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„Please, help me“ – ein dringender Aufruf ♥

Heute erreichte mich eine E-Mail von Moriahs ehemaliger Pflegestelle in Cádiz. Ihre Worte berühren mich sehr. Umso mehr, als ich genau nichts weiter tun kann, als euch um Hilfe zu bitten. Es geht nicht um Spenden, „nur“ um Kontakte.

Ich stehe seit Moriahs (die Katze im Bild) Einzug mit ihrer ehemaligen Pflegestelle in Cádiz in losem, aber sehr liebevollen Kontakt. Olga war immer sehr interessiert an Moriahs Entwicklung hier und berichtete mir manchmal auch von der Situation vor Ort, wo ja auch Moriahs „Babys“ noch immer sind 😦 Nie bat sie mich um Hilfe. Bis heute.

Aber ich kann nicht helfen. Darum frage ich, ob jemand von euch vielleicht helfen kann?

Sie schrieb mir heute (aus dem Englischen übersetzt):
„Ich weiss es sehr zu schätzen, dass du uns hier unten nicht vergisst. Ich werde deine Hilfe dabei brauchen, eine verlässliche Tierschutzorganisation in der Schweiz (oder in Deutschland – siehe weiter unten) zu finden, die uns hilft, ein neues Zuhause für unsere Katzen zu finden. Ich habe niemanden, keine Kontakte. Und die Situation in diesem Jahr ist schrecklich, so viele Leute ohne Jobs werfen ihre Katzen raus auf die Strassen. Ich rettete kürzlich eine Perserkatze beim Fluss. Zu meinem Entsetzen sagte mir der Tierarzt am nächsten Tag, dass sie säugend sei. Wo ich sie fand, musste also noch mind. eine Babykatze sein. Gott sei Dank fand ich das Kitten noch am Abend im Taschenlampenlicht unter Steinen versteckt. Ein schönes Kitten, einen Monat alt, mit demselben flachen Persergesicht wie ihre Mutter. Da waren noch mehr Katzenbabys, aber dieses hatte dieselben langen Haare und das Gesicht der Mutter.

Das ist nur ein Beispiel für die Verzweiflung, die wir täglich erleben mit all den Katzenbabys in den Müllcontainern entlang den Strassen. Es ist herzzerreissend. Ich habe gerade 25 Katzen (in Pflege) – manche wunderschön, alle von ihnen dankbar und lieb und an Hunde gewöhnt.

Ich brauche nur deine Hilfe, eine seriöse und relativ bekannte Tierschutzorganisation zu finden, die gewillt ist, uns dabei zu helfen, für unsere Schützlinge gute Endstellen in der Schweiz oder in Deutschland zu finden. Wir kümmern uns um Impfungen und Kastration. Ich komme gerne persönlich, damit allfällige Tierschutzvereine mich kennenlernen können, wenn sie das wünschen. Bitte, hilf mir.“

„Bitte, hilf mir.“

Diese Worte einer Frau, die ich durch unseren Kontakt über Moriah als so aufopferungsvoll, selbstlos und zugleich hilfsbereit erlebte, brechen mir schier das Herz. Ich bin hier in der Schweiz tierschutztechnisch nicht wirklich vernetzt. Ich habe heute gegoogelt und konnte nur immer wieder feststellen, dass die meisten grösseren/offiziellen TS-Vereine in der Schweiz Auslandtierschutz bzw. die Vermittlung ausländischer Notfellchen in die Schweiz ablehnen. Und jene, die es nicht tun, sind komplett eingedeckt mit ihren eigenen Notfellchen.

Der Notstand mit „weggeschmissenen Haustieren“ ist überall gross – das weiss ich. Ich habe mich auch nicht entblödet, mal wieder kurz in „Katzenvermittlungsportalen“ nach Abgabekitten umzusehen. Und war geschockt. Überall, rundherum werden Katzenbabys in die Welt gesetzt – ich kann nur den Kopf schütteln. Und die berechnenden, herzlosen Verbrecher (sorry – das ist mein Blog, da übernehme ich die volle Verantwortung für meine Wortwahl und ich meine: berechnende, herzlose Verbrecher), die Rassekatzenmixe für Hunderte von Franken mit sechs Wochen abgeben, sterben leider auch nicht aus. Und offensichtlich die schlecht informierten Käufer auch nicht 😦 – bis zu 1000 Franken zB. für einen Perser-Mix ohne Papiere, ohne Impfungen, ohne nix. Aber geht weg wie warme Semmel. Hallo? Na, dann doch lieber einen ausgesetzten Perser aus Cadiz aufnehmen – ist „billiger“ und die Katze ist ohne Zweifel besser grundversorgt. Naja – aber ob so ein „Käufer“ einer solchen Katze dann würdig ist? …

Wer ein Herz hat, „kauft“ kein Haustier – sondern adoptiert

Doch zurück zum Thema: Hat irgendjemand von euch „da draussen“ eine Idee, wie man Moriahs ehemaliger Pflegestelle helfen kann? Bitte Moriahs Babys sind noch dort 😦 und es kommen immer mehr. Bitte: Wenn ihr einen Verein kennt oder selber einer seid, der sich um die Vermittlung weiterer momentan 25 Katzen aus Cadiz kümmern kann – BITTE: helft

Schreibt mir an iwon@kamikatze-zwerglis.com

Ich habe übrigens noch nie von einer Pflegestelle aus Südeuropa ein trotz FIV so dermassen gut versorgtes TS-Fellchen übernommen, wie von Olga. Sogar unsere Klinik war begeistert 🙂

Ich danke euch für eure Unterstützung – ihr dürft den Aufruf auch gerne teilen. Danke

Ps: Zum Thema „Auslandtierschutz“ ist der Aufklärungsbedarf offensichtlich auch noch gross. Meine Meinung zum Thema folgt demnächst. Ich gehe davon aus, dass die meisten regelmässigen Leser dieses Blogs spätestens nach diesem Beitrag meine Meinung dazu kennen. Aber: Ich habe auch Argumente 😀

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Originalwortlaut des Mails auf Englisch:
„I really appreciate that you do not forget us down here. I will need your help to find a reliable animal charity in Switzerland which finds homes for our cats. I do not have anybody, no contacts. And the situation this year is dire, so many people without jobs throwing their cats to the streets. I recently rescued a Persian cat by the river. To my horror, the vet next day told me that she was nursing. Thus, there had to be a baby somewhere in the place by the river where I found her. Thanks God, I located the baby that evening with flashlights hidden underneath big stones. A beautiful baby, one month old with a very flat face, like her mothers. There were more babies there but this one had long hair and his flat face.

The above is only example of the desperation we feel every day with so many babies in garbage containers, along the roads. It is heart-wrenching. I have now 25 cats some of them beautiful, all of them very sweet, used to dogs.

I only need your help to find out a serious and well-known charity that is willing to help us to find good homes in Switzerland or Germany. We will take care of the vaccinations and spaying-neutering. I am willing to travel and meet with them if necessary. Please, help me.“

Auf einen entspannten Jahreswechsel!

Die Silvesternacht naht – für viele ein Anlass zum Feiern, für Tierfreunde hingegen Anlass zur Sorge.

Plötzlich gleissend helles Licht und ein ohrenbetäubender Knall, die Fensterscheiben drohen zu bersten, Iwon fällt vor Schreck vom Sofa und ihre Katzen rasen in schierer Panik gegen die Wände. Gerade war eine Feuerwerksrakete auf unserem Balkon explodiert.

Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt und mich vergewissert hatte, dass keine meiner Katzen ernsten Schaden erlitten hatte, hörte ich eine Frau unten auf der Strasse vor unserem Haus lachen: „Hoffentlich hatten die das Fenster geschlossen.“

Ich erspare euch weitere Schilderungen, wie eine wutschnaubende Iwon auf die Strasse runterrannte und die rücksichtslosen Brandstifter zur Schnecke machte.

Dieses Feuerwerks-Erlebnis am Schweizer Nationalfeiertag vor einigen Jahren war unser eindringlichstes – aber nicht erst seither entzieht es sich meinem Verständnis, warum Menschen ihr sauer verdientes Geld in die Luft sprengen. Auch am bevorstehenden Jahreswechsel werden voraussichtlich wieder Millionen von Franken/Euro in bunten Knalleffekten verpuffen.

Grotesk.

Selbstverständlich soll jeder mit seinem Geld machen, was er für richtig hält. Und ich gehe davon aus, dass es weniger Rücksichtslosigkeit als vielmehr Gedankenlosigkeit ist, wenn Freunde des Feuerwerks stunden- oder gar tagelang rumböllern.

Was vielen wohl gar nicht richtig bewusst ist: Nicht nur macht die Knallerei viele Menschen nervös, bei Haus-, Nutz- und Wildtieren kann der Krach schiere Panik auslösen. Das Hörvermögen der meisten Tiere ist sehr viel empfindlicher als das des Menschen. Die Tiere verkriechen sich, wimmern, jaulen oder erleiden im Extremfall gar einen Herzstillstand. Oder sie reissen aus, verletzen sich womöglich auf ihrer kopflosen Flucht, finden nicht mehr nach Hause oder rennen auf die Strasse und verursachen schlimme Verkehrsunfälle. Wie Sie beim Feiern auf Haus- und Wildtiere Rücksicht nehmen und Gefahren minimieren können, erfahren Sie im
→Merkblatt „Angst und Panik durch Feuerwerk“ des Schweizer Tierschutzes (PDF, 570 kb)

Immerhin können Tierhalter einige Massnahmen ergreifen, um ihren Tieren die Knallerei erträglicher zu machen. Mit freundlicher Genehmigung der Autorin möchte ich hier die Tipps weitergeben, die Lisbeth Gericke zusammengetragen hat:

Mit diesen Massnahmen schafft man Geborgenheit
von Lisbeth Gericke

Mithilfe einiger einfacher Massnahmen können Sie Ihr Tier vor stressverursachenden Faktoren schützen:

  • Fenster und Türen schliessen: Das dämpft den Lärm. Wenn vorhanden, auch Rolladen und Vorhänge schliessen, um die Lichteffekte abzuschwächen.
  • Beruhigung durch Bekanntes: Vertraute Geräuschquellen im Innern der Wohnung lassen sich als Ablenkung einsetzen (z.B. Fernseher oder Radio).
  • Nicht allein lassen! Hunde und Katzen können oft durch die blosse Anwesenheit ihres Bezugsmenschen und durch aktive Zuneigung beruhigt werden.
  • Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen: So wird dem Tier signalisiert, dass es sich trotz ungewohnter Umstände vor nichts zu fürchten braucht.
  • Rückzugsort einrichten: In einer dunklen, weichgepolsterten Höhle fühlen sich die meisten Hunde und Katzen wohl. Wenn sich das Tier dorthin zurückzieht, gönnen Sie ihm seine Privatsphäre und holen Sie es nicht mit Gewalt aus seinem Versteck heraus.
  • Gassigehen: Hundebesitzer sollten Spaziergänge während des Feuerwerks vermeiden und ihren Hund in jedem Fall sicher an der Leine führen. So kann das Tier sich auch bei plötzlichem Erschrecken nicht losreißen und davonlaufen.
  • Verwöhnprogramm: Verwöhnen Sie Ihr Tier mit einem Ausnahme-Leckerli, so kann der Silvesterkrach mit etwas Positivem verbunden werden. Trösten Sie Ihr Tier jedoch nicht, denn dadurch würden Sie Ihr Tier in seiner Angst bestätigen! Quelle: Petobel Magazin

Wenn die genannten Massnahmen nicht ausreichen, kann man zusätzlich mit medizinischer Unterstützung für Seelenruhe bei Hund und Katze sorgen. So können Sie Ihr Tier ganz nach Bedarf entweder langsam auf das Jahresende vorbereiten – oder im Notfall schnell handeln.
→ Beruhigende Hilfsmittel für Silvester

→ Weitere Infos und Tipps für den Jahreswechsel mit Hund, Katze oder Pferden: www.tierarztblog.com

Die Zwerglis und ich wünschen allen einen möglichst ruhigen und entspannten Jahreswechsel und natürlich alles, alles Gute für 2014!

Streunende Hunde und Katzen: Der Mensch ist schuld, nicht das Tier!

Kürzlich hat das rumänische Parlament nach dem tragischen Tod eines Kleinkindes die Strassenhunde des Landes zur Tötung freigegeben.

Nachdem ein 4-jähriger Junge in Rumäniens Hauptstadt Bukarest offenbar von Strassenhunden zu Tode gebissen wurde (wobei online andere Versionen kursieren – keine Ahnung, ich war nicht dort), hat das Parlament gestern die Tötung herrenloser Hunde erlaubt. So weit, so bekannt 😦 Falls doch nicht, nachzulesen hier: → Rumänien erlaubt Tötung von Strassenhunden

So weit ich verstanden habe, heisst das aber (theoretisch) nicht, dass herrenlose Tiere nun einfach nach Lust und Laune *kotz* abgeschlachtet werden dürfen – was aber gemäss Tierschützern vor Ort genau jetzt passiert. Offenbar fühlen sich von der Strassenhund-Situation eh schon genervte Bürger in dem EU-Land (!) dank Parlamentbeschluss ermutigt, selber zur Tat zu schreiten und die Hunde auf teils unfassbar grausame Weise zu Tode zu bringen – so schildern es zumindest TS-Vereine im Land. eine von vielen Quellen: → Todesdrohungen aus Rumänien

Und ich möchte an dieser Stelle betonen: Bitte verurteilt nicht ein ganzes Land mitsamt all seinen Bürgern pauschal, wie es in Social Media heutzutage leider wieder modern ist… Natürlich gibt es auch in Rumänien tierliebe Menschen bei Verstand.

Und ich verstehe sogar, dass die Menschen dort „genervt“ sind und auch Angst haben – gemäss oben verlinktem Spiegel-Bericht und anderen Quellen leben allein in Bukarest bis zu 65’000 Strassenhunde – im vergangenen Jahr sollen 16’000 Menschen in Bukarest von streunenden Hunden gebissen worden sein, mehrere Menschen kamen in den letzten Jahren bei solchen Angriffen gar zu Tode. Natürlich macht das Angst.

Doch das Problem geht einmal mehr nicht von den Tieren aus, sondern von den Menschen. Und das Stichwort lautet auch hier – wie eigtl. immer bei Problemen im Tierschutz KASTRATION. Die meisten Hundehalter in Rumänien lassen ihre Hunde offenbar nicht kastrieren – um den Hundenachwuchs kümmern mögen sich die Hundehalter aber auch nicht. Also werden die Welpen ausgesetzt. Die Folgen solchen Tuns sieht man aktuell besonders drastisch in Rumänien (aber nicht nur dort).

Und was wird passieren, wenn man nun die Strassenhunde killt und sonst nix dazulernt? Genau: Die „frei gewordenen“ Reviere werden vom Nachwuchs der noch immer nicht kastrierten Privattiere und verbliebenen Streuner neu besetzt und alles geht von vorne los. Immer wieder. Dass der Parlamentsbeschluss Rumäniens damit zwar sicher wählertaktisch nicht unklug, aber ansonsten grober Unfug ist, leuchtet jedem ein, der sich 30 Sekunden Zeit nimmt, darüber nachzudenken 😦

Kastriert Haustiere! Katzen und Hunde sind nicht dafür bestimmt, in „freier Wildbahn“ zu leben – sie haben schon lange nichts mehr mit „Natur“ zu tun. Wir haben sie als unsere Gefährten extra dazu hingezüchtet – und nun schulden wir ihnen, die Verantwortung für sie zu übernehmen und dafür zu sorgen, dass ihre Populationen nicht überhand nehmen. Das ist unsere verdammte Pflicht und Schuldigkeit.

Was in Rumänien und der Ukraine (und anderen Ländern) die Hunde, sind in Deutschland und der Schweiz (und anderen Ländern) schon längst die Katzen: → Elend, Elend, Elend

Ich bin normalerweise kein Freund von unübersichtlich hyperaktivem → Online-Petitions-Aktivismus – aber ich verstehe langsam, warum man lieber alles unterschreibt, was man zu greifen kriegt, als gar nichts zu tun 😦

Darum verlinke ich hier auch einige Petitionen – ich habe keinen Schimmer, ob das was bringt. Aber wenns nur schon einige „Obrigkeiten“ nervt, finde ich das gut 😉

→ Vier Pfoten: Petition gegen Tötung der Strassenhunde
→ Avaaz.org: Die EU soll Rumänien veranlassen, das Massentöten der Straßenhunde zu stoppen
→ Change.org: Gegen den Beginn der Tötung der Strassenhunde

→ Mahnwachen

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Update und Nachtrag 14. September:
Derzeit kursieren sehr interessante Erläuterungen zu den möglicherweise tatsächlichen Hintergründen der derzeitigen Situation in Rumänien: Wenn ich das alles lese, weiss ich nicht, was von all dem ich perverser finden soll… → www.bmt-tierschutz.de

Weitere interessante Ausführungen:
→ Positionspapier BMT Schutz von streunenden Tieren
→ Strassenhunde in Rumänien: Was ist ein Hundeleben wert?
→ Streuner in Rumänien

Wenn man diversen Augenzeugenberichten aus Rumänien derzeit Glauben schenken will, bricht einem das Herz. Wer hier nicht tatenlos zuschauen möchte, kann mehr tun als Petitionen zu unterschreiben ♥

Der eindrückliche Appell eines Tierheims in Rumänien: CasaCanelui

Es sollen zudem neue → Auffangzentren und Schutzzonen für die Strassenhunde aufgebaut werden: → Auffangzentrum für Strassenhunde (sie berichten über die Fortschritte)

Ich denke, das Zielführendste ist, die Tierschützer vor Ort zu unterstützen (da gibt es bestimmt noch viel mehr als das genannte Tierheim). Die Gesetzesänderung an sich ist meines Erachtens im Moment nicht in sich das Hauptproblem, sondern der Umstand, dass sie wütenden, frustrierten und verängstigten Menschen scheinbar die Legitimation gibt, ihre eigene Hoffnungslosigkeit an diesen armen Geschöpfen auszutoben. Der zweite Schritt ist dann natürlich, dass dieses EU-Recht und gesundem Menschenverstand (von Moral ganz zu schweigen) widersprechende neue Gesetz wieder gekippt wird und die Menschen überzeugt werden, dass die Kastration der Haustiere die einzige langfristige Lösung sein kann.

Wenn ihr seriöse Projekte vor Ort in Rumänien kennt, die man unterstützen kann, nennt sie bitte ♥ Aber Achtung: → kein blinder Aktionismus

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Nachtrag 16. September
Auch dieser Protestbrief einer Tierschutz-Organisation, die in Rumänien aktiv ist, enthält weitere interessante Ausführungen:
→ Situation der Streuner in Rumänien

Ich habe in den letzten Tagen zahlreiche solcher Schreiben mit Hintergrundinformationen zu Rumäniens EU-Steuergeld finanziertem Hundefängertum sowie Schilderungen von aktuell brutalsten Attacken gegen Strassentiere (Hunde wie Katzen) in Rumänien erhalten. Ich verlinke sie nicht alle hier, da letztlich immer dasselbe drinsteht: Es geht bei alldem offensichtlich nicht um die mutmassliche Attacke von Strassenhunden auf einen kleinen Jungen.

Wie ich oben schon schrieb, gibt es jedoch auch in Rumänien zahlreiche Menschen, die entsetzt sind, wie mit den „weggeschmissenen“ Haustieren verfahren wird. So wird auch in Rumänien gegen die aktuelle Situation demonstriert. Diese Bilder schickte mir Cornelia, die mit einer in Rumänien aktiven Tierschützerin befreundet ist – Bilder von Lamento Rumeno Onlus:

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„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ 

Molière, französischer Dramatiker und Schauspieler (1622 – 1673)

Buchempfehlungen für Katzenhalter

Ich möchte hier einige Bücher über Katzenhaltung vorstellen, von denen ich persönlich begeistert bin – und das liegt nicht (nur) daran, dass ich bei zwei der Bücher die Illustrationen beisteuern durfte 😀

Katzenhaltung mit Köpfchen
von Christine Hauschild
katzenhaltung

→ Klappentext:
Was passiert eigentlich, wenn wir Katzen als intelligente und fühlende Lebewesen wahrnehmen? Wie würden Katzen ihr Katzenleben draußen gestalten? Und was kann man daraus für die Haltung in der Wohnung lernen? Wie kommt es eigentlich dazu, dass manche Katzen ihre Halter zu nachtschlafender Zeit wecken, andere sofort verschwinden, wenn es ander Tür klingelt, und wieder andere freudig und neugierig durchs Leben tapsen? Dieses Buch zeigt, wie eine bedürfnisorientierte und respektvolle Katzenhaltung praktisch aussehen kann. Außerdem widmet es sich dem Lernen. Es erklärt, wie Sie alltägliche Ereignisse bewusst so gestalten können, dass Ihre Katze das Richtige lernt, ganz ohne unerwünschteNebenwirkungen für Sie beide.

→ Mein Urteil:
Wir alle kennen die Klischees: Katzen sind nicht «erziehbar», man muss halt damit leben, dass sie Möbel und Tapeten zerkratzen und einen mitten in der Nacht wach heulen, weil sie Hunger haben, die Katzen ihrerseits müssen halt damit leben, dass sie vor Tierärzten und Besuch panische Angst haben… – alles Quatsch. Dieses Buch zeigt unterhaltsam, aber auch anhand eindringlicher und nachvollziehbarer Beispiele praxisnah, wie Katzenhalter und Katzen sich künftig besser verstehen können – zum Wohl beider 😉 Meines Erachtens ein Must-have für jeden modernen Katzenhalter. Extra-Bonus: Ich durfte die Illustrationen machen 😀 ❤

→ Weitere Informationen: Katzenhaltung mit Köpfchen

Tricktraining für Katzen
von Christine Hauschild
tricktraining

→ Klappentext:
Dieses Pfötchen-Protokoll soll Ihnen als Tagebuch für das Tricktraining mit Ihrer Katze dienen. Wenn Sie Ihr Training intensiv beobachten und dokumentieren, werden Sie viel über sich als Trainer und über Ihre Katze lernen. Sie werden Ihrer Katze ein verlässlicher und kompetenter Trickpartner sein.

Auf übersichtlichen Protokollseiten können Sie festhalten: Welche Tricks haben Sie heute mit Ihrer Katze geübt? Wer von Ihnen hat das Training initiiert? Wie lange hat es gedauert? Wie viele Clicks hat Ihre Katze sich in dieser Zeit verdient? Welche Belohnungen haben Sie benutzt? Wer hat das Training beendet? Gab es besondere Vorkommnisse? Diese Notizen können Ihnen helfen, die Stärken und Schwächen in Ihrem Tricktraining herauszufinden und so das Tricktraining mit Ihrer Katze zu verbessern.

Darüber hinaus werden Sie angeregt, Ihre verschiedenen Tricks, Signale sowie Ihre Fortschritte in zusammenfassenden Listen festzuhalten. So können Sie Ihre Erfolge auf einen Blick sehen. Außerdem enthält das Pfötchen-Protokoll Tricktraining zu Beginn einen Info-Teil mit wichtigen Trainingsregeln – damit Sie und Ihre Katze lange Spaß am gemeinsamen Tricktraining haben.

→ Mein Urteil:
Wirklich toll gemacht – ein Tagebuch fürs Clickertraining gespickt mit Tipps und Anregungen, die immer neu motivieren, selbst wenn Katze und Mensch mal ne Trainingsflaute haben sollten. Macht richtig Lust, es täglich hervorzunehmen, um alles festzuhalten! Extra-Bonus: Ich durfte das Cover zeichnen 😀

→ Weitere Informationen: Tricktraining für Katzen

Clickertraining
von Birgit Laser
clickern

→ Erläuterungen der Autorin:
Auf den ersten Blick mag es wie ein Widerspruch erscheinen: Ausgerechnet Katzen, diese Wesen, an denen viele Menschen besonders ihre Unabhängigkeit schätzen, soll man trainieren? Ihnen ihre Individualität nehmen, sie gar zu Marionetten machen?

Keine Sorge; sollte dies überhaupt möglich sein, dann ganz sicher nicht durch Clickertraining. Die Katze wird zu nichts gezwungen. Sie kann jederzeit frei entscheiden, ob sie mitmachen möchte oder nicht. Zu keinem Zeitpunkt muss sie unangenehme Konsequenzen befürchten.

Clickertraining ist eine hervorragende Möglichkeit, Katzen zu beschäftigen, eine intensivere Beziehung zu ihnen aufzubauen, ihnen zu helfen, Ängste zu überwinden und/oder evtl. notwendige medizinische Behandlungen gelassener zu akzeptieren, ihnen auch ein paar Tricks beizubringen und vieles mehr. In erster Linie macht es aber einfach Spaß, und zwar sowohl dem Menschen als auch der Katze!

Clickertraining folgt einfachen Regeln, die leicht zu verstehen und absolut verlässlich sind. Dazu gehört, dass die Katze im Training durch ihr Verhalten ihr Umfeld manipulieren kann. Das heißt, sie kann aktiv mitbestimmen, was mit ihr und um sie herum passiert. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Katze und hilft, Verhaltensstörungen vorzubeugen.

→ Mein Urteil:
Dieses Buch führte mich in die Welt des Clickerns ein, bevor ich von Tierpsychologie auch nur den Hauch einer Ahnung hatte. Sinn und Zweck des Clickerns werden wirklich idiotensicher erläutert, man bekommt zahlreiche Anregungen und Ermutigungen, wenn man als Anfänger mal wieder nicht weiterkommt und die Katze einen nur ratlos anschaut 😉 Sehr empfehlenswert.

→ Weitere Informationen: Clickertraining

Tierarzttraining für Katzen
von Christine Hauschild
tierarzttraining

→ Klappentext:
Mit der Katze zum Tierarzt? Für viele Katzenhalter beginnt der Stress bereits beim bloßen Gedanken daran. Katzen gelten zu recht als besonders schwierige Patienten und zeigen häufig Angst oder Abwehrverhalten während des Transports und bei der tierärztlichen Behandlung. Dahinter steckt seitens der Katze jedoch keine böse Absicht. Sie reagiert so, weil sie durch die Situation überfordert ist und diese als unangenehm empfindet. Das muss nicht so bleiben.

Werden Sie ein Team mit Ihrer Katze und überwinden Sie gemeinsam Ihre individuellen Hürden! Erfahren Sie, welche Aspekte rund um den Tierarztbesuch für die Katze eine besondere Herausforderung darstellen. Dieses Buch erklärt in ausführlichen Trainingsanleitungen, wie Sie mit Ihrer Katze für den Tierarztbesuch und für verschiedene Untersuchungen und Behandlungen üben können.

Sie lernen, wie Sie bislang Unbekanntes und Beängstigendes für Ihre Katze spielerisch in etwas Tolerierbares verwandeln. Egal ob Ihre Katze beim Tierarzt richtige Panik empfindet, „nur“ ein klein wenig ungehalten wird oder ob Sie aufgrund einer Erkrankung plötzlich bestimmte Prozeduren durchführen müssen: Hier finden Sie die richtigen Trainingsansätze. Behandelt werden u.a. Grundlagen des Tierarzttrainings, besondere Trainingstechniken, Transportboxtraining, Berührungstraining, Training für Blutabnahme, Spritzen und Co, Medikamenteneingabe, katzenfreundliche Tierarztpraxis.

→ Mein Urteil:
Ich konnte dem Buch noch nicht meine volle Aufmerksamkeit schenken (Zeitgründe) – aber wenn ich die Fotos darin sehe, was diese Katzen alles klaglos mit sich machen lassen, werde ich das bestimmt so bald wie möglich nachholen 😀 Wir haben hier ja das Glück, dass 5 von 7 Katzen inzwischen (dank Training!) vollkommen problemlos eingetütet und behandelt werden können ❤ Beim neusten Zugang Tünn bin ich zuversichtlich, dass wir das auch hinbekommen. Meine (behinderte) Katze Felize allerdings hat dermassen Panik, wenn sie festgehalten geschweige denn in eine Transportbox gesetzt wird, dass sie sich beim letzten Tierarztbesuch an der Box ne blaue Nase schlug und dann in der Praxis nicht nur sprichwörtlich die Wände hochging – der Tierarzt machte sich grosse Sorgen, dass Felize einen Infarkt erleidet. Da erhoffe ich mir doch auch noch Besserung mit der Zeit. Wir werden sehen – ich bin zuversichtlich 🙂

→ Weitere Informationen: Tierarzttraining für Katzen

Wenn sich jemand wundert, warum hier 3 von bislang 4 vorgestellten Büchern von Christine Hauschild verfasst wurden: Sie ist halt die Tierpsychologin, die uns aktiv begleitet und mit der ich inzwischen auch als Illustratorin zusammenarbeiten darf. Logischerweise habe ich zu ihren Büchern einen persönlichen Zugang – aus Überzeugung von der Qualität ihrer Arbeit. Und ich möchte hier halt Bücher vorstellen, hinter denen ich persönlich felsenfest stehen kann. 

Falls Sie hier Bücher empfehlen möchten, die SIE total überzeugen – immer her damit! 🙂 Falls Sie eins der genannten Bücher gelesen haben und Ihre Meinung dazu äussern möchten: Auch immer her damit! 😀

Wer ist schlauer?

Wer ist intelligenter: Katze, Hund oder gar Mensch? Eine schwierige Frage – doch unser IQ-Test für Haustiere kann helfen, sie zu beantworten.

Direkt zum → IQ-Test für Haustiere

Vor einiger Zeit las ich eine Meldung, die mich ein wenig nachdenklich stimmte: Britische Forscher haben eine der zentralen Fragen des Universums geklärt, indem sie ein für allemal bewiesen, dass Hunde intelligenter seien als Katzen.

Diese Erkenntnis ist auf eine Reihe von Tests zurückzuführen, bei denen Hund und Katze verschiedene Hindernisse zu überwinden hatten, um an Lob und Leckereien zu kommen, wobei sich die Hunde sehr bemühten und auch reüssierten, während die Katzen mehrheitlich desinteressiert abwarteten, bis sie irgendwann sowieso gefüttert wurden.

So ehrenwert solche wissenschaftlichen Bemühungen sind, so aufwühlend sind die Fragen, die sie aufwerfen:

1. Was macht die Welt nun mit diesem Wissen?
2. Warum wohl wurden schon vor dieser Studie Lawinenhunde eingesetzt, aber keine Lawinenkatzen?
3. Ist es ein Zeichen von Intelligenz, für Anerkennung und Belohnung fast alles zu tun? Oder eher nicht? Man beachte dazu Frage 4 →
4. Werfen Sie in Anwesenheit eines Hundes und einer Katze mal ein Stöckchen aus dem Fenster eines Hochhauses: Wer springt hinterher?
5. Was ist Intelligenz?
6. Was ist das Gegenteil?

Zur Veranschaulichung der Komplexität der beiden letzten Fragestellungen sei folgende klassische Situation geschildert, die vermutlich viele Katzenhalter kennen: Kürzlich war schlechtes Wetter, es war recht kalt und vor allem nass. In meinem Wohnzimmer hingegen war es warm und trocken. Katze wollte aber trotzdem spazieren gehen, was sie mich wissen liess, indem sie sich vor die Balkontür setzte und mauzte.

Ich: «Nö, du: Es ist kalt und regnet.»
Katze mauzt.
«Du willst doch sowieso nicht raus, du bist wasserscheu – vergessen?»
Katze mauzt lauter.
«Aber wenn ich die Tür jetzt aufmache und du dann doch nicht rausgehst, sondern nur wieder doof rausguckst, während ich hier friere und der Parkettboden anfängt Wellen zu werfen, weil es reinregnet, wars das, ja?»
Katze mauzt.
Ich stehe auf, öffne die Balkontür und mache es mir wieder auf dem Sofa gemütlich.
Katze guckt nur doof raus, während ich friere und der Parkett anfängt Wellen zu werfen. 
Dann sieht sie mich vorwurfsvoll an und mauzt.
Ich stehe auf und schliesse die Balkontür.
Katze leckt sich trocken.
Ich kuschle mich wieder auf dem Sofa ein.
Katze kratzt an der Balkontür und mauzt.

Ich fragte mich nicht, ob die Katze eventuell ein bisschen bescheuert ist. Fesselnder schien mir die Frage, wie blöd ich bin, dass ich dieses Spielchen immer wieder mitmache…

Kamikatze-Zwerglis hat für Sie einen bahnbrechenden Test erarbeitet – finden Sie heraus, wie schlau Ihr Liebling ist: IQ-Test für Haustiere

Finden Sie darüber hinaus heraus, ob Ihr Haustier schlauer ist – oder Sie: IQ-Test Mensch vs. Haustier