Tierarzttraining mit Felize – Fortsetzung

Wir haben unser Tierarzttraining mit Felize wieder aufgenommen. Es gibt erste Erfolge.

Anfang Juni hatte ich mit Panikmaus Felize ein Tierarzttraining nach Anleitung des Buches → „Tierarztraining für Katzen“ von Christine Hauschild begonnen. Just in dieser Zeit mussten wir jedoch aufgrund ihrer → schweren Mittelohrentzündung so oft zur Kontrolle ins Tierspital, dass sie aufgrund der ewigen Eintüterei so verstört und ängstlich wurde, dass ich schon bald gar nicht mehr an sie herankam, um irgendwas zu trainieren. In meiner Gegenwart war sie nur noch ein zusammengekauertes Bündel Angst. Zudem dürfte ihr → wiederkehrendes Gehör weiter dazu beigetragen haben, dass sie einfach vollkommen überfordert war. Also unterbrachen wir das Training auch gleich wieder.

Nach der bislang → letzten Kontrolle Ende Juli haben wir auch auf Anraten der behandelnden Tierärztin das Training nun wieder aufgenommen, allerdings nicht „nur“ nach Anleitung des oben genannten Buches, sondern mit direkter Beratung und Begleitung durch Frau Hauschild, da Felizes Angststörung auch nach Einschätzung der Spital-Ärztin sogar für Katzen weit über das „normale“ Mass hinausgeht.

Phase 1
1. Clickern & Target
Da Felize durch die vielen Tierarztbesuche und ihr wiederkehrendes Gehör solche Angst vor allem und jedem insbesondere aber vor mir hatte, galt es zunächst, jede Annäherung ihrerseits zu belohnen: Immer wenn sie sich mir näherte, wurde geclickt und belohnt. Zudem sollte die Targetstab-Übung dazukommen. Allerdings zeigte sich, dass Felize vor Targetstäben und allem, was einem solchen ähnelt, Angst hat und panisch wegrast 😦

2. Drück-mich-Übung
Da Felize jede „Manipulation“ an sich als Angriff versteht und sich weder zwecks Behandlung festhalten noch in irgendeiner Weise versorgen liess (zB. Ohrentropfen, Augen putzen), übten wir ganz sachte, dass sie „Druck“ auszuhalten lernt: Wenn sie neben mir liegt und ich sie streichle, sollte ich zeitweise mit einer Hand leichten Druck auf sie ausüben und dann wieder nachgeben. Das wird jeweils mit einem Marker-Signal angekündigt, wir wählten naheliegenderweise das Wort „drück“:
→ Signal „drück“ → Druck → Gegendruck → Belohnungssignal („yes“) → Belohnung (Kraulen am Ohr – diese Belohnung verfolgte ebenfalls ein bestimmtes Ziel, später dazu mehr).

3. Bewegung aushalten
Da Felize äusserst schreckhaft ist/war, sprang sie jedesmal entsetzt auf und rannte weg, wenn ich mich nur schon bewegte geschweige denn aufstand und irgendwohin ging. Dass sie vor Bewegungen zB. meines Arms jeweils panisch flüchtete, machte eine Behandlung wie Ohren oder Augen reinigen natürlich besonders schwierig bzw. unmöglich. Also mussten wir auch das trainieren: Jedesmal, bevor ich mich in Felizes Anwesenheit bewege, kündige ich das mit einem Wort-Signal an („move“ – merke: Es ist wichtig, für solche Signale Wörter zu verwenden, die man sonst im Alltag nicht verwendet, damit keine Missverständnisse entstehen. Daher bieten sich hierfür fremdsprachige Begriffe an):
→ Signal („move“) → Bewegung → zur Belohnung kurzes Laserpointerspiel. Effekt: 1. Vorwarnung und 2. Gegenkonditionierung durch Belohnung (es passiert nix Schlimmes, im Gegenteil).

4. Telizen S bzw. Calmex
Die Ärztin im Tierspital war wie gesagt nach diversen Behandlungsrunden der Überzeugung, dass Felizes Angst vor Tierarztbesuchen und Behandlungen weit über das „normale“ Mass hinausgeht. Also „verschrieb“ sie uns → Calmex für Katzen, das ich erstmal aufwendig per Internetversand auftreiben musste. Bis das hier war, hat Felize darum erstmal → Telizen S bekommen, das ich schon hier hatte.

Das alles haben wir dann rund drei Wochen lang geübt, dann hatten wir Ende August einen neuen Beratungstermin mit Frau Hauschild.

Felize hatte sich in den drei Wochen wirklich sehr vielversprechend entwickelt. Sie scheint mir deutlich weniger schreckhaft, sie kommt wieder regelmässig zu mir, lässt sich streicheln, drücken und springt nicht mehr jedesmal panisch weg, wenn ich mich mal bewege.

Phase 2
Jetzt galt es, dass Felize unterscheiden lernt, wann ich Tierarzttraining mit ihr mache, und wann wir einfach nur so rumlümmeln und sie mit keinen „Attacken“ 😉 von mir rechnen muss.

1. Tierarzttrainingsankündigung
Hierfür dient ein Handtuch, das ich entweder mit aufs Sofa nehme oder eben nicht. Wenn das Handtuch da ist, heisst das, dass wir jetzt gezielt Behandlungen üben: zB. Ohr putzen oder Pfote drücken.

2. Ohren putzen
Da ich von der Tierärztin den Auftrag habe, Felize regelmässig das von der Mittelohrentzündung in Mitleidenschaft gezogene rechte Ohr zu putzen (höhö – ja, klar…), übten wir das als erste konkrete Behandlung. Hier sollte ich schrittweise vorgehen und Felize erstmal ganz sachte mit dem Reinigungsmittel und dem Wattebausch bekannt machen. Doch ich war zu ungeduldig (nicht zur Nachahmung empfohlen, auch wenns bei uns gut ging): Da eine unserer Belohnungen ja Ohren kraulen ist, missbrauchte ich diese eines Tages im Affekt, ihr gleich kraulenderweise das Ohr zu reinigen redface Wir hatten wohl mehr Glück als was anderes, dass ich Felize damit nicht erschreckte. Aber immerhin kann ich ihr nun problemlos die Ohren und auch die Augen (sie hat da manchmal so Zeugs im Augenwinkel, das ich da nicht haben will) reinigen 😀

3. Clickern & Target
Da Felize Angst hat vor Targetstäben und allem, was danach aussieht, soll ich nun ein Target nehmen, das nicht länglich ist: einen Spielball, mein Portemonnaie oder sonst was. Den Targetgegenstand halte ich ihr hin, und wenn sie mit der Nase draufzukommt, gibts „yes“ und Belohnung. Das klappt jetzt sehr gut 🙂

Zudem haben wir als Pfotentarget ein Stück Pappe dazugenommen, auf das sie sich mit den Vorderpfoten stellen soll.

Erwünschter Effekt: Statt Angst zu haben, wenn ein Mensch etwas in der Hand hält, soll Felize anfangen, den Gegenstand interessant zu finden.

4. Bewegungen aushalten
Auch das üben wir wie oben beschrieben weiter und es klappt immer besser: Ich kann jetzt auch mal was vom Tisch nehmen oder sogar aufstehen, ohne dass Felize panisch wegrennt – wenn ich es vorher angekündigt habe. Das Timing ist hier sehr wichtig.

5. Drück mich
Auch das üben wir wie oben beschrieben weiter. Klappt sehr gut.

6. Kartons und Taschen ins Laserpointerspiel einbauen
Felize hat an sich kein Problem damit, freiwillig in eine Transportbox zu gehen – allerdings tut sie das nie dann, wenn es für einen Tierarztbesuch nötig wäre 😛 Und sie ist auch immer sehr sehr misstrauisch – wenn ich dann auch nur gucke, rennt sie gleich wieder raus. Um ihr Behälter jeder Art also spielerisch vertrauter zu machen, werden Kartons, Katzentunnel und auch Transportkisten beim Spiel mit dem Laserpointer miteinbezogen. Tunnel und Kartons sind kein Problem – aber das mit der Tasche/Box durchschaut sie cool Ich glaube aber festzustellen, dass sie immerhin anfängt mit dem Gedanken zu spielen, doch mal reinzugehen, wenn der Laserpunkt darin verschwindet 😉

7. Telizen S und Calmex
Nachdem Felize rund vier (?) Wochen Calmex bekommen hatte, hatte ich den Auftrag stattdessen nochmal eine Woche lang Telizen S zu geben, um zu schauen, ob ein Unterschied in ihrem Verhalten festzustellen ist. Beschwören würde ich es nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass Felize in dieser Woche mit Telizen eher wieder unsicherer wurde. Das ist sicher weit von einem wissenschaftlichen Beweis entfernt, aber mein Eindruck war, dass sie mit Calmex selbstsicherer und neugieriger ist 🙂

Ja. So üben wir hier. Ende September muss ich mit Felize nochmals zur Kontrolle ins Tierspital. Ich gehe nicht davon aus, dass sie mir dann freiwillig in die Box hüpft und in der Praxis freudvoll alles mit sich machen lässt 😉 Aber seit wir das Training wieder aufgenommen haben, stelle ich eine deutliche Entspannung der Gesamtsituation fest:

  • Felize vertraut mir wieder viel mehr als während der letzten Wochen – ich würde sogar sagen, mehr als sie es je zuvor tat.
  • Felize ist rundum neugieriger und aufgeweckter. Es ist nicht mehr jede Situationsveränderung (wenn ich zB. in ihrer Gegenwart etwas in die Hand nehme oder aufstehe) beängstigend.
  • Felize macht unsere Tierarzttrainings-Übungen wie „Drück-mich“ und Target nun mit Freude mit – es scheint ihr Spiel und Schule zugleich ♥
  • Und vielleicht das Wichtigste für uns in der aktuellen Situation: Ich kann kleinere Manipulationen an ihr vornehmen wie zB. Ohren reinigen. Das ist wirklich super, da medizinisch notwendig.

Alles in allem bin ich im Moment sehr zuversichtlich, dass es da noch sehr viel Potential gibt. Wir bleiben jedenfalls dran 🙂 ♥<

———————-

FortsetzungDreierlei: Panikkatzen, Geisterkatzen und Kinderbücher

19 Gedanken zu „Tierarzttraining mit Felize – Fortsetzung

  1. Britta

    Wenn ich deinen Bericht lese, kann ich nur erahnen, wieviel Arbeit da drin steckt, Felize wieder auf den jetzigen Stand gebracht zu haben, und es geht ja weiterhin aufwärts. Ich freue mich jedenfalls, dass das Tierarzttraining den gewünschten Erfolg bringt. Bestimmt hat Felize schlimme Sachen erlebt, wenn sie dermaßen extrem reagiert.
    Danke nochmal für den Tipp, den du auch mir gegeben hast. Das Telizen S gebe ich seit ca. 4 Wochen und ich habe bei Pauli sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie ist wieder total relaxt (sorry, das passt nicht direkt hierher, aber ich wollte dir da unbedingt sagen, dass dein Rat sehr gut geholfen hat).
    Nun schicke ich dir weitere Daumendrücker für ein harmonisches Kamikatze-Zusammenleben 🙂

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Liebe Britta ♥ Ja, es ist wirklich recht viel „Arbeit“, aber was wäre die Alternative: eine Katze in steter Angst 😦 Als ich das sah und das Ausmass endlich erkannte, war mir klar, dass hier die viel zitierte Geduld und Liebe allein nicht ausreichen. Manche, die hier mitlesen und uns nicht kennen, werden sich an den Kopf fassen, welchen Terz wir hier veranstalten 😛 Jänu. Vielleicht nimmt der eine oder andre doch einen Gedankenanstoss mit 🙂

      Felizes Angststörung ist sicherlich zu einem Grossteil durch ihre Krankheitsgeschichte bedingt. Ich habe versucht nachzuvollziehen, wie es ist, nichts zu hören. Und dann plötzlich ganz viel. Ich kann es nicht nachvollziehen, aber ich habe eine Idee, wie beängstigend das sein muss – zumal wenn es damit einhergeht, dass man ständig angepackt, in Boxen gesteckt und an fremden Orten von fremden Menschen angetatscht wird. Fänden wir alle wohl auch ziemlich total doof 😛 Die kleine Maus musste in relativ kurzer Zeit doch recht viel verarbeiten 😦

      Ich freue mich sehr, dass das Telizen bei euch auch (bei uns ja auch – Moriah bekommt Telizen, das klappt super) so gute Erfolge erzielt ♥ Schön, wenn ich euch da „helfen“ konnte ♥ Trainiert ihr denn auch weiterhin? Die Mittel sind ja nur als Übergangslösung gedacht 🙂 Aber das weisst du ja ♥ Ich wünsche euch so sehr, dass eure drei Plüschis doch noch eine harmonische Gruppe werden ♥

      Danke für deine Wünsche hier für uns deinerseits – ja, wir werden das alle hinkriegen, nicht wahr? ♥

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  2. Babs

    Da liest sich in der Tat sehr aufwändig, aber eben auch ausserordentlich Mut machend!!

    Ich wünschte, ich wäre so konsequent 😦 und könnte vor allem herausfinden, wie ich Pepe und das Clärchen „bei der Stange halten kann“. Alles ist irgendwie interessanter als das, was ich da gerade mit ihnen vorhabe…

    Felizchen macht das super prima und du natürlich auch 🙂

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Ja, liebste Babs ♥ Aufwendig isses, ja das isses. Aber auch soooooo freudvoll, wenn man sieht, wies im Katzenköpfchen rattert und überlegt und denkt: vielleicht. Könnte. Ich. Doch mal? Hmmmmmmmmmmmmmmm. Und dann tut sie den nächsten Schritt – ich könnte dann jeweils jauchzen vor Glück ♥

      Und ich meine: Wenn wir Kindern unserer eigenen Gattung etwas beibringen wollen, tun wirs doch dergleichen? Wir üben, wiederholen und applaudieren, wenns klappt ♥ Wieso scheint es dann manchen so lächerlich, wenn man es mit Wesen einer anderen Gattung tut? Ich meine mit Lächerlich-FIndern nicht dich, gell! ♥ Ich weiss, wie offen du für das Thema bist ♥ Aber stell dir mal vor, du hättest ein Kind zu erziehen – es wäre doch dasselbe im Endeffekt: Die wollen des net hören, aber es ist zu ihrem eigenen Besten ♥ Es ist im Prinzip genau dasselbe. Und NEIN-Gerufe hat mich als Kind also auch nicht die Bohne gekümmert 😛 Verständnis, Lob und Anerkennung jedoch motivierten mich.

      Wir hier haben das Glück, dass wir unsere Übungen wirklich ganz beiläufig in den Alltag zu integrieren gelernt haben 🙂 Wenn ich hier „Sessions“ einberufen wollte, ginge das vermutlich auch überhaupt nicht. Ich übe mit Felize (oder auch mit Moriah), wenn die Alltagssituation es zulässt bzw. sogar vorgibt. Ich gehe hier nie daher und sage: Wir üben jetzt! 😛 Funktioniert das bei euch nicht? 😦

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      1. Babs

        Verzeih vielmals mein Herz, wenn ich jetzt erst (nach DREI Wochen 😮 ) antworte; sorry, ich hab es wirklich nicht gelesen.
        Genau das, was du oben beschreibst, ist auf jeden Fall mein Fehler: ich berufe Sessions ein! Zumindest dann, wenn ich versuchte mit Pepe oder Clärchen zu clickern; was ich ja dementsprechend schnell aufgegeben hab.
        Das „beiläufige“ Integrieren geht mir derzeit noch vollkommen ab 😦 Daran MUSS ich als erstes arbeiten. Das geht mit Fritzi mittlerweile, weil er diese Sachen so Spitze drauf hat; die Vergabe seiner Herzmedis funktioniert zwar auch ohne clickern, aber ich binde es ein; eben so nebenbei.
        Bei den anderen mach ich immer einen Riesenbohei….das kann ja nicht funktionieren. Depp, damischer, ich!

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        1. kamikatzezwerglis Autor

          Liebe – du antwortest, ob und wann es für dich passt, kein Stress! ❤

          ich weiss nicht, ob es ein "Fehler" ist, Sessions einzuberufen – ich kann nur sagen, dass das hier mit sieben Katzen mit 100 verschiedenen Bedürfnissen kaum klappen würde. Und so habe ich halt dank kompetenter Anweisungen gelernt, mit der jeweiligen Katze dann zu trainieren, wenn die Situation sich ergibt (bzw. bei Moriah und Shakti: Ich sie bewusst herstelle – aber es ist keine Session, sondern immer noch eine Situation). Und wenn die Situation sich nicht einstellt – dann können wir halt nicht trainieren.

          Wichtig war hier sicher auch zu lernen, dass nicht immer Leckerli Belohnung sein müssen, denn dann kommen alle angerannt und zerstören genau die Situation. Streicheln, Zuspruch, Ermunterung – das sind auch "Belohnungen" ❤

          Es ist gewöhnungsbedürftig, ja – aber die ganz alltägliche Interaktion mit den Tieren, die sowieso stattfindet – wenn man lernt, DIE zu nutzen, um Probleme zu beheben, und sich dran gewöhnt und es sehr schnell ganz selbstverständlich wird, dass JEDE Interaktion auch ein Signal, eine Kommunikation mit dem Tier ist – dann, ja: ist es gar kein "Extra-Aufwand" ❤

          Und wenn du dich nochmal in meiner Gegenwart "Depp, damischer" nennst, kriegst ne Kopfnuss. So. ❤

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  3. Yola

    Super macht ihr das 🙂 Und zur Not stell ich dir sonst wieder meinen Finger als Targetstab zur Verfügung *hi hi hi* Und auch wenn die Süsse beim TA-Besuch nicht freudig in und aus der Box hüpft, so wird sie doch auf jeden Fall immer mehr Sicherheit durch das Training empfinden ❤ Go Felizchen go ❤

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Hihi ♥ Yola – dein Finger ist aber kein Target – jedenfalls nicht, solange er an dir dranbleibt, höhö 😛 Pass also auf, was du uns anbietest 😛 Lebende Finger riechen 😉 (gut: tote auch… *örks*) und sind keine Gegenstände 😛 Es geht ja darum, dass Felize Gegenstände in menschlichen Händen akzeptiert (Spritzen, Blutdruckmesser, Fiebermesser und was der Clown noch alles kennt).

      Wie du schreibst, denke ich aber auch, dass Felize durch ständige – kontrollierte – Konfrontation irgendwann begreifen wird, dass ihr keiner was Böses mehr will ♥

      Und eines Tages reist sie so selbstverständlich mit, wie Omar es in seinen letzten Wochen tat ♥ Eines Tages….

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  4. Maunzdorfener Kurier

    Hört sich super klasse an! Und ich finde ja das beste an dem ganzen Training, dass die Süße DIR wieder (oder endlich) vertraut! Denn genau DAS isses doch: das A und O, die Basis für alles Weitere! Und außerdem: soooooo schöööööööööööön 😀

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      ♥ Ja, es ist zauberhaft, dass sie nun eher abwartend-neugierig schaut als: „Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiigitt, die schon wieder – ich mach mich vom Acker“ 😀 Und sie rammt immer so süss ihr Köpfchen in meine Seite *autsch* ♥

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  5. Gudy

    Iwönnsche, kann es sein, dass du im vorherigen und vorvorherigen Leben eine Fellnase warst? Ich kann mir nicht mal ansatzweise vorstellen, wie du alles wuppst! Das beschriebene Training mit Felize klingt wirklich aufwendig, aber logisch und liebevoll umgesetzt. Kein Wunder, dass Felize wunderbare Fortschritte macht. Die Frage, wann Felize wohl bewusst anfing das Hören wahrzunehmen, hat mich auch schon umtrieben 🙄 Ich stell mir gerade vor, wie Chefin Shakti der Truppe vermittelt abzutauchen, wenn du wieder mit dem Übungshandtuch auftauchst 😆 Ist echt nicht böse gemeint, weißt du hoffentlich 😉 Wenn du die Übungen in euren Alltag integrierst, dann musst du doch die sämtlichen Utensilien an der Frau haben? Wirst du das Handtuch einsetzen, um Felize in den Kennel zu locken zu können. Ich drücke dir die Daumen, dass das Eintüten zu keinem Vertrauensverlust führt und du der Felize schon so viel Selbstbewusstsein mitgeben konntest, dass sie es nicht als Übergriff empfindet. Gibt es einen Marker für „Tierarzt“?
    Ich wünsche dir, dass du Felizes und natürlich auch Moriahs Potenziale raus kitzeln kannst 😎
    OT Den Merlin muss ich seit 2 Wochen täglich den Trichter oder Body an- und ausziehen. Was bin ich froh, dass er dabei teils kooperativ, teils hinnehmend, aber nie böse reagiert 😯 Er wird von mir auch mit langen Schmuseeinheiten belohnt ❤

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Hihi, neeeee: Sowas macht Shakti nicht 😛 Ich muss eher schauen, dass sie nicht meint, SIE wär jetzt dran 😉

      Das Training hört sich vielleicht auch aufwendiger an als es ist: Die „Situationen“ ergeben sich ja nicht überraschend oder plötzlich, daher muss ich jetzt auch nicht permanent mit einem Handtuch rumlaufen 😛 Mit Felize ergibt es sich in der Regel abends, wenn ich auf dem Sofa bin – irgendwann kommt sie dann von selber an. Handtuch, Wattebausch und Ohrenreinigungsmittel stehen unmittelbar immer parat 🙂 Manchmal geht sie zwischendurch dann mal weg und kommt wieder oder sonst bleibt sie, wir machen mal ne Pause und dann weiter. Es ist also eigtl. alles kein Extra-Aufwand, sondern mehr so nebenher.

      Das Handtuch „missbrauchen“, um sie zu locken, mag ich eigtl. nicht – sie soll das Handtuch ja nicht negativ besetzen. Es wird diesmal noch nicht ohne „Gewalt“ gehen, so weit sind wir einfach noch nicht 😦 Ein eigentliches Boxentraining fangen wir dann danach zu gegebener Zeit an – bis in einer Woche oder so schaffen wirs eh nicht. Das wird sicher nochmal ein Rückschlag – aber wat mut, dat mut.

      Oh – und tapferer Merlin! Gute Besserung, dem Süssen! ♥ Was hat er denn? 😦 Ja, es ist Gold wert, wenn sie mitmachen ♥ Das ist unser Ziel mit Felize 😀 Ich sag ihr mal, sie möge sich am tapferen Merlin ein Vorbild nehmen!

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      1. Gudy

        Ich dachte auch an keinen Handtuchmissbrauch, das wäre ja auch strafbar 😀 . Ich dachte eher daran, das Handtuch beiläufig vor dem Kennel auszubreiten und sie zu belohnen, wenn sie sich darauf setzt oder legt, völlig unabhängig davon ob sie rein geht. Du kannst dann ja, wenn sie auf dem Handtuch sitzt, liegt, rollmopst oder…. ein paar Leckerlis in den Kennel streuen :peif: Ich weiß doch, wie schwer du dich damit tust, die Maus jagen und einfangen zu müssen.
        Merlin hat grad fiese Hautprobleme und am Donnerstag hat er einen Termin bei einem Dermatologen. Ich glaube weder an eine Futtermittelunverträglichkeit noch an eine Flohspeichelallergie. Er war jetzt 4 Wochen nur im Haus und sobald er die Gelegenheit hat, leckt er sich in kürzester Zeit die verheilten, aber unbehaarten Stellen wund 😥 Ich drücke dich ganz lieb, Streichler an die Kamikatzen und für Moriah noch extra ein dickes Nasenbussy <3<3<3

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        1. kamikatzezwerglis Autor

          Liebe Gudy – ja, der Ansatz ist ne Idee. Aber auch dafür bräuchten wir viel, viel Zeit 😦 Und auch Leckerli-Schmeissen in die Box wäre wieder „Betrug“ – sie soll ja lernen, mir zu vertrauen. Und das kann sie nur, wenn ich sie nicht betrüge. Sie muss lernen, dass ich und andere Menschen manchmal Dinge mit ihr tun müssen, die sie erstmal nicht so knorke findet – aber dass dann nix Schlimmes passiert. Das ist ein laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanger Lernprozess in bestimmten Fällen. Ich verstehe aber schon, was du meinst, und dass du vor allem MIR die Eintütaktionen *erleichtern“ möchtest ❤

          Jetzt musste ich grad kurz ne Felize-Kampfschmus-Pause einlegen ❤ Hach ❤

          Merlin geht es ja inzwischen besser, wie du mir schon geschrieben hast – ja? Knutsch den knutschgesichtigen Süssspatz bitte mal ganz herzlich von mir!! ❤

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          1. Gudy

            Süße, du machst grad den 2. Schritt vor dem 1. Die Leckerlis sollen Felize in den Kennel locken, aber nur, damit sie sich an das drinnen sein gewöhnen soll. Betrug wäre, wenn du den Kennel dann zusperrst. Das rein und raus spazieren soll für sie Alltag werden. Klar kommt der Tag, an dem du die Tür schließen musst, aber bestenfalls ist der Kennel dann Normalität. Dazu noch einmal die Frage: „Hast du einen Marker für Tierarzt/Tierklinik?“, den du z.B. mit dem Handtuch kombinieren kannst. Das Handtuch bedeutet für Felize, dass sie von dir behandelt wird, und in Kombination mit dem 2. Marker signalisierst du ihr, dass es zum Tierarzt/zur Tierklinik geht.
            Ich habe Merlin den Knutscher mitten auf das Marzipannäschen platziert…, er hat sich geschüttelt und mich mit dicken Bäckchen angeschaut. Ja, es geht ihm besser<3

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            1. kamikatzezwerglis

              Liebe Gudy, ach so – dann habe ich dich falsch verstanden, sorry! Ich dachte, du rätst mir zu der geschilderten Vorgehensweise, um Felize für den Kontrolltermin eingetütet zu bekommen. Und dann hätte ich den Kennel ja zusperren müssen.

              Aber als langfristige Trainingsstrategie: Ja, klar! So in der Art machen wir das ja auch schon. Ich soll ins Laserpointer-Spiel mit Felize ja Transportboxen und andere Behältnisse miteinbeziehen, in der Hoffnung, dass sie da während des Spiels mal reingeht und entdeckt, dass die nicht beissen 😛 Macht sie aber nicht 😦 NOCH nicht 😉

              Das Eintüten war bislang noch nicht Teil des Trainings – schlicht weil ich der Überzeugung war, dass wir das eh nicht bis zum Termin letzten Montag hinbekommen. Daher haben wir auch noch keinen Marker für einen Tierarztbesuch, ich gehe aber davon aus, dass das dann auch eingebaut wird. ähnlich wie ich sie jetzt jeweils „vorwarne“, wenn ich mit ihr trainieren will und was. Dieser Kontrolltermin hing noch ein wenig wie ein Damoklesschwert über uns (bzw. mir 😛 ), aber nun da wir das auch geschafft haben, können wir (ich) sicher unbelasteter trainieren ❤

              "Ich habe Merlin den Knutscher mitten auf das Marzipannäschen platziert…, er hat sich geschüttelt und mich mit dicken Bäckchen angeschaut. Ja, es geht ihm besser<3"
              Oh oh oh – das klingt bezaubernd – bitte gleich nochmal 😀 ❤ Wie schön, dass es ihm besser geht – so ein süsser Fratz ❤

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  6. cheesyswelt

    Das klingt doch schon mal super! Ich hab’s dir ja schon einige Male gesagt aber ich möchte es wiederholen: Ich finde es klasse wieviel Geduld und Zeit du für all dieses Training auf dich nimmst. Und umso schöner ist es auch dass du so belohnt wirst. Ich hoffe ganz fest, dass es so toll weitergeht ♥

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Danke, liebe Cheesy ♥ Abgesehen davon, dass es hier halt einfach eine Notwendigkeit ist, was zu unternehmen, finde ich es auch selber sehr sehr spannend zu sehen, wie die betroffenen Zwerglis reagieren und sich verändern: selbstbewusster und neugieriger werden 🙂 Das ist wirklich sehr sehr schön und oft musste ich schon lachen, wenn Moriah mir inzwischen fordernd entgegenhüpft und Aufmerksamkeit einfordert ♥ Felize fordert das noch nicht gerade ein, hihi – aber sie guckt immerhin weniger verstört, wenn sie welche bekommt 😛 ♥

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  7. Pingback: Felizes Mittelohrentzündung, Kontrolle Nr. 3 | kamikatze-zwerglis

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