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Ich gestehe: Ich habe versagt. Teil 2

Wohin es führt, wenn man Vorurteilen glaubt, statt sich zu informieren und selber Verantwortung zu übernehmen. Bitte nicht nachmachen.

Kürzlich habe ich hier ja schon die relativ unrühmliche Geschichte erzählt, wie bei meinem damals 20-jährigen Kater Sahib voreilig und allein → aufgrund seines Alters Demenz diagnostiziert wurde, da er nachts lauthals rumschrie. Dabei hatte der arme Kerl „einfach“ aufgrund massiver Zahnsteinverwucherungen schlichtweg – aus meiner Sicht zur Unzeit – Hunger.

Heute würde ich nach so einem Diagnoseverlauf sehr sehr misstrauisch gegenüber dem betreffenden Tierarzt und mindestens eine Zweitmeinung einholen (kann übrigens fast nie schaden, wenn man Zweifel hat). Doch damals war ich ahnungslos. Ich hatte noch nie zuvor die Verantwortung für eine so doch recht alte Katze und auch irgendwie zu keiner Zeit damit gerechnet, dass Katzen so alt werden. Es gab damals zwar schon Internet, ich hätte mich also kundig machen können. Theoretisch. Aber ich sag mal so: Ich bin kein Digital Native 😛 (und nach allem, was ich inzwischen im Internet schon so gelesen habe, bin ich darüber auch nicht nur traurig… Doch das ist eine andere Geschichte).

Unser damaliger Tierarzt hatte mir schon eingeredet, dass meine beiden Kater nun demnächst tot umfallen, als sie so ca. das Alter von 16 erreicht hatten. Die Katzen meiner Eltern, mit denen ich aufgewachsen war, wurden auch nicht älter. Es wäre jetzt ein wenig bösartig, wenn ich sage: Logisch nicht, die waren ja auch in der Obhut dieses besagten Tierarztes…

Kurz: Ich dachte damals, so mit 16/17 ist ne Katze sozusagen eine Art fitter Zombie  smiley_emoticons_rolleyesnew smiley_emoticons_motz

Nur so kann ich mir heute rückblickend erklären, warum ich zuliess, was ich dann zuliess – entschuldigen kann und will ich es nicht. Aber wenn man sich selbst wie ein hirntoter Idiot benahm, was ein geliebtes Wesen in grosses Leid führte, dann möchte man das ja gern irgendwie verstehen können, wie in Gottes Namen das möglich war.

Es begab sich jener Tage….: Sahib war inzwischen 21 Jahre alt. Ein Alter, mit dem ich damals wie gesagt nie gerechnet hätte. Irgendwann gab er brutal ab. Von praktisch einem Tag auf den anderen interessierte ihn nichts mehr, er frass kaum noch (siehe dazu bitte unbedingt: → hepatische Lipidose!) und der einst so anhängliche Kater zog sich merklichst zurück.

Heute würde ich eine Katze, die sich so verhält, umgehend in eine fachkundige Tierklinik verfrachten und abklären lassen, was los ist – es geht dabei nicht um Lebensverlängerung um „jeden Preis“, wie manche abgeklärte Leute das kritisieren – es geht allein darum, abzuklären, wie man einem Wesen, das sich selbst nicht helfen kann und für das man die vollumfängliche Verantwortung übernommen hat, helfen kann. Sei es durch palliative Pflege oder auch Einschläferung. Was immer nötig ist, damit der Schutzbefohlene so wenig wie möglich leiden möge.

Doch damals war ich doof. Ich hatte „gehört“, dass sich sterbende Tiere zurückziehen, dass dies „natürlich“ sei und man es geschehen lassen soll. Grobfahrlässig, wer sowas so verallgemeinernd-verniedlichend darstellt. Denn weil ich Dummerchen es damals nicht besser wusste, tat ich genau das meinem armen Kater an 😦

Unpraktisch war nur: Der hielt sich leider nicht an meinen schönen Plan für ihn. Er starb einfach nicht. Herrgottgopfertellinomal. Er starb einfach nicht.

Stattdessen litt er.

Aber ich hatte ja gelernt: Natur und so. Machen lassen. Katzen hassen Tierarztbesuche, zwecks Einschläferung nochmal mehr. Das kann ich meinem geliebten Tier doch nicht antun :-O Ich IDIOT.

Kurz: Es kam der Punkt, an dem mein Glaube brach. Es gibt in Zürich nicht so viele Tierärzte, die Hausbesuche machen. Ich machte ab einem gewissen Punkt des Leidens meines Tiers panikartig einen ausfindig. Der kam dann auch, stiess mich von meinem sterbenden Kater weg und rammte ihm die Todesspritze direkt ins Herz. Und noch während mein Kater starb, schimpfte er mich in Grund und Boden. Und erklärte mir haarklein, durch welche Hölle ich meinen Kater mit meiner dummdasseligen Haltung geschickt hatte.

Gut. Der Tierarzt gewann jetzt nicht auf voller Linie an Sympathiepunkten. Aber er lehrte mich, wie naiv ich war und was ich meinem Kater angetan hatte – weil ich es „ja nur gut gemeint“ hatte. Natur und so. Ich war am Boden zerstört. Und werde mir das nie verzeihen.

Solche Fragen sind auch in haustierthematischen Social-Media-Bereichen immer wieder Thema. Und wenn ich teils – mit diesem Bild meines im Todeskampf zitternden Katers vor Augen – solche Themen lese, könnte ich schreien. Wenn ich zum Beispiel lese, dass jemand in einem Forum zum Thema schreibt, der „’natürliche‘ Tod“ sei „ganz sanft, ganz friedlich – als wenn eine Kerze ausgeblasen wird“ – dann kann ich wirklich nur den Kopf schütteln.

Mag mal jemand „natürlichen Tod“ als Begriff definieren? Man kann auf mannigfaltigste Weise „natürlich“ sterben. Es ist auch nicht so sehr der Tod, der mich hier beschäftigt. Sondern das Sterben.

Und das sollte man jedem Lebewesen so „leicht“, kurz und schmerzlos wie nur möglich wünschen. „Natur“ hin oder her.

Sahib – mein Herz. Ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Nein – ich weiss: Du hast ♥ Ich war damals in diesen Belangen unbedarft ohne Ende. Es tut mir so leid, dass dich das mit voller Wucht traf.

Und darum schreibe ich all das zu meiner Schande und deiner Ehre nieder. Mögen andere meine Fehler nicht wiederholen – ich weiss gewiss, dass du für jede Katze lächelst, die auf ein klügeres Dosi als mich trifft. Sahib, ich liebe dich ♥

Sahib †

Sahib †

Was ich aus all dem lernte und worauf bei mutmasslich todbringenden Diagnosen und palliativer Pflege aus meiner Erfahrung zu achten ist, erfährt man hier: →Lernfähigkeit ist eine Gnade – für Mensch und Tier.

Passt bitte auf eure Schützlinge auf – achtet gut auf sie und gedeiht alle wohl ♥

Ich möchte etwas gestehen: Ich habe versagt. Teil 1

„Alte Katzen“… ich möchte dazu noch einiges sagen. Und gestehe: Ich habe versagt. Teil 1 ist noch der glimpfliche Teil. Das Furchtbare folgt noch.

Bis vor einigen wenigen Jahren hatte ich zwar wohl sehr viel „Erfahrung“ (bah) in Katzenhaltung, weil ich ja schon mit Katzen aufgewachsen war und lange vor Internet wieder eigene Katzen hielt. Das machte mich sozusagen zum Experten. Ha-ha. Ich schreibe das nur, weil manche noch immer so denken und weil ich klar machen möchte (jaja: nennt mich „belehrend“ – I could not care less), wie sehr man sich bezüglich „Erfahrung“ irren kann.

Ich hatte meine ersten eigenen Katzen Sahib und Omar:
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… als „ältere“ Katzen mit 8 bzw. 9 Jahren von privat übernommen. Ich hatte selber nie damit gerechnet, dass sie beide mal über 20 Jahre alt würden.

Sahib (der schwarze) war etwas älter als Omar. Beide waren in all der Zeit bei mir nie krank. Keine Erkältung, kein gar nix. Gut, bei Omar wurde mit 16 CNI im „mittleren“ Stadium diagnostiziert (dazu ein nächster Beitrag dann) – aber sonst: Nie nix irgendwas.

Entsprechend hatte ich auch keine Ahnung von „echten“ Katzenkrankheiten. Katzenhaltung war easy, problemlos – nie war was. All die Jahre nie.

Und dann wurden sie alt. Aber – hui: Es passierte nix. Ausser eins: Eines Tages fing Sahib – mit 20 Jahren – an, nachts manchmal zu schreien – nicht wie man sich das bei akuten Schmerzen vorstellt, sondern eher „klagend“, anklagend fast schon.

Ich nahm das zuerst gar nicht so ernst. Ich weiss nicht mal mehr, was ich mir dabei dachte. Bis es jede Nacht so war, und ich keinen Schlaf mehr fand und ich mir – das dann doch auch – Sorgen um ihn machte.

Ich gehörte damals auch noch zu den Anhängern des Glaubens, man sollte Katzen so wenig wie möglich mit Tierarztbesuchen stressen. Sahib flippte zwar auf dem Weg zum Tierartz nicht komplett aus, aber er nässte sich halt ein, war gestresst – kurz: er mochte das jetzt nicht so. Ich Idiot stellte das über seine Gesundheit 😦

Er schrie also jede Nacht rum, also gings halt irgendwann trotz allem ab zum Tierarzt. Der meinte damals so: „Ja. Der ist ja jetzt schon 20 Jahre alt, nicht? Pf. Hm. Dann ist das halt Demenz. Der findet sich nachts nimmer zurecht, sieht und hört schlecht – ja, Frau Blum. Das ist halt so.“ Gross untersucht wurde Sahib nicht – das Urteil stand fest: Katze ist 20 = dement.

Frau Blum: „Ah. Ok. Scheisse. Aber dann ist das so.“ (ich Hornochse!!!)

Es wurde aber immer schlimmer. Sahib mauzte irgendwann die ganze Nacht durch, an Schlaf war weder für mich noch die Nachbarn zu denken. Ich war verweifelt. Also nochmal zum Tierartzt. Und diesmal hatten wir Glück.

Da „unser“ Tierarzt im Urlaub war, kamen wir zu einer Vertretung. Die meinte: „Frau Blum, der Kater hat sone massive Zahnsteinansammlung – der kiegt ja kaum noch die Kiefer auseinander um zu fressen: Der hat einfach Hunger.“

Ich:  smiley_emoticons_gucker2  smiley_emoticons_panik4

Also wurde mein 20-jähriger Kater unter Narkose gesetzt und der Zahnstein grundsatzentfernt. Was denn auch sonst? Ja: Er hätte bei der Narkose sterben können. Aber ich muss hier nicht weiter ausführen, dass es keine Alternative gab: Sollte ich ihn weiter leiden und hungern lassen? Oder lieber – wenn denn – friedlich einschlafen?

Eben.

Sahib überlebte die Narkose und mauzte danach nie mehr nachts. Er schlief stattdessen wieder selig in meinen Armen und war die Zufriedenheit selbst.

Er konnte einfach wieder genug fressen, so dass er nachts keinen Hunger mehr hatte. So einfach.

Ich will damit nicht sagen, dass es Demenz bei Katzen nicht gäbe – die gibt es. Doch so häufig wie sie diagnostiziert wird, kann sie meines Erachtens nicht sein: Ich habe sie bei meinen Senioren noch NIE erlebt. Noch nie.

Darum appelliere ich nochmal (und werde es noch oft tun 😛 ) an alle: Egal, wie alt eure Katze realiter ist – nehmt sie ernst.

Ich tat es leider früher nicht – wohin das führte, gestehe ich euch hier: Ich gestehe. Ich habe versagt. Teil 2 😦

Meine Katze wird „alt“ – und jetzt??

Gar nichts: „und jetzt?“. Weitermachen wie bisher. So einfach.

Ich meide ja inzwischen Katzenforen und Katzengruppen bei Facebook wie ein Heuschnupfenkranker die Birke. Zumindest was die kätzischen Fachthemen angeht. Wenn ich lese, wie in Socialmedia teilweise Unwissen und Halbwissen munter verbreitet und zementiert wird, zugleich Bedenkenträger unflätigst persönlich angegangen und beleidigenderweise mundtot gemacht werden, möchte ich mit einer Fliegenklappe um mich schlagen. Das macht es in seltensten Fällen besser. Daher lasse ichs einfach. Es nützt nix.

Dafür gibt es ja diesen Blog 😀

Wenn unsensible Menschen immer noch glauben, ihre arme Katze zu „Erziehungszwecken“ mit der Wasserpistole malträtieren zu müssen, läuft das für mich zwar ganz klar unter Tierquälerei und Idiotie – aber offensichtlich bekommt man diesen Schmarrn aus den Leuten nicht raus. Sehr sehr traurig 😦 Darum hoffe ich einfach, dass deren Katzen ihnen solches Desinteresse an kätzischen Interessen damit danken, indem sie ihnen ordentlich eins aufs mit der teuersten Bettwäsche frisch bezogene Kopfkissen kacken. Der Katze könnte nix Besseres passieren als in der Folge abgegeben zu werden.

Wo der „Spass“ für mich aber endgültig aufhört, sind medizinische Fragen rund um unsere Schutzbefohlenen. Und damit komme ich aufs Thema „Alter“ zurück: Ich fasse im Folgenden klassische Irrwege grob zusammen und nehme nicht Bezug auf einzelne konkrete Fälle. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht bewusst gewollt, aber leider von der Realität geprägt. Wie oft musste ich in Social Media schon lesen: „alte Katze unrein – einschläfern?“ – „alte Katze schreit nachts – Demenz?“ – „alte Katze übersteht OP eh nicht“ – „alte Katze – einschläfern oder ‚friedlich‘ sterben lassen?“

Meine mannigfaltigen Kommentare zu solcherlei Fragen in diversen Netzwerken kurz auf einen Nenner gebracht: „AHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH.“

*tief-durchatme*

Viele (die meisten?) schaffen sich ihre Katzen im Kittenalter an (hoffentlich dann wenigstens aus dem Tierschutz, gopferdelli nomal → Warum Kastration?) und sind dann natürlich sensibilisierter, wenn das süsse Kiddie plötzlich nicht nur „gross“ wurde, sondern vielleicht auch sein Wesen im natürlichen Entwicklungsprozess verändert. Und so kommt es (vermutlich?), dass manche Menschen offenbar meinen, ihre Katze sei so ab 8 Jahren – öhm – „alt“. Fatalerweise wird solches Denken unterstützt von der Futterindustrie, die oft ab 6-8 Jahren Katzen-SENIOR-Futter anbietet :-O Was letztlich wiederum mit diesen vermaledeiten Mensch-Katze-Altersvergleichstabellen zusammenhängt, die ich nur aus Gründen des Verständnisses verlinke – ansonsten vergesst den Mist bitte sofort wieder.

Warum sind Alterstabellen „Mist“?
Die Statistik, das per se eher undifferenzierte Ding, nimmt den Querschnitt aus allen Daten: Freigänger- und Wohnungskatzen, gesunde und kranke Katzen, Tierschutz- und Zuchttiere – und so ist ne Katze plötzlich mit 11 Jahren ein Senior… Als Beispiel, wie absurd da gerechnet wird: Eine Katze kann rein „technisch“ gesehen, locker 20 Jahre und viel älter werden. Der Schweizer Tierschutz geht zB. statistisch davon aus, dass eine Wohnungskatze im Schnitt 16 bis 18 Jahre alt werden kann (Krankheiten und Unfälle eingerechnet). Statstisch gesehen, wird in deren Berechnung eine Freigängerkatze zwei bis vier Jahre alt. Wenn man allein das querrechnet, ist man bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung der Katze von 11 Jahren. Sieht man, was ich meine? Wie absurd diese Rechnung ist? Ja – nein?

Altersvorsorge – wichtig!
Es macht aber Sinn, ab 10, 11, 12 Jahren bei der Katz mit der „Altersvorsorge“ zu beginnen, um allfälligen Alterserkrankungen vorzubeugen. Ab spätestens 12 Jahren (lieber schon ab 10) sei dazu geraten, jährlich ein grosses Blutbild machen zu lassen – je nach Disposition der Katze differenzierter. Da besprecht ihr euch am besten mit dem Tierarzt eures vertieften Vertrauens: Ein guter Tierarzt weiss, wann er nur das „Grundbild“ machen lassen muss, oder evtl. Verdachtsmomente für besonders heimtückische Krankheiten vorliegen. Eure Beobachtung und Schilderungen spielen hier eine grosse Rolle! Nehmt eure Katzen bitte in jeder Lebensphase ernst.

Macht euch handkehrum aber bitte einfach nicht zu viele Gedanken um das Alter eurer Katzen – ganz im Gegenteil! Schiebt bitte nie Verhaltensänderungen aufs Alter! Wenn eine Katze merklich nachlässt, den Spieltrieb einstellt oder sich sonstwie verändert: Das wird dann gern aufs Alter geschoben – normal. Nein. → Wenn eine Katze sich im Verhalten verändert, dann hat dies in aller Regel gesundheitliche Gründe. Das können auch altersbedingte Krankheiten sein – aber auch da gibt es in aller Regel Hilfe. Wann immer eure Katze sich im Verhalten verändert: Zieht bitte einen fähigen Tierarzt zu Rate und schiebt es nie allein aufs Alter.

Und mit „fähigem Tierarzt“ meine ich, dass der euch schlüssig erklären kann, was mit eurer Katze gerade passiert. Nicht son Mist im Sinne von: Jo. Pf. Könnte Demenz sein. Oder auch die Knochen. Die Leberwerte sind erhöht. Geben wir mal dies und das. NEIN! Nicht Indizien – Zusammenhänge! Fragt nach, was wie womit zusammenhängt – nur wenn ihr versteht, was passiert, könnt ihr relevante Entscheidungen treffen. Und: Ein Tierarzt ist nicht „kompetent“, nur weil er ein Blutbild lesen kann – er muss es interpretieren können. Ja-haaa. Herrgottnochmal. Gmpf.

Wenn eine Katze ihr Verhalten merklich verändert, ist es meist schon (für sie!) kurz vor Zwölf, was den Leidensdruck angeht. Katzen sind Meister darin, ihre Sorgen (Schmerzen) zu verbergen (jajaja – wissen wir ja alle. Und vergessen es im entscheidenden Moment doch so oft. Ist so!) – bedenkt das bitte immer. Wenn eine Katze „auffällig“ wird, ist IMMER entweder medizinisch oder psychologisch Irgendwas in katastrophalem Zustand: sie leidet. Immer.

Und übrigens: Für genau dieses Statement wurde ich im ehemaligen Katzenforum meines damaligen Vertrauens (wo ich annodazumal von tollen USERN ganz viel lerne!!! Die Moderatoren dort kannste hingegen katzenkenntnistechnisch spülen – aber sie spielen sich nur gern auf 😀 ) wiedermal nicht nur nicht ernst genommen, sondern von einer bestimmten Person (Moderator) mit ohne jedes Benimm wiedermal niederst getreten (pfui-pfui-pfui – geh weg, und schäm dich! Pfuidaibel). Es geht mir nicht um den „erhobenen Zeigefinger“ – hä? Ich möchte nur die hellhörigen und aber im Thema unerfahrenen Menschen davor bewahren, dieselben Fehler zu machen, die ich einst teuer bezahlte. Und mit „teuer“ meine ich nicht die Tierarztkosten. Im Gegenteil: Ich habe die eine oder andere Katze an meine verfluchte Gutgläubigkeit verloren. Der Schock sitzt noch heute. Tief. Und das wünsche ich echt keinem.

All meine Senioren (gestorben jeweils mit 19, 21 und 23 Jahren) spielten und tobten bis ins hohe Alter gern, sprangen überall hoch und waren – bis auf ihre Krankheitssymptome – normale, fröhliche und verspielte Katzen. Kurz: das Alter ist eigentlich bissi schnuppe. Bitte: Beachtet das Alter eurer Katze nicht!

Nehmt eure Katzen ernst. Immer. Ich weiss: alle sagen – ey, mach ich doch eh! Hey, sage ich dann: Dann fang damit an, nicht in Foren nach medizinischem Rat zu fragen, frage doch alternativ lieber – deinen Tierarzt. Und lass dich nicht mit Medis „abspeisen“ – versuche zu verstehen. Versuche es wenigstens 🙂 Und hört auf zu sagen: „das mache ich sowieso.“ Hört auf! ICH mache es nicht „sowieso“. Dann tut ihrs auch nicht. So.

Demnächst folgen hier der eine oder andere Erfahrungsbericht zu „alten“ Katzen und auch zum Umgang mit Tierärzten generell. Und noch einiges mehr. Je mehr Mist ich in Social Media lese, desto inspirierter bin ich 😉

Die Zwerglis und ich grüssen euch herzlichst 🙂 Passt auf euch auf!!!

Frohe Weihnachten – und Danke! ♥

Zur Feier des heutigen Tages möchte ich euch berichten, was aus den Notfellchen wurde, von denen ich in diesem ersten Blog-Jahr hier berichtet hatte und denen ihr so grosszügig geholfen habt ♥

Ihr erinnert euch bestimmt noch an meinen → Notruf aus Italien: Katze von Ast aufgespiesst und Schnupfen-Kitten Mitte Juli.

Einerseits ging es damals um Katze Pipi, die bei einem Unfall von einem Ast aufgespiesst worden war und dringend eine teure OP brauchte:
Pipi Notfall - Unfall 002

Und ihr erinnert euch bestimmt auch noch an Löwenbaby Rose, die mit ihren Geschwistern in Alessandria in einem Müllcontainer „entsorgt“ worden war:
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Ihre Geschwister haben es trotz aufopferungsvoller Rund-um-die-Uhr-Hilfe von Stefania Re leider nicht geschafft 😦 Doch Rose fand die Kraft und kämpfte sich in eine wundervolle Zukunft ♥

Und das habt ihr mit eurer Hilfe erst ermöglicht: Insgesamt konnten wir hier fast 800 Euro für Pipi, Rose und weitere Notfellchen sammeln, überlebensnotwendige Kosten konnten so gedeckt werden, und dafür möchte ich mich heute im Namen der Notfellchen und ihrer Retter nochmal ganz herzlich bedanken! ♥

Pipi hat sich von ihrem Unfall und der OP vollständig erholt wie Esther und Franz Huber berichten:
„Pipi hat sich seit ihrem mirakulösen Unfall und der nachfolgenden Operation und Nachbehandlung völlig erholt,  erfreulich weiterentwickelt und ist eine richtige Schönheit geworden ! . . oder nicht ? Pipi scheint noch zutraulicher seither,  sucht sehr oft direkten Kontakt, Schmeicheleien und Streicheleinheiten, ist sehr anschmiegsam, als wollte sie sich für die wundervolle Lebensrettung bedanken.

Lass  uns an dieser Stelle auch bei Dir und den Spendern nochmals für Eure Unterstützung dabei ganz herzlich bedanken!“

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Auch für Rose habt ihr alle mitgehofft und Daumen gedrückt – lange stand es nicht gut um die Kleine 😦
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Mit Stefanias Hilfe und auch dank eurer Unterstützung hielt Rose jedoch durch und entwickelte sich schliesslich prächtig. Als sie stabil war, durfte sie auch schon in ihr wundervolles Fürimmer-Zuhause einziehen – Rose in ihrer neuen Familie:

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Mille Grazie an ihre wundervollen Dosis! ♥

Wie bewegt der TS-Alltag für Stefania und ihren Verein MilleVite dieses Jahr war, entnimmt man allein schon den Monatsberichten:
→ MilleVite – September 2013
→ MilleVite – Oktober 2013

Neben viel Hoffnung, Freude und vielen Notfellchen, die auch 2013 wieder ein Zuhause fanden, gab es natürlich auch viel Trauriges 😦

Besonders betroffen machte mich persönlich, dass diese Süssen es leider nicht geschafft haben:

Gneo Pompeo † 2. September 2013
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Osvaldo † 24. Oktober 2013
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† Memole
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Doch natürlich werden Stefania und ihr Verein MilleVite weiter um jedes Sorgenfellchen kämpfen, das ihren Weg kreuzt ♥

Auch von Kater Zollo möchte ich euch heute wiedermal berichten. Für ihn habt ihr ja auch fest die Daumen gedrückt ♥ Seine Dosi Regula wandte sich ja an mich, als Anfang August → bei Zollo ein Mastzellentumor diagnostiziert wurde.

Zollo 13.09.13

→ Zollo wurde dann operiert. Wobei auch festgestellt wurde, dass er → FIV-positiv ist. Da bei der OP der Tumor aufgrund seiner Grösse nicht entfernt werden konnte, begannen sie eine Chemotherapie mit Zollo.

Regulas Zwischenbericht Ende August:
Zollo hat am Montag seine 1. Chemotherapie inkl. Antibiotikum und Kortison hinter sich gebracht und gut überstanden, ohne Erbrechen und Durchfall. Marie-Louise (unsere Catsitterin – Anm. d. „Red“) begleitet mich liebenswürdigerweise jeweils an diese Arztbesuche. Die Chemo ist alle 6 Wochen zu erneuern und Antibiotikum und Kortison alle 14 Tage. Seine Blutwerte sind gut und die Operation optimal verheilt. Seine Tumorerkrankung ist und bleibt jedoch unheilbar, leider. Das Fressen ist  noch so ein Knackpunkt. Mal frisst er mit Lust und Freude, mal grad ein, zwei Bisse. Dann findet er was super lecker und anderntags wieder nicht mehr??????????

Zwischenbericht Ende Oktober:
Zollo hat nun bereits seine 2. Chemobehandlung hinter sich und wir versuchen ihn seit heute selber mit Kortison zu verarzten. Und es geht ihm (den Umständen entsprechend) gut, das sagen auch die Blutwerte aus.  Er frisst genüsslich, hat ein normales Gewicht, wird sehr gerne verschmust und manchmal hat er auch Lust zu spielen. Eigentlich ist er schon fast wieder der „Alte“, ausser dass sein Bauchpelz noch nicht richtig nachgewachsen ist und auch sonst noch ein/zwei fast nackte Stellen unter seinem schönen Fell hervor gucken. Hoffentlich wächst da noch was nach bevor es eisig kalt wird!

Wir, und da ist auch die Tierärztin vom Tierspital gemeint, glauben und hoffen fest, dass Zollo, wenn er so weitermacht, noch einige schöne Stunden, Tage, Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre mit uns verbringen kann.

Und hier noch ein Bildgruss von heute Morgen auf dem Bürotisch. Dass ich mich mit dem Compi und nicht mit ihm befasse, scheint er nicht zu mögen….
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Mein letzter Wissensstand von Anfang Dezember:
Zollos Tumor ist nach der dritten Chemo so klein, dass man ihn operieren könnte. Er marschiert munter herum. ♥

Das waren unsere Notfellchen-Geschichten in unserem ersten Blog-Jahr und ich freue mich sehr, euch heute von so vielen Happy Ends oder zumindest hoffnungsfroh stimmenden Entwicklungen berichten zu dürfen.

Den sieben Zwergen und mir geht es auch gut – wir werden nun meinen Schnurrlaub und die Feiertage inniglichst geniessen ♥

In diesem Sinne: FROHE WEIHNACHTEN euch allen und herzlichsten Dank, dass ihr da seid! ♥

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Mein kleiner Engel Mogwai ♥

Mogwai – mein Herz ♥ Vier Jahre ist es nun her, dass du mich verlassen hast.

Mogwai † 26. November 2009

Mogwai †

Als ich fassungslos auf ihren sterbenden kleinen Körper starrte, hörte ich den Tierarzt sagen: «Wir raten ja immer davon ab, solche ausländischen Strassenkatzen aufzunehmen: Die sind fast immer problematisch.»

Arschloch.

Meine geliebte Katze Mogwai starb am Abend des 26. November 2009. Ich war seither nicht mehr in dieser Praxis und habe nicht vor, je wieder dahin zu gehen: Meine Vertrauenskurve schiesst nicht nach oben, wenn ein Tierarzt kranke Tiere für «problematisch» hält.

Tierärzten, die ihre Kunden behalten wollen, möchte ich daher ans Herz legen, den folgenden kleinen Kurz-Knigge auswendig zu lernen.

3 Dinge, die ich nicht sagen sollte, wenn ein Katzenhalter vor mir steht, der gerade sein geliebtes Tier verloren hat:

  1. War doch nur eine Katze.
  2. Ich mag sowieso lieber Hunde.
  3. Dieses Tier war problematisch.

Mein Ex-Tierarzt hatte aufgrund von Mogwais Krankheitsverlauf schon früh vermutet, dass sie damals in Spanien vergiftet wurde. Tatsächlich ist es an vielen Orten Spaniens ein durchaus übliches Vorgehen, Giftköder auszulegen, auf die sich die ausgehungerten Strassenkatzen natürlich blindlings stürzen – im Glauben, man wolle ihnen Gutes tun. Jene enttäuschten Seelen, die nicht sofort ein qualvoller Tod ereilt, sterben oft Monate später an den Schäden, die das Gift an ihren Organen anrichtete. Was in einem Menschen vorgeht, der so etwas anrichtet, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Mogwai war die unbekümmerte Lebensfreude selbst – ich dachte, wir hätten noch so viel Zeit. Doch dann holte die Vergangenheit sie ein. Sie wurde nicht mal drei Jahre alt.

Ich bin ja keine rachsüchtige altägyptische Gottheit mit Hang zu bizarren Bestrafungsritualen. Und ich werde auch mein Karma nicht besudeln, indem ich Giftköder auslegenden Menschen Böses wünsche. Lassen Sie es mich vielmehr so formulieren: Es würde mich nicht die Bohne erschüttern, sollte sich der Zorn der Schöpfung über dieses hinterhältige Vergehen an ihrem Werk darin äussern, dass solchen Leuten alles abfault, was ihnen wichtig ist. So weit die erzieherische Massnahme.

Ich fände es darüber hinaus keineswegs übertrieben, bestünde die eigentliche Strafe für einen heimtückischen Giftmischer darin, dass er wiedergeboren wird. Zum Beispiel in einer ausgehungerten spanischen Strassenkatzenkolonie. Und zwar als Maus. Immer und immer wieder – bis ans Ende aller Tage.

Doch eigentlich wünsche ich solchen Leuten gar nicht, dass sie Schaden erleiden – der angerichtete Schaden und das Leid sind schon gross genug. Vielmehr würde ich mir wünschen, dass Menschen, die mutwillig oder auch aus Unwissenheit anderen Lebewesen Qualen bereiten, in aller Deutlichkeit gewahr werden, welches Leid sie anrichten, ihr Tun aufrichtig bedauern und künftig respektvoll mit Leben in jeder Form umgehen. Das allein könnte mir eventuell etwas Trost sein.

Mogwai fehlt.

Mogwai – du bist unvergessen ♥ Nur vier Tage nach Mathildes Einzug bist du für mich völlig überraschend gestorben. Heute vor vier Jahren um diese Uhrzeit ahnte ich noch nicht einmal, dass ich dich in wenigen Stunden verlieren würde. Morgens hatte ich dich in die Tierarztpraxis gebracht, weil deine Zahnfleischentzündung wieder schlimmer geworden war. Abends rief der Tierarzt mich an, dass du nicht mehr zu retten seist. Ich bat ihn, auf mich zu warten. Als ich keine Viertelstunde später dort war, warst du schon gar nicht mehr richtig „da“.

Heute verstehe ich besser als damals, warum geschah, was geschah – und wie das passieren konnte 😦 Ich konnte dein Leben nicht retten, aber glaub mir: Du hast anderen das Leben gerettet ♥ Du bist ein kleiner bezaubernder Engel, der nur für die Dauer eines kurzen Flügelschlags hier bei uns war – aber du warst der Flügelschlag, der hier alles verändert hat. ♥

„I cried for you“

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Ich liebe dich, Mogwai. Du bist nicht fort – nur woanders. Und doch für immer bei uns ♥

Nachtrag: Unsere Catsitterin Marie-Louise hat mir gerade noch Fotos von Mogwai geschickt ♥ Leider gibt es ja nicht so viele Fotos von Mogwai 😦

Mogwai mit Omar

Mogwai

Mathilde – vier Jahre mit dir ♥

Heute vor vier Jahren überschritt ich Grenzen. Und das ist gut so. Danke, Mathilde! ♥

Als vor vier Jahren Anfang Oktober meine erste „eigene“ Katze mit 21 Jahren altersbedingt starb, brach meine kleine heile Welt zusammen.

Auch wenn Sahib mit 21 Jahren für eine Katze ein schönes Alter erreichte, konnte ich mit seinem Tod nur sehr schlecht umgehen. Da mein reales Umfeld nicht wirklich verstehen konnte, warum mich der Tod einer Katze so fertig machte, wandte ich mich bald ans Internet: Ich meldete mich in einem Schweizer Katzenforum an 😉 Dort fand ich den Trost, den ich suchte, Menschen, die die tiefe Trauer „um ein Tier“ verstanden, akzeptierten und nicht klein redeten ♥ Und es dauerte – natürlich, wie ich heute weiss 😛 – nicht lange, eh man mich auf das „Testament einer Katze“ verwies ♥

Die liebe Foren-Admin verpasste die Chance nicht, mir auch direkt eine konkrete Katze als Sahibs „Erbe“ vorzuschlagen, die dringend ein Zuhause brauchte: Als unerwünschte Streunerkatze in Italien irgendwo zwischen Turin und Mailand geboren, bei einem Autounfall das linke Vorderbein verloren, jahrelang unter misslichsten Umständen gehalten, dann in ein „Heim“ verfrachtet und verwahrlost – gab sich die damals rund 10-jährige Katze langsam auf, verweigerte das Futter und erwartete nichts mehr vom Leben.

Diese Katze war die da:

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Nach meiner Zusage konnte Stefania Mathilde in Sicherheit bringen und bis zu ihrer Ausreise in der Praxis einer befreundeten Tierärztin einquartieren. Erst dann konnte Mathilde auf FeLV und FIV getestet werden. Den Rest möchte ich Mathilde erzählen lassen:

Eines Tages war die italienische Tierärztin sehr traurig. Sie schüttelte den Kopf und meinte: „Arme Mathilde, ich weiss nicht, was jetzt wird.“ Ich hörte nur das Wort „FIV“.

Es vergingen weitere Tage in Ungewissheit, was sollte nun aus mir werden? Doch dann kam eines Tages Besuch – zwei Frauen, die ich noch nie gesehen hatte, mich aber anschauten, als ginge es um mich. Die eine stand am anderen Ende des Metalltischs, während die Tierärztin mich nochmal untersuchte. Als die Untersuchung abgeschlossen war, hielt die Tierärztin meinen Kopf mit beiden Händen, sah mich an und sagte immer wieder: „Sei fortunissima! Fortunissima!“ Ich sei ein Glückspilz. So hatte ich das ja ehrlich gesagt noch nie gesehen. Dann strahlte sie die Frau am anderen Ende des Tisches an und sagte: „Grazie – mille grazie!“

Da begriff ich. Ich wand mich aus dem sanften Griff der Tierärztin, die lachen musste, als ich auf meine neue Mamma zuhumpelte. Die wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte, tat darum beides, kuschelte mich und meinte in einer Sprache, die mir noch fremd war: „Nun sind wir bald daheim. Ich kann sie leider nicht alle retten, aber dich schon.“

Zwischen mir und meinem neuen Zuhause in Zürich lagen zwar noch fünf Stunden Autofahrt, die ich mehrheitlich schlafend auf Iwons Schoss verbrachte, während ihre Freundin Esther uns fuhr – doch ich wusste: Nun war ich „zu Hause“.

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Ankunft in Mortara, Italien

Wir fahren heim:
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Als bei Mathilde FIV diagnostiziert wurde, war ich erstmal völlig überfordert – ich hatte keine Ahnung von der Krankheit. Ich recherchierte, befragte Tierärzte und FIV-Katzen-Halter, las alles über Ansteckungsgefahr und Krankheitsverlauf – und kam zum Schluss, dass FIV kein Grund ist, Mathilde im Stich zu lassen.

Die Schweizer → Einfuhrbestimmungen für Haustiere verlangen jedoch eine Tollwutimpfung, die in Anbetracht von FIV und Mathildes damals eh schon geschwächtem Gesamtzustand nicht ganz ungefährlich gewesen wäre. Ich reichte also beim Schweizer Bundesamt für Veterinärwesen ein Gesuch für eine Ausnahmebewilligung ein, dass Mathilde ohne Impfung einreisen dürfe – obwohl ich ziemlich sicher war, dass das Gesuch abgelehnt würde: Was kann ein Veterinäramt schon davon halten, dass jemand eine behinderte, kranke Katze aus dem Ausland in die Schweiz bringen will? 😦

Nur vier Tage später kam die Ausnahmebewilligung per Post.

Wir fuhren also nach Italien, um Mathilde heimzuholen.

Das ist nun schon vier Jahre her – vier wundervolle Jahre, in denen viel passiert ist, und in denen mich dieses kleine fahnlofe dreibeinige intergalaktische Kampfschiffchen so vieles lehrte, meinen Horizont erweiterte und mein Herz immer wieder tief berührt ♥

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Mathilde ♥

Ich verneige mich vor dir – du bist „nur“ eine Katze, mag manch ein Mensch denken. Für mich aber bist du ein Wunder auf drei Pfoten ♥ Danke, dass du uns als Zuhause ausgesucht hast. Und Danke an die Foren-Admin Michaela sowie Stefania und Cornelia, die Mathilde eine Zukunft schenkten! ♥

HAPPY MOVE-IN-DAY

Mathilde

Mathilde

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Wer Tiere aus dem Ausland aufnehmen möchte, beachte bitte die gesetzlichen Bestimmungen: → Einreisebestimmungen Haustiere für die Schweiz

3 Tierschutzprojekte = 3 Spenden ♥ ♥ ♥

Am 19. Oktober hatte ich → Tierschutzvereine aufgerufen, sich bzw. ihre Arbeit vorzustellen, wenn sie für den „Anderswo zuhause“-Tierschutzeuro berücksichtigt werden möchten. Nun werden die ersten Spenden vergeben. TS-Orgas können sich weiterhin jederzeit anmelden und vorstellen!

Bislang (Stand: 28. Oktober) wurden genau drei Tierschutzprojekte angemeldet und der Buchverkauf (1 Euro pro Buch an den Tierschutz) ermöglicht zur Zeit genau drei Spenden à 50 Euro. Da es ja irgendwie unnötig ist, Konkurrenz aufzubauen, wenn keine da ist, habe ich beschlossen, dass diese drei Projekte die ersten drei Spenden erhalten sollen.

Das ist mir perönlich gerade umso mehr recht, als ich von dem einen Verein Lucie ♥, Shakti ♥ und Mogwai ♥ anvertraut bekam und vom anderen Felize ♥. Die dritte Angemeldete ist eine Privatperson, die sich aufopferungsvoll und ohne den Rückhalt eines Vereins als Pflegestelle einsetzt und von mir ebenfalls in die Liste der → Privatpersonen-Ausnahmen aufgenommen wurde 😉 zumal ich sie und ihre Arbeit aus Katzenforen kenne und auch schon persönlich kennenlernen durfte.

50 Euro sind im Tierschutz natürlich nur ein Tropfen auf einen siedend heissen Stein 😦 Gerne möchte ich die Arbeit dieser Tierschützer hier auch vorstellen in der Hoffnung, dass der eine oder andere Leser zum Schluss kommt, sie zusätzlich ein wenig unterstützen zu wollen. Danke! ♥

In der Reihenfolge der Anmeldung:

1. Katzenportal Spanien-Schweiz
das mir Lucie, Shakti und Mogwai anvertraute ♥

Lucie aus Madrid
Lucie_karton

Shakti aus einem spanischen Berggebiet
Shakti_korb6

Mogwai aus Ceuta
Mogwai_blick

Das www.katzenportalspanienschweiz.ch gibt es seit elf Jahren. Wir sind eine winzige Organisation mit Traces-Registrierung, die es sich zum Ziel gemacht hat, korrekten und überschaubaren Auslandtierschutz zu betreiben: Alle unsere Katzen, aber auch einige Hundeli, die wir aus Spanien bereits importiert haben, sind mit legalen Papieren, tierärztlich kontrolliert, versehen mit allen nötigen Impfungen und mit dem elektronischen Chip, sowie dem Europareisepass für Tiere in die Schweiz gekommen. Lange Jahre durften wir unsere Arbeit mit der Hilfe der Zolldirektoren in Zürich-Kloten und in Genf-Cointrin, die unsere Arbeit estimierten und unterstützten, tun und nicht wenige Tiere haben so den Weg zu liebevollen Familien in der Schweiz gefunden.

Unser allererstes Tier war eines mit Behinderung – ich erinnere mich noch gut an die blinde ALMA, die in Liestal ein Zuhause gefunden hat. Viele behinderte Tiere, blind, mit Ataxie oder mit fehlenden Gliedmassen, die ohne Hilfe aus der Schweiz in Spanien kaum ein Zuhause gefunden hätten, fanden so ihren Lebensplatz.

Grundsätzlich vermitteln wir reine Wohnungskatzen und so geraten wir kaum in den Clinch mit den ansässigen Schweizer Tierschutzorganisationen, die meist nur für Freigang Tiere vermitteln.

Unsere Arbeit ist nicht leicht, denn oftmals werden wir angefeindet, speziell auch heute manchmal am Zoll, weil wir „noch mehr Tiere hierher importieren, wo es doch in den Heimen schon so viele hat…“ Was vielen nicht bewusst ist: In Spanien gibt es keinen Tierschutz, da sind die Tiere nur Ware, man wirft sie weg, wenn man genug von ihnen hat, und oft werden Wegwerftiere grausam gequält, bevor man sie für tot liegen lässt. Zigtausende landen in den staatlichen Tötungsstationen und werden vergast, ob gesund, jung, Rassetier oder Strassenkatze…

Unsere Stationen LARACATS, MADRIDFELINA und Juan Tuset in CEUTA schwimmen in Katzen, darunter auch viele misshandelte, teils schwer verletzte Tiere, die man zuerst lange behandeln muss, bevor man sie überhaupt vermitteln kann.

Es sind dankbare, liebevolle Geschöpfe, die nichts für ihre Existenz können. In Spanien wird nur jedes 100. Tier sterilisiert und so kommt es jeden Frühling, Sommer und Herbst zur Kittenschwemme. Ganz zu schweigen von den unkontrollierten Vermehrungen in den Katzenkolonien der wildlebenden Katzen in Spanien. Zigtausende Kleinkatzen werden dann einfach totgeschlagen oder auf die Strasse geworfen, wo sie Opfer des Verkehrs werden.

Wir alle, die wir im Katzenportal mitarbeiten, tun unsere Arbeit ehrenamtlich. Das Katzenportal lebt nur von Spenden und von Patenschaften für nicht vermittelbare Tiere. Und, nachdem auch in der Schweiz immer weniger Menschen für bedrohte Auslandtiere spenden, wird unser Potential zu helfen immer kleiner.

Darum bitten wir Sie alle, die Sie unseren Bericht lesen, um Hilfe!

Besuchen Sie uns auf www.katzenportalspanienschweiz.ch und informieren Sie sich über unsere Arbeit. Lassen Sie sich vielleicht inspirieren, selbst einem Spanientier ein neues Zuhause zu geben.

So können Sie helfen:
Spendenkonto
PC 60-198284-9
IBAN CH31 0900 0000 6019 8284 9

Wir und unsere Stationen in Spanien danken Ihnen von ganzem Herzen.

Liebes Katzenportal,
wir – meine Zwerglis Lucie, Shakti, Sternchen Mogwai und ich sind es, die EUCH danken! ♥ Es ist nicht viel, aber ich hoffe der „Anderswo-zuhause“-Beitrag von 50 Euro ist euch eine kleine Hilfe bei eurem aufopferungsvollen Engagement! Der Betrag wird in den nächsten Tagen überwiesen.

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2. Katzen-Hilfe Uelzen e.V
die mir Felize anvertraute

Felize
felize

Wir, die Katzen-Hilfe Uelzen e.V., sind ein relativ kleiner Verein, der aktuell 14 Förder- sowie 10 aktive Mitglieder hat und seit 2010 besteht. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit Mitgliedern und Spendern das Katzenelend in Deutschland zu bekämpfen.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Kastration von Streunern. Wir versuchen – so weit es uns finanziell möglich ist – wild lebende Hauskatzen zu kastrieren, ihre Erkrankungen zu behandeln und Futterstellen sowie Unterschlüpfe einzurichten. Allein im letzten Jahr konnten wir 77 Streuner kastrieren lassen. Aktuell betreuen wir zwei Futterstellen (auf denen mittlerweile fast alle Tiere von uns kastriert werden konnten) mit insgesamt ca. 45 Tieren.

futterstelle

Wenn es nötig ist, geben wir kranke sowie trächtige Tiere in die Obhut unserer privaten Pflegestellen, die unsere Schützlinge liebevoll in die Familie integrieren und sie bestens auf ihre neuen Menschen vorbereiten. Unsere Pflegestellen behandeln jeden unserer Schützlinge wie ihre eigenen Katzen, so dass die Mäuse bestens sozialisiert werden und sich später leichter ins Familienleben einfügen können. Selbstverständlich werden sie vor der Vermittlung kastriert sowie geimpft, gechipt und getestet auf FIV/FelV. In den vergangenen Jahren haben wir rund 85 Katzen in ein wunderbares Zuhause vermitteln können (Anm. d. Red: eine davon meine Felize ).

Wir leisten auch Vermittlungshilfe bei Katzen, die aus privaten Gründen ihr Zuhause verlieren, wodurch wir schon einige Tiere vor dem Tierheim bewahren konnten. Des Weiteren unterstützen wir auch die Tierschützerin Malene auf Rhodos und bezahlen dort – soweit möglich – Kastrationen, Futter und Tierarztkosten. Wir fliegen lediglich die Katzen aus, die aus gesundheitlichen Gründen auf der Straße nicht überleben würden, sowie Findelkitten, die das Leben auf den Straßen von Rhodos nicht kennen gelernt haben und somit ebenfalls kaum eine Überlebenschance hätten.

Wir sind mit Herz und Verstand Tierschützer, die mit Bedacht aufklären. Sei es auf den vorhandenen Futterstellen oder bei privaten Hilfeanfragen, die uns tagtäglich erreichen. Ebenso sind wir aktiv in Foren und versuchen durch das bessere Verständnis den Katzen gegenüber Hilfestellung bei vorhandenen Problemen zu geben, unabhängig davon, woher die Katze stammt. Natürlich stehen wir auch unseren Adoptanten ein Katzenleben lang helfend zur Seite.

Wir arbeiten ausschließlich mit privaten Pflegestellen und finanzieren uns lediglich über Spenden und Mitgliederbeiträge. Alle Spenden sowie die Mitgliederbeiträge kommen zu 100% bei unseren Schutzbefohlenen an.

Unsere „Angel“-Kastrationsaktion im Mai 2013, in deren Rahmen wir in vier Tagen 28 Katzen kastrieren konnten, hat uns jedoch finanziell stärker belastet, als wir dachten. Zudem nahmen wir zwei Mamakatzen und insgesamt zehn Kitten auf, zusätzlich zu den anderen Mamas und Notfellchen von anderen Stellen. Viele unserer Katzen konnten bereits ein wundervolles Zuhause beziehen, jedoch bleiben die Kosten der Kastrationen, Impfungen und weiterer Arztbesuche. Eine kleine Übersicht, was wir an Einnahmen und Ausgaben seit Juni 2013 hatten:
Ausgaben: ca. 7910 Euro
Einnahmen: ca. 6660 Euro
= – 1250 Euro

Aktuell kämpfen wir schlicht und ergreifend um das Fortbestehen unseres Vereins. Durch unsere Tierschutzarbeit werden wir häufig an unsere persönlichen Grenzen gebracht. Wenn zum Beispiel monatelang gepäppelte Schützlinge im neuen Zuhause spurlos verschwinden oder ein Schutzbefohlener am Ende doch den Kampf um sein kleines Leben verliert. Das sind Geschehnisse, die einen an die Grenzen der eigenen Kraft bringen. Und dann passieren sie: Diese wunderbaren Momente, an denen man teilhaben darf, die einem die nötige Kraft geben, doch weiter zu machen! Wunderbare Familien geben unseren Schützlingen ein Heim und wieder kommt ein Paket mit Futterspenden an, das wir zu den betreuten Stellen bringen und den dankbaren Katzen übergeben können. Dies sind unbezahlbare Momente.

Die finanziellen Grenzen jedoch sind im Tierschutz leider irgendwann schlussendlich der ausschlaggebende Punkt, an dem man nicht mehr weiter machen kann, weil einem die Hände gebunden sind. Jede noch so kleine Hilfe ist ein Zeichen großer Menschlichkeit und hilft aktiv, das Elend zu mindern.

Es steckt so viel Herzblut und Liebe in allem, was wir tun, und wir möchten weiter machen wie bisher. An dieser Stelle bedanken wir uns auch nochmal herzlich bei unseren Mitgliedern und Spendern, die gemeinsam mit uns all dies ermöglicht haben.

Wir sind „Tierschützer“ aus Überzeugung, vergessen dabei jedoch nie die emphatische Seite. Hinter jedem Schicksalsschlag steht auch immer ein Mensch. So nehmen wir Anteil an dem mitunter unschönen menschlichen Schicksalen und versuchen auch hier zu helfen, so weit es uns möglich ist. Sei es bei Krankenhausaufenthalten die Verpflegung oder Tierarztfahrten der Katzen zu übernehmen oder einfach mal ein offenes Ohr für die „banalen“ Dinge im Leben eines anderen Menschen zu haben.

Das alles und noch viel mehr macht uns und unseren Verein zu dem, der er ist: die Katzen-Hilfe Uelzen e.V.

Wir begrüßen es auch sehr, dass einige wenige Privatpersonen ebenfalls bei dem „Wettbewerb“ um die 50 Euro-Spende teilnehmen dürfen. Wir selbst agieren oftmals mit Miriam (Taskali) zusammen und können bestätigen, dass sie eine große Hilfe im aktiven Tierschutz für die Streuner ist. Wir wünschen allen teilnehmenden Vereinen und Privatpersonen viel Glück.

Mit herzlichen Grüßen
Die Katzen-Hilfe Uelzen e.V.
http://www.katzenhilfe-uelzen.de

Anbei einige Bilder von unseren Katzen, die derzeit noch Untersuchungen brauchen oder sonst sehr aufwendig versorgt werden müssen wie unser Flaschenkitten Amelie.

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Kontakt:
Website: Katzen-Hilfe Uelzen e.V. (mit PayPal-Spende-Möglichkeit)
E-Mail: info@katzenhilfe-uelzen.de
Flohmarkt: Handgemachte Unikate

Spendenkonto
Katzen-Hilfe Uelzen e.V.
Sparkasse Uelzen
Kto.- Nr.: 230056210
BLZ: 258 501 10

Liebe Katzen-Hilfe Uelzen,
wir – mein Zwergli Felize und ich sind es, die EUCH danken! ♥ Es ist nicht viel, aber ich hoffe der „Anderswo-zuhause“-Beitrag von 50 Euro ist euch eine kleine Hilfe bei eurem aufopferungsvollen Engagement! Der Betrag wird in den nächsten Tagen überwiesen.

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3. Roksolana, auch bekannt als Lilykin
Seit etwas über einem Jahr bin ich unter die Pflegemamis gegangen, eigentlich ungeplant. Angefangen hat es mit einem Kitten, dessen Gefährte krank war und deshalb konnten sie nicht zusammen in ihre geplante Pflegestelle einziehen. Das gesunde Kitten habe ich also übernommen. Und so hat es angefangen… Es kamen dann immer wieder Bitten um Hilfe, sowohl aus Deutschland wie auch aus Spanien (wo ich Freundinnen habe, die im Tierschutz aktiv sind). So habe ich seit dem Sommer 2012 eine bunte Mischung an zahmen und scheuen Katzen (meistens Jungkatzen) aus Spanien und Deutschland gepflegt. Es waren gesunde, behinderte, kranke Miezen dabei – alles Mögliche.

Aktuell habe ich drei rabenschwarze Berliner Wildfänge in Pflege: Lou, Ginny und Cleo, und einen zahmen Kater aus Spanien – Rodrigo.
Lou
Lou

Ginny
Ginny

Cleo
Cleo

Rodrigo
Rodrigo

Lou und Ginny sind schon zahm und verschmust, Cleo tut sich noch schwer. Cleo liebt aber den Rodrigo sehr, ich würde sie gerne gemeinsam zur Adoption geben. Vom Alter her schätze ich die Mädels auf ca. 7 Monate, und Rodrigo auf ca. 9. Bei der Truppe steht noch eine Darmsanierung bevor, wenn die Kotprobe negativ auf Giardien getestet wird – denn wir haben in den letzten Wochen mit einem Giardienbefall gekämpft. Wenn alles in Ordnung ist, müssen die Kätzinnen bald geimpft werden, und Ginny kastriert.

Rodrigo ist ein bisschen ein Sorgenkind; er hat einen angeborenen Herzfehler, die Pulmonalarterie ist verengt, die Bronchien sind etwas vernarbt – trotz seinem starken Spieltrieb kommt er darum sehr schnell aus der Puste und fängt an zu hecheln und zu schnauben. In ca. 4 Monaten muss er erneut kardiologisch untersucht werden.

Wenn die vier Jungspunde schöne neue Familien finden, stehen schon zwei weitere Jungkatzen auf meiner „Warteliste“. Eine davon:

namenlos
namenlos

Unterstützung brauche ich für Streu-, Futter- und Tierarztkosten. Für Desinfektionsmittel, Darmaufbau-Mittel nach Durchfällen. Für „Astronautennahrung“ bei unterernährten Katzen, oder solchen, die das Futter verweigern. Bei den Spaniern auch teilweise für die Reisekosten – meistens teile ich diese mit Freundinnen, die nun auch nicht so viel Geld haben…

Früher habe ich viel für Tierschutz gespendet; jetzt bin ich froh, wenn ich selbst Unterstützung bekomme.

Ich arbeite allein, bin eine Privatperson ohne Vereinszugehörigkeit. Meine Schützlinge sind immer Notfälle, die es ansonsten nicht geschafft hätten. Solange ich noch irgendwie die Mittel dafür habe, und meine eigenen Katzen mitmachen, will ich den Notfellchen helfen – und nicht wegsehen. Nichts zu sagen und nichts zu tun, ändert nichts! Es geht immer um das Wohl der Katzen. Wenn ich Anfragen für Katzen bekomme, und keine passende dabei habe, leite ich die Interessenten sehr gerne weiter an befreundete Pflegestellen.

Ich versuche, so akurat wie möglich zu arbeiten (FIV- und FeLV Tests sind selbstverständlich). Die Katzen werden zuerst in einem kleinen Katzenraum separiert. Wenn sie gesund sind und auch seelisch bereit (traumatisierte oder wilde/scheue Katzen brauchen erstmal viel Ruhe), kommt eine Gittertür ran, und später dürfen sie am Leben in der Wohnung teilnehmen.

Es ist eine Freude, wenn man den verschreckten, verhuschten Wesen dann doch helfen kann, sich zu entfalten. Wenn aus den kränkelnden gesunde Katzen werden. Das macht die ganze Rennerei, Sorgen, Tränen dann doch nicht so wichtig… Und man macht weiter 🙂

Vermittelt werden die Katzen nach einer positiven Vorkontrolle, mit Schutzvertrag und Schutzgebühr – die allerdings meistens die entstandenen Kosten nicht deckt.

Meine Kontaktdaten:
Roksolana Chraniuk, Berlin; Weiteres per
E-Mail: romezzo@hotmail.com

Spendenkonto:
Deutsche Kreditbank
Kontonummer: 101 311 53 06
BLZ: 120 300 00

Liebe Roksana,
Im Namen aller Notfellchen möchten die Zwerglis und ich uns bei dir für dein selbstloses Engagement für notleidende Katzen bedanken: Menschen wie du machen Hilfe erst möglich! ♥ Es ist nicht viel, aber ich hoffe der „Anderswo-zuhause“-Beitrag von 50 Euro ist dir eine kleine Hilfe bei deinem aufopferungsvollen Engagement! Der Betrag wird in den nächsten Tagen überwiesen.

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Diese drei Projekte bleiben für weitere Spenden „im Rennen“ und werden später erneut zur Wahl stehen. Wer weitere Tierschutz-Projekte für den „Anderswo“-Tierschutzeuro vorschlagen möchte, kann dies jederzeit gerne tun unter: iwon@kamikatze-zwerglis.com

Tünn ist grundimmunisiert – ich nehme jetzt AB

Heute früh war es so weit: Tünn musste zu seiner Grundimmunisierung. Ich musste anschliessend zum Arzt.

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Jaja: „Unschuldig gucken“ war früher…

Unter der Woche ist es schwierig, morgens vor der Arbeit stundenlang scheiternde Eintütversuche zu unternehmen. Also musste Tünn heute „dran glauben“.

Um 9 Uhr fing ich an. Um 11.30 Uhr (eine Viertelstunde vor Praxisschluss) hatte ich ihn. Beim Versuch, ihn einzutüten, fand er gar interessante Wege, mir zu entkommen, die sogar Spiderman vor Hochachtung erblassen liessen – Tünn kann meterweise Wände senkrecht und waagrecht – je nach Bedarf auch beides zugleich – hoch- und runterrasen. Und ist dabei noch so rücksichtsvoll, die meisten meiner Bilder hängen zu lassen.

Als er sich wieder ins Dachgebälk flüchtete, holte ich diesmal die Leiter aus dem Keller – die er prompt nutzte, um an mir vorbeiflutschend wieder in die Tiefe zu rasen.

Irgendwann machte er glücklicherweise den strategischen Fehler, sich ins Bad zu flüchten. HA! Tür zu. Hab dich. Im Bad fauchte, spuckte und brummte es :-O

Als ich Tünn ins Laken gewickelt hatte (anders hätte ich ihn nicht zu greifen bekommen), schob ich ihn in die Transportbox – damit er da nicht im Laken erstickt, war ich so freundlich, seinen Kopf vorher auszuwickeln, was er prompt mit einem herzhaften Biss in meinen linken Zeigefinger quittierte. Nun, der ist das von Shakti und Faramee früher schon gewohnt – er blutete also pflichtbewusst stundenlang vor sich hin und beim Tierarzt wurde erstmal ich notfallmässig versorgt 😛 Wirklich alles war vollgeblutet: Die Box, das Bad, mein Weg zum Taxi.

In der Praxis war Tünn wenig kooperativ, aber es reichte für die Grundimmunisierungsspritze. Von einer jährlich zu wiederholenden Impfung riet uns die Tierärztin dringend ab. Nicht weil sie Impfgegnerin wäre, sondern weil sie nicht JEDES Jahr von Tünn gebissen werden möchte. Alle zwei Jahre reicht, meinte sie.

Tünn gehts inzwischen wieder gut – er hat gefuttert, seine Transportbox nachträglich daheim äusserst interessiert inspiziert und seine Leckerli abgeholt.

Ich nehme derweil die nächsten fünf Tage Antibiotika und fände es schön, wenn die Wunde aufhören tät, zu tuckern. Ich muss nämlich morgen an eine Weiterbildung in München und kann eine Katzenbissauskratzung gerade so gar nicht gebrauchen.

Ich weiss nun, wer unser nächster Tierarzttrainings-Kandidat ist. Zum Glück. Mir wäre ja schon bald langweilig geworden, seit es mit Felize so relativ gut läuft.

Katzen.

Mit Wildchen Tünn zum Tierarzt. Und Mathildes Blutwerte :-(

Ich sollte gestern mit Mathilde zur Blutwertkontrolle und mit Tünn zur Impfung. Das war der Plan 😛

Unser Schrebergarten-Wildchen Tünn vom Katzenschutzbund Köln hatte gestern morgen zur Grundimmunisierung einen Impftermin. Ich war auch knallhart und wild entschlossen, mit dem Scheuling den Termin wahrzunehmen.

Aber Tünn nicht.

Ich ging also vor, wie ich es von klugen Menschen lernte: Treibe die scheue Katze in ein überschaubares Zimmer, schliesse die Tür und dann: Zugriff!

Nur.

Es gibt in unserer Wohnung eigtl nur zwei „überschaubare“ Zimmer – das sind das Bad und das Gäste-WC. Ansonsten gibt es hier nicht wirklich „Zimmer“ – alles offen. Und so versuchte ich mit Raffinesse und auch Tücke, den nicht hochhebbaren Tünn in eins der Bäder zu manövrieren. Es endete damit, dass fünf Katzen völlig fasziniert zuguckten, wie Iwon um 6 Uhr morgens mit einem Bettlaken durch die Wohnung tappst, Tünn ihr hakenschlagend ständig entkam, Felize jaulend unterm Sofa das Leid der Welt beklagte (sorry, liebe Nachbarn: Wat mut, dat mut) und ich derweil dem Ziel keinen Schritt näher kam. Ich lernte nur: Tünn ist überaus wendig, raffiniert und SCHNELL. 😛

Irgendwann flüchtete er sich ins Dachgebälk. Okeee. In dreieinhalb Metern Höhe – Scheisse. Ich habe keinen Schimmer, wie er da hochkam. Ich legte den gesamten Boden unterm Gebälk mit Kissen, Decken und dergleich mehr aus und kam zum Schluss: Schnapp dir denn nun Mathilde und geh mit ihr zum Blutwerttest. Tünn muss jetzt selber schauen. Sorry – was soll ich machen??

Also fuhr ich halt nur mit Thillie zum Arzt.

Mathilde hatte ja nach der OP bisserl arg heftig viel zugenommen… Nun hat sie arg heftig viel abgenommen (400 Gramm seit April) – das ist noch im Normbereich, aber irgendwas stimmt nicht, wenn eine gut futternde Katze plötzlich doch so viel abnimmt. Der Blutcheck zeigte immerhin, dass ihre Grundwerte (Niere, Schilddrüse etc.) gut stabil sind. Aber: Sie hat seit der Perikarditis zu wenige weisse Blutkörperchen 😦 Das sei nicht akut schlimm, könne aber ein Hinweis auf einen FIV-Ausbruch sein. Das hiesse dann, dass ihr Immunsystem nun nach und nach kollabieren würde. ABER: Es ist NUR ein mögliches Indiz! Unsere Klinik ist um die Fivies halt besonders besorgt – noch nichts weiter ❤

Natürlich war ich dennoch erstmal ausgenockt. Ich bin aber zuversichtlich. Wir könnten wenn denn eh nicht viel tun. Wir werden jetzt versuchen, Mathilde homöopathisch zu unterstützen ❤ Dafür muss ich aber in eine andere Praxis, da deren Homöopathin sich leider selbständig machte und nicht mehr zur Verfügung steht 😦

Wir können ein paar Daumendrücker brauchen – aber Thillie ist so fit und vital, dass ich persönlich nicht an einen FIV-Ausbruch glauben mag.

Und der Witz in alldem Stress: Als ich dann mit Mathilde heimkam, sass Tünn im Gäste-WC unter der Schüssel, liess sich streicheln und hochheben und in den Kennel setzen. Allein: Es war inzwischen 9 Uhr morgens – und ich hatte keine Zeit mehr, mit ihm nochmal zum Tierarzt zu fahren, weil ich wirklich unabdinglich ins Büro musste 😦

Aber es zeigte mir: Ich kriege ihn auch noch 😉

Katzen.

Dreierlei: Panikkatzen, Geisterkatzen und Kinderbücher :D

Wir haben hier gerade allerlei News – ich halte mich so kurz wie möglich 😉

Geisterkatze
Zuerst: Gestern berichtete ich von unserer „Geisterkatze“. Das Rätsel, woher das nächtliche Maunzen kommt, scheint gelöst (scrolle zu „Nachtrag“): → Unheimliche Dinge geschehen: Wir hören Stimmen :-O Nur die Frage, wie man das Problem – vornehmlich für die Katze – nun noch löst, ist mir ein wenig schleierhaft 😦 Tipps?

Panikkatze
Ich war heute Vormittag mit Felize zur letzten Kontrolle im Tierspital wegen ihrer → Mittelohrentzündung.

Diagnose: Sie ist als komplett geheilt entlassen! *juhuuuuu* ♥♥♥  Das Trommelfell des betroffenen Ohrs sei bilderbuchmässig verheilt und könnte gemäss Tierärztin als Musterbeispiel fürs Lehrbuch herhalten 😀 Felize kann darüber hinaus definitiv hören und ihre Kopfschiefhaltung hat sich merklich gebessert ❤

Verhaltenstherapie: Ich konnte Felize heute fast problemlos eintüten – „fast“ gemessen an Mathilde, Lucie, Faramee oder Moriah, die ich einfach nehmen und in die Tasche setzen kann. „Problemlos“ gemessen an Felize 😛

Ich ging mit dem Laken zu ihr (ich wollte es noch nicht ohne wagen – Feigling ich bin) – sie sah mich fragend an, ich nickte und legte es sanft über sie ♥ Dann konnte ich sie einfach so hochheben und zur parat gestellten Box tragen, dort reinsetzen und gut war ♥ ♥ ♥ Sie hat während der ganzen Fahrt weder getobt, noch gemauzt noch gehechelt bis zum Anschlag wie früher. Im Spital war sie ganz ruhig, liess ALLES klaglos mit sich machen – kein Mucks, keine Panik, keine Gegenwehr ♥ Und dann fuhren wir heim – wieder alles ok. Zuhause angekommen, guckte sie mich von Herzen giftig an und verschwand erstmal 😛 Und gerade JETZT klettert sie felizelike auf mir rum und will SCHMUSEN ♥ ♥ ♥ Hach, hach, HACH!!!!

Die Tierärztin war bei der Untersuchung ebenfalls begeistert – nicht nur von den medizinischen Ergebnissen. Sie meinte (Französin, süss): „Frau Blum. Was aben Sie mit dieser Katzö gömacht? Ausgetauscht? Das ist nüscht die Katzö, die üsch ier kennengelernt atte. DIESE Katzö ist kooperativ und entspannt. Was aben Sie gemacht?“ Ich sagte nur vielwissend: „Tierarzttraining – unter Anleitung der besten Veraltenstherapeutin dör Welt“ 😀  ♥ ♥ ♥

Ahnt jemand, wie happy wir hier gerade sind? 😀

Gut: Mittwochmorgen muss ich dann Tünn erstmals eintüten. Schauen wir, wie euphorisch ich dann noch bin mit meinen Kruxen hier 😛

Ich werde mit Felize auf jeden Fall weiterarbeiten – es ist schier unfassbar für alle, die sie je „in Action“ 😛 erlebten, wie klasse sie sich inzwischen entspannen kann ♥ ♥ ♥

Kinderbuch
Es ist erschienen: Seit heute kann man „Anderswo zuhause“ Edition Schweiz und Edition Deutschland/Österreich im Online-Buchhandel bestellen *ju-huuuuuuuuuuubel* – mehr Infos hier: → „Anderswo zuhause“ Es würde mich sehr freuen, wenn ihr mal reinschaut und ggf. die Bücher weiterempfehlt – am allerliebsten nicht aus Gefälligkeit, sondern weils euch gefällt, denn DAS würde mich echt happy machen ♥ ♥ ♥

Wir haben grad ne gute Welle hier – und ich bin sehr dankbar dafür. Am meisten freue ich mich für Felize, die gesundheitlich und auch „persönlich“ echt ganz gewaltige Fortschritte gemacht hat ♥ ♥ ♥