Unheimliche Dinge geschehen: Wir hören Stimmen :-O

Seit drei, vier Tagen höre ich verzweifeltes Maunzen. Klar: Ich dachte, das wäre Moriah oder Tünn. Aber…

Meistens nachts, nun am Wochenende aber auch tagsüber höre ich hier in den letzten paar Tagen wirklich verzweifeltes Mauzen. Ich dachte erst, Tünn habe zu seinen Anfangszeiten zurückgefunden – und dachte: IGNORIEREN! Ey: Um 3, 4 oder 5 Uhr morgens.

Doch dann realisierte ich, dass Tünn ja bei mir im Bett schläft :-O

Dann konnte es nur noch Moriah sein, der ihr „Gefängnis“ oben langsam definitiv zu eng wird. Aber: Das ist nicht Moris Stimme? Ich rannte beim nächsten Mal um 5 Uhr morgens dennoch hoch: Einfach, um es zu verifizieren, woher diese Schreie aus der Hölle (ihr wisst, wie Katzen tönen können…) kommen. Doch die schlief friedlich.

Hm.

Und heute Abend wieder: Alle meine Zwerglis waren voll damit beschäftigt, ihr Puten-Barf aufzusaugen. Und dennoch diese Schreie 😦 Ich sah auf dem Dach nach, im Hausflur, auf der Strasse: Nichts.

Es ist sehr unheimlich – da ist ein Tier in Not. Aber ich weiss nicht, wo?

Ich habe meinen Nachbarn jetzt mal Zettel an die Tür gehängt, ob sie ne neue Katze haben und was wissen. Ganz lieb, natürlich ❤

Hm. Mal sehen…

———————————————-

Nachtrag 30. 9.: Das Rätsel ist gelöst

Wie gut oder schlecht das ist, vermag ich gerade nicht zu sagen…

Ich hatte völlig vergessen, dass unsere Catsitterin Paula ja schon vom neuen „Mitbewohner“ geschrieben hatte, der ihr im Hausflur entgegenkam (→ Ferienbericht). Ihr erinnert euch vielleicht, der/die da:
amalfi_neuzugang

Auf meine Nachfrage bei Nachbarn stellte sich heraus, dass der kleine Gast öfter im Haus ist bzw. bei meinen Nachbarn, die auf derselben Etage wohnen, gern mal auf der Terrasse sitzt (da kann er von Hausflur aus hin, ich kann ihn dort aber nicht sehen). Diese Nachbarn sind öfter mal nicht daheim (jung & unternehmungslustig – aber goldnett).

Und heute als ich von der Arbeit kam, sass der kleine Fratz auch schon wieder im Hausflur:
kuhkatze

Ich gehe davon aus, dass dies die „Mauz-Quelle“ ist. Er/sie ist super zutraulich, sieht sehr gepflegt aus und alles prima. Einzig: Dass die Katze hier mitten im Rotlichtviertel mit reichlich Verkehr (… :P) frei draussen rumlaufen kann, macht mir Bauchweh 😦 Ich habe ihn (ich denke, es ist ein Kater, weiss es aber nicht) dennoch wieder rausgesetzt – hier im Haus hat er weder Futter noch Wasser noch sonst was. Hm. Es ist ja nicht verboten, Katzen an denkbar ungeeigneten Orten in den Freigang zu lassen 😦

Oder hättet ihr anders gehandelt? Und wenn ja: wie? Ich finde das gerade irgendwie ein bisschen aufwühlend – das Tier scheint eindeutig Besitzer zu haben, da gut gepflegt und alles. Aber warum will es dann immer bei uns ins Haus? Was könnte ich unternehmen – sofern ich was unternehmen soll? Hülfe 😦

23 Gedanken zu „Unheimliche Dinge geschehen: Wir hören Stimmen :-O

    1. kamikatzezwerglis Autor

      Eingemauert???? :-O Gott bewahre! Sowas kommt vor? Boah. Nein, Handwerker waren letzthin keine hier – es scheint wohl unser umtriebiger Nachbarskater zu sein. Aber so richtig klasse ist die Auflösung auch nicht (siehe Update im Beitrag) 😦

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  1. Yola

    Ich kenn das 😦 Vor ein paar Jahren hörte ich auch abends ganz verzweifeltes Maunzen. Am zweiten Abend, als das Maunzen wieder erklang bin ich durch das Quartier und immer mal stehen geblieben und habe gewartet bis wieder gemaunzt wurde. Die Geschichte stark abgekürzt: ich konnte die Katze nach längerer Zeit auf einem Balkon lokalisieren, andere wie ich später hörte auch. Die Polizei befreite am nächsten Morgen die Katze. Die war über mehrere Balkone gewandert und traute sich dann aus Angst nicht mehr vor und zurück und sass damit ausgerechnet auf einem Balkon fest, dessen Wohnung leer stand.

    Das Allerschlimmste daran? Ihre schlussendlich ausfindig gemachte Besitzerin hatte von all dem nichts gemerkt… Wohnungskatze, ist 2 Nächte und 1 Tag einfach nicht mehr da, verzweifeltes Maunzen durch das ganze Quartier… sie will nichts gemerkt und nichts gehört haben…

    Gell, es bricht einem das Herz, weil man nicht verifizieren kann, ob Hilfe benötigt wird solange man nicht weiss wo das Tierchen steckt 😦

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Hui – die Geschichte ist ja aber auch krass :-O Ich wundere mich halt auch, ob die Besitzer unseres Nachbarskatz den/die denn nicht jeweils vermissen? Ok – ist Freigänger in einem komplett freigängeruntauglichen Viertel, aber: Ey – wie sorglos kann man denn sein??? 😦

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  2. Gudy

    Solche Rufe schnüren einem die Luft ab 😦 Wie wär’s, wenn du abends an Stellen, die für die Kamikatzen unerreichbar sind, Futter hinstellen würdest. An die Möglichkeit, dass Katze irgendwo eingesperrt ist, hab ich auch gleich gedacht. Bin auf die Auflösung gespannt.

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Liebe Gudy ❤ Ich habe grad oben ein Update geschrieben – es ist wohl der Nachbarskater/ die Nachbarskatze. Hätte auch fast Futter und Wasser angeboten – dachte dann aber, dass ich ihn/sie damit erst recht hier eingewöhne 😦 Ich bin gerade sehr überfragt, was "richtig" wäre … 😦

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  3. Pingback: Dreierlei: Panikkatzen, Geisterkatzen und Kinderbücher :D | kamikatze-zwerglis

  4. Babs

    Puuuhhhh……… 😦 Was kannst du machen? Ich würde auf jeden Fall herausbekommen wollen, wem er „gehört“. Würde wissen wollen, warum so ein goldiges Kerlchen in dieser Stadtlage Freigang bekommt; es ist NICHT o.K.! Obwohl, wie du sagst, verbieten kann es natürlich niemand.
    Wenn er aber doch beinahe Abend für Abend bei euch auftaucht, dann spricht ganz viel dafür, dass er zumindest nicht glücklich ist. Gepflegt hin oder her.
    Lass den Sherlock in dir raus und forsche nach. Stelle Fragen, wie es deine Art und Fähigkeit ist und schau, ob du mit den Antworten leben kannst, oder Änderungen bewirken solltest ❤ ❤ ❤

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Liebe Barbara ❤ Ich habe ihn/sie nun seit meinem letzten Update nicht mehr gesehen und auch nicht mehr gehört. Ich hoffe, dass das ein gutes Zeichen in dem Sinne ist, dass die Besitzer sich jetzt verstärkt kümmern? Ich meine: Auch ein Freigangtier verlangt ja nicht lautstark Einlass in fremde Häuser, wenn er ein Zuhause hat, wo er/sie alles bekommt, was er/sie braucht, oder? *grübel*

      Leider gibt es hier viele Freigänger – das sieht man an den zahlreichen Katzentreppchen, die teils gar abenteuerlich auf Balkons führen. Viele Leute sind halt (immer noch) der Überzeugung, nur Freigang sei "artgerecht" für Katzen – um den Preis, dass sie halt mitten in der Stadt auch mal überfahren oder anderweitig zu Tode gebracht werden. "Natürliche Auslese"? Schwer, das aus den Köpfen zu kriegen 😦 Ich kenne hier auch einige Nachbarn und Bekannte im Viertel, die sich mal Katzen angeschafft haben. Die meisten der Katzen leben inzwischen nicht mehr 😦

      Ich hoffe jetzt einfach mal, dass unser Kuhkatzi nicht darum nicht mehr auftaucht, weil ihm was zustiess, sondern weil es eine gute Wendung in seiner Haltung gab – ich meine zu seiner Sicherheit, seinem Wohlbehagen ❤ Wenn ich ihn nochmal sehe, werde ich der Sache aber nachgehen 🙂

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  5. Cornelia

    Futter draußen hinstellen, wenn die Nachbarn sich um ihn kümmern und er gut aussieht, ist nicht die beste Lösung, denn dort zieht man nur mehr Katzen an und gründet eine Kolonie (da kennen wir hier in Italien was von). Also wenn man keine Kolonie versorgen will, ist das keine gute Lösung. Dann ist die Frage: hatte er Hunger? Wahrscheinlich hatte er gar keinen Hunger. Vielleicht will er einfach INS HAUS. Vielleicht will er bei Menschen wohnen und verwöhnt werden. Nun ist bei Iwon das Katzeneingewöhnzimmer ja besetzt.. sonst hätte ich ihn erst mal da rein getan und draußen Zettel mit Bild aufgehangen: wem gehört der Kater? Aber ich würde keine Zettel aufhängen, solange der Kater draußen rumläuft. Dann eher (wenn er sich anfassen lässt) ein katzengerechtes Halsband mit einem Anhänger in den ich einen Zettel lege vom Typ: hallo Katzenbesitzer, ich mache mir Sorgen um ihren Kater, bitte rufen Sie mich doch an“ und eine Telefonnummer die nicht allzuviele Probleme bringt. Hast Du eine andere Telefonnummer, Iwon? Sonst musst Du würfeln: ich klaue ihn (und vermittle ihn über meine Freunde), oder ich überlasse ihn sich selbst weiter so zu leben, wie er lebt.

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Danke für deine wohldurchdachten Tipps, liebe Cornelia! ❤ Nein – hier mitten in der Stadt Katzenfutter rausstellen, das ginge GAR nicht. Ich denke auch – wie du – nicht, dass die Katze Hunger hatte. Das mit dem Halsband ist eine gute Idee – wenn ich ihn/sie nochmal sehe, werde ich das machen. Meine Telefonnummer ist eh öffentlich auffindbar – da muss ich kein Geheimnis draus machen. Er/sie ist superzutraulich – also schlecht behandelt oder so wird der nicht und ein Streuner ist er/sie auch nicht. Ich konnte die Katze sogar hochheben, um sie wieder rauszusetzen. Das kann ich nicht mal mit allen meinen eigenen (also hochheben – nicht raussetzen 😛 ). Hm. Ich gucke mal, wie sich das hier entwickelt ❤

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  6. cheesyswelt

    Wie zutraulich isse? Ich meine, kommst du ran um Chip auszulesen? Dann könntest du mal probieren ob die Mietz gechippt ist? Ich hab damals als ich es brauchte vom TA meines Vertrauens das Chiplesegerät ausleihen dürfen…? Oder alternativ, so händeln die das vom Tierrettungsdienst, ein Halsband ummachen mit Vermerk, der Besitzer soll ich kontaktieren.

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Danke auch dir für den Tipp wegen Chiplesegerät! Ich habe in unserer Praxis gefragt und sie würden mir so ein Teil auch wirklich ausleihen – allerdings nur für ein paar Stunden, da sie es ja selber auch brauchen könnten. Das macht es ein bisschen schwierig, da ich die Katze ja wenn dann nur nach Feierabend antreffe und dann ist die Praxis schon geschlossen 😦 Und das Tier über Nacht festzusetzen – das wäre ja Freiheitsberaubung (ab davon, dass ich nicht wüsste, wo?). Die Besitzer (Eigentümer) könnten mir das auch als Diebstahl auslegen – zu Recht, denn sie tun ja nix Verbotenes, ich aber schon, wenn ich eine Katze dem Besitzer vorenthalte 😦 Das mit dem Halsband wäre wohl realistischer – aber das ist ja auch schon ein „Eingriff“, der als „Angriff“ verstanden werden könnte…

      Hm. Schwierig, schwierig. Da er/sie die letzten Tage hier nicht mehr auftauchte, warte ich nun einfach mal ab. Wenn sein „Asylbegehren“ 😉 hier zur Regel würde, werde ich am besten meinen Tierarzt fragen, was er vorschlägt. Oder? ❤

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  7. Daisy

    Ich würd auch ein Halsband rummachen mit der Bitte sich zu melden… Dann kann man immerhin mal schauen wo der Kater hingehört. Und wenn sich niemand meldet und das halsband verschwindet nicht, kannst du relativ sicher sein das er kein zu Hause hat.

    Und es gibt durchaus auch Gründe einer Katze auch in einem verkehrsintensiven Bereich Freigang zu geben – mir ist damals meine erste Mietz zugelaufen, wi haben an ner großen Straße gewohnt. Da ich sie aber draussen gesehen hab und wusste das sie sich selbst wenn sie Panik hat von der strasse fern hälthab ich sie dann auch raus gelassen…

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    1. kamikatzezwerglis Autor

      Hallo Daisy! Ja, das mit dem Halsband ist wohl der realistischste Umgang mit der Situtation, denke ich auch. Mal sehen. Der Kater/die Katze war jetzt seit meinem letzten Update nicht mehr hier, daher warte ich nun erstmal ab.

      Die Umstände, die du mit deiner Fundkatze bezüglich Freigang in verkehrsreicher Gegend beschreibst, kann ich durchaus nachvollziehen, ich mache dir da auch keine Vorwürfe und finde es eh schwierig, wenn man verallgemeinert. Falls das von mir so rüberkam, möchte ich mich entschuldigen ❤ Auch wenn ich ständig einen Herzinfarkt nach dem anderen hätte, wenn Katze dann nicht pünktlich daheim ist 😛 Aber das hätte ich auch in einer völlig abgeschiedenen Gegend 😉 Was mich "stört" oder anders gesagt: Was ich nicht so toll finde, ist, wenn Leute sich hier in unserem Viertel eine Katze zutun (meist nur eine…) und es dann für "artgerecht" halten, sie all den Gefahren hier auszusetzen 😦 Wir haben hier nicht nur zwei sich kreuzende Hauptverkehrsadern mit Autos, Bussen, Strassenbahn und allem, was dazugehört, sondern sogar in den "ruhigeren" Strassen ständig aggressiven Parkplatzsuchverkehr – man kann hier keine 50 Meter laufen, ohne eine gut frequentierte Strasse überqueren zu müssen 😦 Und mal vom nächtlichen Publikum hier im Rotlichtviertel abgesehen – ich würde nicht wollen, dass meine Katzen mit solchen oftmals gut promillten Leuten zusammentreffen 😦 Darum habe ich ganz bewusst Katzen aufgenommen, die aufgrund Behinderung/Krankheit und/oder psychologischer Verfassung eh nicht in Freigang vermittelt worden wären. Davon gibt es auch genug. Unser Viertel hier ist einfach kein Ort, wo Tiere oder Kleinkinder unbeaufsichtigt rumrennen sollten. Schon gar nicht, wenn sie zutraulich sind 😦

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