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Willkommen, Adventskater Malik <3

Nein. Es war nicht geplant. Und ja. Lacht mich ruhig aus. Es sind doch wieder 7 Zwerge. Was kann ich dafür, ein aschblondes Schneewittchen zu sein? Eben.

Es war nämlich so:

Als ich im Juli erfuhr, dass Max unabwendbar bald sterben wird, beschloss ich, dass es dann bei 6 Zwergen bleiben soll.

Es gab viele Gründe, die dafür sprachen.

Doch es gab einen Grund, der dagegen sprach. Damals Angelo, heute Malik.

Darf ich vorstellenangelo-perrera

Am  3. November schickte mir die liebe Bekannte, die mich damals schon auf Mathilde aufmerksam machte, eine WhatsApp mit obigem Bild und den Worten „Huhu, wüsstest du per Zufall jemanden, der die arme Seele aufnehmen kann – sitzt in der Perrera.“ (sehr kurz zusammengefasst, was ihre Worte meinten):

  1. Sie wusste nichts über unsere aktuelle Situation hier, wir hatten sicher ca. ein Jahr lang keinerlei Kontakt mehr.
  2. Wenn ich noch ein einziges Mal von irgendwem die Frage höre, warum „wir Auslandstiere ‚einschleppen‘, wo doch die CH-Tierheime voll genug sind“, raste ich aus.

Wisst ihr, was eine „Perrera“ ist? DAS ist eine Perrera. Eine Tötungsstation. Die Tiere, die dort landen, haben eine gnädige Frist von im Schnitt 21 Tagen – bevor sie nein nicht eingeschläfert, sondern kaltherzig entsorgt werden. Ihre Schreie können weitherum gehört werden.

So.

Da hockt also dieses kleine verängstigte blinde Wesen und weiss nicht, wie ihm geschieht. Es gibt Tausende wie ihn, ja leider. Aber von ihm erfuhr ich nunmal ohne jede Anstrengung meinerseits, als hier gerade auch tatsächlich „ein Platz frei wurde“.

Und wer mich inzwischen kennt, weiss: Was interessiert die Trulla ihr Geschwätz von gestern. zB. „Nie mehr als 4 Katzen“… jaja… Wie kann ich wegschauen, wenn eins noch Platz fände? Eins – von Millionen? Immerhin eins.

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Zumal: Eine blinde, extrem menschenscheue Katze aus einer Perrera mit fast null Information jemandem in meinem Bekanntenkreis „schmackhaft“ zu machen, schien mir ein sehr aussichtsloses Unterfangen. Also alles klar. Er zieht hier ein.

Max lebte noch und es fühlte sich verräterisch an, seinen Platz bereits zu vergeben – allein: Wir konnten nicht warten, sonst wären jetzt wohl beide tot.

Dass Max mir das nicht übel nahm, rede ich mir damit ein, indem die Geschicke es so wollten, dass der Schutzvertrag für den kleinen Spanier just an Max‘ Todestag einige Stunden später nachmittags in meinem Briefkasten lag.

Und so kam es, dass ich am 3. Dezember um 1.20 Uhr nach 4 Stunden Schlaf aufstand, mich trotz Autofahr-Phobie in ein Mietauto setzte und grenznah nach Deutschland tuckelte, um den blinden Spanier wie unsere Gesetze es vorschreiben als Besitzerin in die CH und dann direkt zum Tierarzt zu verbringen. Letzteres ist nicht vorgeschrieben, schien uns aber angezeigt, da wir wissen wollten, ob nach seiner Augen-OP auch wirklich alles so verheilt, wie es sollte. Tut es. Gut zu wissen. Und Parasiten hat er auch keine. Auch gut zu wissen.

Die herzensguten spanischen Vermittler und mein Kontakt in der CH fragten mehrmals nach, ob ich denn wirklich darauf gefasst sei, eine extrem verstörte und verängstigte Katze aufzunehmen – sowas wolle doch normalerweise niemand.

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Eben. Darum ja hier 😀 Wir sind hier ja alle nicht „normalerweise“

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Und so kamen wir hier am 3. Dezember gegen 10.30 Uhr daheim an, der Kleine wurde erstmal im Home Office separiert, damit er „zur Ruhe kommt“.  Wobei er sich für eine extrem scheue und menschenfeindliche Katze schon in der Tierarztpraxis wesentlich tapferer verhalten hatte, als so manche sehende Katze, die glücklicherweise auch keine Perrera von innen kennt. Pff. Aber ich war auf alles gefasst.

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Naja und dann hat die extrem verstörte Menschenhasserkatze öhm – ja, na schaut selbst…

Ich wage mal zu sagen, dass da einer Zuhause angekommen ist ❤

Und nur um das klarzustellen, bitte: Ich bin kein besonders „guter Mensch“, „Katzenversteherin“ oder sowas. Vielmehr sind die Menschen, die sich tagtäglich – sei es wo immer auf der Welt – für diese vermeintlich verlorenen Seelen so sehr einsetzen – oft mit allem, was sie haben – DAS sind gute Menschen ❤

Und ich verneige mich vor ihnen, dass sie bei all dem Elend an weggeschmissenen (Haus-)Tieren nicht wegschauen, sondern versuchen zu retten, was zu retten ist. Mein allerherzlichster Dank in Maliks Namen gilt an dieser Stelle Michaela und Proda Vinaros

«Ein Tier zu retten, verändert nicht die ganze Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.»

Das gilt übrigens auch für Menschen ❤

Wenn jeder nur schon tut, was er kann statt wegzuschauen, und jeder nur in seinem kleinen Kreis – werden diese Kreise des Guten doch immer grösser und umfassender und irgendwann machen wir aus diesem Ort einen guten ❤

Und da ich ja zu allem immer einen Soundtrack brauche, das ist Maliks Song: Ride 😉 Und glaubt mir: Der PASST 😛

Malik, ich und die anderen Zwerge wünschen euch allen eine besinnliche und frohe Adventszeit ❤ Seid freundlich und tut Gutes – und ihr werdet so getan. ❤