Schlagwort-Archive: Laserpointer

Tierische Bescherungsideen – und -gefahren!

Eine liebe Katzenfreundin machte mich auf die Mitteilung des Deutschen Tierschutzbundes aufmerksam, die ich hier gerne weiterverbreite: Worauf bei der Bescherung der tierischen Mitbewohner zu achten ist.

Erfahrene Tierhalter werden bereits wissen, welche Gefahren von handelsüblichen Spielsachen für Haustiere ausgehen können – und manches möchte man für selbstverständlich halten. Aber vielleicht möchte ja auch ein Nicht-Tierhalter Hund oder Katze eines befreundeten Dosis etwas unter den Christbaum legen, darum kann es ja nicht schaden, nochmals an die Hinweise des Deutschen Tierschutzbundes in Bezug auf tierische Weihnachtsgeschenke zu erinnern – auf dass die Bescherung nicht zur Bescherung wird.

Gut gemeinte Geschenke können sich als Gefahrenquelle für das geliebte Haustier herausstellen. Der Deutsche Tierschutzbund gibt daher in einer aktuellen Mitteilung Tipps, worauf man beim Geschenkkauf achten sollte:

Katzen: Metall- oder Kunststoffteile, wie sie etwa an Spielmäusen als Augen und Nase vorkommen, können eine Verletzungsgefahr darstellen und sollten entfernt werden, bevor das Spielzeug den Tieren überlassen wird.

Eine schöne Spiel-Abwechslung bieten zB. sogenannte → Geschicklichkeits- und Intelligenzspielzeuge. Man sollte bei der Wahl des Spielzeuges jedoch ebenfalls darauf achten, dass keine Teile verschluckt werden können (Anmerkung „der Blog-Red.“: Ausser die im Spielzeug versteckten Leckerli, versteht sich).

Gefährlich können unter anderem auch die als Katzenspielzeug angebotenen Laserpointer sein, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend vom Kauf ab, da es zu starken Verbrennungen im Auge von Mensch und Tier kommen kann, wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft. (Anmerkung: Der Kamikatze-Zwerglis-Blog ist mit dieser Empfehlung nicht ganz einverstanden: Mit der nötigen Vorsicht und Achtsamkeit angewendet, können als Katzenspielzeug im Tierbedarfshandel angebotene Laserpointer eine grossartige Sache sein – die Zwerglis lieben ihn jedenfalls. → mehr Infos).

Grundsätzlich gilt, dass Katzen beim Spiel nicht unbeaufsichtigt sein sollten – sonst könnten herumliegende Spielangeln zur Würgefalle oder Kleinspielzeuge zur Erstickungsfalle werden.

Hamster, Meerschweinchen & Co.: Hamsterbesitzer sollten keinesfalls Laufräder und anderes Inventar aus Kunststoff für das Gehege kaufen: Zum einen sind sie oft scharfkantig und somit verletzungsträchtig, zum anderen nagen die munteren Vierbeiner den Kunststoff gerne an, was beim Verschlucken zu gefährlichen inneren Verletzungen führen kann. Auch von Nagergeschirren für Meerschweinchen oder Hamster sei dringend abzuraten, da es sich bei diesen Tierarten um Fluchttiere handelt, die den direkten Kontakt zum Menschen scheuen. In ein Geschirr geschnürt zu werden, bedeutet puren Stress. Freilauf solle den Tieren lieber im tiersicher gestalteten Zimmer oder auf einem eigens erstellten, dem Tierbedürfnis angepassten Spielparcours ermöglicht werden.

Wellensittiche: Spiegel und Plastikvögel im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzen diese Utensilien jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.

Festessen für Haustiere
Das Verfüttern von Süssigkeiten und gewürzten Speisen ist nichts für sensible Hunde- und Katzenmägen. Manche der für den menschlichen Verzehr gedachten Speisen können sogar zu schweren Vergiftungen führen, wie der Tierschutzbund warnt. Ausserdem sollte den Tieren nichts zu fressen gegeben werden, was eine Verletzungsgefahr birgt, also keine Fischgräten und splitternde Geflügelknochen. Essensreste sind daher immer direkt wegzuräumen. Wer seinem Haustier eine kulinarische Freude bereiten möchte, kann eine neue Sorte der Lieblingsleckerlis ausprobieren. Oder man überrascht seinen Liebling mit selbstgemachten Hunde- oder Katzenkeksen. → Rezepte für selbstgemachte Leckerli für Hund und Katze finden sich zB. unter www.ich-barfe.de.

Weitere Infos

Wenn ihr weitere Hinweise, Empfehlungen zum Thema, Shopping-Tipps oder Leckerli-Rezepte kennt, nutzt bitte ungeniert die Kommentarfunktion – herzlichen Dank vorweg!

Die wollen doch nur spielen

Katzen, die raus in die Natur können, verbringen Stunden damit, zu beobachten, zu erkunden, zu lauern, zu jagen. Stuuuuuuuuunden. Das entspricht den natürlichen Bedürfnissen einer Katze.

Wohnungskatzen leben vergleichsweise in sehr statischer Umgebung mit wenig Abwechslung und brauchen deshalb unbedingt regelmässige Beschäftigung, um zufrieden und glücklich zu sein.

Häufig klagen Wohnungskatzenhalter, dass ihre Katzen aber gar nicht spielen wollen. Dann lassen Sie sich was einfallen 😉 Denn häufig machen wir Menschen beim Spiel mit der Katze einiges falsch. Lesen Sie hierzu folgende interessante Ausführungen:

→ Richtiges Spielen
→ Unterforderung vermeiden
→ Katzen verstehen: Jagdverhalten

Eins der allerallerbesten Katzenspielzeuge überhaupt ist: Katzenkumpels 😉

Lucie und Tünn:

Ein weiterer Klassiker ist natürlich:

Die Spielangel – besonders bewährt hat sich hier der DaBird von GoCat. Sogar meine beiden behinderten Lucie und Mathilde können zu reissenden Bestien werden – naja, zumindest ein bisschen 😉

Dreibeiniges fahnlofef Mathilde-Raubtier:
HPIM0840.JPG

HPIM0981.JPG

Shakti mit DaBird:
photo-8252-b26a1f4d

Lucie: Got it!
photo-8249-3271553e

Neben klassischen Federangeln und Spielzeugmäuschen und -bällchen hat die Tierbedarfsindustrie aber auch allerlei mehr hervorgebracht. Häufig fehlt es den Katzenhaltern ja auch – seien wir ehrlich – an Zeit/Musse/Lust, stundenlang Federangeln zu schwingen oder Bällchen zu werfen. Darum haben sich schlaue Leute was für faule Leute einfallen lassen:

Fummelbretter: Eine super Sache, zumal der Jagderfolg gleich belohnt wird.

Sogar meine Katzenseniorin LouLou konnte sich dafür begeistern (auch wenn sie auf dem Bild nicht begeistert guckt ;-))
LouLou_fummelbrett

Infoseite zu Sinn und Zweck von Fummelspielen mit Bastelideen für eigene Fummelbrettdesigns: → www.katzenfummelbrett.ch

Fling-ama-String: Sehr praktisch für faule Dosis 😉 Vier von sieben Katzen sind beschäftigt, während Dosi döst:

string1

string2

string3

Weitere Infos zu Fling-ama-String: → www.moodypet.com

Nano-Mouse/Hexbug: Auch sehr praktisch für faule Dosis 😉
Nano-Mouse

→ Hexbugs

Laserpointer:
Ein weiterer Klassiker für faule Dosis ist natürlich der gute alte → Laserpointer zB. von Trixie (doch Vorsicht: Niemals den Laser auf die Augen Katze direkt richten – schwere Verbrennungen der Netzhaut drohen!). Und für ganz ganz faule Dosis gibts sogar den → FroliCat BOLT, den muss man nur einschalten 😛 Da der Laserstrahl beim FroliCat BOLT über einen Spiegel abgelenkt wird, geht keine Gefahr von ihm aus. Dennoch sollte man die Katzen auch damit nicht unbeaufsichtigt spielen lassen.
Hinweis zu Laserpointern: Einer nicht greifbaren Beute hinterher zu jagen, ist auf Dauer für die Katze frustrierend. Darum sollte zwischendurch ein Leckerli gegeben oder das Spiel mit einem greifbaren Spielzeug (Federangel, Ball oder Spielzeugmaus) fortgeführt/beendet werden.

Der Klassiker überhaupt: Karton
Und manchmal kann man all das für viel Geld bestellte Zeug auch gleich weiterverschenken und einfach den Lieferkarton hinstellen, denn: Nichts geht über → Kartongggg 😉

Lucie_Schachtel2

Lucie_karton

Wem die profane Kartonschachtel optisch zu wenig hergibt, könnte sich für die sehr schicken Kratzmöbel von cat-on interessieren: → cat-on

Es gibt auch günstigere Kartonkratzmöbel für 9 Euro oder so. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die nicht nur in aller Regel fürchterlich fusseln, sondern nach spätestens 3 Monaten einfach wirklich grauslich ausschauen. Unsere cat-on-Möbel hier sind inzwischen rund 3 Jahre alt, halten immer noch und sehen weiterhin schnieke aus (nein: Ich kriege keine Provision :P)

Lucie_spielen8

Lucie_spielen3

Lucie_spielen4

Na, dann: Viel Spass! 😀

Buchtipp Beschäftigung für Wohnungskatzen:
→ «Katzenhaltung mit Köpfchen» von Christine Hauschild