürlich auch überweisen. Es muss ja nicht viel sein – wirklich jeder Euro zählt. Lieber viele wenig, als keiner viel 😉

Ja, ich weiss: Man könnte ständig und überall spenden und es wäre doch nie genug, um das Leid zu beenden. Aber lasst euch davon bitte nicht entmutigen, jenen zu helfen, die sich auch nicht entmutigen lassen und sich weit über ihre Möglichkeiten hinaus und unter grossem persönlichen Verzicht für notleidende Wesen einsetzen.

Danke! <3<3<3

Stefanias kleiner → Tierschutzverein «Mille Vite» bei Facebook
Homepage von «Mille Vite»: → www.millevite.it